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Assassin’s Creed Revelations: Mediterrane Reisende

Autor: Daniel Flege - Quentara
Streetdate: 24.01.2012
Gametyp: Adventurespiel
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Leser: 1048

Kaum konntet ihr im Dezember euer Multiplayererlebnis in Assassins Creed Revelations mit dem Charakterpaket „Die Vorfahren“ aufbessern, kommt knapp einen Monat später bereits das nächste Futter für meuchelnde Abstergo Agenten. Diesmal hat euch Ubisoft ein Paket zusätzlicher Mehrspielerkarten geschnürt und bittet euch hierfür mit 800 Microsoft Points ordentlich zur Kasse. Ob sich das Herunterladen des neuesten DLC mit dem wohlklingenden Namen „Der mediterrane Reisende“ lohnt, oder ihr auch weiterhin mit den mitgelieferten Karten vorlieb nehmen solltet, erfahr ihr in unserem Testbericht.

Zumindest der Name ist inhaltlich Programm. In sechs neuen Karten dürft ihr mit euren Templern die bekannten Spielmodi in Städten rund um das Mittelmeer erleben. Zur Auswahl stehen euch die Heilige Stadt Jerusalem in all ihrer fernöstlichen Pracht, der imperiale Bereich der aus Revelations bekannten Metropole Konstantinopel und das sich durch geselliges Treiben auszeichnende Handelsviertel in Dyers. Wer mitgezählt hat, wird feststellen, dass wir erst drei Karten genannt haben. Die restlichen drei Maps sind nämlich alles andere als neu und wurden aus dem Vorgänger Brotherhood übernommen. Zur Verfügung stehen euch die Klassiker Florenz, die Berge von San Donato sowie das in karnevalistisches Treiben gehüllte Siena, welches durch seine nächtliche Beleuchtung eine besondere Atmosphäre bietet. Laut Ubisoft haben diese drei Karten aufgrund der besonderen Nachfrage ihren Einzug in den Download Content erhalten.

Sämtliche Karten sind durchweg schön gestaltet. Wie von den Assassins Creed Schöpfern gewohnt bestechen sie durch viel Liebe zum Detail und eine einzigartige Atmosphäre. In Dyers müsst ihr euch durch das Gewühl zahlreicher Marktstände schleichen, während in Siena Gaukler an Feuerstellen um die Gunst des Publikums werben. An den Seiten des großen Platzes reiten Ritter im Lanzenwettstreit gegeneinander an. Jerusalem hingegen kommt mit seiner epischen und geschichtlichen Schwere wesentlich heller und freundlicher daher. Natürlich wurden sämtliche Karten mit genug Deckungs- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet, um euch das Leben als Agent nicht allzu schwer zu machen und euch das Überleben zu erleichtern.

Problematisch hingegen ist die Einbindung der Karten in den Mehrspielermodus. Unter dem Menüpunkt „Benutzerdefiniertes Spiel“ lässt sich als Modus eine Partie mit Extra-Inhalten auswählen, um bewusst auf den neuen Maps spielen zu können. Allerdings können eben nur die Spieler in eure Sitzung einsteigen, die ebenfalls den Zusatzinhalt „Der mediterrane Reisende“ erstanden haben. Leider waren in unseren Tests recht wenig Nutzer anzutreffen, sodass wir entweder sehr lange auf eine Sitzung warten mussten, oder stets mit den gleichen Leuten vorlieb genommen haben. Aufgrund des recht happigen Preises, der einige Agenten vom Kauf des Packs abhalten könnte, ist eine Besserung fraglich. Zudem lassen sich die neuen Karten nicht im Trainingsmodus nutzen, was für das Kennenlernen der Karten nicht förderlich ist.

Mit dem Kartenpaket „Der mediterrane Reisende“ wird Assassins Creed Revelations weiter gemolken. Für happige 800 Microsoft Points, für die ihr so manch wochenendfüllendes Arcadespiel erwerben könnt, erhaltet ihr gerade einmal drei neue Mehrspielerkarten und drei Aufgüsse klassischer Brotherhood-Schauplätze. Ob ihr den DLC überhaupt ausreichen nutzen könnt, hängt jedoch davon ab, ob sich noch einige Templer zu eurer Runde hinzugesellen werden. Die Beteiligung auf den neuen Karten fällt bisher nämlich noch spärlich aus. Zudem lassen sich Jerusalem, Dyers und Co. nicht im Trainingsmodus nutzen, was das Einarbeiten in die neuen Gebiete erschwert. Trotz des Preises und der bisher noch geringen Teilnehmerzahl machen alle sechs Karten einen sehr guten Eindruck und sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Es macht spaß sich in den lebendig wirkenden Umgebungen zu duellieren und ein wenig Abwechslung von den bereits gewohnten Umgebungen aus Revelations zu erhalten. Wer also 800 Microsoft Points locker ausgeben kann und nicht immer zwischen Revelations und Brotherhood wechseln mag, der sollte einen Erwerb in Erwägung ziehen. Die unter euch, welche den Mehrspielermodus nur sporadisch nutzen, können den neuesten DLC getrost im Bosporus versenken.

„Teures Map Pack mit schön gestalteten Mehrspielerkarten.“


Pro:
  • Sechs neue Mehrspielerkarten
  • Umgebungen mit viel Liebe zum Detail

Kontra:
  • Drei von sechs Karten stammen aus dem Vorgänger Brotherhood
  • Bisher nur wenige Spieler auf den neuen Karten
  • Keine Integration im Trainingsmodus

Einzelspieler: -
Mehrspieler: -
Xbox Live: 5.2
Steuerung: -
Grafik: -
Sound: -
Sprache: Deutsch
Bildschirmtexte: Deutsch
Zensur: nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden: + 6
Geeignet für: Anfänger bis Profis
Altersfreigabe: Keine Altersbeschränkung

Gesamtbewertung
5.2


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