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ShellShock 2 Blood Trails - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
16.02.09
Streetdate
13.02.2009
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
EIDOS
Kommentare
13
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ShellShock 2 Blood Trails Review

Der Vietnamkrieg, ist einer der wohl schlimmsten Kriege in der Geschichte der Menschheit und der USA. Als sich der Norden und der Süden von Vietnam in einem schrecklichen Bürgerkrieg befanden, begannen die Amerikaner 1965 mit der Bombardierung des umkämpften Gebiets. Im März landeten die ersten Truppen in Vietnam und kämpften an Land weiter. Russland und China versorgten stattdessen Vietnam mit Waffen und verstärkten somit die Truppen die gegen die USA kämpften. Durch den Krieg wurde die Search & Destroy Kriegsführung entwickelt, die Dauerfeuerfunktion an M16 Gewehren in 3 Schuss umgerüstet und laut wikipedia.de pro getöteten Feind circa 50.000 Schuss abgefeuert. 1975 zogen sich die Amerikaner aus dem Gebiet wieder zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt erforderte der Krieg über 3 Millionen Todesopfer, davon waren 2 Millionen Menschen Zivilisten. Weitere 4 Millionen Menschen wurden im Krieg verletzt. Bis heute sind über 1 Million Menschen von den Folgen des Krieges von Missbildungen und Krebs betroffen.

Trotz dieser schrecklichen Ereignisse sind Kriegsspiele mindestens genauso beliebt wie Filme über den Krieg und auch Shellshock 2: Blood Trails für Xbox 360 macht sich das grauenvolle Szenario des Krieges zu eigen. Eidos verspricht ein schockierendes Kriegserlebnis und ein Frontalangriff auf eure Psyche. Ob das Spiel unserem Test stand halten kann oder unsere Psyche nach dem Endscreen erst mal seelischen Beistand benötigt, erfahrt ihr jetzt!

Whiteknight, Ursprung allen Übels
Auf dem Weg nach Vietnam verschwindet ein amerikanisches Flugzeug samt seiner streng geheimen Ladung mit dem Codenamen Whiteknight über dem kambodschanischen Dschungel spurlos. Kurz darauf fehlt auch von einem eilig entsandten Bergungsteam der Special Ops jede Spur. Einen Monat später taucht ein Soldat aus dem Team wieder in der Zivilisation auf, aber sein Verhalten erscheint irrational, vom Wahnsinn besessen. Das Spiel beginnt im Herbst 1969. Ihr sitzt mit ein paar anderen Rekruten in einem Flieger nach Vietnam. Der Krieg gilt bereits als verloren, eine Menge Soldaten sind gefallen und jetzt müsst ihr ran. Irgendein Sergeant meint, dass ihr besonders wichtig für die bevorstehende Mission seid und schickt euch für einen Spezialeinsatz zur Grenze von Kambodscha. Aber Hölle bleibt Hölle! Grenze hin oder her. Ihr werdet in den Keller einer Bar gelotst. Überall quälende Schreie des Vietcong, US-Soldaten die andere verhören und Experimente an ihnen ausüben. Immer wieder hört ihr das Codewort Whiteknight, bevor ein weiterer Gefangener hingerichtet wird.

Der einzige Soldat der Whiteknight überlebt hat wurde blutüberströmt an ein Bett gefesselt. Nach einem genaueren Blick wird euch klar, dass diese blutüberströmte Person euer Bruder ist. Doch was ist dieses Whiteknight überhaupt? Ist es eine Waffe, die den Krieg beenden könnte? Oder eine Epidemie? Eine Person? Irgendein verdammter Scheiß ist passiert! Nur Cal, euer Bruder kennt die Antworten, doch bevor anfangen könnt Fragen zu stellen ist Cal spurlos verschwunden. Ihr macht euch auf euren Bruder zu finden und das Geheimnis hinter Whiteknight zu lüften. Doch auch der Seargeant Griffin und Trang, der vernabte vietnamesische Anführer sind hinter Cal und Whiteknight her. Ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Kampf gegen das Schrecken des Krieges beginnen.

KÄMPFEN SOLDAT!
In der ersten spielbaren Sequenz müsst ihr aus der Bar fliehen und euch gleichzeitig mit der Steuerung vertraut machen. Hier gibt es keine Überraschungen. Die Analog-Sticks sind zum Navigieren, LB zum Sprinten, Y hebt Waffen auf oder lässt euch über Hindernisse klettern, RB Granaten werfen, LT heran zoomen und RT schießen. Klingt simpel und ist es auch. Lediglich die Zielvorrichtung wurde nicht optimal durchdacht, da ein zoomen eure Waffe so nah an den Bildschirm heranholt, dass ihr den Rest auf dem Bildschirm kaum noch erkennen könnt. Trotzdem, jeder der von euch schon den ein oder anderen Shooter gespielt hat, wird sofort mit der leichten Steuerung zu Recht kommen. Habt ihr den Ausgang aus der blutverschmierten Bar gefunden und etliche Leichen in ihren Zimmern hinter euch gelassen, befindet ihr euch mitten in der Nacht auf der Straße wieder. Es ist verdammt dunkel und ihr könnt eure Gegner nur erahnen. Dann ein Kämpfer des Vietcong schreit wie wild und rennt auf euch los, ihr zuckt zusammen und verpasst ihm zwei Kugeln in seinen Körper. Ihr schleicht weiter durch die Häuserschluchten und trefft auf einige US-Truppen, die euch den weiteren Weg zeigen. Hier setzt das Spiel bereits gekonnt auf einige Schockmomente. Ihr könnt fast nichts sehen und entdeckt eure Gegner meist nur an ihren Schritten oder am Mündungsfeuer ihrer Waffen. Haben die feindlichen Soldaten euch entdeckt, beginnt meistens das Chaos mit lautem Geschrei, Schüssen aus allen Richtungen und mindestens einem Soldaten der immer auf direktem Wege auf euch zu läuft.

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