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Xbox Fanaward

X-Men Destiny - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
06.10.11
Streetdate
30.09.2011
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Silicon Knights / Activision
Kommentare
2
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Dieses Spiel mutiert zum spielerischen Totalausfall

Tests zu Spielen mit Comichelden laufen in der Regel folgendermaßen ab: Wir erzählen euch, dass Comicumsetzungen meist schlecht sind, quirlen dann den Titel durch den Spielspaßfleischwolf und kommen zu einem miesen Gesamtfazit. Das wollen wir bei X-Men Destiny nicht machen. Wir wollen nicht – müssen aber. Also auf geht’s. Videospiele zu Filmen oder Comics sind meistens leider keine Spielspaßgaranten, sondern virtueller Schrott. Punkt 1 wäre damit abgehakt. Dann wollen wir X-Men Destiny mal durch den Fleischwolf drehen. Also, wir wollen nicht, aber wir müssen es leider.

Friede, Freude, Mutantenangriff

Eigentlich beginnt das Spiel gar nicht so schlecht. Ihr bekommt während einer hübschen Introsequenz – einer Friedensfeier zwischen Menschen und Mutanten in San Francisco – drei ziemlich überzeichnete Charaktere gezeigt. Die Veranstaltung bleibt natürlich keineswegs friedlich und bereits nach kurzer Zeit fliegen euch die umstehenden Gebäude um die Ohren. Die Mutanten erkennen in den gemeinen Angreifern natürlich die bösen Vertreter ihrer Gattung, während sich die Menschen wieder von den Mutanten abwenden und ihnen die Schuld geben. Ihr schlüpft in den Körper einer der drei vorgestellten normalen Personen, bei denen sich plötzlich unvermittelt Mutantenkräfte bemerkbar machen. Anstatt also wie sonst üblich als bekannter Comicheld durch die Spielwelt zu wandeln, müsst ihr euch diesmal quasi vom Nobody zum verehrten Retter der Menschheit hocharbeiten.

Kloppt die Klongegner platt

Da ihr nun selber mutiert seid, habt ihr nicht nur ein Problem mit den bösen Mutanten, sondern vor allem den Purifiern. Das sind Menschen, die sämtliche Mutanten ausrotten wollen, weil sie sich von ihnen unterdrückt fühlen. Um ihrem Ziel näherzukommen, gehen sie nicht gerade zimperlich vor und setzen von Fäusten bis hin zu elektrischen Schlagstöcken alles ein, was einem Mutanten schaden könnte. Da habt ihr natürlich etwas gegen und teilt eurerseits ordentlich aus. Dafür stehen euch flotte Angriffe und langsame heftige Attacken zur Verfügung. Bei einem Druck auf die B-Taste rollt ihr euch schnell zur Seite weg und Sprung + Y löst eine mächtige Stampfattacke aus. Mit der Zeit lassen sich noch ein paar mehr Kombinationen freischalten, wirklich flüssig verlaufen die Auseinandersetzungen aber trotzdem nicht. Dank der unglaublichen Beschränktheit der KI genügt auch ein Dauerdrücken des schnellen Angriffes und gelegentliches Abblocken. Vom genialen Kampfsystem eines Batman Arkham Asylum ist X-Men Destiny so weit entfernt, wie vom Xboxdynasty Goldaward.

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