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Universe at War: Earth Assault - Testartikel

Autor
Frank Schmitz - theTank
Erstellt am
30.03.08
Streetdate
28.03.2008
Spielgenre
Strategiespiel
Entwickler/Publisher
Petroglyph Games / SEGA
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Universe at War: Earth Assault Review

Da ist er also der neueste Teil aus dem Hause Petroglyph und Sega mit dem man an den bisherigen Erfolg von Star Wars. Empire at War im Strategiebereich anknüpfen möchte.
Vorsichtshalber verlässt man sich hier wohl auf außerirdische Szenarien und schickt nun gleich drei Alienvölker ins Rennen um die Erde zu erobern. Kommt Euch das bekannt vor? Naja zugegeben eine etwas originellere Story hätte man sich schon wünschen können, solltet Ihr aber auch auf Echtzeit Strategie stehen, fallen solche Nebensächlichkeiten wohl nicht zu sehr ins Gewicht.
Ob wir hier einen Titel haben der beispielsweise Command & Conquer vom Thron stoßen kann, wollen wir in unserem Test für Euch klären.

Story

Das Spiel verschlägt uns ins Jahr 2012 und der Untergang der Erde steht kurz bevor, den das außerirdische Volk, genannt "die Hierarchie" ließ dem menschlichen Wiederstand in einem gnadenlosen Kampf keine Chance. Als der Untergang der Menschheit so gut wie besiegelt ist und man sich nur noch in Washington verzweifelt wärt, tritt eine zweite nicht menschliche Streitmacht mit Namen "Novus" auf.
Diese erbitterten Feinde der Hierarchie, sind intelligente Maschinen die durch interstellare Portale zur Erde reisen und bereits über Jahre hinweg gegen die Hierarchie kämpfen.

Unter Ihnen befindet sich "Mirabel" das einzige organisch menschliche Wesen, sie ist die Letzte eines Volkes, das vor langer Zeit die Novus erschaffen haben. Nach dem aber vor ewiger Zeit die Hierarchie den Heimatplanet dieses Volkes vollkommen ausgerottet haben, blieb niemand verschont. Und so klonten die Novus Mirabel aus geretteten DNA Strängen und erschufen somit quasi ihren eigenen Schöpfer wieder.
Ob man uns aber retten will, oder nur seinen eigenen Krieg ausführt bleibt zunächst unklar. Und da sich bekanntermaßen bei einem Streit von Zweien der Dritte freut, taucht nun auch aus dem Meer die dritte Macht auf. Dieses uralte Volk, genannt "Masari" sind Aliens die vor tausenden von Jahren bereits vor der Hierarchie auf die Erde geflüchtet sind und dort in den tiefen der Ozeane eine Zuflucht fanden. Als Ursprung des menschlichen Lebens treten Sie mit Ihrer weit überlegenden Technologie auf um die Erde letztendlich nun von allen Alien Invasionen zu befreien um der Menschheit zu retten.

Kampagne

In der Kampagne des Spiels beginnt Ihr als Novus und so lernt Ihr mit dem Roboter Volk zunächst die grundlegenden Spielprinzipien und Steuerelemente. Die Spieleinleitung beginnt mit stimmigen Sequenzen und gutem Sound. Die benötigte Kameraführung wird ausführlich erklärt und so steuert Ihr mit beiden Sticks leicht über die Oberfläche der Map, wobei durch klicken auf den rechten Stick Die Kamera in den Ursprungswinkel zurückgesetzt wird. Hier hätten wir uns lediglich gewünscht das mit der Kamera hätte weiter hinaus zoomen können um einen größeren Teil der Map gleichzeitig verfolgen zu können.

Die etwa 10 Minuten lange Einleitung unterweist Euch in allerlei Fähigkeiten und Notwendigkeit um gut für die bevorstehenden Schlachten und Missionen gerüstet zu sein. Was einem aber dort in so kurzer Zeit alles an Umfang und Wissenswertes vermittelt wird, wird einen Anfänger durchaus überlasten, denn die Anzahl an zu drückender Knöpfe und auszuwählender Objekte, benötigt schon eine gewisse Einspielzeit und einen guten Überblick.

Steuerung
Bei Strategiespielen auf einer Konsole stellt sich jedesmal die Frage, ob die dadurch bedingte Padsteuerung auch wirklich die präzise und umfangreiche Maus und Tastatur Steuerung am PC ersetzen kann. Wir finden dass dies bei Universe at War doch relativ gut gelungen ist, viele Aktionen sind über die Schultertasten und den A-Button auszuwählen. So sucht Ihr beispielsweise Eure Truppen mit A aus und schickt sie auch mit A an das gewünschte Ziel, durch halten der Schultertaste RB wird die gesamte Einheit der jeweils ausgesuchten Figur gewählt und mit dem drücken der Back-Taste lassen sich auch individuell ausgewählte Gruppen im Menüpunkt zu einer Fraktion zusammenstellen.

Während Ihr die Tastenkombination erlernt ist dabei die gesamte Spieleinleitung wirklich mit tollem Sound und toller Synchronisation unterlegt, so taucht Ihr relativ schnell in die Atmosphäre des Spiels ein und könnt Euch auf mehr freuen. Aktiviert Ihr zum Beispiel beim gesteuerten Klonkrieger die Vervielfältigungsoption über LT begleitet der Novus "29-11" dieses mit passendem blechernder, dröhnender Stimme und dem Satz "Mehr von mir, bedeuten weniger von Euch" während ein Gegner niedergeschlagen wird.

Echtzeit mit starkem Sound

Als nächstes beginnt das eigentliche Spiel und Ihr übernehmt nun zunächst die Leitung einer kleinen tapferen menschlichen Kampfeinheit die versucht den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu schützen. Seid Ihr kurz davor alle Truppen zu verlieren und der Kampf sich als aussichtslos erweist öffnen sich die leuchtenden runden Portale in der Luft und die weißen, teils riesigen Klonroboter der Novus betreten die Erde . Zwischensequenzen vor und nach den Leveln runden das Gesamtbild optisch ansprechend ab. Sie sind sicherlich kein absolutes Highlight, aber sie bieten einen verbesserten Einblick in die Story und reichen vollkommen aus um die Handlung voranzutreiben und fortzuführen.Warum es dabei an der ein, oder anderen Stelle leider etwas bei der musikalische Unterstützung, der ansonsten treffend und druckvoll ist, im Background ruckelt konnten wir hingegen nicht verstehen.

Die folgenden Level beinhalten die typischen und unterschiedliche Missionsziele, wie Verteidigen und Angreifen von Stellungen, das Sammeln von Portalteilen, oder das Fertigen von Anlagen und Stromleitungen. Das ganze geschieht hierbei in Echtzeit und so geben die Level beispielsweise auch Zeiten vor in denen Aufgaben gelöst werden müssen. "Beginne innerhalb von 6 Minuten mit dem Bau eines Portals": Was sich dann einfach anhört, muß aber taktisch gut durchdacht sein, denn so fehlen Euch natürlich zum Level Start die benötigten Ressourcen um ein solches Portal zu errichten, gleichzeitig wird Eure Station aber auch angegriffen. Baut Ihr nun zuerst Recyclinganlagen für mehr Ressourcen, oder doch die Flugzeugfabrik um Euch Eure Feinde vom Leib zu halten?

Mit ein wenig Geschick und dem nötigen taktischen Durchblick könnt Ihr das Ganze aber aber auf den Stufen leicht und normal noch vergleichsweise gut meistern während die Stufe Schwer Euch doch einiges abverlangt und Ihr hier kein ungeübter Echtzeit-Strategie Spieler sein dürft um hier zu bestehen.

Technik und mehr

Im Punkte Technik und Grafik hätte man sich sicherlich noch mehr Innovation, oder Brillanz gewünscht. Das hier gebotene ist durchaus ansehnlich aber auch nichts was man als weltbewegend bezeichnen würde. Die Einheiten ruckeln hier und da mal etwas durch die Gegend, die Kantenglättung könnte besser funktionieren und wirklich detailiert ist das Ganze geschehen auf manchen langweiligeren Karten nicht. Insgesamt ist Grafik und Optik sicherlich nicht der eine große Punkt bei einem Test rund um Echtzeit-Strategie, bei dem geboten durchaus als gut zu bezeichnenden Grafikstyle hätte man sich aber gewünscht das es zu mindestens mit perfekter Framerate daher kommt. Nichts desto trotz haben uns die Einheiten der Novus und der Masari gut gefallen und die Ladezeitensind nicht zu lang und werden immer mit Trailersequenzen überspielt.

Die drei Mächte sind hier überraschend gut verteilt und so hat jede Partei Ihre eigenen Vorteile und Stärken. Einer der Vorteile ist es einfach auch das die Novus sich anders spielen als die Hierarchie und die Hierarchie sich anders spielen läßt als die Masari. So bietet jede Seite auch einfach ein größeres Potenzial an Abwechslung für Euch. Zusätzliche Abwechslung wird dadurch geboten das Universe at War: Earth Assoult als erstes Strategiespiel auf der Xbox 360 über das Feature "Cross-Platform-Play" verfügt, was Euch ermöglicht gegen Spieler an Windows PCs zu spielen.

Multiplayer

Im Modus Welteroberung werden Euch errungene Siegen, oder erspielten Niederlagen nicht rein als +/- Statistik präsentiert, sondern als gebietsmäßige Eroberung auf Eurer eigenen Weltkarte dargestellt wird. Gewinnt Ihr also eine Schlacht in Westafrika, wird dementsprechend dieses Gebiet auch als von Euch besetzt angezeigt. So rückt Ihr von Sieg zu Sieg der kompletten Weltherrschaft immer näher, wobei die dabei verdienten Erfolge und Medaillen Euch sofort zugeschrieben werden. Diese verdienten Medaillen bieten echte taktische Vorteile, wie beispielsweise schnellere Geschwindigkeit Eurer Einheiten, gesteigerte Produktivität, verbessertes Sammeln von Ressourcen und so weiter. Insgesamt habt Ihr die Möglichkeit Euch genau 40 Medaillen zu verdienen, wobei pro Spiel aber nur 3 eingesetzt werden können.
Verliert Ihr hingegen ein Match, so verliert Ihr das umkämpfte Gebiet wirklich, somit stellt die Eroberung aller Regionen ein echtes Ziel im Multiplayerpart da.

Im Großen und Ganzen erweist sich der Multiplayer als durchaus vorzeigbar, nur ganz an die Qualität eines "Schlacht um Mittelerde 2" kann man hier nicht anschließen. So bleibt auch fragwürdig ob sich eine so breite Fangemeinde auf der Konsole finden wird um dauerhaft Konkurrenten im Xbox Freundeskreis zu finden, durch die Croosplattform Funktion wird aber Eure Spielewelt doch erheblich erweiter. Wie fair ein Antreten gegen Maus und Tastatur sein kann, lassen wir an dieser Stelle dahin gestellt.

Unser Fazit:

Universe at War: Angriffsziel Erde ist ein überraschend gutes Strategiespiel das unser Erwartungen generell übertroffen hat und einem einige spannende und interessante Stunden liefern kann so lange man Fan von Echtzeitstrategie ist. Einsteiger werden zu nächst doch etwas arg gefordert und sollten sich eine Weile lang auf der Stufe leicht ersteinmal mit dem Spiel vertraut machen um wirklich "spielen" zu können. Das Spiel reicht nicht an Referenztitel wie "Command and Conquer 3: Tiberium Wars", oder "Der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2" heran, kann aber doch durchaus überzeugen und gerade Fans des Genres eine nette Abwechslung bieten.

Wie immer möchten wir darauf hinweisen das gerade der Multiplayer des Spiel eine große Herausforderung darstellt und sich für Gelegenheitspielern erst nach langer Einspielzeit ein Sieg einstellen wird. Mit den 3 unterschiedlichen Allianzen, der gelungenen Kampange und mit bis zu vier Spielern online bekommt Ihr hier einen soliden Echtzeitstrategiespiel das sein Geld sicherlich wert ist, aber keine neuen Maßstäbe zu setzen weiß.
Pro
  • Guter Sound
  • Gute Synchronistaion
  • ausführliche Einführung in die Steuerung
  • gut balancierte Einheiten
  • sehr unterschiedliche Spielweise möglich
  • Cross-Plattform Titel
Kontra
  • Grafik könnte etwas flüssiger und detailreicher sein
  • Steuerung erfordert Übung
  • Kartenzoom könnte weitläufiger sein
  • teils sehr schwere Passagen
Einzelspieler
7.5
Mehrspieler offline
7.8
Xbox LIVE Mehrspieler
7.8
Steuerung und Gameplay
7.8
Grafik und Präsentation
7.0
Sound, Musik und Special FX
8.5
Sprachausgabe
deutsch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+10
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 16 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.


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