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Wer ein spaßiges Rätselspiel für zwischendurch haben will, muss auf der Xbox 360 nicht lange suchen. Schließlich gibt es auf dem Marktplatz genügend gute Titel, die Spaß machen und nebenbei die grauen Zellen anregen. Denkt man sich allerdings alle Spiele weg, die mit dem Verschieben von bunten Steinchen zu tun haben, sieht die Lage schon ein bisschen anders aus. Braid ist das Spiel, dass dann aus der Masse herausragt, einfach durch seine unglaublich hohe Qualität uns seinen Tiefgang. Kürzlich ist mit The Misadventures of P.B. Winterbottom ein Spiel erschienen, das in eine ganz ähnliche Kerbe schlägt, aber doch etwas ganz Eigenes darstellt. Wir haben den Titel für 800 Points gekauft und festgestellt: Das Spiel ist ähnlich wie Braid, nur ohne Farbe und mit weniger Tiefgang. Ob es ebenso viel Spaß bereitet, erfahrt ihr jetzt im ausführlichen Test zum Spiel. |
Dicker Kuchenhüpfer Ihr schlüpft in die blasse Haut des namensgebenden P.B. Winterbottom und habt damit nur noch ein Ziel vor Augen: Kuchen! Denn anstatt einen der typischen Videospiel-Berufe wie Klempner oder Grabräuber auszuüben, hat der gute Mr. Winterbottom einen ganz anderen Beruf. Das kleine Männchen mit dem schwarzen Hut ist Kuchendieb. Damit ist eure Aufgebe natürlich klar, ihr versucht in jedem Level so viel Backwerk wie nur möglich einzusammeln, damit sich P.B. die Wampe vollschlagen kann. Abgesehen dieser Zielsetzung steckt nicht viel mehr Story in dem Spiel. Ihr bekommt zwar vor jedem Abschnitt ein paar nette Zeichnungen und tolle Reime präsentiert, eine richtige Hintergrundgeschichte treibt das alles aber nicht voran. Während eurer Erkundungstouren habt ihr immer einen schwarzen Regenschirm dabei, mit dem ihr euch Abgründe hinunter gleiten lassen könnt. Zudem dürft ihr mit dem Schirm auf Knopfdruck Schläge austeilen. Allerdings gibt es keine Gegner in dem Spiel, die ihr schlagen könnt. Wen ihr dann verdreschen sollt? Ganz einfach, euch selbst. |
Noch mehr dicke Männer Winterbottom hat nämlich die bemerkenswerte Fähigkeit Klone von sich selbst erschaffen zu können. Ihr drückt einfach die rechte Schultertaste zum Aufnehmen, führt eure Aktion aus und lasst die Taste wieder los. Fortan vollführt eine schattenhafte Version von P.B. immer wieder dieselbe Bewegung. Oder eben gar keine Bewegung, denn mit ein bisschen Raffinesse lassen sich auch ganz einfach immer höhere Türme bauen, indem P.B. sich selbst auf den Kopf steigt. Eure Klone dürft ihr dann auch mit eurem Schirm schlagen, daraufhin fliegen sie in hohem Bogen über den Bildschirm und reißen alle Kuchen mit sich, die sie auf dem Weg berühren.
In jedem Level habt ihr unterschiedliche Vorgaben, wie viele Abbilder euer Selbst ihr erstellen dürft. Manchmal habt ihr bis zu 20 Klone zur Verfügung, was das Spielgeschehen deutlich einfacher macht. Oftmals dürft ihr euch aber nur ein einziges Mal kopieren und müsst damit trotzdem alle Kuchen sammeln. Ein kniffliges Unterfangen. Der Schwierigkeitsgrad in den insgesamt 75 Levels ist auch nicht von schlechten Eltern. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zieht das Spiel richtig an und wird Anfänger verzweifeln lassen.
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