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Teenage Mutant Ninja Turtles - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Alexander Carius - Baxxter85
Erstellt am
03.02.08
Streetdate
31.10.2007
Spielgenre
Kampfspiel
Entwickler/Publisher
Digital Eclipse / Microsoft
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Teenage Mutant Ninja Turtles Review

Vor knapp 20 Jahren war die Videospielwelt noch eine andere als heute, Videospielhallen waren gut besucht, prallgefüllt mit Videospielautomaten, und Heimkonsolen waren eher ein Luxus, den nicht jeder hatte. Aus dieser Zeit stammt Konamis Automatenklassiker Teenage Mutant Ninja Turtles, genauer gesagt aus dem Jahre 1989. Da Konami scheinbar wenig Interesse an einer Veröffentlichung hatte, hat Ubisoft sich dazu entschieden, die Rechte zu kaufen und den Titel für 400 MS Points auf dem Xbox Live Marktplatz anzubieten. Ob sich die Anschaffung zum kleinen Preis wirklich lohnt, erfahrt ihr in unserem Review.
Geschichte

Die Teenage Mutant Ninja Turtles sind eine Gruppe von vier Schildkrötenbrüdern, die zusammen leben und zusammen kämpfen, um für Recht und Ordnung in New York zu sorgen. Ihr Lehrmeister ist eine überdimensionale Ratte namens Splinter, die ein Meister in asiatischen Kampfkünsten ist und ihren Schülern alles beibringt, was sie weiß. Alle fünf waren einst ganz normale Tiere, doch dann kamen sie mit der radioaktiven Substanz „Ooze“ in Verbindung und mutierten zu menschenähnlichen, intelligenten Wesen.

Der Anführer der Schildkrötenkampftruppe heißt Leonardo, er ist der weiseste der Brüder und weiß immer was zu tun ist. Er ist ein guter Kämpfer und setzt seinen Gegnern mit seinen zwei Katana ordentlich zu. Sein Erkennungsmerkmal ist die blaue Augenbinde.

Raphael ist ein Hitzkopf, er ist nie zufrieden mit seiner Situation, trifft Entscheidungen aus dem Bauch heraus und beneidet seinen Bruder Leonardo um dessen Anführerposten. Raphaels Leidenschaft macht ihn zum stärksten Kämpfer der Truppe und macht seine Sais zu der gefährlichsten Waffe der Turtles. Er trägt grundsätzlich eine rote Augenbinde als Erkennungsmerkmal.
Michelangelo ist der Spaßvogel unter den Schildkröten, er nimmt das Leben nicht so schwer und hat immer einen Spruch auf seinen Lippen. Dadurch fehlt es ihm etwas an Disziplin, was ihn zu einem nicht so starken Kämpfer macht. Nichtsdestotrotz sind seine Nunchakus nicht zu unterschätzen und immer brandgefährlich, Michelangelo trägt einen orange Augenbinde.

Alles was mit Technik zutun hat, fällt in Donnatellos Fachbereich, er ist ein kleines Genie und hat das richtige Händchen für Maschinen. Donnatello ist ein durchschnittlicher Kämpfer, er kämpft mit einem Kampfstock und trägt eine lila Augenbinde.

Die Charaktereigenschaften haben jedoch keinerlei Auswirkungen auf das Spiel und sollen euch nur etwas in die Materie einführen. Nun noch ein paar Worte zur Handlung innerhalb des Spiels. Die Reporterin April ist eine gute Freundin der Truppe und wurde vom bösen Schredder entführt. Schredder ist der Anführer der Footgang, einer Ansammlung Krimineller, die New York in Angst und Schrecken versetzt. Zusätzlich hat er noch zwei persönliche Handlanger Bebop (ein mutiertes Warzenschwein) und Rocksteady (ein mutiertes Nashorn), die euch im Laufe des Spiels das Leben schwer machen wollen. Euer Ziel ist es April zu retten und den Machenschaften von Schredder und der Footgang ein Ende zu bereiten.
Klassisches Gameplay

Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein typischer Sidescroll Prügler der alten Schule, ihr lauft durch Gänge oder Straßen und könnt euch dabei auf und ab, bzw. nach vorne und nach hinten bewegen. Im Laufe des Spiels erscheinen immer wieder neue Gegner, die ihr verprügeln müsst, bis sie verschwinden. Als kleine Auflockerung erwarten euch vereinzelt kleinere Geschicklichkeitsübungen wie umher fliegende Kugeln oder Laserstrahlen. Am Ende eines Levels trefft ihr auf einen Boss, den es mit einer bestimmten Taktik zu besiegen gilt.
Die Steuerung des Spiels ist denkbar einfach, mit dem Analogstick bewegt ihr euch durch die Welt, mit dem A- Knopf könnt ihr Springen und mit dem B-Knopf Schlagen. Drückt ihr beide Knöpfe gleichzeitig, führt ihr eine Spezialattacke aus. Als sehr nützlich Technik zeichnet sich auch der Sprungangriff aus, dazu müsst ihr erst A und danach B drücken. Die Spieloberfläche besteht aus vier Anzeigen am oberen Bildschirmrand, eine Anzeige für jeweils einen der Brüder. Da ihr jeweils immer nur eine Schildkröte steuern könnt, ist auch nur eine Anzeige aktive, diese zeigt euch die Anzahl der besiegten Gegner und eure Energieleiste an. Da alle Turtles Pizza lieben ist es nur logisch, dass über die gesamte Welt Pizzaschachteln verteilt sind, mit denen ihr eure Energie wieder auffüllen könnt.
Verflogener Zauber

Wie eingangs schon erwähnt handelt es sich bei Teenage Mutant Ninja Turtles um ein altes Automatenspiel. Und dies merkt man dem Titel auch stark an, denn er wurde nicht auf Konsolen angepasst. Die ganze Zeit über flattern „Insert Coins“ Anzeigen über den Bildschirm, die euch dazu auffordern mehr Münzen in den Automaten zu werfen. Diese Philosophie merkt man auch dem Gameplay an, es ist ziemlich offensichtlich, dass manche Stellen geradezu dafür gemacht sind, euch das Geld aus der Tasche zu ziehen, da sie kaum machbar sind, ohne Energie zu verlieren. Denn wenn ihr sterbt, dürft ihr an genau derselben Stelle, mit einem Turtle eurer Wahl, weitermachen. Damals war dies sicher einer große Motivation noch eine weitere Münze einzuwerfen, um das Spiel zu schaffen. Aber dieser Zauber ist nun verflogen, es kostet euch nämlich nichts mehr wenn ihr sterbt und dadurch müsst ihr nicht mehr verzweifelt um jedes Energiepünktchen kämpfen. Euch werden insgesamt 20 Leben geschenkt und die reichen in der Regel locker, um das Spiel innerhalb von 30 Minuten durchzuspielen.
Multiplayerspaß

Das Prunkstück des Titels ist der Multiplayer Modus, mit bis zu vier Spielern könnt ihr die Singleplayer Kampagne sowohl online, als auch offline bestreiten. Dabei ist es für andere Spieler jederzeit möglich mit in den Spaß einzusteigen, jedem Turtle ist ein Knopf zugeordnet, um ihn zu aktivieren. Es ist ebenso möglich die Turtles untereinander zu wechseln, allerdings nur, wenn sie tot sind. Zu viert macht das Spiel sicherlich am meisten Spaß, ist aber durch die Masse an Spielern extrem einfach und schnell durchgespielt. Dennoch ist Teenage Mutant Ninja Turtles für eine schnelle Runde zwischendurch wunderbar geeignet. Auch online läuft der Titel reibungslos und hat keinerlei Lagprobleme.
Veraltete Technik

Grafisch war Teenage Mutant Ninja Turtles 1989 absolute Spitze, 20 Jahre später wirkt das Ganze natürlich nicht mehr ganz so berauschend. Sicherlich hat die Grafik immer noch ihren Reiz, aber da Jahre später 2D Titel mit wesentlich hübscherer Grafik erschienen sind, wirkt das Spiel auch auf Retrofans nicht mehr ganz aktuell. Der Sound ist typisch für diese Zeit, einige kleine, hübsche Melodien und sogar eine kleine Sprachausgabe zeichnen den Titel aus. Allerdings ist diese nach einige Minuten eher nervig als gut, denn nach dem 10ten Mal „Cowabunga“ oder „Shell Shock“ seid ihr kurz davor den Sound einfach abzustellen.
Fazit:

Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein Automatenklassiker, der sicherlich auch heute noch seine Fans hat. Wer es früher mochte, wird auch heute noch seinen Spaß daran haben, ebenso wie Freunde der Turtles. Wer jedoch einfach nur das Feeling früherer Tage erleben will, sollte eher zu einigen wesentlich besseren Alternativen greifen.

Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein in die Jahre gekommener Klassiker für Fans.
Pro
  • Unveränderter Klassiker
  • Toller Multiplayer
  • Nette Animationen
  • Es sind die Turtles!
  • Sprachausgabe...
Kontra
  • ... die unter Umständen sehr nervig wird
  • Automatenfeeling verflogen
  • Zu leicht
  • Zu kurz
Einzelspieler
7.0
Mehrspieler offline
7.5
Xbox LIVE Mehrspieler
7.5
Steuerung und Gameplay
7.2
Grafik und Präsentation
7.0
Sound, Musik und Special FX
6.6
Sprachausgabe
englisch
Bildschirmtexte
englisch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Keine Altersbeschränkung

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.


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