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Sonic & SEGA All-Stars Racing - Testartikel

Autor
- xd270
Erstellt am
28.02.10
Streetdate
26.02.2010
Spielgenre
Rennspiel
Entwickler/Publisher
Sumo Digital / SEGA
Kommentare
10
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Sonic & SEGA All-Stars Racing Review

Sonic & SEGA All-Stars Racing, der Fun-Racer aus dem Hause SEGA verspricht mit einer Vielzahl an Charakteren und abwechslungsreichen Strecken unterhaltsame Rennen an der Xbox 360 Konsole. Herausfordernde Missionen und Rennen im Einzelspieler Modus sowie aufregende Duelle mit bis zu 8 Spielern via Xbox LIVE sollen langfristig für jede Menge Spaß auf der Rennstrecke sorgen. Erwartet uns ein echtes Highlight, das es mit dem Pendant Mario Kart von Nintendo aufnehmen kann? Auf ins verrückte Fahrerlager von Sonic & Co., einen Flitzer ausgesucht und ab auf die Strecke: 3..2…1…GO!
Ein abgefahrener Haufen
Nach dem Start von Sonic & SEGA All-Stars Racing werdet ihr gleich mit einem rasanten Intro Video begrüßt, in dem zahlreiche Rennfahrer bei Höchstgeschwindigkeiten durch die Botanik brettern und um die Pole Position buhlen. Unter anderem entdeckt ihr Dr. Eggman, den Bösewicht aus Sonic the Hedgehog, AiAi aus Monkey Ball in seinem knallgelben Bananenmobil oder die Zombies Zobio & Zobiko aus The House of Dead. Ihr merkt schon, hier geben sich die abgefahrensten Videospielcharaktere die Klinke in die Hand. Insgesamt 22 Stars aus dem SEGA-Franchise sind vertreten und jeder einzelne von ihnen besitzt dabei ein einzigartiges, auf ihn zugeschnittenes Fahrzeug.
 
Nach dem Intro Video nimmt euch Sonic auf Wunsch an die Hand und erklärt euch bei einer kleinen Testfahrt die grundlegende Steuerung des Spiels. Es gibt drei unterschiedliche Steuerungsschemata für den Controller. Das Wireless Lenkrad für die Xbox 360 wird ebenfalls unterstützt. Die Bedienung stellt sich als denkbar einfach heraus und wurde gut umgesetzt. Mit dem rechten Trigger gebt ihr Gas, ein Druck auf die X-Taste gewährt euch einen Blick nach hinten und über die A-Taste werden Gegenstände und Waffen aktiviert. Driften könnt ihr übrigens auch, dazu wird in Kurven der linke Trigger festgehalten und euer Fahrzeug gleitet in die Kurven. Die Steuerung ist also ganz simpel und nach kurzer Eingewöhnungszeit fetzt ihr mit Sonic in seinem blauen Flitzer über die Teststrecke.

Auf den Rennstrecken selbst befinden sich an bestimmten Punkten Objektkisten, die mit einem Fragezeichen versehen sind. Durchfahrt ihr einer dieser Kisten, erhaltet ihr nach dem Zufallsprinzip Gegenstände und Waffen, die euch einen Vorteil im Spiel verschaffen und mit denen ihr euren Gegnern eins auswischen könnt. Suchraketen fliegen über die Strecke, Schilde schirmen euch vor feindlichen Angriffen ab, Temposchuhe geben euch einen kurzen Geschwindigkeitsschub und platzierte Minen bringen das gegnerische Fahrzeug zum Schleudern. Ohne Waffen macht das Spiel natürlich nur halb so viel Spaß und so könnt ihr dem Vordermann mit Raketen, Boxhandschuhen oder einer Hupe die Schallwellen aussendet, den vermeintlichen Sieg zunichtemachen und selbst die Pole Position einnehmen. Verzweifelt aber nicht gleich, wenn euch ein Kontrahent im Nacken sitzt. Einige Waffen schießen nämlich auch nach hinten. Mit der A-Taste aktiviert ihr sämtliche Gegenstände. Drückt dann einfach je nach Steuerungsschema den Stick oder das Steuerkreuz nach unten und feuert die Waffe ab. Ist doch schön, wenn ihr eine kleine Verschnaufpause einlegen könnt und nicht ständig mit der X-Taste in den Rückspiegel schauen müsst, oder?
Mit Vollgas über die Rennstrecke
24 Rennstrecken sind im Kart-Racer enthalten. Diese behandeln thematisch die verschiedenen Spiele, dessen Charaktere sich in Sonic & SEGA All-Stars Racing die Ehre geben. So gibt es aus Sonic Heroes eine Roulette-Route, die mit unendlich schillernden Lichtern die Rennstrecke erhellt. Ihr Fahrt zwischen den Walzen einer Slot-Maschine durch, dreht irre Loopings auf Leuchtreklamen und weicht herunterfallenden Spielchips aus, während über euch Billardkugeln auf Schienen vorbeirauschen. Generell haben die Entwickler beim Design der Strecken sehr viel Liebe zum Detail bewiesen. Einen richtigen Farbrausch gibt es bei der Sonnenscheintour von Samba De Amigo. Hier wird kräftig Karneval gefeiert und Konfetti versprüht einen bunten Regenbogen in den Himmel. Häuser wippen im Takt der Musik, aus hüpfenden Lautsprechern dröhnt der Sound von Samba de Janeiro und am Straßenrand feiern Mexikaner mit riesigen Sombreros eine nicht enden wollende Feier der guten Laune.

Die Rundkurse haben aber auch ihre Tücken und Hindernisse. In einer düsteren Fabrik des bösen Dr. Eggmann lauern euch Roboter auf und auf dem Sonic-Rundkurs versuchen Piranhas an eurem Fahrzeug zu knabbern. Verteilte Krebse auf der Strecke warten nur darauf euch sprichwörtlich in die Zange zu nehmen. Kollidiert ihr mit einem Objekt, werdet ihr hart abgebremst und müsst mit ansehen, wie die Konkurrenz an euch vorbeizieht. Nahegelegene Beschleunigungsfelder bringen euch aber wieder schnell auf den richtigen Kurs zurück. Wer Glück hat, findet in einen der Kisten seinen charakterspezifischen All-Stars Gegenstand, der ihm besondere Kraft verleiht. Sonic verwandelt sich dann in den gelben Super Sonic und rast mit schierer Überschallgeschwindigkeit an der Konkurrenz vorbei. Amy Rose springt auf die Motorhaube ihres Fahrzeugs und haut mit dem Piko-Piko Hammer die Gegner aus der Spur. Die Wahrscheinlichkeit an einen All-Stars Gegenstand zu gelangen hängt aber auch ein wenig von eurer derzeitigen Platzierung ab. Wer also im hinteren Feld liegt, hat größere Chancen aufzuholen. Dadurch wird die Balance gewahrt und das Blatt kann sich selbst vor der Ziellinie noch zum Guten wenden.

Neben den Gegenständen, verhilft euch aber hauptsächlich der Turbo zu höheren Geschwindigkeiten, der durch das Driften in Kurven aufgeladen wird. Bis zu drei Turbostufen, die eine unterschiedliche Dauer wiederspiegeln, gibt es im Spiel. Haltet am Anfang einer Kurve einfach den linken Trigger gedrückt und lasst ihn wieder los wenn ihr das Ende erreicht habt, um dann mit Vollgas für kurze Zeit über die Fahrbahn zu sausen. Das Aufladen des Turbos verkommt dabei leicht zur Standardprozedur. Gerade bei Xbox LIVE Rennen versuchen alle Spieler ihren Turbo ständig aufzuladen, um so den Abstand zu euch zu vergrößern. Mehr Beschleunigungsfelder oder kürzere Abstände zu den Gegenstandskisten hätten den Spielfluss sicher interessanter gestaltet und ihr müsstet nicht ständig den Turbovorgang wiederholen. Schon bald werdet ihr euch vielleicht selbst dabei ertappen, wie ihr auf einem geraden Abschnitt anfangt zu driften. Der eigentliche Spielspaß gerät somit leicht in den Hintergrund.

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