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Rise of Nightmares - Testartikel

Autor
Anja Schmidt - Alexa Jolie
Erstellt am
13.09.11
Streetdate
09.09.2011
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
- - - - / SEGA
Kommentare
7
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Das Metzelspiel für Kinect im Test

Am 09. September 2011 erschien das erste Horrorspiel für Kinect im Handel. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, nachdem wir das Spiel auf der gamescom anzocken durften, es auch in der Komplettfassung unter die Lupe zu nehmen. Dabei haben wir unser Testlabor abgedunkelt, um eine möglichst anfällige Umgebung für das Spiel zu schaffen. Ob der Titel bei uns punkten konnte oder ihr lieber bei einem controllerbasierten Spiel die Untoten jagen solltet, erfahrt ihr nun in unserem ausführlichen Testbericht.

Prolog oder wie ihr das Laufen lernt
Verängstigt wacht ihr in einer kleinen Gefängniszelle auf, die ihr euch mit einer nicht weniger verängstigten Frau teilt. Damit beginnt der Prolog und gleichzeitig das Tutorial zu Rise of Nightmares, bei dem ihr wie ein Kleinkind das Laufen, Kämpfen und Interagieren lernt. Um euch vorwärts oder rückwärts zu bewegen, setzt ihr euer Bein nach vorne oder hinten. Gelaufen wird solange, bis ihr eure Beine wieder geschlossen habt. Dabei ist es egal, ob ihr das linke oder rechte Bein benutzt, denn das Spiel erkennt beides. Um die Richtung zu ändern, dreht ihr euren Oberkörper in die entsprechende Richtung. Diese Kombination begünstigt das flüssige Laufen, auch wenn es dennoch an manchen Stellen zum Stocken kommt und ihr euch neu ausrichten müsst.

Um mit der Umgebung zu interagieren, streckt ihr die Hand Richtung Bildschirm und bewegt den Kinectzeiger auf das gewünschte Symbol. An bestimmten Stellen müsst ihr außerdem die angezeigte Aktion ausführen, beispielsweise Schwimmen, Klettern oder Rennen. Anfangs wirkt die Steuerung noch etwas holprig, doch schnell sind die grundlegenden Bewegungen erlernt und stellt kein Hindernis mehr dar. Anerkennend sollte erwähnt werden, dass es sich bei Rise of Nightmares nicht um einen Railshooter handelt und ihr wirklichen jeden Winkel des Spiels selbst erkunden könnt.

Die Kinecterkennung funktioniert dabei selbst im dunklen Raum ohne Probleme und nur selten werden Bewegungen falsch interpretiert. Seid ihr irgendwann aus der Puste, könnt ihr an manchen Stellen das Autosystem nutzen und euer Charakter läuft selbstständig an den nächsten Zielort. Das Feature ist an sich recht hilfreich, doch leider wirkt es an manchen Teilen zu unfertig. Müsst ihr beispielsweise einen Gegenstand suchen, bringt euch das Autosystem zumeist nur an den Ausgangsort zurück, bei dem ihr den Auftrag erhalten habt.

Jetzt wird es unrealistisch
Habt ihr also den Prolog gemeistert und die ersten Schritte erlernt, findet ihr euch in der eigentlichen Hauptgeschichte wieder. Langzeitalkoholiker Josh plant mit seiner Frau Kate eine Reise durch Osteuropa, doch zwischen den Beiden kommt es zum Streit, woraufhin Kate verärgert das Abteil verlässt. Was zunächst noch als Drama direkt aus Hollywood beginnt, endet kurz darauf in einem echten Horrorschocker. Mehrere Anzeichen deuten daraufhin, dass einige merkwürdige Dinge vor sich gehen. Eure Befürchtungen werden schnell bestätigt, als eine merkwürdige Gestalt Kate entführt und der Zug entgleist. Euer Ziel ist es nun, eure Frau zu finden. Dafür macht ihr euch mit anderen Überlebenden, die sämtliche Klischees eines B-Movies erfüllen, auf den Weg durch den Wald, über den sich zahlreichen Mythen in der Gegend ranken.

Auf eurem Weg zu Kates Aufenthaltsort besucht ihr verschiedene Gegenden, sei es ein Friedhof, eine mittelalterliche Burg samt gruseligen Vorhof oder den hauseigenen Folterkeller. Auch hier darf nichts fehlen, was ein durchschnittlicher Horrorfilm zu bieten hat. Wie das auch in den Hollywood-Filmen so ist, segnen eure Gefährten nach und nach das Zeitliche und ihr seid wieder auf euch alleine gestellt. Was allerdings auch nicht weiter schlimm ist, denn so richtig warm werdet ihr mit den oberflächlichen Gestalten sowieso nicht.

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