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The Darkness - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
22.07.07
Streetdate
29.06.2007
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
2K Games
Kommentare
9
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The Darkness Review

Nun ist es endlich soweit: mit „The Darkness“ erscheint der langersehnte Blockbuster aus den Starbreeze Studios, den Machern des famosen „The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay“.
 
Das Spiel hat die sehr populäre Comicreihe zur Grundlage, welche bereits seit Mitte der Neunziger mit den Geschichten um Jackie Estacado und der Finsternis für Furore sorgt und sich, kurz angerissen, wie folgt darstellt:
Jackie wird an seinem 21. Geburtstag aus zunächst unerklärlichen Gründen von der Finsternis befallen, welche ihm fortan in sein Gewissen spricht und ihm übernatürliche Kräfte verleiht, mithilfe derer er seine Widersacher auf sehr ungewöhnliche und besonders brutale Art und Weise ins Jenseits befördern kann.

Angst im dunkeln?

Flugs die Spiel-DVD eingelegt und Developer sowie Publisher-Videos begutachtet, landet ihr auch schon im Hauptmenü. Hier habt ihr nun mehrere, ganz genretypische Auswahlmöglichkeiten:

 

Über den Punkt „Weiter“ könnt ihr das Spiel am letzten Checkpoint fortsetzen, „Neues Spiel“ lässt euch in die düstere Story eintauchen, „Checkpoints“ gibt euch die Möglichkeit am letzten Checkpoint loszulegen oder direkt in eines der fünf Kapitel der Geschichte einzusteigen.

 

Hinter dem Menüpunkt „Multiplayer“ verbergen sich diverse Optionen zum Einsteigen oder Eröffnen eines Multiplayer-Matches. Steuerung, Audio, Grafik sowie die üblichen Parameter könnt ihr unter dem Menüpunkt „Optionen“ nach eurem Gusto konfigurieren.

 

Last but not least gibt es da noch den „Extras“-Bereich, welcher sich nach und nach mit freispielbaren Konzeptskizzen, Artworks, Screenshots, Charaktermodels und vollständigen „The Darkness“-Comicbänden (!) füllt.

 

Der Spielstart an sich gestaltet sich bereits absolut kinoreif und fulminant:

Als Mitglied einer New Yorker Mafiagang fahrt ihr anfangs mit zwei Komplizen im Cabrio durch einen Tunnel von New Jersey nach Manhattan und seit auf dem Rückweg von einem Auftrag, als plötzlich Blaulichter im Rückspiegel zu sehen sind:

eure Sache ist aufgeflogen, eure Mitstreiter überleben die Hetzjagd nicht und Paulie, euer Onkel und Kopf der Gang, hegt fortan einen Groll gegen euch, da er glaubt, ihr hättet den Job versaut.


So ist es zunächst eure Aufgabe Paulies Killern zu entkommen bzw. selbige unschädlich zu machen. Bereits in euren ersten Minuten als Jackie Estacado macht ihr Bekanntschaft mit der Finsternis und hier nimmt die filmreife Geschichte um Mord, Verrat, Intrigen, Romantik und die Finsternis ihren düsteren, dramatischen Lauf…

Das Gameplay

Der Xbox 360 Controller ist recht intuitiv und durchdacht für „The Darkness“ belegt worden.

 

Mit dem linken Stick kontrolliert ihr Jackies Laufrichtung (bei einem Klick auf diesen duckt ihr euch) und mit dem rechten Stick seine Blickrichtung. Ein Klick auf selbigen aktiviert den Zoommodus für genaueres Zielen. Oben und unten auf dem Digitalpad sind für den Wechsel zwischen den vier verschiedenen Kräften der Finsternis zuständig, mit links und rechts wechselt ihr durch euer Waffenarsenal.

 

Mit A führt ihr kontextsensitive Aufgaben, wie zum Beispiel Türen öffnen und mit anderen Charakteren interagieren, durch. Mit B ladet ihr eure aktuelle Waffe nach, X lässt Jackies Sichtfeld neu positionieren und mit Y vollführt ihr einen Sprung.

 

Mit dem rechten Bumper aktiviert ihr eine der vier verschiedenen Kräfte der Finsternis. Um diese nutzen zu können müsst ihr zuvor allerdings mit dem linken Bumper erst einmal die Finsternis aktivieren, was sich auch gleich dadurch bemerkbar macht das ihr nun links und rechts in eurem Blickfeld zwei furchteinflößende Tentakel mit rasiermesserscharfen Zähnen seht.

 

Die vier Kräfte der Finsternis stellen sich wie folgt dar: zuerst könnt ihr einen Tentakel lösen und euch dann aus dessen Sicht wie eine Schlange fortbewegen um Lichter zu zerstören, Türen zu öffnen, Gegner umzulegen und um an für Jackie unzugängliche Orte zu gelangen.

 

Die zweite Kraft bringt einen nicht zu unterschätzenden Tentakel mit besonders scharfer Speerspitze zum Vorschein, welcher euch befähigt Gegner aufzuspießen oder schwere Gegenstände aus dem Weg zu räumen.

 

Kraft Nummer 3 manifestiert sich in Form von zwei Pistolen, die eine feuert eine enorme Druckwelle ab und die andere stellt sich als extrem zielgenaue halbautomatische Pistole dar.

 

Die letzte und vierte Macht schließlich ist besonders cool und erzeugt eine Art schwarzes Loch, welches alle Objekte und Gegner in der Umgebung einsaugt und anschließend herumschleudert. Außerdem könnt ihr per Druck auf den rechten Bumper das schwarze Loch implodieren lassen, was oben genannten Effekt noch verstärkt.

 

Vom HUD bekommt ihr im Spiel die meiste Zeit recht wenig zu sehen, was den Realismus anheben soll und dazu dient den Spieler nicht unnötig abzulenken.

Ansonsten seht ihr eure gewählte Waffe nebst Munitionsvorrat sowie die gewählte Kraft der Finsternis. Eine Gesundheitsanzeige gibt es nur rudimentär (bei vermehrten Treffern färbt sich der Bildschirmrand immer röter bis hin zu eurem Ableben), ansonsten werdet ihr nur hin und wieder per Einblendung darüber informiert, dass ihr ein Extra freigeschaltet habt oder eine Mission erfolgreich abgeschlossen habt.

Drückt ihr auf „Start“, so bekommt ihr euer Waffenarsenal zu sehen, eine Karte von Manhattan sowie eine Übersicht über eure Kräfte der Finsternis.

 

Nun zum Spielablauf selbst: das Spielgebiet beschränkt sich auf den Stadtteil Manhattan und ist in mehrere Bezirke unterteilt. Diese erschließen sich genau wie die Story zwar recht linear, jedoch könnt ihr diese später allesamt frei erkunden und euch auch den zahlreichen Nebenmissionen, welche die Passanten und auch manche Schlüsselfiguren für euch in petto haben, widmen. Diese reichen von einfachen Botengängen bis hin zur Auslöschung einer ganzen Gang.

 

Zwischen den Bezirken könnt ihr euch per Pedes oder aber per U-Bahn bewegen. Dabei sei angemerkt, dass es sich wie gesagt um eine nahezu offene Spielwelt handelt und ihr nicht stur wie auf Schienen von einem Level zum nächsten fahrt um alles über den Haufen zu ballern, dass bei drei nicht auf dem Baum ist.

 

Im Verlauf der Story verschlägt es euch aus hier nicht näher genannten Gründen in die Hölle, welche sich für euch als Szenario des Ersten Weltkriegs darstellt.

Diese Abschnitte sind meines Erachtens zwar storytechnisch erforderlich, aber technisch sowie spielerisch im Vergleich zum restlichen Abenteuer eher mau und auch schwieriger zu meistern.

Die Präsentation

„The Darkness“ verwendet eine mächtig aufgebohrte Riddick-Engine und sieht, vor allem in Bewegung, phänomenal gut aus!

 

Dabei muss man den Starbreeze Studios ihre unglaubliche Liebe zum Detail zu gute halten. Wohin das Auge blickt hochauflösende, detaillierte Texturen, butterweiche Animationen und Charaktermodels, welche erschreckend lebensnah wirken. Mimik und Gestik sowie Charakterdesign sind absolut einmalig!

Selbst an ein ganz bestimmtes Detail, welches mir bei so ziemlich jedem Spiel aus der Egoperspektive fehlt, wurde gedacht: blickt ihr nach unten, so seht ihr euren Körper, als würdet ihr selbst an euch hinuntersehen. Das trägt enorm dazu bei euch mit Jackies Rolle zu identifizieren.

 

Ein weiteres nicht zu unterschätzendes und innovatives Detail: überall im Spiel findet ihr Fernseher, welche euch insgesamt ca. 25 Stunden (!) Material wie den Klassiker „Nosferatu“, diverse Musikclips und Serien wie „Popeye“ im Original zeigen.

Zuletzt sei erwähnt, dass ihr es hier selten bis gar nicht mit langweiligen Ladebalken zwischen den Bezirken zu tun bekommt, sondern Jackie immer ein paar lustige und mehr oder weniger interessante Geschichten zu erzählen hat oder ihr ihn einfach dabei beobachtet, wie er mit seinen Waffen hantiert.

 

Die Licht- und Schatteneffekte, gerade bei einem Spiel mit dieser Thematik sehr wichtig, sind über jeden Zweifel erhaben und wurden absolut realistisch umgesetzt. Ihr könnt wirklich jede einzelne Lampe in diesem Spiel kaputt schießen (was auch mitunter notwendig ist um die Kräfte der Finsternis einsetzen zu können), zudem sind die Lichtquellen wie beispielsweise in Doom 3, dynamisch. Wackelt eine Lampe, dann wandern Licht und Schatten entsprechend physikalisch korrekt mit.

 

Akustisch gesehen wird euch von atmosphärischen Hintergrundklängen in der U-Bahnstation bis hin zu adrenalintreibenden Rocksounds während der vielen Kämpfe alles geboten. Die englische Sprachausgabe ist absolut genial und man nimmt jedem Sprecher seine Rolle gerne ab. Die Soundeffekte dröhnen mit voller Wucht aus den 5.1-Boxen und lassen echtes Kinofeeling aufkommen, vor allem in lautstarken Gefechten flitzen euch nur so die Kugeln um die Ohren und ihr hört die Hülsen auf dem Boden aufprallen. Genial!

Multiplayer

Der Multiplayermodus bietet klassische Spielmodi wie Deathmatch oder Capture the Flag. Ihr könnt einem Spiel beitreten oder auch selber eines eröffnen, die genretypischen Parameter wie Spielzeit und maximale Teilnehmerzahl festlegen und los gehts!

Die Maps sind solide designt, stellen aber kein Highlight im Genre dar.

 

Im Multiplayermodus könnt ihr leider nicht die Kräfte der Finsternis verwenden, wohl aber dürft ihr euch in einen wieselflinken Darkling verwandeln um Gegner anzuspringen oder aber um blitzschnell die Flagge an ihren Bestimmungsort zu bringen.

 

Leider war der Multiplayermodus in unserem Test nahezu unspielbar, da jedes Spiel, egal unter welchen Bedingungen, unter heftigen Lags gelitten hatte. Starbreeze hat hierfür jedoch bereits Abhilfe in Form eines Patches für den August 2007 angekündigt.

 

Bis dahin bleibt nur zu sagen, dass der Multiplayermodus prinzipiell grundsolide umgesetzt wurde und dank der Darklingoption ein wenig Abwechslung bietet, im Großen und Ganzen aber auch keine Besonderheit unter der Masse der Ego-Shooter darstellt.

Xbox Live

Momentan gibt es keine Inhalte zum herunterladen und ob hier noch weitere Singleplayer- und/oder Multiplayerinhalte folgen werden hängt ganz vom kommerziellen Erfolg von „The Darkness“ ab (an welchem ich jedoch nicht zweifle). Dies könnt ihr auch unserem Interview mit einem der Entwickler entnehmen. Wünschenswert sind weitere Inhalte auf jeden Fall!

Fazit

„The Darkness“ ist nach langer Zeit endlich wieder ein Spiel, bei dem ich mich voll und ganz in den Hauptcharakter hineinversetzen und mit ihm identifizieren konnte. Mit ihm mitgefühlt habe, Wut und Zorn gegen dessen Widersacher verspürt habe und den Controller einfach nicht aus der Hand legen konnte bis die spannende Story zu ihrem düsteren Höhepunkt gekommen und der Widersacher besiegt wurde.

 

Das Spiel ist technisch und spielerisch somit seit langem das Beste, was mir untergekommen ist und auch ganz speziell auf unserer geliebten Xbox 360 ein echtes Highlight!

 

Alle diejenigen unter euch, die Ego-Shooter lieben und nichts gegen Adventure-Elemente sowie eine offene Spielwelt haben und harten Tobak vertragen können sei das Spiel wärmstens empfohlen. Dabei ist aber zu beachten, dass es auf gar keinen Fall in Kinderhände gehört und außerdem ist zu beachten, dass die deutsche Version wieder einmal der Zensurschere zum Opfer gefallen ist (nähere Infos in unserem Newsflash).

Pro
  • Ausgezeichnete Präsentation
  • Mitreißende, emotionale Story
  • Einzelspieler erfrischend innovativ im Ego-Shooter Genre
Kontra
  • Ladezeiten zwischen den Bezirken
  • Erster-Weltkrieg-Abschnitte
Einzelspieler
9.0
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
7.5
Steuerung und Gameplay
8.8
Grafik und Präsentation
9.0
Sound, Musik und Special FX
9.0
Sprachausgabe
englisch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Zensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+10
Geeignet für
Profis und Hardcore Gamer
Altersfreigabe
Ab 18 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

CrAnK AniMa7iOn schrieb am 13.02.2011 13:48
CrAnK AniMa7iOn () - werds heut mal ausprobieren.melden
Req7ilE schrieb am 10.08.2007 21:34
Req7ilE (Altenburg) - RecreationKann nur sagen ... GEIL!!!!
Habe lange nicht mehr so lange am Stück an einem Game gesessen ohne zwischendrin noch andere zu zocken!!!

Dickes fettes Lob an die Entwickler ... aber mal ehrlich, wer kommt bloß auf so kranke Ideen???melden
SireneRouven schrieb am 03.08.2007 23:15
SireneRouven (Bensheim) - ProAlso das Game ist wirklich der Hammer ! Man durchlebt wirklich die Story mit Jacky gemeinsam.Sehr Detailreiche Grafik, super Sound und tolle Ideen, besonders die mit den TV- Geräten hat mir gut gefallen. Aber A-Version (uncut) ist bei mir oft abgestmelden

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