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Vandal Hearts: Flames of Judgment - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
09.02.10
Streetdate
20.01.2010
Spielgenre
Strategiespiel
Entwickler/Publisher
Hijinx Studios / Konami
Kommentare
2
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Vandal Hearts: Flames of Judgment Review

Vandal Hearts: Flames of Judgement bietet neben einen einem langen Titel alles, was man sich für ein Japano-RPG wünschen kann. Es gibt schöne Fantasywelten, vorlaute Helden mit Stachelfrisuren und gemeine Ober-Bösewichte. Außerdem gibt es noch jede Menge von Gegenständen, mit denen ihr eure Helden aufbessern könnt. Das Hauptaugenmerk des Titels liegt allerdings auf den zahlreichen und langen Kämpfen. Wir haben unser Schwert geschultert und 1200 Microsoft-Points sowie 594 MB Speicherplatz investiert um euch direkt vom Schlachtfeld zu sagen ob Vandal Hearts: Flames of Judgement sein Geld wert ist.
Getrübte Fantasy-Idylle
Ihr seid ein junger Lehrling einer kirchlichen Schule und erhaltet zu Beginn des Spiels gerade einige Lektionen. So lernt ihr mit dem Schwert zu kämpfen und mit Pfeil und Bogen umzugehen. Dabei knüpft ihr auch schon die ersten Kontakte mit euren Mitschülern, die sich euch in vorgegebenen Dialogen vorstellen. Schnell wird klar, dass auch in Vandal Hearts: Flames of Judgement alle verschiedenen Typen von Figuren abgedeckt sind. So gibt es beispielsweise den weisen Lehrer, den treuen aber schüchternen Begleiter und den fiesen Angeber, der euch das Schulleben mit Vorliebe zur Qual macht. Als sich eure Übungsstunde schließlich dem Ende neigt, wird euer beschauliches Dorf auf einmal von Banditen angegriffen. In einem ersten Kampf geht ihr gegen eure Wiedersacher vor und wisst damit schon alles was ihr für die kommenden Stunden braucht. Denn Vandal Hearts: Flames of Judgement ist vollkommen aufs Kämpfen fixiert.

Nachdem ihr die Banditen in die Flucht geschlagen habt, realisiert ihr erst den Ernst der Lage. Überall in den Städten eurer Welt werden die Menschen von bösen Räubern angefallen, die ihre Dörfer vernichten wollen. Ihr macht euch schnellst möglichst auf um Hilfe zu holen und habt nach zwei weiteren kleinen Missionen eine Gruppe von sechs Leuten zusammengeschart. Mit diesen Kumpanen bestreitet ihr dann auch den Rest des Spiels, das euch auf einer hübschen Übersichtskarte von einem Kampf zum nächsten lotst. Die Story ist ganz nett erzählt, allerdings solltet ihr nicht zu viel erwarten. Nach dem, in schön gezeichneten Bildern präsentierten, Intro fällt die Erzählstruktur im Spielverlauf ein wenig ab. Dafür bietet die Story ein paar kleine Überraschungsmomente und sogar zwei unterschiedliche Enden.
Immer auf die Mütze
Das Hauptaugenmerk haben die Entwickler allerdings auch ganz klar auf die taktischen Kämpfe gelegt. Und die können sich durchaus sehen lassen. Die Gefechte werden rundenbasiert ausgetragen, dass heißt ihr führt alle Aktionen gezielt und nacheinander aus, indem ihr sie aus einem Menü auswählt, anstatt einfach nur auf eine Taste zu hämmern. Vandal Hearts: Flames of Judgement hat mit verschiedenen Lang- und Kurzwaffen, sowie Bögen und Magie einiges in Petto um eure Gegner dem Wüstensand gleich zu machen. Je nachdem wie oft ihr eine Fähigkeit benutzt werdet ihr besser im Ausführen der Selbigen. Das alles ist Standard-Rollenspielkost, der Titel erfindet das Rad also nicht neu, macht aber auch nichts falsch.

Taktisch wichtig ist euer Standpunkt im Gefecht. Wenn ihr eure Gegner nämlich von der Seite oder noch besser von hinten angreift, gibt es deutlich mehr Schadenspunkte. Um euch perfekt zu positionieren dürft ihr bei jedem Zug eines Charakters seinen Standort in einem bestimmten Radius verändern. Nett ist es auch, dass ihr, falls ihr den gleichen Typ von Waffe in der Hand habt wie der Gegner, nach jedem Angriff automatisch einen Konter ausführt. Das bringt noch mal einiges an taktischer Tiefe ins Spielgeschehen und ist eine schöne Idee seitens der Entwickler. Abseits der Scharmützel ist es immer hilfreich auf leuchtende Objekte zu achten. So könnt ihr beispielsweise in Schatzkisten neue Ausrüstung finden oder große Felsbrocken von Anhöhen auf die Banditen rollen. Alternativ besorgt ihr euch in den Geschäften der vielen Dörfer neue Waffen und Zaubersprüche. Außerdem dürft ihr euch in den Gasthäusern umhören, vielleicht hat ja ein Gast etwas Interessantes über einen geheimen Schatz gehört.

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