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Risen - Testartikel

Autor
- xd270
Erstellt am
29.09.09
Streetdate
02.10.2009
Spielgenre
Rollenspiel
Entwickler/Publisher
Piranha Bytes / Deep Silver
Kommentare
31
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Risen Review

Lange mussten Rollspielbegeisterte, aber vor allem die vielen Gothic-Fans, auf ein neues Abenteuer aus dem Hause Piranha Bytes warten. Auf dem PC kennt inzwischen jeder die Gothic-Reihe und erstmals dürfen jetzt auch Besitzer einer Xbox 360 Konsole eine Welt betreten, in der ihr ebenso auf raue und schroffe Charaktere, wie auch eine gefährliche Wildnis treffen werdet, die neben Wildschweinen noch angsteinflößendere Kreaturen hervorbringt, die euch nach dem Leben trachtet. Und vielleicht erfahren wir die Antwort auf die wohl wichtigsten Fragen, die euch auf eurem Abenteuer beschäftigen werden: Wer bin ich? Und was zum Teufel mache ich eigentlich hier?

Kommt, begebt euch mit uns gemeinsam auf eine geheimnisvolle Vulkaninsel, lasst uns Wildschweine jagen und schauen, ob wir vielleicht auch eine Buddel voll Rum finden, um am Lagerfeuer ein ordentliches Stück Fleisch zu genießen.
Das Abenteuer erwartet euch
Der Himmel verdunkelt sich und der Wind reißt an den Läden der Fenster. Die Menschen verschanzen sich in ihren Häusern. Ein Sturm zieht auf, den die Welt noch nicht gesehen hat. Die Erde erzittert und uralte Tempel erheben sich. Mit ihnen bahnen sich unbekannte Wesen ihren Weg an die Oberfläche.

Windhosen und Taifune toben über dem Meer, Feuerstürme wüten auf dem Land und tausende Leben fallen den Mächten aus längst vergangenen Tagen zum Opfer. Eine dunkle Zeit ist angebrochen, und die Hoffnung schwindet mit jeder Stunde, denn die Götter haben die Welt verlassen. Die Menschen sind auf sich allein gestellt, als die Dunkle Welle über sie hereinbricht.

Nur wenige Enklaven der Menschheit sind bisher vom Unheil verschont geblieben. Die Vulkaninsel, auf der ihr als Schiffbrüchiger angespült werdet, ist eine davon. Denn eine unbekannte Macht scheint das Eiland vor dem Schlimmsten zu bewahren. Ihr Schutz wird jedoch schwächer...

Werdet ihr einen Weg finden, ihren Untergang zu verhindern? Und was hat es mit den Tempeln und den fremden Mächten auf sich? Werdet ihr euch der strengen Inquisition anschließen und als Ordenskrieger das Geheimnis der Tempel lüften oder geht ihr zu den rebellischen Banditen, die sich in den Sumpf zurückgezogen haben? Vielleicht werdet ihr auch versuchen, euch den Magiern in der Vulkanfestung anzuschließen, um in die Geheimnisse der Magie eingeweiht zu werden...

Die lebendige Welt von Risen hält euch alle Freiheiten und Möglichkeiten offen. Fast jede Situation könnt ihr auf verschiedene Arten lösen. In diesem Rollenspiel-Abenteuer erwarten euch sowohl neue Freunde als auch bösartige Kreaturen, verborgene Schätze und Reichtum, gefährliche Fallen und Rätsel sowie unerwartete Wendungen, Legenden und Geheimnisse.

Es liegt in eurer Hand, welchen Weg ihr einschlagt und wie ihr das Schicksal der Insel und ihrer Bewohner verändern werdet.

Die Insel liegt vor euch. Das Abenteuer erwartet euch...
Der einzige Überlebende?
Ohne zu wissen wer und wo ihr seid, habt ihr euch als namenloser Held mit letzter Kraft aus dem Wasser an den Strand geschleppt. Das starke Rauschen des Meeres und die gelegentlich hell aufleuchtenden Blitze des Sturms, der über euch wütet, geben euch nur schemenhaft einen Eindruck darüber, was vor euch liegt. Die Wellen haben allerlei Zeug an den Strand gespült und ihr inspiziert die losen Planken und Fässer nach etwas brauchbarem. Nachdem ihr einige Münzen und Rum gefunden habt, entdeckt ihr auch einen Ast an einem Baumstumpf, den ihr als Knüppel verwenden könnt. Beim weiteren Vorantasten in der Dunkelheit entdeckt ihr eine Frau, die neben euch als Einzige das Unwetter überlebt zu haben scheint. Ihr Name ist Sara und dient euch an dieser Stelle als Begleiterin und hilft euch dabei, auf dieser unbekannten Insel die ersten Schritte zu machen. So empfiehlt sie euch, den vor euch liegenden Pfad in den Wald zu folgen um nach behausten Siedlungen zu suchen. Kaum habt ihr einen Schritt in das Dickicht getan, begegnet ihr auch schon der ersten Kreatur, die euch auf der Suche nach Nahrung erspäht hat. Ein hungriger Seegeter, ein wolfsgroßer Vogel, kommt flatternd auf euch zugelaufen und versucht mit seinem Schnabel nach euch zu picken. Mit der linken Schultertaste zücken wir jedoch unseren Knüppel und stellen uns dem Vogel im Kampf. Schließlich bedeutet der Tod dieser Kreatur auch gleichzeitig ein saftiges Stück Fleisch für euch und eure Begleiterin.

Doch der hungrige Seegeter ist nicht das einzige Wesen, das in der langsam aufgehenden Dämmerung euren Weg den Pfad entlang kreuzt. So begegnet ihr unter anderem einem hungrigen Wolf, der sich an einer toten Schiffswache gütlich tut. Aber auch der Wolf weilt schon nach kurzer Zeit nicht mehr unter den Lebenden und ihr setzt euren Weg fort und erreicht schließlich ein kleines Haus weiter oben am Ende des Weges. Da das Haus verlassen scheint, inspiziert ihr das Innere, wo ihr mit einem dort gefundenen Schlüssel eine passende Truhe öffnet, die unter anderem eine Pfanne beinhaltet die ihr am Lagerfeuer gleich einsetzt, das vor dem Haus knistert. Nachdem Sara und ihr euch den Bauch vollgeschlagen habt, möchte Sara dass ihr weiter in das Innere der Insel geht, um nach Hilfe zu suchen. Dies müsst ihr aber allein tun, denn Sara ist wahrlich keine Abenteurerin und wartet lieber beim Haus auf weitere Rettung. Und so macht ihr euch allein auf den Weg.
Ich hau dich um, du Wurst!
In der Welt von Risen werdet ihr sehr schnell merken das es rau und dreckig zugeht und nicht jeder so einen dahergelaufenen Rumtreiber wie ihr es seid, freundlich empfangen wird. Wenn ihr also zu sehr auf den Putz haut, kann das auch ganz schnell in einem Kampf enden. Im Inventar, das ihr über den oberen Analogstick erreicht, könnt ihr eine Waffe auswählen und mit der A-Taste zuweisen. Alternativ könnt ihr das auch über den Charakterbogen, der auf dem rechten Analogstick zu finden ist. Allerdings müsst ihr für Waffen, wie auch beispielsweise Schilde und Rüstungen, die entsprechenden Kampfattribute wie etwa Stärke, Geschicklichkeit oder Schwertkampf und Bogen besitzen, um den Gegenstand anlegen zu können. In der Kurzbeschreibung zu jedem Objekt werdet ihr in roter Schrift darauf hingewiesen das euch vielleicht das eine oder andere Attribut fehlt bzw. nicht hoch genug ist. Wählt in dem Fall ein ähnliches Objekt um euch auszustatten.

Attribute könnt ihr bei verschiedenen Lehrern erlernen, die ihr zum Beispiel in der Hafenstadt ausfindig machen könnt. Jedoch benötigt ihr Gold und sogenannte Lernpunkte, die ihr investieren müsst. Lernpunkte erhaltet ihr durch Erfahrung die ihr wiederum in gelösten Quests erlangt, dessen Anzahl allein in der Hafenstadt schon sehr beachtlich ist und im gesamten Spiel auf eine Anzahl von über 250 Quests kommen kann, was euch für viele Stunden in Risen beschäftigen sollte. Für den besseren Überblick zu den von euch erhaltenen Aufgaben, steht euch durch Drücken des linken Analogsticks ein Tagebuch zur Verfügung. Hier habt ihr auf der linken Seite eine Auflistung über aktuelle sowie abgeschlossene Missionen und könnt diese nach Fraktionen (dazu später mehr) sortieren. Auch eine Liste mit bereits besuchten Händlern findet ihr hier. Die rechte Seite zeigt euch zudem eine Karte der Welt, der Region in der ihr euch gerade aufhaltet bzw. eine Questkarte, damit ihr genau wisst wo ihr zum Lösen einer Aufgabe hin müsst. Leider setzt sich die Karte beim Schließen des Fensters wieder zurück, sodass ihr erst auf der linken Seite die gewünschte Herausforderung erneut anwählen müsst und dann im Reiter auf der rechten Seite die Questmap aufrufen müsst. Ein wenig umständlich die Prozedur.

Gerade am Anfang mag es euch vielleicht frustrieren, dass ihr im Kampf mit Mensch oder Tier schnell das Zeitliche segnen werdet oder ihr nicht weiter an der Hand geführt werdet. Es empfiehlt sich daher auch nicht, einfach in ein Rudel Wölfe zu stürmen und wild um euch zu schlagen. Denn alle Gegner reagieren unterschiedlich, besitzen zumeist Angriffstaktiken und weichen euch aus, sodass ein Eindreschen nicht immer den gewünschten Sieg hervorbringt. Ein guter Weg ist es daher, wenn ihr für bessere Fähigkeiten einen vollen Goldbeutel und gute Ausrüstungsquests von den zahlreichen NPC`s annehmt. Dadurch lernt ihr das Spiel besser kennen und werdet nach und nach in die Welt von Risen eingeführt. Da die Insel frei begehbar ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten wie ihr das Spiel angehen könnt. Geht ihr zur Vulkanfestung oder sucht ihr einen Weg zur Hafenstadt? Es steht euch frei zu tun was ihr wollt.
Reaktionen und Konsequenzen
Wenn ihr die Welt von Risen beschreitet und in Kontakt mit den Bewohnern tretet, werdet ihr schnell merken dass in diesem Rollenspiel nicht die üblichen Floskeln gelten und ihr bei Abneigung zum Teufel gejagt werdet. Auch euer Verhalten in Gesprächen und Taten kann schwere Konsequenzen zur Folge haben. Wie würdet ihr es finden, wenn jemand bei euch zu Hause die Schränke durchwühlt und etwas klaut? Im Falle von Risen reagieren die Bewohner mit Aggression und ziehen ihre Waffe wenn ihr euch beim Klauen erwischen lasst. Mit ein wenig Glück könnt ihr den herbeieilenden Wachen zwar entkommen, doch auf ein normales Gespräch lässt sich der Bestohlene dann später nicht mehr ein. Es besteht aber zum Glück die Möglichkeit durch einen Zauberspruch den Beklagten wieder friedlich zu stimmen. Aber funktionieren wird das vielleicht nicht bei Jedem. Also überlegt euch vorher gut was ihr so anstellt, damit ihr euch keine Wege verbaut.
3 Fraktionen
Auf der Insel Faranga, so übrigens der Name der Vulkaninsel, befinden sich 3 Fraktionen: Die Inquisition, die Magier und schließlich die Banditen. Jede Fraktion verfolgt für sich genommen unterschiedliche Ziele, die sich aber an Hand von Aufgaben die ihr erhaltet überschneiden. Ihr müsst euch früher oder später für eine dieser Fraktionen entscheiden. Denn jede Fraktion bildet euch auf unterschiedliche Weise aus. Trotzdem könnt ihr aber beispielsweise als Magier das Schlösser knacken von den Lehrern der Banditenfraktion erlernen. Entscheidet hier nach eurer persönlichen Vorliebe. Beachtet jedoch, dass ihr bestimmte Quests nicht erhalten oder abschließen könnt, wenn ihr euch für eine Fraktion entschieden habt. Risen bietet somit einen Wiederspielwert, bei dem ihr euer Abenteuer aus einer etwas anderen Perspektive erleben könnt.

Neben den Fraktionen habt ihr auch die Möglichkeit euch von unabhängigen NPC`s etwas beibringen zu lassen. So trefft ihr im Spiel auf Jäger, die euch beim Umgang mit dem Bogen und dem Jagen ausbilden oder auch Waffenschmiede, die euch beibringen wie man Waffen und Rüstungen schmieden kann. Wer seine Braukunst unter Beweis stellen möchte, kann sich dann auch noch bei einem Alchemisten in die Künste des Tränkebrauens einweisen lassen. Wie ihr seht, habt ihr einiges an Möglichkeiten offen und könnt euren Vorlieben in Rollenspielen den Vorzug geben.
Dunkle Wolken stehen über der Xbox 360 Version
Der deutsche Publisher Deep Silver tat sich wahrlich schwer, Screenshots und Videos aus der Xbox 360 Version von Risen im Vorfeld zu veröffentlichen. Selbst auf der offiziellen Seite sind unter den Screenshots der Xbox 360 Version PC-Bilder zu finden die einen mutmaßen lassen, das die Xbox 360 Portierung, die übrigens extern von der Firma Wizarbox übernommen wurde, alles andere als gelungen sein kann. Nachdem die PC- wie auch die Xbox 360 Version auf der diesjährigen Gamescom in Köln angespielt werden konnte, zeichneten sich schon dunkle Wolken über der Konsolenfassung ab. Aber es blieb ja noch etwas Zeit um Verbesserungen vorzunehmen. Nachdem aber das Testmuster bei uns eintraf und wir im Spiel mehr als 25 Stunden verbracht haben, können wir mit Gewissheit sagen, dass die Zurückhaltung seitens Deep Silver wohl nicht ohne Grund stattgefunden hat.

Denn die grafische Qualität von Risen grenzt teilweise an eine Frechheit. Das muss man leider an dieser Stelle ganz klar sagen. Die Xbox 360 Konsole kann eindeutig viel mehr leisten als uns hier mit der finalen Version präsentiert wird. Die Sichtweite von Bergen oder Hügeln werden durch matschige und unansehnliche Texturen in der Ferne angedeutet und geben sich selbst beim Näherkommen immer noch vorwiegend als triste und konturlose Tapeten wieder. Diese wirken zugleich eindimensional und geben keinerlei Struktur preis. Auf dem ohnehin unscharfen Boden kann von saftig grünen Wiesen und Feldern ebenfalls nicht die Rede sein. Wenn ihr auf 2 Metern Entfernung noch Grasbüschel und kleine Sträucher aufploppen seht, dann kann das der Atmosphäre und einem positiven Spielgefühl wahrlich nicht zu Gute kommen. Wo bleibt das Spielerlebnis, wenn ihr durch den Wald streift und an einem Felsbrocken stehen bleibt und mit Fassungslosigkeit betrachten müsst, das man hier lediglich einen Felsbrocken grafisch andeutet, der aber nur aus einer unschönen und lieblosen Textur besteht?

In der Hafenstadt sieht es nicht anders aus. Auf den Häusern, die aus hellen Steinwänden bestehen, zieht sich beispielsweise ein schwarzer Schatten, der sich mit der Verschiebung des Kamerawinkels ebenfalls mit bewegt. Das ist durchaus der Todesstoß für die ansonsten im Spiel vorhandene Atmosphäre, wenn ihr etwa durch die Gassen der idyllischen Hafenstadt lauft.

Der Hauptcharakter glänzt ebenfalls mit groben Texturen, die sich mit dem Wechsel der Kleidung oder Rüstung aber noch optisch gesehen etwas verbessert. Trotzdem fallen auch die unsauberen Schnittkanten der Texturen am Handgelenk auf, die den Eindruck erwecken, das dies zu vernachlässigen wäre, da diese später eh durch Kleidung verdeckt wird. Trotzdem unschön anzusehen und ganz sicher nicht auf Next-Gen Niveau!

Die toll gesprochenen Dialoge, die viel Humor und auch raue Kanten in der Akustik hergeben, sowie die abwechslungsreichen Quests und die Freiheit im Spiel, können den Gesamteindruck durch die miserable grafische Umsetzung sowie der sterilen Landschaft leider nicht retten und drücken das Spielgefühl ungemein in den Keller. Selbst bei schönen Momenten in Einklang mit der sehr guten und stimmigen musikalischen Untermalung und den Geräuschen von sägenden Bauern oder einem Schmied, der sein Eisen auf dem Amboss schmiedet, wird einem durch die Optik wieder ein Dämpfer verpasst und die Motivation sinkt sehr deutlich.

Teilweise hat die Grafik Xbox 1 Niveau und kann auf keinen Fall im Sinne des Erfinders, geschweige denn in eurem Interesse sein. Auf Anfrage bestätigte uns Deep Silver zwar, das zeitnah mit dem Release auch ein Texturenupdate kommen soll, diese konnten wir in der uns vorliegenden finalen Fassung jedoch nicht berücksichtigen. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Update in dieser Hinsicht eine deutlich optische Verbesserung erreicht. Weiterhin soll dieses Update auch das Aussehen des namenlosen Helden beinhalten. Der jetzige Held wirkt sich aber nicht negativ auf die Wertung aus und diese Angaben dienen nur als reine Informationsquelle für euch.

Von Frame-Einbrüchen bleiben wir aber zum Glück verschont. Wir konnten bei unserem Test keine nennenswerten Ruckler feststellen, wenn man einmal von dem kurzen Stocken absieht, das bei den automatischen Speicherpunkten kurz auftritt, die aber völlig legitim sind und keinem weh tun. Angesichts der grafischen Qualität wäre es auch ein Wunder wenn das Spiel mit solchen Problemen auch noch zu kämpfen hätte.

Nachtschwärmer werden es indes begrüßen, das Risen über einen beschleunigten kompletten Tag- und Nachtzyklus verfügt. So könnt ihr morgens der Sonne beim Aufwachen zusehen und zur Mittagszeit einige Sonnenstrahlen auf eure Haut scheinen lassen bevor sie am Abend ins Meer eintaucht. Nachts ist es jedoch ziemlich dunkel wenn nicht gerade Vollmond herrscht, sodass ihr ohne Fackel sprichwörtlich im Dunkeln stehen werdet. Die zahlreichen Ruinen, die ihr im Spiel erkunden werdet sind ebenso sehr düster. Das kann auf der einen Seite dem Spielgefühl positiv zu Gute kommen aber wir fanden die Dunkelheit doch ein wenig zu intensiv. Stellt euch nur mal vor, ihr steht irgendwo in einer verzweigten Höhle und die letzte Fackel erlischt gerade vor euren Augen. Viel Spaß beim Suchen des Ausgangs.

Ebenfalls mussten wir feststellen, das die Schriftgröße sämtlicher Texte sehr zu wünschen übrig lässt. Auf einem 32 Zoll HD-TV mit einer Auflösung von 720p ist, bei einem Sitzabstand von ca. 2 Metern, die Schrift nur schwer lesbar, da sie einfach zu klein geraten ist. Gerade bei einem Blick ins Questlog oder der Beschreibung der Gegenstände in eurem Inventar, müsst ihr die Augen zusammen kneifen, um zu entziffern was auf dem Bildschirm steht.
Was haben sich die Entwickler und auch der Publisher nur dabei gedacht, uns auf der Xbox 360 Konsole mit so einer schlechten grafischen Aufmachung von Risen abzuspeisen? Wäre die Grafik deutlich besser ausgefallen, würdet ihr mit mehr als über 50 Stunden mit Freude die Insel erkunden und allen Geheimnissen auf den Grund gehen wollen. Deswegen ist es umso bedauerlicher das die anderen Werte des Titels, nämlich die akustische Stimmung der arbeitenden Bewohner, der tolle Soundtrack oder die sehr guten Dialoge mit ihrem speziellen Charme und Humor so unter der Optik leiden müssen. Hardcore Fans des Genres sowie eingefleischte Fans der Gothic Serie können mit fest zusammengekniffenen Augen und dem kommenden Texturenpatch vielleicht etwas mit dem Spiel anfangen. Das Potential der Redmonder Konsole wurde hier aber auf keinen Fall von den Entwicklern auch nur annähernd ausgeschöpft und kann einen gewissen Standard in der Grafik somit nicht erfüllen. Viele andere Spiele in diesem Genres haben bereits bewiesen, dass es viel besser geht. Viel schlechter als Risen hingegen aber nicht mehr. Sehr Enttäuschend!

„Die Konsolenfassung von Risen wurde ganz klar vergeigt“


Pro
  • Freiheit bei der Charakterentwicklung
  • Mit über 250 Quests umfangreich
  • Toll gesprochene Dialoge abseits des normalen Genres
  • Sehr stimmiger Soundtrack sowie Umgebungsakustik
Kontra
  • Matschige Texturen
  • Veraltete grafische Präsentation
  • Grafik killt die Atmosphäre und Stimmung im Spiel deutlich
  • Ekliger schwarzer Schleier an Gebäuden
  • Höhlen sowie die Nacht selbst viel zu dunkel
  • Aufploppende Texturen selbst in direkter Umgebung bei Bewegung
  • Sterile Landschaften
  • Auf HD-Geräten viel zu kleine Schriftgröße
  • Nur für echte Hardcore Fans geeignet
Einzelspieler
8.2
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
7.5
Grafik und Präsentation
4.5
Sound, Musik und Special FX
8.3
Sprachausgabe
Deutsch
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Unzensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+50
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 12 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



6.1


keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Graidon schrieb am 06.08.2011 11:41
Graidon () - Promeiner Meinung nach ist risen ein meisterwerk, den Grafik ist wirklich nicht alles, man siehe nur die alten klassiker. Als großer kritikpunkt fällt mir nur auf, dass das spiel in den ersten 10 stunden extrem schwer ist und einsteiger unfreundlich. Doch wer sich durch den den anfang beißt bekommt ein wahres rollenspiel-festval geliefert, mit einer genialen charackterentwicklung und wirklich massig quests.
Jedoch kann ich den kauf nur denjenigen empfehlen die sich wirklich indie welt vertiefen wollen und viel durchhaltevermögen besitzen (für den einstig)melden
Devil Maw Cry schrieb am 14.10.2009 10:13
Devil Maw Cry () - Recreationwenn ich immer hier in der neben werbung les ein MEisterstück denk ich mir aha genau ein meisterstück des bugs und der schlechten grafik aber ansonsten find ich an dem spiel nix meisterhaft ganz ehrlich und naja ich glaub des spiel is ein ladenhüter by unmelden
SvC Dante schrieb am 08.10.2009 19:02
SvC Dante (Wien) - Proder ärgste reinfall in der xboxgeschichte leute ich kann euch nix verbieten aba ich kann euch warnen kauft euch dieses spiel nicht der publisher hat sich keine mühe und liebe in dieses spiel gegeben leider hab ich den test bericht nicht früher gelesenmelden

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