Da ich vor kurzem etwas Zeit hatte, habe ich mir entgegen aller Warnungen das XBox 360 Spiel Terminator - Die Erlösung aus der Videothek ausgeliehen. Nachdem die DVD dann in meinem Laufwerk rotierte und der erste Ladebildschirm erschien machte sich ein Lächeln auf meinen Lippen breit, so duddelte die bekannte Terminatormusik aus dem Fernseher während mich ein T-600 mit fokussierendem Auge böse anschaute. Nach einiger Zeit ging es auch schon los und ich sah schlecht texturierte Gesichter fremder Personen vor relativ gut aussehenden Hintergründen. Nach einer kurzen Zeit erfuhr ich auch das eine der Personen John Conner sein sollte, leider sah diese Person Christian Bale in keinster Weise ähnlich.
Nagut, dachte ich mir, wahrscheinlich hat das Geld nach Original-Sountrack und abermillionen von Programmierern und Grafikern einfach nicht mehr gereicht... jedoch sollte ich eines besseren Belehrt werden.
Es wechselten sich Aussenszenarios (welche garnicht schlecht aussahen) und Innenszenarios (welche ziemlich lieblos wirkten) ab und boten so das Gerüst um ein Spiel welches durchaus gut hätte werden können. Die Entwickler haben dem Spieler ein Team an die Seite gestellt, welches eigentlich selbständig agieren soll, jedoch oftmal nur dumm im Weg rumsteht und dem Spieler ansonsten noch als Notfallmunitionsspender behilflich ist. Letzteres klappte leider nur zu 60% der Zeit gut und so musste ich teilweise unter Feuer auf Munitionssuche gehen.
Der Vorlage treu gab es nicht allzuviele unterschiedliche Gegnerarten, welche sich je nach Art immer auf die gleiche Weise abfarmen liessen. Da waren Flugkörper welche mit 1 bis 2 Schüssen aus der Schrotflinte dem Erdboden nah gebracht wurden, dann der T-600 und der Skin-Job welche beide nur durch brachiale Gewalt (in Form von Stupider Munitionsverschwendung) geplättet wurden und die Spider, welche nur von hinten erledigt werden konnten. Dieser Feind war der einzige, welcher einen Anflug von Taktik im Spiel aufkommen lies... leider wurde diese durch die ziemlich schlechte Team-KI oftmals im Keim erstickt.
Zwischendurch gab es noch einige Fahrzeug-Mission, bei denen man von einem Gefährt aus mit einem stationären Geschütz bewegliche Ziele eleminieren musste... komischer Weise hatte man jeweils nur einen gewissen Spielraum in welchem man das Geschütz bewegen konnte, was sich doch ziemlich komisch anfühlte.
Auf der höchsten Schwierigkeitsstufe bot das Spiel eigentlich nur durch Bugs und schlechte Team-KI eine Herausforderung und war auch innerhalb eines Nachmittags (5-7 Stunden) vorbeiund ich war um den maximalen Gamerscore von 1000 Punkten reicher. Als Mehrspielermodus gibt es einen Coop-Modus und das wars auch schon.
Dieses Spiel sollte man sich nur aus der Videothek ausleihen und dann entweder mit einem Freund oder alleine an einem Wochenende spielen, denn zu mehr als diesem Taugt es nicht und die meisten werden es Wahrscheinlich auch kein zweites mal in Ihr Laufwerk legen.
|