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Lara Croft ist eine der schillerndsten Ikonen der jüngeren Videospielgeschichte und gleichzeitig ein Urgestein des Action- Adventures. Alles nahm seinen Anfang 1996, als der erste Teil der Serie für die PSX erschien, der erfolgreiche Mix aus Action- und Adventure brachte der brünetten Hautdarstellerin eine große Fanbasis ein. Viele Sequels folgten, die anfänglich noch die Klasse des Originals erreichten, aber schließlich mehr mit abnehmender Qualität von sich Reden machten. Seinen Tiefpunkt erreichte die Serie mit dem Titel „The Angel Of Darkness“, der fast das Ende der Reihe bedeutete, doch glücklicherweise konnte Crystal Dynamics doch noch einmal das Ruder herumreißen und hauchte der Serie mit den Titeln „Legend“ und „Anniversary“ auf der Xbox 360 neues Leben ein. Tomb Raider: Underworld soll diesen Weg weiterführen und durch einige sinnvolle Neuerungen der beste Titel der Reihe werden, ob er das letztlich auch geworden ist, erfahrt ihr in unserem Testartikel. |
Croft Manor in Flammen Gleich zu Beginn wird echten Lara Croft Fans das Herz bluten, denn Croft Manor steht in Flammen, das unaufhaltsame Inferno verschluckt das Heim der Heldin ohne Vorwarnung. Croft Manor hatte euch zuvor durch jedes Tomb Raider Abenteuer begleitet und nun liegt es in Schutt und Asche. In einem herrlich inszenierten Prolog flüchtet ihr mit Lara aus Croft Manor und könnt somit immerhin eure eigene Haut retten. Wieso euer zu Hause in die Luft gesprengt wurde, erfahrt ihr natürlich nicht sofort, denn anschließend setzt eine Rückblende ein. Die Story von Tomb Raider: Underworld weiß durchaus zu gefallen und wird hervorragend durch Zwischensequenzen vorangetrieben. Ihr seid auf der Suche nach der Wahrheit über eure Eltern, aber mehr möchten wir euch an dieser Stelle nicht von der spannenden Geschichte verraten.
Es regnet in Strömen, schwarze Wolken bedecken den Himmel und lassen euch glauben, dass der Ort, an dem ihr euch befindet, noch niemals Sonne gesehen hat. Wasser perlt von eurer Haut ab, eure Kleidung ist komplett durchnässt und hat sich zusammen mit dem Schmutz, um den ihr beim Eindringen in den Tempel nicht herum gekommen seid, vermischt. Eure Kleidung ist steif und unbequem geworden und ihr wärt lieber zu Hause um ein warmes Bad zu nehmen. Doch dafür bleibt keine Zeit, denn ihr müsst das Rätsel um den Tempel lösen, in den ihr gerade mühselig eingedrungen seid, neugierig erkundet ihr die Umgebung und seht nach Wegen, um weiter ins Tempelinnere vorzudringen. Plötzlich lässt ein lautes Knurren euren Blick schlagartig umschweifen, doch von wo kommt es? Eure Augen können nichts in den dunklen Ruinen erkennen, vorsichtig legt ihr die Hände an eure Pistolen und verhaltet euch ganz ruhig. Ein greller Blitz erhellt kurz die Umgebung und ihr könnt im Augenwinkel von rechts Umrisse eines wilden Tieres erkennen. Unauffällig bewegt ihr euch in die andere Richtung, um einer unangenehmen Begegnung vorerst aus dem Weg zu gehen. Doch wie aus heiterem Himmel hört ihr nun von Links schnelle Schritte und lautes Hecheln… ein Tiger greift euch an! Gleichzeitig setzt auch der Tiger zu eurer Rechten zum Angriff an, instinktiv werft ihr euch zu Boden und zieht eure Waffen. Ihr spreizt eure Arme nach beiden Seiten aus, widmet je eine eurer Pistolen einem Feind und schaltet beide gleichzeitig aus. |
Neue Freiheiten In Laras alten Abenteuern hätte euch die eben geschilderte Situation große Probleme bereitet, doch in ihrem neusten Streich, kann sie damit spielend umgehen. Denn eine der großen Neuerungen ist es, dass ihr nun eure Waffen getrennt voneinander einsetzen und euch somit mehreren Zielen gleichzeitig widmen könnt. Als logische Konsequenz müsst ihr dabei jedoch in Kauf nehmen, dass eine Waffe weniger Schaden anrichtet als zwei, die auf dasselbe Ziel gerichtet sind. Sollte euch ein Gegner beim Klettern stören, so ist auch dies nun kein Problem mehr, denn den Störenfried könnt ihr nun locker flockig beseitigen, während ihr an der Wand hängt. Aber nicht nur mit ihren Pistolen, geht Lara nun wesentlich besser um, auch ohne Waffen weiß sie sich nun zu helfen. Denn neuerdings verfügt Lara auch über Nahkampfattacken und kann sich somit in heiklen Situationen auch ordentlich zutreten.
Zusätzlich greift sie nun auf diverse Gegenstände zurück, die über die ganze Welt verteilt sind. So kann sie zum Beispiel Gegner mit einem Holzstab bearbeiten oder Dinge auf sie werfen. Die neue Gegenstandsmechanik wirkt sich aber auch auf das Gameplay außerhalb des Kampfes aus, gerade dort kommt es sogar besonders zum Tragen. Es gibt nun Löcher in Wänden, herumliegende Stangen sowie welche, die ihr aus ihrer ursprünglichen Position entfernen könnt. All diese Dinge könnt ihr nun zum Klettern nutzen, was dem Spiel deutlich mehr Glaubhaftigkeit und Abwechslung verleiht, da die Umgebung nicht mehr so konstruiert wirkt. So könnt ihr euch beispielsweise eine eigene Leiter bauen und seid nicht mehr auf irgendwelche Kanten oder Vorsprünge angewiesen. Dadurch werden die Level freier erkundbar und ihr verbringt noch mehr Zeit damit Wege zu suchen. Oftmals gibt es mehrere Möglichkeiten, euer Ziel zu erreichen und euch bleibt die Entscheidung überlassen, welchen Weg ihr wählt. Euer Haken ist ebenfalls verbessert worden, er löst sich nun nicht mehr, wenn ihr gegen etwas stoßt, sondern reagiert physikalisch korrekt. Dies gestaltet manche Passagen, in denen ihr den Haken zum Schwingen nutzen müsst, wesentlich einfacher als bei den Vorgängern. Weiterhin kann das Seil des Hakens nun endlich was ein Seil können muss: Es lässt sich biegen. So könnt ihr es beispielsweise nun auch um eine Ecke herum spannen.
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