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Toy Soldiers - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
02.03.10
Streetdate
03.03.2010
Spielgenre
Strategiespiel
Entwickler/Publisher
- - - - / Microsoft
Kommentare
13
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Toy Soldiers Review

März 2010, der Arcade Marktplatz steht diesen Monat im Fokus. Mit der ersten Ladung an Spielen will Microsoft einmal mehr zeigen was in dem hauseigenen Angebot steckt. Den Anfang macht Toy Soldiers für einen stolzen Preis von 1200 Microsoft Points und einem Gewicht von 687MB. Im Spiel befehligt ihr eure kleinen Spielsoldaten in aktionsgeladenen Schlachten zum Ersten Weltkrieg. Ihr sammelt eure Truppen und bringt eure Verteidigung in die richtige Position, bevor der Feind eure Stellungen stürmen kann. Im Kampf übernehmt ihr dann die Kontrolle über Artillerie, Flugzeuge, Geschütze und erledigt sämtliche feindliche Einheiten. Ob das Spiel seine Punkte wirklich wert ist und was alles in der kleinen Spielbüchse steckt, erfahrt ihr jetzt.
Klein, kleiner, Toy Soldiers
Wer kennt sie nicht, diese kleinen plastikgrünen Soldaten. Tütenweise wurden sie damals vom Kiosk oder der Kirmes mit nach Hause geschleppt, um dann die Nerven der Eltern zu strapazieren. Schließlich tut so ein kleiner Toy Soldier unter dem Fuß ganz schön weh. Millionen dieser kleinen Spielzeugsoldaten wandern damals wie heute über die Ladentheke und einige kreative Köpfe haben zu Hause ganze Arbeitsplatten in Kriegsfelder verwandelt. Ganz im Stile eines Modelleisenbahnbastlers, standen hier Nachbauten des Ersten und Zweiten Weltkrieges auf dem Plan. Dank Xbox LIVE Arcade wird diese Spanplattenbühne, mit ihren kleinen und unzähligen liebevoll aneinandergereihten Truppen, virtuelles Leben eingehaucht. Habt ihr die Kampagne auf einem der drei vorgegebenen Schwierigkeitsgrade: Leicht, Normal, Schwer – später gesellt sich sogar Elite dazu, gestartet, könnt ihr euch in einer Trainingsmission mit der Steuerung und dem Spielgeschehen vertraut machen.

Eure Truppen feuern in allen Schwierigkeitsgraden außer Elite selbständig auf Feinde in der Nähe. Beim Elite-Schwierigkeitsgrad müsst ihr sämtliche Geschütze selbst wählen und für jeden einzelnen Abschuss sorgen. Leider wurde die Einführung in das Spiel nicht besonders einsteigerfreundlich gestaltet und somit müsst ihr einfach selbst ausprobieren wie was genau funktioniert. Nach wenigen Minuten habt ihr trotz dieser kleinen Schwäche die recht einfache Steuerung verinnerlicht.
Einfache Kriegsführung
In Toy Soldiers müsst ihr immer eure Basis gegen Wellen von angreifenden Truppen verteidigen. Überlebt ihr genug Angriffe, gehört der Sieg euch. Sobald eine bestimmte Anzahl an gegnerischer Einheiten eure Verteidigung durchbricht und in eure Basis eindringt, ist das Spiel hingegen verloren. Eure Aufgabe ist es also unterschiedliche Attacken abzuwehren und stets die Kontrolle zu behalten. Nach einem kurzen Zeitfenster, in dem ihr möglichst viele Einheiten gut platziert, startet der Sturmangriff des Gegners. Damit möglichst viele feindliche Soldaten schnell den Boden pflastern, kommen im Spiel die unterschiedlichsten Waffentypen zum Einsatz. Von Maschinengewehren, Mörsern, Haubitzen und Flaks ist eigentlich alles dabei, was es seinerzeit so auf dem Markt gab.

Jede Waffe und Truppe hat dabei seine eigenen Stärken und Schwächen. Hier kommt die für Strategiespiele typische Wirkungskette zum Tragen. So sind Maschinengewehre gut gegen Infanterie, aber unnütz gegen gepanzerte Truppen. Haubitzen sind feuerstark, aber auf kurze Distanz wirkungslos. Stacheldraht verletzt und verlangsamt Bodeneinheiten und macht sie zugleich anfällig gegen Giftgasattacken.
Jede Aufgabe verfügt darüber hinaus über verschiedene Spezialmissionen. Erfüllt ihr diese Aufgaben und sammelt bestimmte Objekte auf dem Spielfeld ein, schaltet ihr besondere Bildeffekte für das Spiel frei. Des Weiteren gesellen sich neue Waffentypen zu eurem Inventar und das Erfolgskonto füllt nach und nach euren Gamerscore.
Rasantes taktisches Spielgeschehen
In der Spielzeugkiste und auf dem Spielfeld ist taktisches Vorgehen oberste Priorität. An vorgegeben Platzhaltern könnt ihr mit eurem Startkapital neue Waffeneinheiten platzieren, diese mit weiterem Geld aufrüsten und mit der X-Taste dann die Welle des Feindes starten. Nun ballern eure Waffenstützpunkte auf alles was sich bewegt und was sich ihnen nähert. Jeder Abschuss spielt euch ein paar Dollar ein. Dieses Abschussgeld investiert ihr dann wieder in die Verbesserung eingesetzter Stellungen, verstärkt eure Basis und platziert ein weiteres Geschütz. Dabei müsst ihr ebenfalls die Steuerung meisterlich beherrschen und bedienen.

Nur wer schnell und präzise seine Truppen anführt, der wird auch Erfolge feiern. Dabei erweist sich die Controller-Steuerung als durchweg positiv und jede Befehlsmacht geht nach einer etwas längeren Eingewöhnungsphase leicht von der Hand.
Geld regiert die Welt
Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr einen Auswahlindikator. Sobald ihr eine Stellung berührt, könnt ihr diese über die A-Taste auswählen und verfügt nun über vier weitere Möglichkeiten. Entweder ihr bemannt das Geschütz, verbessert für einige Dollar die Fähigkeiten, repariert angeschlagene Einheiten oder verkauft ganze Stellungen. Jede Aktion steht auch für eine Richtungstaste auf dem Steuerkreuz und lässt euch noch schneller agieren. Falls ihr eine Einheit benutzt, steuert ihr diese direkt mit den Analog-Sticks, feuert mit RT und kehrt mit der B-Taste zum Kommando zurück. Ein Klick auf den rechten Stick aktiviert die Strategieansicht und blendet das Spielfeld aus der Vogelperspektive ein.
Über die Schultertasten wählt ihr kaufbare Truppen aus, verändert mit dem rechten Analog-Stick die Kameraperspektive und schaltet mit den Bumpern durch die Einheiten. Insgesamt wirkt die Steuerung sehr aufgeräumt, geht leicht von der Hand und bringt sofort reichlich Spielspaß.
Mehrspielerschlachten
Im Mehrspieler-Modus startet ihr mit der Y-Taste eure Angriffswellen gegen die Spielzeugkiste eures Gegners. Dabei müsst ihr gleichzeitig die eigene Spielkiste gegen die Wellen eures Widersachers verteidigen. Der erste Spieler, dessen Zähler auf null sinkt, verliert das Spiel. Sichert ihr euch darüber hinaus noch Abschusscombos, könnt ihr eure Artillerie mit Sperrfeuer aufrüsten. Nach dem Match könnt ihr euch mit zahlreichen Statistiken informieren. Hier wird euch bis in das kleinste Detail der Spielverlauf in Zahlen noch einmal genauer vorgestellt, das investierte Geld angezeigt und getötete Einheiten angepriesen. Im lokalen Split-Screen Modus machte Toy Soldiers eine gute Figur. Das Spielgeschehen wurde nur sehr selten durch leichte Einbrüche in der Framerate beeinflusst.

Da wir das Spiel schon vor dem Release freigeschaltet haben, konnten wir online nur wenige Spiele spielen. Die Spiele die wir aber absolvierten, liefen reibungslos ab. Hoffentlich bleibt es auch so, wenn mehr Spieler auf die Server zugreifen. Darüber hinaus bietet Toy Soldiers eine Anbindung an die Facebook Version des Spiels. Hier verknüpft ihr also nicht nur mit Spielern im sozialen Netzwerk, sondern schaltet mit bestimmten Aktionen via Facebook neue Ränge für das Arcade Spiel frei.
Winzig, liebevoll und aktionsreich
Im Spiel geht es ordentlich zur Sache. Ihr befehligt Artillerie und bombardiert feindliche Stellungen, nehmt gegnerische Schützengräben mit Doppeldeckern unter Beschuss oder manövriert eure Panzer durch das Schlachtfeld. Dabei präsentiert sich das Spiel immer von einer sehr liebevoll gestalteten Seite. Die kleinen Soldaten wurden schön animiert und rennen mit ihren Schlachtrufen auf euch zu. Dabei halten einige manchmal an, machen anderen Mut oder winken Verstärkung herbei. Schüsse zerlegen Truppen und Fahrzeuge in ihre Bestandteile und selbst aus der Scharfschützen Perspektive sieht das Spiel jederzeit gelungen aus. Auch an kleinere Details, wie eine Aufziehkordel an der Seite von Panzern, Schnurrbärte bei Kommandeuren oder vergilbte Tapeten neben dem Spielfeldrand, haben die Entwickler gedacht. Bei der akustischen Untermalung haben die Verantwortlichen ebenfalls ganze Arbeit geleistet. Das Spielgeschehen wird mit Kampfgeschrei, herum zischenden Granaten und mächtigen Kugelsalven gut eingefangen.

Lediglich die Menümusik kann auf Dauer etwas nerven. Ebenfalls kann die Kameraperspektive nicht immer perfekt nachjustiert werden und der Rauch beim Gasangriff ist nicht ganz so hübsch umgesetzt worden. Dabei kann der Schaukasten, der alle detailverliebten Waffentypen noch mal ganz genau vorstellt,  überzeugen. Hier wählt ihr einfach eine Einheit aus und betrachtet diese aus sämtlichen Blickwinkeln. Spätestens jetzt wird euch die Detailverliebtheit von Toy Soldiers klar.
Fazit
Toy Soldiers ist ein liebevoll gestaltetes Spiel. Es bringt gerade Strategiespiel-Einsteigern kurzweilig eine Menge Freude. Die Steuerung geht nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gut von der Hand und das Spielprinzip ist ebenso simpel. Auf dem Spielfeld entwickelt sich eine Schlacht schnell zu einem aktionsgeladenen Kampf und mit etwas Übung bezwingt ihr mit Leichtigkeit den computergesteuerten Gegner. Mit einigen erspielbaren Extras und die Facebook Anbindung wird die Langzeitmotivation gefördert, die grafische Leistung geht durchweg in Ordnung und der Umfang ist mit 12 Einzelspielermissionen, einem weiteren Überlebens-Spielmodus, Avatar-Auszeichnungen und natürlich einem Xbox LIVE Versus Modus auch okay.
Dennoch hätten bei diesem Titel 800 Microsoft Points ausgereicht. 1200 Points sind zu hoch angesetzt und sollte von daher nur von echten Toy Soldiers Liebhabern investiert werden. Strategieprofis könnten ebenfalls von der geringen Aktionsvielfalt schnell gelangweilt sein. Sollte der Titel eines Tages günstiger angeboten werden oder ihr von der Demo nicht mehr los kommen, dann solltet ihr sofort zuschlagen.


„Detailverliebtes Toy Soldiers Universum mit hohem Einsteiger-Spaßfaktor“


Pro
  • Liebevoll gestaltete Toy Soldiers Welt
  • Strategiespaß für Einsteiger
  • Facebook Anbindung
  • Leichte, eingängige Steuerung
  • Viele erspielbare Extras
  • Nette grafische Präsentation
  • Ordentlicher Umfang
  • Mehrspieler bringt viel Freude
  • Avatar- und Bildauszeichnungen
Kontra
  • Kameraperspektive nicht immer optimal einstellbar
  • Preis viel zu hoch angesetzt
  • Strategie-Profis werden schnell gelangweilt
  • Menümusik auf Dauer nervig
Einzelspieler
7.5
Mehrspieler offline
7.8
Xbox LIVE Mehrspieler
8.0
Steuerung und Gameplay
8.6
Grafik und Präsentation
7.6
Sound, Musik und Special FX
6.9
Sprachausgabe
Keine
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 16 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Furious Taz schrieb am 13.03.2010 22:43
Furious Taz () - Underground@Chris

Du hast wohl noch nie Peggle gespielt.
Peggle ist eines der besten Xbox live Arcade Spiele und ist vom Design etwas für Babys.melden
Dr Gnifzenroe schrieb am 03.03.2010 21:20
Dr Gnifzenroe () - RecreationErst mal testen und wenn es irgendwann mal Deal of the Week oder Deal of the Day zu Weihnachten wird zuschlagen.melden
ChrisXP27 schrieb am 03.03.2010 17:00
ChrisXP27 (Heggen) - Undergroundnur was für kindermelden

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