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Im Gegensatz zu den PC-Nutzern ist man als Xbox 360 Besitzer von Strategiespielen nicht gerade verwöhnt. Zu ungenau ist in den meisten Vorstößen die Steuerung, nur selten gelingen echte Blockbuster wie Tom Clancy’s Endwar im November 2008 oder Halo Wars im vergangenen Jahr. Zeit also, dass 2010 eine neue Genrereferenz an den Start geht. Als nichts anderes sieht Publisher Square Enix den zweiten Teil seines Vorzeigetitels Supreme Commander, der wieder von Chris Taylors Firma Gas Powered Games aus der Taufe gehoben wurde. Hat Supreme Commander 2 das Zeug an den Erfolg seines Vorgängers anzuknüpfen und den Fans einen neuen Stern am Strategiehimmel zu präsentieren? Wir haben uns für euch auf die Schlachtfelder des Planeten Altair II gewagt, um es herauszufinden. |
Wenn aus Brüdern Feinde werden Die Handlung beginnt 25 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers. Eine dunkle Zeit bricht heran. Der Präsident der Colonial Defence Coalition wurde brutal ermordet. Jede der drei Mitgliedsfraktionen, die United Earth Federation, der Orden der Erleuchteten und die Cybrans, weisen jegliche Schuld von sich. Unter den drei gänzlich verschiedenen Parteien bricht ein verheerender Bürgerkrieg los, der die gesamte Menschheit zu vernichten droht. Während die UEF versucht, die längst vergangenen Strukturen der alten Erd-Regierungen wieder herzustellen, möchte die religiöse Verbindung der Erleuchteten die Öffnung der menschlichen Zivilisation hin zu den anderen Völkern der Galaxie. Die Cybrans hingegen sind halb Mensch, halb Maschine und versuchen mit aller Macht die Befreiung Ihresgleichen von den Ketten der UEF-Herrschaft zu erzwingen.
Im Spiel übernehmt ihr das Geschick dreier Kommandeure, die sich in der großen Schlacht der Menschen zwischen Loyalität, Wahrheit und Familie entscheiden müssen. Zu Anfang steht euch nur Dominic Maddox, Commander der UEF, zur Verfügung. Auf dem Planeten Altair II führt ihr mit eurer Armored Command Unit, einem gigantischen und schwer bewaffneten Mech, einige Bodenübungen durch, als eine ohrenbetäubende Explosion die Szenerie erschüttert. Euer Stützpunkt wird von Truppen der Cybrans angegriffen, die soeben eure Kommunikationstransmitter zerstört haben. Ihr seid von der Außenwelt abgeschnitten und müsst auf eigene Faust eure Basis verteidigen. Schnell kommandiert ihr eure Panzerdivisionen nach Norden, um die Bodentruppen des Feindes von der Zerstörung wichtiger Energiereaktoren abzuhalten. Gerade, als ihr euch auf der Siegerstraße wähnt, beginnt der Boden erneut zu beben. Durch die Glasfront eures ACU schaut ihr über die von Rauch bedeckten Ruinen eurer Basis hinweg. Mehrere meterhohe Kampfmaschinen nähern sich eurer Position. Ihr beordert euren Einheiten sich um euch zu versammeln, dann gebt ihr den Befehl zum Angriff. |
Masse statt Klasse? Am besten beides Dies soll jedoch nicht die letzte Schlacht gewesen sein. In Echtzeit manövriert ihr eure ACU von Mission zu Mission, um der von euch erwählten Fraktion den Sieg zu bringen. Die Hintergrundgeschichte wird dabei durch Zwischensequenzen in Spielgrafik weitererzählt. Zu Beginn eines Abschnitts seid ihr mit zwei Technikern und einer Produktionsanlage für Boden-, Luft-, oder Seeeinheiten ausgestattet. Sowohl eure ACU, als auch die Techniker, sind für den Bau und die Instandhaltung von Gebäuden zuständig. Um eure Basis und damit eure Streitkräfte auszubauen, bedarf es einer bestimmten Anzahl an Ressourcen. In Supreme Commander 2 gibt es davon zwei Arten: Masse und Energie. Während Energie durch zu bauende Kraftwerke erzeugt wird, kann Masse nur an speziell gekennzeichneten Punkten durch sogenannte Masse-Extraktoren gewonnen werden. Geht einer der beiden Rohstoffe zur Neige, liegt eure Einheitenproduktion bis zum Erschließen neuer Energiequellen brach.
Habt ihr genügend Masse und Energie verfügbar, dürft ihr euren Einheiten den Befehl zum Bau verschiedener Fertigungs- und Verteidigungsanlagen, wie z.B. Geschütztürmen oder Flugabwehrraketen, erteilen. Eure Armee kann hierbei zu Land, zu Wasser und in der Luft produziert werden. Kampfjets und Bomber dürfen hierbei ebenso wenig fehlen, wie U-Boote, Kampfkreuzer, Panzer oder mobile Raketenwerfer. Wer nun aber einfach munter drauf los baut, der sollte gewarnt sein. Nicht alle Einheiten sind für die spezifischen Missionsziele wirklich zu gebrauchen. Hierzu aber später mehr.
Eure Aufgaben scheinen auf den ersten Blick spannend und abwechslungsreich gestaltet. In einer Herausforderung geht es darum einen feindlichen General auszunehmen und sein neuestes Spielzeug, einen U-Boot Prototyp in Form eines Kraken, gleich mit zu vernichten. Ein anderes Mal müsst ihr feindliche Truppen abwehren, um die Evakuierung einer ganzen Stadt zu ermöglichen. Was sich auf dem Papier, bzw. auf dem Bildschirm, recht vielversprechen anhört, endet leider allzu oft in dem immer gleichen Prinzip. Angefangen mit dem Ausbau einer Basis, über die Massenanfertigung von Einheiten, bis hin zum Vernichten der gegnerischen Fabriken. Das war es dann schon mit der Vielfältigkeit.
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