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Deus Ex: Human Revolution

Autor: Jana Fischer - Plain old Jane
Streetdate: 26.08.2011
Gametyp: Rollenspiel
Entwickler: EIDOS
Publisher: Square Enix
Leser: 3859

Deus Ex – Human Revolution wurde am 23.08. veröffentlicht und stammt aus den fähigen Händen der Entwickler bei Square Enix. Einige eingeschweißte Deus Ex Fans haben sehr lange auf dieses Spiel gewartet und hoffen, dass es an die Erfolge der anderen beiden Teile anknüpft. Bereits zuvor habt ihr euch als JC Denton oder Alex D. rund um die ganze Welt in Gebäude eingeschlichen und versucht zwischen vielen Übeln das angenehmste auszuwählen oder die Verschwörungen hinter den Kulissen aufzudecken. Ihr habt herausgefunden wer ihr eigentlich seid und wollt nun wissen wie wirklich alles begann, denn Human Revolution spielt vor den anderen beiden Teilen und bietet somit einen Einblick in die Welt vor den Geschehnissen aus Deus Ex und Deus Ex: Invisible War.

Die Erwartungen waren groß und Square Enix hat viel versprochen. Ob sie ihre Versprechungen halten konnten erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Willkommen zurück

Die Welt von Deus Ex – Human Revolution ist gespalten zwischen zwei Philosophien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite stehen Wissenschaftler, als Mitarbeiter von Milliarden-Dollar-Unternehmen, deren Forschung den Menschen mittels technischer Verbesserungen auf die nächste Stufe der Evolution katapultieren sollen. Beine, die verloren wurden können vollständig ersetzt werden. Blinde können wieder sehen und selbst geistige Einschränkungen können mittels sogenannter Augmentierungen behoben werden. Plötzlich scheint absolut alles möglich zu sein und ein Forscherteam von Sarif Industries will sogar soweit gehen und diese Evolution der breiten Masse zur Verfügung stellen. Schattenseite der Medaille ist nur, dass die Empfänger der Verbesserungen regelmäßig ein Medikament zu sich nehmen müssen, damit die Augmentierungen nicht unter Schmerzen abgestoßen werden und der Patient zu Tode kommt.

Außerdem kann diese Technologie zu einer völlig neuen Art von Krieg führen. Verbesserte Soldaten und weiterentwickelte Maschinen stellen eine Gefahr für sich und ihre Umgebung dar.

Auf der anderen Seite stehen die Humanisten. Sie sind der festen Überzeugung diese künstliche Weiterentwicklung des Menschen wäre falsch, wider der Natur, und sollte auf keinen Fall befürwortet werden. Einige der Organisationen versuchen dies nicht nur in den Medien, sondern auf illegale Weise zu erreichen.

Adam Jensen, Sicherheitschef von Sarif Industries, und der Hauptcharakter des Spiels wird euch zu beginn nur langsam vorgestellt. Ihr startet, indem ihr euch eine Nachrichtensendung von Eliza Cassan anschaut, die den momentanen Wirbel um Sarifs Forscherin Megan Reed beschreibt.

Besagte Dame ist zu diesem Zeitpunkt mit euch im Büro und ihr erfahrt, dass ihr ihre sichere Reise nach Washington zur Vorstellungen der neusten Entdeckungen gewährleisten sollt. Ihr unternehmt einen kurzen Spaziergang durch das Gebäude, findet heraus womit Sarif Industries primär sein Geld verdient und verlasst Megan um ein wichtiges Gespräch mit eurem Boss, David Sarif, zu führen.

Dort angekommen kommt die Spannung zum ersten mal ins rollen. Ein Unfall in den Laboratorien, zu denen soeben auch Megan aufgebrochen war, lässt euch zu den Waffen greifen um die Geschehnisse zu untersuchen.

Während ihr euch vorsichtig durch die Korridore bewegt durchlauft ihr einige Tutorials, die euch die Steuerung und das allgemeine Spielverhalten näher bringen. Es kommt zu einigen Schießereien und der einen oder anderen Videosequenz. Ihr findet Megan und werdet von den Angreifern überwältigt. Ihr sterbt. Natürlich ist das keineswegs das Ende der Geschichte. Ihr werdet durch modernste Technologie zu einem Mitglied der höheren Evolutionsstufe gemacht, durch Augmentierungen verbessert und nach sechsmonatiger Pause sofort wieder in den Einsatz geschickt.

Was ist wirklich bei Sarif Industries vorgefallen? Wer waren die Angreifer? Was ist mit Megan und ihrem Team geschehen und wie entscheidet sich die Welt? Wird die Entwicklung zurückgefahren oder geht der technische Fortschritt in eine völlig neue Runde?

All das und noch viel mehr erfahrt in Deus Ex – Human Revolution. Spielern der vorherigen Teile können sich wieder auf schier unendliche Verschwörungstheorien und eine Reise rund um die Welt freuen könnt.

Ein Schritt nach dem anderen

Ihr werdet sehr langsam an das Geschehen herangeführt und baut erst nach und nach eure Fähigkeiten aus. Zuerst lauft ihr ein wenig herum, sprecht jemanden an, testet euer Blickfeld aus und erfahrt was im Moment für euch möglich ist. Ein recht eingeschränkter Blick in die momentanen Ereignisse sorgt dafür, dass ihr euch auf das wichtigste konzentrieren könnt und selbst eure Beziehung mit der schönen Megan Reed wird nur angeschnitten. Nachdem ihr von dem Feuer im Labor erfahren habt nimmt das Spiel sehr schnell fahrt auf. Ihr zieht das erste mal eure Waffe und könnt euch auf dem noch sehr eingeschränkten Gebiet bewegen. Erreicht ihr bestimmte Checkpoints werden euch Tutorials angeboten, die den Umgang mit Waffen oder der Bewegung erläutern. Ihr duckt euch, zielt aus einer versteckten Position, bewegt kleinere Kisten oder schleicht durch Lüftungsschächte

Nachdem ersten und nicht zufriedenstellenden Showdown, der zu eurem plötzlichen Tod führte, werdet ihr wieder zusammen geflickt und quasi sofort in den Einsatz geschickt.

Auf eurem Flug zum ersten Einsatzort, einer Fabrik die zu Sarif Industries gehört, dürft ihr euch dann zwischen Nah- und Fernwaffen entscheiden und müsst beschließen, ob ihr das Spiel tödlich oder nicht tödlich beschreiten wollt. Eure Entscheidung bildet sich anhand der Waffen ab, die ihr für diesen und alle folgenden Einsätze als Grundausstattung erhaltet. Obwohl ihr im Laufe des Spiels auf viele verschiedene Waffen Zugriff erhaltet, solltet ihr diese Wahl mit bedacht treffen.

Tödlich impliziert, dass ihr ein Standardgewehr oder einen Revolver erhaltet, während ihr bei der nicht tödlichen Variante mit einem Betäubungsgewehr oder einer Armbrust vorlieb nehmen müsst.

Von jetzt an verläuft das Spiel in relativ geregelten Bahnen und das Spannungsbarometer schwankt zwischen stark und eher gesittet. Ihr bewegt euch von Auftrag zu Auftrag und dabei auch noch von Stadt zu Stadt, ganz in alter Deus Ex Manier.

In den Ortschaften selbst könnt ihr euch sehr frei bewegen, auf Dächer klettern oder in Gebäude einsteigen. Es besteht die Möglichkeit verschiedene Apartments oder Lager zu hacken, wodurch ihr an zusätzliche Munition oder Credits gelangt. Obwohl die Schauplätze sehr stark variieren gewöhnt ihr euch doch recht schnell an das Prozedere. Die Spannung wird von einigen Informationen wieder angeheizt, es kommt zu Bosskämpfen und einigen hübsch gestalteten Videosequenzen, doch es ist nicht leicht sich in die Welt von Deus Ex – Human Reolution einzufinden. Zwar kommen einige persönliche Erfahrungen von Adam Jensen ans Tageslicht und ihr erfahrt mehr über sein Leben, doch es bleibt schwer sich mit ihm zu identifizieren.

Das ganze Spiel hindurch fragt ihr euch wer ihr eigentlich seid und als sich das Puzzle endlich zusammensetzt wird ein großer Spannungsbogen geschlossen, von dem ihr nicht einmal wirklich wusstet, das er da war.

Deus Ex arbeitet sehr viel mit unbewussten Emotionen und einer eher unterschwelligen Anspannung, die das Spiel auf ein ganz neues Level hebt. Ihr habt sehr lange das Gefühl einfach durch das Spiel zu laufen, bis ihr richtig realisiert, dass ihr darin versunken seid. Die Aufträge könnten interessanter gestaltet sein, aber trotzdem bildet Deus Ex am Ende ein großes Ganzes, das es sich zu erfahren lohnt.

Es ist kompliziert

Ebenso weitläufig wie die Welt von Deus Ex – Human Revolution ist auch die Steuerung.

Wenn ihr den linken Stick drückt, hockt ihr euch hin, was durchaus eine der wichtigsten Steuerungen des Spiels ist, da ihr euch in dieser Position am leisesten bewegt. Gehen könnt ihr ebenfalls mit dem linken Stick, während ihr euch mit dem rechten umschaut. Trotz der Tatsache das ihr größtenteils aus der Ich-Perspektive spielt ist es möglich viele Bereiche einzusehen. Nur, wenn ihr euch gegen einen Gegenstand oder eine Wand lehnt, ändert sich die Perspektive und ihr könnt euch weiterhin umsehen, obwohl Adam selbst versteckt ist. Dies bewerkstelligt ihr mit LT. Aus dieser Position heraus könnt ihr feuern, indem ihr nach oben oder nach vorne drückt und mit RT schießt.

Mitder Betätigung von RB werft ihr Granaten oder Mienen, wenn sie ausgerüstet sind. LB ermöglicht es euch kurze Strecken zu sprinten. Die Länge der dabei zurückgelegten Abschnitte kann später durch Augmentierungen erweitert werden.

Mit A springt ihr, was sowohl in geduckter, als auch sprintender oder stehender Manier möglich ist. Hin und wieder dient A auch zur Bestätigung bestimmter Prozederes, doch das ist nur selten der Fall, da X hauptsächlich zum Bestätigen, aufnehmen von Waffen, öffnen von Türen und so weiter verwendet wird. Der rechten Stick kann gedrückt werden, um beim Benutzen eines Präzisions- oder Betäubungsgewehrs zu zoomen. Y dient dem Wegstecken oder Ziehen der ausgerüsteten Waffen und wenn die Taste lange gedrückt wird könnt ihr auch die Waffen wechseln. Aber Vorsicht, umso mehr Waffen sich im vergleichsweise kleinen Inventar befinden, umso unübersichtlicher wird diese Auswahl.

Alles in allem ist dieser Teil der Steuerung recht kompliziert gestaltet und es dauert einige Zeit sich einzugewöhnen. Nehmt als Beispiel einen Schuss aus einem Präzisionsgewehr. Hierfür nehmt ihr hinter einer Wand Stellung und drückt LT, um euch dagegen zu lehnen. Dann bewegt ihr den linken Stick nach vorne um zu zielen, drückt den rechten Stick um zu zoomen und RT um schlussendlich abzudrücken. Das alles muss möglichst schnell geschehen um nicht von gegnerischen Kameras, Maschinen oder Soldaten entdeckt zu werden.

Die Back-Taste ist mit einem Menü belegt in dem ihr euch zwischen mehreren Reitern bewegen könnt. Ihr findet hier ein Missionsbuch mit den aktuellen Aufträgen, ein Inventar, in dem sich eure Waffen, Viren zum Hacken, Munition und andere kleine Spielereien wie Alkohol oder Proteinriegel befinden. Außerdem gibt es eine große Karte der Region, in der ihr auch zwischen Stockwerken hin- und herschalten könnt. Diese Karte kann manchmal ein Lebensretter sein, da es mit dem Radar im Spiel recht schwer ist sich in Richtung des Ziels zu orientieren.

Weiterhin gibt es einen Reiter indem ihr eure Augmentierungen verbessern könnt. Hier wird es euch ermöglicht Adam ein wenig zu individualisieren, ihn schneller laufen zu lassen oder seine Fähigkeiten so zu optimieren das er schwierigere Systeme hacken kann. Die Verbesserungen kauft ihr mit Praxispunkten, die ihr wiederum für erfüllte Missionen erhaltet, oder in einem Krankenhaus erwerben könnt.

Als letztes befindet sich in diesem Menü eine Ansammlung aller PDAs oder E-Mails, die ihr im Laufe des Spiels gelesen habt. Die in liebevoller Kleinarbeit zusammengestellten Texte bieten einen guten Einblick in die Welt von Deus Ex und enthalten manchmal nützliche Informationen, wie zum Beispiel Zugangsdaten. Auch hier ist aber Vorsicht geboten. Nur weil ihr eine E-Mail an einem Computer gelesen habt, heißt das nicht, dass das Spiel den Zugangscode gespeichert hat. Ihr müsst euch den Text noch einmal im besagten Menü ansehen, damit euch der Code beim dazugehörigen Schloss angezeigt wird.

Zuletzt gibt es noch die altbekannte Start-Taste. Auch hier verbirgt sich ein Menü, in dem ihr die Spieleinstellungen anpassen, speichern oder laden könnt. Zwar existiert eine automatische Speicherung, doch es lohnt sich trotzdem hin und wieder kein Risiko einzugehen und noch einmal selbst Hand anzulegen.

Habt ihr euch in die Steuerung einmal eingefunden gestaltet sich das Spiel angenehm flüssig. Abgesehen von einigen sehr schwierigen Bosskämpfen kommt ihr gut hindurch. Einige Abschnitte müssen sicherlich mehrmals versucht werden, aber das wird euch nicht schnell frustrieren. Es ist den Machern gut gelungen viele verschiedene Wege nach Rom, beziehungsweise ans derzeitige Ziel von Adam Jensen einzubauen. Ob durch Lüftungsschächte, unter, über oder neben den Gegnern entlang, oft gibt es unzählige Möglichkeiten einen Kampf zu umgehen. Wobei es natürlich auch möglich ist, sich einfach durch ganze Bereiche durchzuschießen.

Einige Konflikte können auch mit Gesprächen umgangen werden. Diese Konversationen können später noch einen Einfluss auf das Spiel haben und machen es umso wichtiger nicht immer mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern Entscheidungen abzuwägen. Zum Glück könnt ihr alles, was als Gesprächsauswahl zur Verfügung steht, vorab lesen und einschätzen, ob es wirklich das richtige ist.

Die multiplen Gesprächs- und Entscheidungsoptionen, ebenso wie die Wahl der Waffen und der schier unendlichen Wege um ein Ort zu finden, geben Deus Ex – Human Revolution einen hohen Wiederspielwert. Es lohnt sich in Erfahrung zu bringen, wie andere Augmentierungen das Spiel beeinflusst hätten, oder was passiert wäre, wenn ihr eine Geisel nicht gerettet hättet.

Eine gelungene Bildersprache

Die Grafik von Deus Ex – Human Revolution erfüllt die Erwartungen. Square Enix ist es gelungen die Atmosphäre der sehr vom Cyberpunk inspirierten Welt einzufangen und abzubilden. Kurze gelungene Videosequenzen bilden eine angenehme Abwechslung zu der sonstigen Spielgrafik, die sich jedoch nur sehr wenig von der Filmqualität unterscheidet. Einzelne Charaktere und Umgebungen wurden sehr gut ausgearbeitet und ihr bewegt euch problemlos in der Welt. Es gibt keine Fehltritte in eigentlich unspielbare Regionen oder ein abgehacktes Spielgefühl.Das einzig störende sind die hin und wieder trotz Installation recht langatmigen Ladesequenzen. Dies wird aber dadurch wieder ausgeglichen das sofort ein ganzes Gebiet geladen wird und nicht nur ein kleiner Abschnitt. Nach dem Laden könnt ihr euch also frei bewegen, Türen öffnen oder durch Lüftungsschächte kriechen ohne noch einmal lange warten zu müssen. Selbst das einloggen in Computer oder aufnehmen von Gegenständen läuft vollkommen flüssig.

Die deutsche Sprachausgabe kann zusätzlich auch noch als Untertitel mitgelesen werden, falls dies euch leichter fällt. Unterschiedliche Nebencharaktere sind mit passenden Stimmen ausgestattet und können daran gut unterschieden werden. Manchmal werdet ihr eine Person bereits mehrfach gehört haben bevor ihr dieser begegnet und sie wird euch trotzdem bekannt vorkommen. Schade ist jedoch, dass die Lippensynchronisation nicht immer gelungen ist und das Mimik und Gestik an einigen Stellen etwas überdreht wirken.

Manchmal werdet ihr außerdem auf eine stimmungsvolle Hintergrundmusik verzichten müssen. Oft wurde nur wert darauf gelegt typische Umgebungsgeräusche einzubauen, aber auf eine andere Soundausgabe zu verzichten. Glücklicherweise ist dies so subtil geschehen, dass ihr euch schnell daran gewöhnt und ihr den richtigen Beat auch nicht vermisst.

Deus Ex fährt erneut ohne Mehrspielermodi auf. Ihr müsst euch im Einzelkampf gegen die Verschwörungen der Zukunft auflehnen und könnt nicht auf die Hilfe eines fleißigen Gefährten hoffen. Dafür hat Square Enix bereits vor dem Release versprochen, dass es DLC‘s für das Spiel geben wird, die noch einmal ein paar weitere Ausflüge in die Welt von Deus Ex – Human Revolution ermöglichen.

Schier unendliche Möglichkeiten

Das Spiel wartet aber auch so schon mit einigen angenehmen Features auf. Zu erwähnen wären hier die vielfältigen Gesprächsoptionen und die damit verbundene Möglichkeit einige Konfrontationen komplett zu umgehen. Das hier sofort eingesehen werden kann was Jensen sagen wird ist eine schöne Absicherung, um wirklich das auszudrücken, was man beabsichtigt hatte. Außerdem können im Laufe des Spiels verschiedene Waffen gefunden werden, wie unter anderem ein Revolver, ein Präzisionsgewehr oder ein Raketenwerfer, die den Spielspaß recht abwechslungsreich gestalten.

Waffenverbesserungen, wie ein Laserzielvisier können ebenfalls gefunden, angebaut und verwendet werden. Leider lassen diese sich nicht wieder abmontieren und es wird wirklich unerfreulich, wenn die Waffe dann doch einmal Platz für eine neue machen muss.

Das Inventar, in dem all das verstaut werden sollte, ist nämlich eine echte Herausforderung, da hier auch noch Munition und andere kleinere Notwendigkeiten hinein müssen. Zum Glück könnt ihr eure Gegenstände auch fallen lassen und sie später an der selben Stelle wieder aufnehmen.

Dies sollte vor allem im eigenen Apartment in Detroit passieren, da ihr hierhin immer wieder zurückkehren könnt.

Die andere große Errungenschaft dieses Spiels ist, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt einen Ort zu finden oder zu betreten. Ob diese Variationen wahrgenommen werden können hängt davon ab ob Adam Jensen bereits mit den entsprechenden Augmentierungen ausgestattet ist. Mal gibt es ein Schloss zu hacken, eine Wand zu durchschlagen oder einfach die richtige Leiter auf das richtige Dach zu finden.

Schlussendlich lohnt es sich dadurch das Spiel einige male durchzuspielen und ihr könnt euch der Herausforderung stellen euch überhaupt nicht entdecken zu lassen oder niemanden außer den Bossgegnern zu töten.

Fazit

Kurz gesagt ist Deus Ex – Human Revolution ein gelungener Mix aus Mass Effect und Hitman, der durch eine große Entscheidungsvielfalt, eine ansehnliche Welt, schöne Bilder und eine interessante Geschichte begeistert. In einer stark technologiebasierten Zukunft werdet ihr in der Rolle von Adam Jensen zwischen zwei Fronten gesetzt. Zum einen gibt es da euren Auftraggeber Sarif Industries, der den nächsten Schritt der Evolution in der Form von Augmentierungen, die es ermöglichen zerstörte Gliedmaßen wieder herzustellen oder die geistigen Fähigkeiten des Patienten zu verbessern, für die ganze Bevölkerung erreichbar machen möchte. Und auf der anderen Seite stehen die Humanisten, eine Organisation, die der Meinung ist diese Form der Entwicklung wäre falsch und die Menschen müssten sich davon distanzieren. Tatsächlich haben Augmentierungen auch Schattenseiten. So müssen die Besitzer dieser Veränderungen zum Beispiel ihr Leben lang ein Medikament einnehmen, damit die Technik vom menschlichen Körper nicht abgestoßen wird.

Aus all diesem Chaos und in dieser Welt die vor einer grundlegenden Entscheidung steht, blickt ihr heraus, müsst euren eigenen Weg wählen und heraus finden, was hinter den Kulissen vor sich geht.

Kann an den Verschwörungstheorien, die sich langsam auftun, wirklich etwas dran sein? Grafisch lässt Deus Ex kaum wünsche offen und auch die Sprachausgabe ist wirklich gelungen. Obwohl die recht komplizierte Steuerung den Spielspaß kurzzeitig mindert könnt ihr euch auch daran gewöhnen, könnt schleichen oder eure Gegner im direkten Kampf konfrontieren. Dazu steht euch eine große Auswahl an Waffen zur Verfügung. Zusätzlich könnt ihr euch ebenfalls mittels Augmentierungen verbessern, euch in verschiedene Computersysteme oder private Haushalte hacken, ein paar Credits abstauben, oder euren Munitionsvorrat aufstocken. Die Welt von Deus Ex – Human Revolution ist groß. Ob in Shanghai oder Detroit, ihr könnt euch frei bewegen und euren eigenen Weg ans Ziel finden. Entdeckt die kleinen Feinheiten des Spiels, ebenso wie das große Ganze der vielseitigen Geschichte.

Ein Einzelkämpfer zwischen den Fronten kehrt in gelungener Manier zurück.“


Pro:
  • Sehr lange Spielzeit
  • Gelungene Grafik
  • Hoher Wiederspielwert
  • Tiefgreifende Geschichte
  • Gute Charakterentwicklung
  • Ausgeklügelte Spielwelt
  • Große Entscheidungsgewalt

Kontra:
  • Kein Mehrspielermodus
  • Sehr komplizierte Steuerung
  • Teilweise lange Ladezeiten
  • Anstrengende Bosskämpfe

Einzelspieler: 9.0
Mehrspieler: -
Xbox Live: -
Steuerung: 7.2
Grafik: 9.0
Sound: 8.4
Sprache: Deutsch
Bildschirmtexte: Deutsch
Zensur: unzensiert
Spielzeit ca. in Stunden: + 25
Geeignet für: Anfänger bis Profis
Altersfreigabe: Ab 18 Jahren

Gesamtbewertung
9.0


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