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Assassin’s Creed Brotherhood Autor:Sandra Friedrichs - anormaldisaster Streetdate: 18.11.2010 Spielgenre: Adventurespiel Entwickler: Ubisoft Publisher: Ubisoft Hits:4241 Eigentlich werden viele Leute skeptisch, sobald ein Jahr nach dem Release des Vorgängers ein Nachfolger erscheint. Kann sich so schnell eine Serie neu erfinden und Neuerungen hervorbringen, wodurch sich ein weiterer Kauf der Serie lohnt? Die Frage stellt sich beispielsweise immer wieder bei FIFA, NBA 2K, Need for Speed, Pro Evolution Soccer und anderen mehr oder weniger guten Spiele. Doch kam euch dieser Gedanke in den Sinn, als ihr erfahren habt, dass Assassin’s Creed II eine Fortsetzung spendiert bekommt? Vermutlich nicht, schließlich zählt diese Spielreihe zu einer der besten auf Xbox 360. Durch etliche Verbesserungen will euch Ubisoft überzeugen, dass Brotherhood nicht nur ein liebloses Add-On ist und wir von Xboxdynasty haben uns das Spiel für euch auf der E3 genauer angeschaut und können nur eins sagen: Der Hype ist berechtigt! Das Alter ist irrelevant Ezio Auditore da Firenze hat bisher kein einfaches Leben gehabt. Schon seit seiner Kindheit wurde er mit Tod, Korruption und Erpressungen konfrontiert. Während ihr in der Pubertät wohl eher Mädels oder die Schule im Kopf habt, wollte er Rache für die Ermordung seines Vaters nehmen. Ein paar Jahre später, stürzte er sich in das Leben eines Assassinen und verfolgte die Spuren seines verstorbenen Elternteils. Dabei legte sich der Protagonist aber nicht nur mit unzähligen Templern, sondern auch dem Papst höchstpersönlich an. Wer nun Angst vor Spoilern hat, sei an der Stelle beruhigt. Selbst das Ende von Assasin’s Creed IIbleibt, wie sein Vorgänger, offen. So ist es für Brotherhood natürlich noch einfacher, die Geschichte von Ezio weiterzuerzählen. Das Spiel setzt zu Beginn des 16. Jahrhunderts an. Ezio ist in Mitten in den schwierigen Vierzigern und um einiges berühmter. Nach seiner Rebellion gegen das Kirchenoberhaupt, wurde er in ganz Italien bekannt, wenn nicht sogar eine Legende. Das ist natürlich wunderbar für jemanden, der Ruhm ernten möchte. Für einen Assassinen, der unentdeckt bleiben sollte, ist das wenig effizient. Kein Wunder also, dass sich der Protagonist auch einmal eine Pause im Leben gönnen und sich aus der Gesellschaft zurückziehen möchte. Doch sein Traum nach Ruhe wird gleich zu Beginn von Brotherhood zerstört. Rodrigo Borgia sucht immer noch nach ihn und schickt nicht nur seine Gefolgsleute, die Templer, auf die Suche nach Ezio, sondern auch seinen Sohn Cesare Borgia. Dieser mutiert zum wahren Erzfeind von Ezio, schließlich ist er jung und kann es mit eurem Helden locker aufnehmen. Wenn ganz Rom gegen euch wäre, dann würdet ihr wohlmöglich fliehen. Nicht aber Ezio, dieser geht ohne Umwege zur Metropole und will seine Rechnung endlich mit der Familie Borgia begleichen. Doch wie kann ein einzelner Mann gegen eine ganze Armee von Templern bestehen? Geteiltes Leid ist halbes Leid Ezio ist kein Übermensch und er muss sich selbst eingestehen, dass die Idee, alle Templer im Alleingang zu beseitigen, utopisch ist. Daher macht er Gebrauch von seinem Ruhm und sucht Helfer, die ihn unterstützen. Ezio organisiert kurzerhand eine Bruderschaft und nimmt fast jeden auf, der sich gegen die Borgias sträubt und weiß, wie eine Waffe benutzt werden soll. Natürlich kann euer Held nicht einfach mit den Fingern schnippen und die Leute liegen ihm zu Füßen. Dafür muss er mehr tun. Ihr erfüllt unzählige Missionen, baut langsam Vertrauen auf und schaltet Funktionen frei. Daneben kümmert ihr euch noch um die Ausbildung und Ausrüstung euer Gefolgsleute, bevor ihr sie beispielsweise mit in einem Kampf einsetzt. Logischerweise können eure „Brüder“ auch sterben und so müsst ihr im gesamten Spielverlauf strategisch vorgehen. Hebt ihr euch die Bruderschaft auf oder solltet ihr sie jetzt am besten einsetzen? Auf jeden Fall ist solch eine Rückendeckung lobenswert, schließlich könnt ihr eure Gefolgsleute in brenzlichen Situationen zu euch rufen und den Kampf in aller letzter Sekunde vielleicht doch noch gewinnen. Flott und actionreich Vielleicht steht euch jetzt ein Fragezeichen im Gesicht. Die Kämpfe sollen gefährlich sein? In Assassin’s Creed I und teilweise auch in II habt ihr meistens in Schlachten nur die Gelegenheit abgewartet, einen Konter bei eurem Widersacher auszuführen und ihn in die Knie zu zwingen. Es gab kaum Auseinandersetzungen, in denen ihr wirklich eine Herausforderung erlebt habt. Diese Schwachstelle der Reihe hat sich Brotherhood zu Herzen genommen und die Entwickler haben das Kampfsystem verfeinert. In einer Schlacht kommt es jetzt darauf an, Combos auszuführen, womit Ezio in Rage gerät und Gegner mit einem Schlag töten kann. Werden diese Angriffskombinationen aber unterbrochen, sei es durch eine feindliche Attacke oder einem Konter, müsst ihr wieder einen bestimmten Rhythmus erarbeiten oder eben auf die Kontermöglichkeit zurückgreifen. Wer jetzt denkt, dass das Kämpfen dadurch einfacher geworden ist, irrt. Schließlich stürmen jetzt noch mehr Widersacher auf euch zu und umzingeln euch von allen Seiten. So eine Angriffskombination auszuführen, ohne unterbrochen zu werden, ist ohne langes Üben und etwas Taktik schier unmöglich. Daher werdet ihr des Öfteren sehr froh sein, wenn eure Brüder euch zur Hilfe eilen und im Gefecht unterstützen. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut Wie aufmerksame Leser schon im ersten Absatz bemerkt haben, zieht es Ezio in diesem Assassin’s Creed Teil nach Rom. Und dort werdet ihr während des ganzen Spielens auch bleiben. Hat Ubisoft keine Lust und Zeit mehr, andere Städte mit in die Geschichte einzubeziehen? Nein, nichts von beidem, denn wer schon einmal in Rom war, weiß, wie groß diese Stadt ist und das ein einziges Spiel nicht ausreicht, um all ihre Facetten zu zeigen. Das ist auch den Entwicklern aufgefallen, als sie vor Ort waren, um Referenzfotos zu machen. Da der zweite Teil schon mit Venedig, Florenz und der Toskana bedient war, hat sich Ubisoft Rom für ein eigenständiges Spiel aufgehoben. Die Stadt wird in fünf einzigartige Bezirke aufgeteilt. Der Vatikan besitzt die Schlüsselorte des Spiels, da hier die verfeindeten Borgias wohnen. Ezio wird sich aber auch in die Antike begeben, in der ihr die typischen römischen Bauwerke wie das Kolosseum oder auch geheime Katakomben entdecken könnt. Die Stadtmitte ist das Zentrum Roms, in dem ihr eigene Geschäfte oder Banken eröffnen könnt, damit sich euer Held Geld für seine Bruderschaft verdient. Weiterhin wurde Tiber, das Gebiet um den gleichnamigen Fluss und das äußere römische Areal ins Spiel eingebunden. Laut Entwickler müsst ihr etliche Stunden aufbringen, um das virtuelle Rom zu entdecken. Langweilig wird es im Einzelspieler also auf keinen Fall. Die Vernichtung der Assassinen Spaß werdet ihr nicht nur im Hauptstrang haben, sondern auch im erstmals eingeführten Mehrspieler. Endlich wurde der Wunsch vieler Spieler von Ubisoft erfüllt, die sich schon seit Anbeginn der Serie einen Multiplayer wünschen. Darüber hinaus haben die Entwickler eine Hintergrundgeschichte konzipiert, wodurch die Kämpfe in den verschiedenen Modi, wovon bisher nur einer bekannt ist, einen Sinn machen sollen. Ihr arbeitet für die Organisation Abstergo, welche nicht nur den Animus entwickelt haben, sondern auch auf der Seite der Templer stehen. Falls ihr die Geschichte aus den bisherigen Teilen nicht kennt und nur Bahnhof versteht, folgt jetzt eine kurze Erklärung. Der Animus ist eine Maschine, der Erinnerungen aus der Erbsubstanz der Menschen abrufen und so die Vergangenheit längst verstorbener Vorfahren nachkonstruieren kann. Desmond Miles musste sich die Prozedur gleich zwei Mal ergehen lassen, da beide Helden aus den bisherigen Teilen seine Verwandten waren. Was für eine schöne, schreckliche Familie! Nun aber zurück zur Geschichte des Mehrspielermodus. Abstergo nutzt ihre Technik aus, um die Assassinen weiter zu erforschen und schlussendlich allesamt besiegen zu können. Dafür sucht die Organisation weiterhin neue Menschen und benutzt sie als Forschungsobjekte. Diese erlernen mit der Zeit die Fähigkeiten ihrer Vorfahren, welche dann von Abstergo nach Schwachstellen analysiert wird. Ihr seid so ein „Versuchskaninchen“ und seit am Anfang dieses Trainings. Euch steht also noch ein langer Weg bevor, den ihr mit abwechslungsreichen Modi (versprochen von Ubisoft) bestreiten könnt. Lasst uns Katz und Maus spielen Bisher wissen wir leider nicht, wie viele Modi letztendlich integriert sein werden. Bekannt ist seither nur der Wanted Modus, den wir von Xboxdynasty auch auf der E3 anspielen konnten. In dieser Spielart schlüpft ihr in die Rolle einer bestimmten Charakter Klasse. Bislang sind acht Figuren bekannt, das wären der Assassine, Doktor, Barbier, Harlekin, Scharfrichter, Priester, Edelmann und die Kurtisane. Jede dieser Personen hat unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten. Beispielsweise spritzt der Doktor seinem Opfer Gift in die Venen, woraufhin dieser elendig stirbt. Der Scharfrichter hingegen kann sein Exekutionswerkzeug zur Hand nehmen und die Personen spektakulär töten. Doch fangen wir von Anfang an. Nachdem ihr eure Figur ausgewählt habt und die acht Mitspieler es euch gleich getan haben, startet das Spiel. Gleich zu Beginn bekommt ihr einen Spieler als Zielperson zugewiesen, andersherum werdet ihr ebenfalls einem anderen als Opfer zugeteilt. Auf dem Bildschirm öffnet sich ein blauer Kreis, welcher die Richtung zu eurem Ziel weist. Der Clou: Je ausgefüllter die Kreisform, desto näher seid ihr eurem Opfer. Ihr kämpft euch möglichst unauffällig durch etliche KI-Massen, damit ihr nicht eure Zielperson oder euren Mörder auf euch aufmerksam macht. Ist der Kreis vollkommen ausgefüllt ist euer Opfer in nächster Nähe und ihr habt die Chance, die Person schnell und unbemerkt mit dem Druck auf die X-Taste zu beseitigen. Je unauffälliger ihr dieses macht, desto mehr Erfahrungspunkte landen auf eurem Konto. Dennoch ist euch zu diesem Zeitpunkt der Mord nicht gewiss, denn seid ihr dem Opfer extrem nahe, blinkt bei diesem ebenfalls eine Anzeige auf, dass ihr auf seinen Fersen seid. Und was ist wohl die Kurzschlussreaktion der meisten Menschen? Genau weglaufen. Um zu entkommen, kann die Person etliche Hilfsmittel benutzen. Beispielsweise Rauchbomben, damit sie kurz daraufhin in einer Menschenmasse untertauchen kann. Oder sie nutzt die sogenannten Chasebreakers, also Fallgitter oder Tore, die nach ihrem Passieren zufallen und euch als Jäger den Weg abschneiden. Für eine erfolgreiche Flucht bekommt das Opfer Erfahrungspunkte und ihr als Jäger eine andere Zielperson zugewiesen. Nach und nach werden die Spieler immer weniger und nach Minuten oder vielleicht sogar mehreren Stunden kann der Sieger gekürt werden. Übrigens, wer auf dem ersten Platz steht, wird sogar Zielobjekt mehrerer Assassinen. Spannender geht es wohl kaum! Auf uns machte der Modus einen sehr guten Eindruck. Spielerisch wurde er einwandfrei umgesetzt und die Spannung zwischen „gleich hab ich dich“ und „gleich hat er mich“ ist motivierend und macht vor allem extrem viel Spaß. Wir hoffen, dass sich durch die Internetverbindung keine Lags hinein schmuggeln und, dass der Mehrspieler auch bei euch zu Hause so gut funktioniert wie auf der E3. Nur ein Kritikpunkt an dieser Stelle: Wir wollen endlich wissen, was für andere Modi noch ins Spiel integriert werden! Schluss mit der Geheimniskrämerei, wir sind schließlich schon jetzt ganz hibbelig. Bisher konnten wir bei der Assassin’s Creed Reihe eine stetige Verbesserung feststellen. Beinah alles, was euch bei dem ersten Teil negativ aufgefallen ist, wurde im zweiten verbessert: Die Optik, Kämpfe und Geschichte. Natürlich hatte auch dieses Spiel seine Mängel und machte nichts perfekt. Doch daraus lernen wir, dass Ubisoft sich stets verbessern und uns das bestmögliche Spielerlebnis servieren möchte. Daher wissen wir, dass Assassian’s Creed Brotherhood die Schwächen seines Vorgängers weiter ausmerzt. So sehen beispielsweise die Kämpfe viel spektakulärer und fordernder aus. Auch die Stadt Rom verspricht durch seine unermessliche Größe viel Raum für Entdeckungen und Wendungen. Doch über allen Neuankündigungen steht natürlich der Mehrspieler. Leider konnten wir bisher nur den Wanted Modus spielen, der uns aber im vollen Ausmaß gefallen hat. Er wird euch etliche Stunden fesseln können, da ihr stets unter Druck steht. Könnt ihr eure Zielperson schnell töten, bevor ihr das Opfer von dem Spieler wird, der auf euch angesetzt ist? Dieses Katz-und-Maus-Spiel bringt auf jeden Fall frischen Wind in die bisherige Spielreihe. Trotzdem wünschen wir uns, dass Ubisoft bald bekannt gibt, was im neuen Teil noch alles integriert ist. Zwar machen die bisherigen Ankündigungen euch vermutlich schon wild wie Schmidts Katze, doch ein bisschen mehr zu wissen, schadet nie. Verwandte Adventurespiel Spiele |
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