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Ben 10 The Rise of Hex Autor:Tobias Greiser - HEADCRASH Streetdate: 26.05.2010 Gametyp: Actionspiel Entwickler: Black Lantern Studios Publisher: Konami Hits:2783 Ihr steckt in der pickeligen Haut eines kleinen Jungen und müsst gegen fiese Aliens kämpfen. Aber zum Glück könnt ihr euch selber galaktische Hilfe rufen. Einmal kurz an eurer modischen Uhr gedreht und schon verwandelt ihr euch höchstpersönlich in ein Ungetüm von einem anderen Stern. Mit euren neuen Superkräften könnt ihr dann die Gegner vollschleimen, einfrieren oder einfach nur kopfüber in den Boden rammen. Wenn euch das genug ist, verwandelt ihr euch einfach wieder zurück und seid wieder der schmächtige Junge, der ihr vorher auch schon wart. Das klingt doch nach dem Superheldentraum eines jeden Spielers, oder? Naja, vielleicht nicht so wirklich. Das ist Entwickler Black Lantern Studios aber total gleichgültig, die Jungs und Mädels haben mit Ben 10 The Rise of Hex ein ebensolches Spiel entwickelt. Und wir wären nicht Xboxdynasty, hätten wir nicht prompt 800 Points und 194 MB an Speicher investiert, um für euch das Spiel zu testen. Nach unzähligen Alienverwandlungen und mehreren geleerten Chipstüten könnt ihr hier nun das Ergebnis unserer Testphase lesen. Unglaublich schlecht Wie eben schon angesprochen macht ihr euch als Junge von ungefähr zehn Lenzen auf, ein paar Bösewichten das Handwerk zu legen, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Zumindest wird das in der, nur durch einen Textblock präsentierten, Introsequenz deutlich. Dort führen zwei mächtig böse Wesen eine unglaublich dumme Diskussion der Marke: „Du willst die Welt vernichten?“ „Joa, genau das hab ich vor“ Kurze Blende und unser Held erscheint auf dem Bildschirm. Hinter ihm ein Mädchen, vermutlich eine Bekannte. Ihr bekommt darüber Auskunft, dass Kevin verschwunden ist und euch nur zwei Alienformen zur Verfügung stehen. Kurz darauf steht ihr eurem ersten Feind gegenüber und müsst ihm in Aliengestalt eins über braten. Was jetzt hier vielleicht total zusammenhanglos klingt ist es leider auch in Wirklichkeit. Wer mit der Zeichentrickserie Ben 10 nichts anfangen kann, versteht überhaupt nichts von der Story des Spiels. Kenner der Serie werden zwar von den Charakteren wissen, allerdings bleibt die Hintergrundgeschichte selten dämlich und die Dialoge bleiben unterirdisch. Unglaublich stupide Aber es kommt ja schließlich auf die Spielmechanik an. Ben 10 The Rise of Hex ist ein klassisches 2D-Jump ‚N‘ Run. Soll heißen, dass ihr von links nach rechts über den Bildschirm hüpft und zwischendurch Bösewichten ordentlich die Fresse poliert. Die Levels unterscheiden sich sowohl optisch als auch spielerisch leider nur sehr marginal. Neben vielen Sprungeinlagen und Leitern, die es zu erklimmen gilt, stehen alle zwei Meter dieselben Gegner herum. Umso trauriger, dass ihr die feindlichen Blechbüchsen zumeist mit simplem Buttonsmashing aus den rostigen Latschen hauen könnt. Besonders störend am Leveldesign sind aber die unzähligen Schalterrätsel. Ständig müsst ihr Hebel in einer bestimmten Reihenfolge umlegen und dann auf dem Weg zum nächsten Schaltknüppel meist wieder andauernd springen. Spaß und Abwechslung funktionieren echt anders. Unglaublich, Abwechslung Der einzige Lichtblick in Sachen Abwechslung sind die verschiedenen Alienformen in die sich Ben verwandeln kann. Jedes Vieh hat eine spezielle Fähigkeit, die ihr euch zu nutzen machen könnt. Diese Aktionen verbrauchen allerdings Aktionspunkte und sind daher nicht unbegrenzt einsetzbar. Allerdings lassen sich in den Abschnitten viele Items finden, die eure Anzeige wieder aufladen. Die speziellen Fähigkeiten eurer Freunde aus dem All sind eigentlich gar nicht so übel gelungen, allerdings müsst ihr auch mit diesen zumeist Schalterrätsel lösen. So kann ein Pflanzenmann beispielsweise Wurzeln sprießen lassen, aber die Blitzfunktion eines Denkkäfers wird bloß dazu verwendet Schaltpulte wieder zum Laufen zu bringen. Selbst der riesige Kraftprotz kann lediglich Kisten anheben, die ihr – na was wohl – auf Bodenplatten platzieren müsst. Aufgrund dieser ständigen Wiederholungen verkommt das an sich ordentliche Jump ‚N‘ Run schnell zur öden Rentnertour. Sollte euch der zähe Einzelspieler mit seinen 15 Levels nicht genügen, könnt ihr euch auch noch im Kampf-Modus versuchen. Dort gelangt ihr in eine begrenzte Stage, in der ihr solange Gegnerwellen umkloppen müsst, bis ihr ins virtuelle Gras beißt. Zumindest gibt es hier keine Rätsel, aber dank besserer Alternativen wie Rocket Knight oder Splosion Man müsst ihr euch Ben 10 The Rise of Hex nun wirklich nicht antun. Unglaublich simpel Die Bedienung des Spiels ist recht einfach ausgefallen. Kein Wunder, schließlich sollen vor allem Kinder, die Fan der Serie sind, diesen Titel erwerben. Wie üblich könnt ihr euren 10jährigen Milchbubi-Helden mit dem linken Stick durch die Spielwelt bewegen. Ein Druck auf X lässt den Jungen die Faust schwingen bzw. einen seiner Alienfreunde einen Hieb austeilen. Die B-Taste ist für Attacken auf Entfernung zuständig, die dann auch Aktionspunkte verbrauchen. Mit der Y-Taste aktiviert ihr die Spezialfähigkeit eures Monsters, was wichtig ist um die unendlichen Schalterrätsel zu lösen. Besonders hervorzuheben ist natürlich auch die rechte Schultertaste, schließlich ruft ihr damit das Menü aus, in dem ihr euch zwischen den zehn verschiedenen galaktischen Verwandlungsformen entscheiden könnt. Die Steuerung ist zwar einfach zu erlernen, hat dafür aber ein anderes großes Manko. Sie ist verdammt ungenau. Oftmals enden eure Sprünge nicht auf der anvisierten Plattform, sondern in dem Stromfeld darunter. Dann werdet ihr an einen der schlecht platzierten Checkpoints zurückgeworfen und dürft alle bisherigen Schalter erneut umlegen Unglaublich hässlich Grafisch bietet das Spiel eine Mischung aus 2D und 3D. Die Levels, also insbesondere die Hintergründe und Umgebung, sind in schlichtem 2D gehalten. Lediglich euer Held und die Gegner sind dreidimensional. Allerdings fällt dies kaum auf und macht das gesamte Erscheinungsbild des Spiels nicht besser. Der Titel ist optisch einfach schon lange veraltet. Besonders die Zeilenverschiebung fällt extrem stark auf. Schade, denn auch hier zeigen Beispiele wie Rocket Knight, dass es deutlich besser geht. Kurios sind auch die Größenverhältnisse im Spiel. So kann der schmächtige Ben locker das Anderthalbfache seiner Körpergröße springen und die häufigen Leitern haben bis zu 170 Sprossen, die ihr locker erklimmen könnt. Unglaublich mies klingend Der Sound von Ben 10 The Rise of Hex ist ehrlich gesagt unter aller Kanone. Sämtliche Effekte wie Schläge und Gegnerrufe klingen lahm und wiegen euer Soundsystem in den Schlaf. Die Hintergrundmusik wiederholt sich andauernd und wird euch spätestens nach fünf Minuten so sehr nerven, dass ihr euch entweder wünscht taub zu sein, oder einfach das Spiel nicht gekauft zu haben. Denn Ben 10 The Rise of Hex ist wirklich kein gutes Spiel. Nach kürzester Zeit langweilig, anspruchslos, mit einer verdammt wirren Story, unglaublich dümmlichen Dialogen und einem das Trommelfell verätzenden Soundtrack. Fazit Dass Ben 10 The Rise of Hex ein Spiel für Kinder sein soll, entschuldigt noch lange nicht die miese Qualität des Titels. Auch wenn jüngere Spieler vielleicht weniger anspruchsvoll sind, werden auch sie mit diesem Stück verhunzter Software nicht glücklich. Die Story ist selbst für Fans von Ben 10 nur schwer zu ertragen, alle anderen Menschen bekommen bei der Hintergrundgeschichte nur große Augen. Schließlich macht dort alles überhaupt keinen Sinn und euch wird auch nichts erklärt, nicht einmal in einem zusätzlichen Menüpunkt. Wenn ihr auf die Start-Taste drückt um das Spiel zu unterbrechen wird euch übrigens gleich als zweiter Punkt nach „Spiel fortsetzen“ bestätigt, dass ihr die Vollversion schon erworben habt. Super, eine klasse Auskunft. Eigentlich ist dies schon ein gutes Beispiel dafür, dass die Entwickler mit Ben 10 The Rise of Hex nicht gerade ein Meisterwerk aus dem Hut gezaubert haben. Der Einzelspieler ist unglaublich öde und nervt durch seine vielen Schalterrätsel, großartig mehr hat das Spiel auch nicht zu bieten. Falls ihr Fan der Serie seid, solltet ihr euch lieber noch ein paar Folgen im Fernsehen angucken, andernfalls dieses Spiel einfach ignorieren. Denn ein Kauf lohnt sich wirklich in gar keinem Fall! „Unnützes Spiel, das wirr erzählt und spielerisch schwach ist!“ Pro:
Kontra:
Einzelspieler: 4.2 Mehrspieler: - Xbox Live: - Steuerung: 4.5 Grafik: 4.7 Sound: 2.6 Sprache: Keine Bildschirmtexte: Deutsch Zensur: nicht notwendig Spielzeit ca. in Stunden: + 7 Geeignet für: Kleine Kinder und Einsteiger Altersfreigabe: Keine Altersbeschränkung
Gesamtbewertung
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