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Venetica - Testartikel

Autor
- xd270
Erstellt am
19.01.10
Streetdate
18.12.2009
Spielgenre
Rollenspiel
Entwickler/Publisher
DECK13 Interactive / dtp entertainment
Kommentare
7
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Venetica Review

Mit Venetica, das vom deutschen Team Deck 13 geschaffen wurde, gesellt sich ein weiteres Action-Rollenspiel auf die Xbox 360. Mit einem Mix aus Emotionen und Action, das im Venedig des 16. Jahrhunderts spielt und in der die junge Scarlett, Tochter des Todes, die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt. Wir haben für euch das bildgewaltige Rollenspiel getestet und geben euch in unserem nachfolgenden Nachtest darüber Auskunft, ob das neuste Rollenspiel aus Deutschland deutlich besser für die Konsole umgesetzt worden ist, als so manch anderer Titel. Also, macht euch bereit für eine aufregende Reise ins Venedig vergangener Tage.
Der Tod eines geliebten Menschen
Im Rollenspiel Venetica schlüpft ihr in die Rolle des Findelkinds Scarlett, das in einem Dorf oberhalb eines Berges zu Hause ist. Während sie abends bei einem prasselnden Lagerfeuer mit ihrem Geliebten Benedict eine Unterhaltung führt, wird das Dorf von maskierten Unbekannten angegriffen und in der Stadt brechen überall Kämpfe aus. Bei dem Versuch sich in Sicherheit zu bringen, wird die junge Scarlett von ihrem Benedict getrennt und stürzt einige Meter unsanft in die Tiefe. Hier beginnt gleichzeitig die Einführung in die Steuerung von Venetica. Nachdem Scarlett sich wieder von ihrem unsanften Sturz aufgerappelt hat, hört sie aus einem der Häuser Hilfeschreie dringen. Doch ihr seid nur eine junge Frau und besitzt nicht einmal eine Waffe. Die Kamera macht euch aber auf einen nahegelegenen Schürhaken aufmerksam, der an einem Schleifstein angelehnt ist. Mit dem linken Stick setzt ihr euch also in Bewegung, hebt mit der A-Taste den Schürhaken auf, zieht mit der RB-Taste die Waffe und schlagt die Tür des Hauses ein. Im Inneren des Hauses findet ihr einen wehrlosen Bewohner vor, der von einem Assassinen bedroht wird. Ohne groß darüber nachzudenken, schlagt ihr mit der A-Taste mehrmals zu und bekämpft den Eindringling. Mit der Kenntnis, den Bewohner in Sicherheit zu wissen, zieht ihr weiter durch das mittlerweile verwüstete Bergdorf und trefft auf drei weitere Assassinen, dessen Lebensbalken über ihren Köpfen glücklicherweise schon zur Hälfte abgenommen haben und somit kein großes Problem darstellen.

Doch das waren nicht die letzten Attentäter im Dorf und einige davon stellen sich euch nun in den Weg. Wagemutig, wie ein tollkühner Held, springt Benedict plötzlich von einem der Dächer herunter und erledigt die Angreifer. In vermeintlicher Sicherheit wiegend, nähert sich das Paar einander, doch im Hintergrund rafft sich einer der Attentäter noch ein letztes Mal auf und wirft mit letzter Kraft sein Schwert wie ein Messer auf Scarlett. Aber das Schwert trifft die junge Frau nicht. Um seiner geliebten das Leben zu retten, hat sich Benedict schützend auf Scarlett geworfen und wurde damit schwer am Rücken getroffen. Blutverschmiert stirbt Benedict in den Armen von Scarlett.

Am nächsten Morgen erwacht Scarlett in ihrem zerstörten Heim und erinnert sich vage an einen verrückten Traum, in dem der Tod selbst mit ihr gesprochen habe. Eine starke Kämpferin würde aus ihr werden, die die Welt verändern kann und den sogenannten Dämonen Fürsten mit einer mysteriösen Mondklinge besiegen wird.
Das Abenteuer beginnt
Venetica stellt sich nach wenigen Metern als typisches Rollenspiel heraus. Durch das Absolvieren von Quests und das Töten von allerhand feindlichen Einheiten erhaltet ihr Erfahrungspunkte und steigt so stetig in eurem Level auf. Bei einem Stufenanstieg könnt ihr dann Attributspunkte auf Konstitution, Weisheit, Stärke und Mentale Stärke verteilen, die sich wiederum positiv auf eure Gesundheit oder das Mana zum Zaubern auswirken. Zusätzlich erhaltet ihr bei einem Levelaufstieg Fertigkeitspunkte, die wiederum in Kampf- oder Geist-Eigenschaften investiert werden können und so euren künftigen Spielstil nach eurem Geschmack bestimmen. Über die Back-Taste auf dem Controller gelangt ihr unter anderem zu den beiden Fertigkeitsbäumen, wo ihr vorab einen Blick auf diese werfen und entscheiden könnt, in welche Talente die ihr Punkte investieren möchtet. Da ihr gewisse Eigenschaften erst freischalten müsst um an weitere zu gelangen, lohnt sich dieser Blick also ganz bestimmt, auch wenn der Levelaufstieg gerade am Anfang recht zügig von statten geht und euch somit ausreichend Punkte für Experimente zur Verfügung stehen. Da die Auswahl an Charaktereigenschaften zudem recht übersichtlich ist, werdet ihr dabei sicher keine Punkte verschwenden.

Die Kampfkünste sind in die 4 Bereiche Mondklinge, Schwert, Speer und Axt unterteilt und bieten euch dementsprechende Talente an. Die Mondklinge stellt eine wichtige und mächtige Waffe im Kampf gegen den Dämonen Fürst und seine speziellen Schergen dar,  es lohnt sich hier also definitiv mehr Punkte auszugeben. So könnt ihr Dämonen später zusätzlich verlangsamen oder gar vergiften. Da die Mondklinge nicht bei allen Feinden gleichen Schaden anrichtet und die Klinge selbst nicht den meisten Schaden anrichtet, wenn ihr diese mit euren erbeuten Waffen vergleicht, könnt ihr euch beim Verteilen der Erfahrungspunkte auf Schwert, Speer oder Hammer spezialisieren. Jede Waffenart besitzt dabei 5 Attribute die ihr auf 3 Stufen erlernen könnt.

Neben den Kampf-Fertigkeiten kann Scarlett auch die Kunst der Nekromantie im Geist-Fertigkeitsbaum erlernen. Dort findet ihr Zauber wie etwa Flüche brechen, dem Gegner das Fürchten beibringen oder besiegte Gegner auferwecken, um sie für sich kämpfen zu lassen. In dieser Kategorie findet ihr zudem recht früh die Anwendung "Pfad des Raben", der sich als Wegweiser in Form eines fliegenden Raben darstellt, der in die Richtung eurer aktuell markierten Quest fliegt. Auch, wenn ihr den Raben mal schnell aus den Augen verliert, ist dieser Spruch eine zusätzlich sinnvolle Idee der Wegfindung, die in Kombination mit der Übersichtskarte gut funktioniert.

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