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Wenn ihr diesen Testbericht lest, gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder habt ihr das Original-Serious-Sam gespielt und wollt wissen ob sich die erneute Anschaffung lohnt. Dann empfehle ich euch gleich einen Blick in den Fazit-Kasten zu werfen und zwischendurch nochmal bei „Ordentlich aufpolierte Optik“ hereinzuschauen. Alle anderen, die bisher noch nicht mit Serious Sam in Berührung gekommen sind, sei zuerst einmal gesagt: Serious Sam HD macht jede Menge Spaß! Das Arcade-Spiel dürft ihr euch für 1200 Microsoft-Points auf die Festplatte laden, wo es dann 493 MB an Speicherplatz verschlingt. Worum es in dem Spiel geht, ob sich der Titel lohnt und was euch so alles erwartet, erfahrt ihr in unserem großen Testbericht. |
Spaßiges Schnetzeln Eure roten Turnschuhe knirschen auf dem heißen Wüstensand. Die Sonne brennt euch auf dem weißen T-Shirt, eure Kehle ist staubtrocken. Vor euch erscheint ein Krug voller Flüssigkeit, das könnte eure Rettung sein. Kaum habt ihr das Getränk aufgenommen, bebt plötzlich die Erde. Eine riesige Horde von Zombie-Pferden rast auf euch zu. Da bleibt nur eine Möglichkeit: Ihr holt euren Raketenwerfer aus der Tasche und ballert solange auf die knochigen Viecher, bis es Einzelteile regnet! Danach folgt eine Welle an riesigen Stieren, also holt ihr euer größtes Kaliber heraus und feuert Kanonenkugeln die Menge, die sich wie Bowlingkugeln durch die Gegner rollen und den Wüstensand mit Blut tränken. Dabei fallen auch gerne einmal Gegner entzwei oder verlieren einzelne Körperteile. Auf jeden Fall spritz immer eine ganze Menge Blut. Im Optionsmenü dürft ihr den Grad der Gewaltdarstellung übrigens beeinflussen, so lässt sich beispielsweise das Blut ausstellen oder in bunte Sterne verwandeln.
Aus diesem „Alles kaputt schieß“-Spielprinzip besteht Serious Sam HD. Ihr durchstreift Wüstenlevels im alten Ägypten, zuerst noch in engen Katakomben, später in weitläufigen Wüstenarealen. Auf euren Wegen sind überall Items verteilt, die euch entweder Energie zurückgeben, eure Rüstung aufbessern oder einfach eure Waffen aufladen, soll heißen: Munition! Die benötigt ihr auch in rauen Mengen, denn ihr ballert unablässig aus allen Rohren auf die vielen Gegner, die sich euch in den Weg stellen. Das große Waffenarsenal reicht vom kleinen Messer über Pistolen und Schrotflinten bis hin zu Raketenwerfern, Laserkanonen und riesigen Bomben. Da euch teilweise wahre Hundertschaften an Gegnern auf die Pelle rücken, ist das Waffenkontingent allerdings keineswegs übertrieben, sondern vor allem in den höheren Schwierigkeitsstufen bitter von Nöten. |
Reise durch die Zeit Die Geschichte hinter dem ganzen Geballer ist erwartungsgemäß eher flach. Die Erde wird von bösartigen außerirdischen Wesen angegriffen und die Menschheit findet heraus, dass die Aliens wohl schon vor tausenden von Jahren, in der Zeit des alten Ägyptens, auf der Erde gelandet sind. Kurzerhand schicken die Menschen den verehrten Kriegshelden Sam „Serious“ Stone durch ein Zeitportal in die Vergangenheit um dort alle außerirdischen Viecher umzupusten, die ihm vor die Flinte laufen, um damit die Welt zu retten. Solltet ihr die Geschichte nicht nachvollziehen können, dürft ihr euch im Optionsmenü noch einmal erläuternde Texte dazu durchlesen. Auch alle Gegnertypen und vereinzelte Hinweise werden dort aufgelistet, damit ihr nie verzweifeln müsst. Die Hintergrundstory ist also keineswegs besonders gelungen oder ausgefallen, eigentlich ist sie eher total bekloppt. Scheinbar wollten die Entwickler nur eine Erklärung dafür haben, dass ihr mit neumodischen Waffen im antiken Ägypten gegen galaktische Feinde kämpft. Die Vermischung der Zeiten ist aber eine nette Idee und nach kurzer Zeit wundert ihr euch nicht mehr darüber, dass euch hinter jeder Pyramide ein grünes Schleimmonster erwartet.
Das Gegnerdesign ist generell sehr skurril ausgefallen. So werdet ihr über das gesamte Spiel hinweg von glubschäugigen Flugwesen, menschenähnlichen Viechern mit Sägekopf und Bombenarmen, Elektrofischen, seltsamen Stieren, Knochenpferden, Knallfröschen, Lava-Golems oder Laserstrahlen verschießenden Riesenkäfern angegriffen. Die Viecher treten euch allerdings nicht alleine gegenüber, viel lieber bombardiert euch das Spiel mit gleich vierzig oder fünfzig davon. Da alle Gegnertypen verschiedene Eigenarten haben, müsst ihr immer darauf achten mit der effektivsten Waffe anzugreifen. Das bringt ein wenig Tiefe in das ansonsten seichte Spielgeschehen. Auf den unteren Schwierigkeitsstufen führt allerdings auch blindes ballern in die Menge zum gewünschten Erfolg.
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