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Shank - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
04.09.10
Streetdate
25.08.2010
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Klei Entertainment / Electronic Arts
Kommentare
4
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Shank Testbericht

Die letzten Sonnenstrahlen des Summer of Arcade verziehen sich unter dichten Wolken. Ein erstes braunes Blatt segelt uns langsam vor die Badelatschen und wir müssen einsehen, dass die grandiose sommerliche Spielesause von Microsoft erst einmal ein Ende hat. Das ist aber noch lange kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Denn auch nach dem typisch starken Sommer-Line-Up gibt es auf dem Marktplatz so einige erfolgversprechende Spiele zu entdecken. Den 2D-Prügler Shank haben wir uns dieses mal zur Brust genommen und jedes Quäntchen Spielspaß aus dem 2 GB großen und 1200 Points teuren Game geprügelt. Wie viel dabei herausgekommen ist, verrät euch nun unser ausführlicher Testbericht.
Rache
Von der Hintergrundgeschichte solltet ihr besser nicht zu viel erwarten. Oder am besten gleich überhaupt nichts. Die optisch schöne und sogar deutsch synchronisierte Comicsequenz am Anfang erzählt euch leider nur, dass euer Hauptcharakter von Rache angetrieben wird und seinem alten Rivalen unbedingt die Rübe vom Körper reißen möchte. Deshalb macht ihr euch auf die Suche nach dem Unhold und zermetzelt dabei jeden Gegner, der sich euch in den Weg stellt. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Rückblenden in Videoform, damit ihr vor einem Bosskampf überhaupt wisst, warum ihr antretet. Nicht gerade das beste Mittel um eine packende Story zu erzählen. Entwickler Klei Entertainment hat leider viel mehr Wert auf packende Kämpfe, als auf eine geschickte Verknüpfung der Fights geachtet.
Gewalt
Das Ergebnis dessen kann sich aber auf alle Fälle sehen lassen. Euch stehen auf euren zweidimensionalen Metzeltouren verschiedene Waffen zur Auswahl. Standardmäßig ein kleines Messer, zwei Pistolen im Stile von Lara Croft und eine… nun ja… Kettensäge! Denn zimperlich springt ihr mit euren Gegnern auf keinen Fall um. Ganz gleich welche Taste ihr drückt. Ihr könnt in rasender Wut euer Messer im feindlichen Körper versenken, die Kettensäge rotieren lassen oder eure Kontrahenten sogar mit Granaten füttern. Zu eurem Standardrepertoire gesellen sich später noch Säbel, Schrotflinten und Maschinengewehre. Die Wummen sind teilweise so riesig, dass ihr damit nicht mal mehr von der Stelle kommt. Im Gegenzug kann euch aber auch kein Gegner etwas anhaben, da er sofort von Kugeln durchsiebt wird.

Abgesehen von den ständigen Kämpfen gegen die immer gleichen Gegner, die sich zudem nicht sonderlich intelligent anstellen, gibt es selten ein paar kleinere Hüpfpassagen zu meistern. Wallruns und Wändehochlaufen meistert ihr dabei fast wie von selbst. Scheinbar haben die Entwickler die artistischen Aspekte daher auch größtenteils vernachlässigt. So reiht sich im Prinzip nur noch ein Kampf an den anderen und nach spätestens einer Stunde stellt sich die unvermeidbare Langeweile ein. Abgesehen von den hammerharten Bosskämpfen und den schicken Zwischensequenzen mangelt es einfach an Abwechslung.

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