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Winter Stars - Testartikel

Autor
Henry Lai - MadD4mon
Erstellt am
06.12.11
Streetdate
18.11.2011
Spielgenre
Sportspiel
Entwickler/Publisher
49Games GmbH / Deep Silver
Kommentare
5
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Finger weg von Winter Stars

Sie nimmt nicht ab, die Flut der Sportspiele für Kinect, die eher grottig als großartig sind. Vor allem um die Weihnachtszeit herum scheinen die Publisher möglichst viele Spiele aus dem Presswerk jagen zu wollen, um auch den größten Gewinn in der besinnlichen Jahreszeit abzugreifen. Schade nur, dass dabei meist die Qualität der Spiele auf der Strecke bleibt. Deshalb waren wir auch nicht überrascht, als uns Deep Silver und 49 Games (RTL Wintersports, Summer Athletics) mit Winter Stars ein durchwachsenes Spiel schickten. Wobei durchwachsen noch milde ausgedrückt ist. Wieso das so ist, erfahrt ihr im Test.

Vom Winterzauber keine Spur

Elf Wintersportarten, gebündelt in einer Einzelspielerkampagne, sowie ein lokaler Splitscreen-Mehrspieler und Xbox LIVE-Anbindung sollen euch die Faszination Wintersport ins Wohnzimmer bringen. Und mit elf Sportarten ist Winter Stars eigentlich gar nicht schlecht bestückt. Vor allem jetzt, wo die deutschen Biathleten in Schweden um echte Medaillen kämpfen, könnte es euch überkommen, selbst mal auf den Skiern zu stehen und selbst das Gewehr in der Hand zu halten zu wollen. Doch neben dem Biathlon stehen noch einige andere Dinge auf dem Programm: Ski Freeride, Snowboard Cross, Eiskunstlauf, Schneemobil, Bobfahren, Ski Alpin, Curling, Shorttrack, Skifliegen und Paraski.

Gespielt wird Ganze dann in vorgefertigten oder eigenen Cups sowie in der Einzelspielerkampagne, die sogar mit einer eigenen Geschichte aufwartet. Darin seid ihr Teil eines Athletenteams in Not und euer Ziel ist es, ihm wieder auf seiner Misere und zum heißbegehrten Pokal zu verhelfen. Wenn ihr nicht gerade selbst ein Trainer solcher Sportler seid, werden euch die Storysequenzen wohl eher kalt lassen. Mit einer Handbewegung könnt ihr sie zum Glück überspringen. Wollt ihr nicht alleine die schneebedeckten Pisten hinunterkurven, so könnt ihr euch entweder lokal im Splitscreen mit euren Freunden oder eurer Familie vor dem Fernseher austoben. Wahlweise könnt ihr euch eure Kontrahenten auch in den Weiten des Internets suchen. Umfang ist bei Winter Stars also geboten, was nur selten schlecht ist. Sogar die grafische Darstellung ist in Ordnung. Zwar gewinnt Winter Stars keinen Schönheitspreis, vermittelt dafür aber ganz gut das Gefühl einer winterlichen Landschaft. Spaß macht das Spiel aber trotzdem nicht.

Übler Spielspaßabsturz

Und daran sind mehrere Faktoren Schuld. An erster Stelle steht die völlig verhunzte Kinect-Steuerung, die ja bei vielen, eilig produzierten Spielen... hakelig ist. Vor allem in der Weihnachtszeit gibt es dieses Phänomen oft zu sehen, in Winter Stars ist es ebenfalls vertreten. Zum einen braucht das Spiel extrem viel Platz. Im Vergleich zu anderen Kinecttiteln müsst ihr mehrere Schritte weiter nach hinten gehen, bevor ihr nicht mehr mit nervigen Textboxen dazu aufgefordert werdet. Sind euch Möbel im Weg oder ist euer Zimmer einfach nicht groß genug? Tja, dann wird das wohl nichts mit dem Schneegestöber. Und selbst wenn ihr den nötigen Platz aufbringen solltet, so kreischt Winter Stars schon bei jeder noch so kleinsten Bewegung los. Diese Empfindlichkeit setzt sich im Gameplay fort. Bewegungen und Gesten, von denen einige die Techniken des echten Sports durchaus glaubwürdig imitieren, werden gar nicht oder nur ungenau angenommen – und wenn überhaupt, dann nur mit Verzögerung. In einem Rennen wie zum Beispiel beim Snowboard Cross kann das aber leicht über Sieg und Niederlage entscheiden. Umso bedrückender wird dieser Fakt dann, wenn ihr einen Blick auf die Playstation-Version von Winter Stars werft. Denn dort können die Zocker das Ganze auch wahlweise mit dem guten alten Controller steuern. Und auf der Xbox? Fehlanzeige.

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