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Shoot Many Robots - Xbox Live Arcade

Autor
Daniel Flege - Quentara
Erstellt am
22.12.11
Streetdate
14.03.2012
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
2
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Ubisofts Roboterinvasion angespielt

Totgesagte leben länger. Nachdem die Zeit der 2D-Sidescroller mit dem Beginn der 3D-Ära faktisch schon besiegelt schien, kommen die nostalgisch anmutenden Titel langsam wieder in Mode. Nicht zuletzt dank War of the Worlds, Rayman Origins oder Sonic Generations erlebt die traute Zweidimensionalität ihren nächsten Frühling. Für das Jahr 2012 widmet sich Ubisoft mit Shoot Many Robots einem weiteren Sidescroller, der ganz auf Action setzen wird. Entwickelt wird das Arcade Spiel von den Demiurge Studios, welche sich bereits durch die Zusammenarbeit mit Electronic Arts und Epic Games einen Namen gemacht haben und nun für die Franzosen ihr erstes eigenes Spiel auf den Marktplatz bringen. Wir durften für euch vorab die ersten Missionen anspielen, um einen vorläufigen Eindruck vom Titel zu gewinnen.

Rebellion der Haushaltsgeräte

Das Leben ist nicht leicht für P. Walter Tugnut. Abgeschottet von der Außenwelt haust der Farmer in seinem verlotterten Wohnmobil und lebt seine Verschwörungstheorien über eine Roboterinvasion, die der Welt die Apokalypse bringen soll. Eines Tages horcht Walter jedoch auf, als die nahegelegene Roboterfabrik plötzlich anfängt, selbstständig Maschinen zu produzieren. Sollte Walter tatsächlich recht gehabt haben und die einzige Hoffnung der Menschheit sein? Zum Glück verfügt der durchgeknallte Hillbilly über die Fähigkeit, sich seine Schießeisen selbstständig zusammenzubasteln. Bis an die Zähne mit Gewehren und Bier bewaffnet, tretet ihr in Walters Fußstapfen der wild gewordenen Roboterhorde entgegen, um die Menschheit vor der totalen Vernichtung zu bewahren.

Sidescrollaction alter Schule

Shoot Many Robots hat euch verschiedene Kapitel zu bieten, die in unterschiedliche Missionen unterteilt sind. Habt ihr euch in Walters Wohnwagen mit Waffen und Kleidung eingedeckt, geht es auch schon ohne große Umschweife oder langes Vorgeplänkel in den Kampf. Ihr steuert den Farmer seitlich von links nach rechts durch die Level und dürft die unterschiedlichen Roboterhorden durch Druck auf die X-Taste mit Waffengewalt malträtieren. Dabei lässt sich eure Figur sowohl mit leichten Waffen wie Maschinengewehre oder Schrotflinten als auch mit schweren Geschützen wie Raketenwerfern ausrüsten. Negativ fällt hier auf, dass das Laufen und das Zielen jeweils mit dem linken Analogstick ausgeführt wird. Andere 2D-Shooter haben dies mit einer Schussbelegung auf dem rechten Analogstick sinnvoller und nutzerfreundlicher hinterlegt. Gerade beim Feuern nach unten gestaltet sich die Steuerung daher noch recht hakelig. Neigt sich eure Gesundheit dem Ende entgegen, so könnt ihr eure Lebensanzeige durch die Einnahme eines kühlen Bieres wieder auf Vordermann bringen.

Produktzyklen marke Apple

Zwischen euch und dem Weltfrieden steht eine ganze Armee feindlicher Roboter. Bislang durften wir zwei unterschiedliche Missionstypen erleben, um den Maschinen den Garaus zu machen. Einige Level durchlauft ihr wie gewohnt über diverse Checkpoints und metzelt euch durch Horden von Elektronik, bis ihr am Ende des Abenteuers einen riesigen Boss vor die Nase gesetzt bekommt, den es zu erledigen gilt. In anderen Abschnitten geht es nur um das nackte Überleben, in dem ihr in engen Welten eine Roboterwelle nach der anderen bekämpfen müsst. Habt ihr eine Mindestanzahl an Horden überstanden, bekommt ihr für jeden weiteren Schwung einen Punktebonus. Die anspielbaren Abschnitte machen auf jeden Fall Lust auf mehr. Ob die beiden Varianten das ganze Spiel über motivieren können, kann jedoch erst die Vollversion zeigen.

Die ebenfalls von den erledigten Maschinen fallen gelassenen Muttern sind wichtig für die Weiterentwicklung eures Charakters. So lassen sich dank der Stufenaufstiege nicht nur neue Waffen, sondern auch neue Kleidungsstücke für Walter erwerben. Ob Cowboyhut, Rucksack oder heiße Jeanshose, des Hillbillys neue Kleider sind nicht nur schick anzusehen, sondern statten ihn auch mit zusätzlichen Eigenschaften wie beispielsweise einer vergrößerten Schadensresistenz aus. Auch die von den Robotern fallen gelassenen Power-ups lassen sich zur kurzzeitigen Verbesserung eurer Fähigkeiten einsetzen. Diese werdet ihr in den höheren Schwierigkeitsgraden auch bitter nötig haben. Begegnen euch zunächst nur zentimetergroße Roboter, werden diese schon bald größer und besser ausgestattet. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto mehr werdet ihr die Entwicklung eines bestimmten Elektroprodukts zur Killermaschine nachvollziehen können. Bei dieser Geschwindigkeit wären selbst die Herren aus Cupertino neidisch.  

Ausbaubarer Comiclook

Die als 2.5-D angepriesene Grafik, also die Mischung aus zwei- und dreidimensionalen Elementen, kann noch nicht restlos überzeugen. Zwar wirken die bunten Gebiete aus Farmhäusern, Weizenfeldern, Höfen und Plantagen sehr stimmig. Auch die Modelle der Roboter und die Animationen sehen schick aus. Durch den comicartigen Look, der einen Hauch von Cel-Shading nutzt, kommen die Figuren und Hintergründe allerdings noch sehr unscharf daher. Scharfe Konturen werdet ihr noch nicht finden. Stattdessen zeigen sich auf dem Bildschirm noch breiige Texturen. Wir hoffen, dass die Entwickler bis zum Release noch ein wenig an der Grafikschraube drehen können, um Shoot Many Robots einen richtigen HD-Look verpassen zu können. Musikalisch nimmt der Titel das Thema um den Hillbilly Walter auf. Im Hintergrund ist das farmtypische Gedudel von Gitarren zu vernehmen. Schön anzuhörende Soundeffekte runden das Abenteuer ab und kündigen beispielsweise größere Roboter oder Endbosse an.

Richtig spaßt mach Shoot Many Robots durch seinen mitgelieferten Koop-Modus. Mit bis zu drei weiteren Freunden dürft ihr via Xbox LIVE auf Maschinenjagd gehen und euch durch das Sammeln von Muttern hochleveln. Am Ende einer jeden Missionen bekommt ihr eine Auflistung der Kills eines jeden Mitspielers. Die Verteilung der Muttern erfolgt hierbei nach dem Rang der Spieler. Je mehr Roboter ihr also zur Hölle geschickt habt, desto mehr Muttern bekommt ihr auf euren Rang angerechnet. So sorgen die Entwickler dafür, dass euch trotz gemeinsamen Kampf eine gewissen Konkurrenz nicht erspart bleibt. Passend zum Humor des Spiels wird dieses System "co-opetition" genannt. 

Zwar kommt Shoot Many Robots nicht mit der einfallsreichsten Story daher, dafür kann der Premierentitel der Demiurge Studios mit seinem schrägen Humor und jeder Menge Action überzeugen. Die liebevoll gestalteten Level, die wir bisher anspielen durften, machen Laune auf mehr und auch die RPG-Elemente mit freispielbaren spaßigen Extras können bislang überzeugen. Ob die zwei bisher bekannten Missionsvariationen euch über einen längeren Zeitraum bei der Stange halten können, bleibt allerdings abzuwarten. Auch die Steuerung und die Grafik können noch einen Feinschliff vertragen, damit ihr Walter noch genauer durch die bis zum Release hoffentlich schärfer gestalteten Umgebungen lenken könnt. Sollten die Entwickler das Potenzial des Titels weiter ausbauen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterführen, steht Fans von Sidescroll-Shootern ein richtiger Kracher ins Haus. Shoot Many Robots soll Anfang 2012 auf dem Xbox LIVE Arcade Marktplatz verfügbar sein.

"Shoot Many Robots hat das Zeug zum Arcade Action-Hit."

Quendras schrieb am 23.12.2011 12:42
Quendras () - Als Fan von Contra und Metal Slug, werde ich es mir mal anschauen.melden
Tornadoblaster schrieb am 23.12.2011 08:47
Tornadoblaster (Luzern) - Recreationschräger humor und action klingt gut :)

aber naja ^^ erst selber mal antesten bevor man das kauft :)melden

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