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Die Sims 3



Autor:Sandra Friedrichs - anormaldisaster
Streetdate: 28.10.2010
Spielgenre: Simulation
Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts
Hits:2505


Ja, wir haben es getan: Wir haben heute auf der Gamescom Hand an Die Sims 3 gelegt! Das ehemals exklusive PC Spiel erscheint schon am 28.Oktober für die Xbox 360 und wird laut den Entwicklern die Konsole revolutionieren. Nicht zuletzt wegen der Simscommunity, welche die kreativste und beste sein soll. Ganz schön hohe Ansprüche für ein Spiel, das die meisten von euch eher als „Casual Mist“ abstempeln.
Individualität ist angesagt
Ganz klassisch haben wir unser Simabenteur mit der Erstellung eines neuen Sim gestartet. Sofort viel uns die riesige Auswahl an Optionen auf. Wirklich alles dürfen wir verändern! Einen Punk mit schrägem Make-Up könnt ihr genauso gut erstellen wie eine konservative Vorstadtdame mit Dutt. Kleinigkeiten wie die Augengröße oder die Breite des Mundes lassen sich mit Reglern verstellen. Das geht kinderleicht und die Veränderungen sind nach jedem Schub erkennbar. Danach machten wir uns an die Haare und wählten eine Friseur sowie Haarfarbe aus. Möchtet ihr individueller sein, könnt ihr auch separat etwas ganz neues kreieren. Bunte Strähnchen, grüne Haare oder ähnliches, alles wählt ihr kinderleicht im Haar Editor aus.

Nach der Kopfpartie muss auch der Körper dran glauben. Wir schätzen, dass euch mindestens 100 verschiedene Kleidungsstücke zur Verfügung stehen. Trotzdem empfehlen wir euch, selbst welche zu kreieren, denn viele Klamotten sind sehr, sehr hässlich. Hawaiihemden oder riesige Blumenmuster wollen wir heutzutage nicht mehr sehen. Als Designer braucht ihr etwas mehr Geschick im Editor. Das ging uns selbst nicht leicht von der Hand. Doch mit etwas Übung könnt ihr bestimmt sehr schnell eigene schöne Kleidung erstellen.

Übrigens, facettenreich ist die Auswahl an Charaktereigenschaften. Fünf von wohl über 30 verschiedenen Eigenschaften könnt ihr euch für euren Sim aussuchen und einen kleptomatischen oder auch flirtwilligen Charakter erstellen.

Säulensteuerung
Danach haben wir unseren Sim eine neue Heimat geschenkt. Ihr könnt auf einer leicht Comic angehauchten Stadtkarte ein Haus auswählen, das euer Sim beziehen soll. Kurz danach könnt ihr das neue Heim betreten und mit Möbeln bestücken. Das geht auch ziemlich simpel: Mit dem Analogstick bewegt ihr das Objekt im Raum herum und platziert es anschließend mit dem A-Knopf. Der Möbeleditor, bei dem ihr Gegenstände gestalten könnt, sieht genauso aus wie der Kleidungseditor und funktioniert auch identisch.

Nachdem ihr euch kreativ ausgetobt habt, startet ihr den Ernst des Simslebens und die komplett überarbeitete Steuerung. Diese hat mit der PC Fassung nichts mehr zu tun. Ihr lenkt mit dem Analogstick eine Art grüne Säule. Steuert ihr diese über einen Gegenstand, mit dem ihr interagieren könnt, leuchtet dieser hell auf. Nun müsst ihr nur auf den A-Knopf drücken und schon öffnet sich ein separates Menü mit unterschiedlichen Auswahlmöglichkeiten. Auf eine Couch könnt ihr euch setzen oder ein Nickerchen machen, mit einem Spiegel euer Ebenbild bewundern oder auch die Zähne putzen. Interagiert ihr mit einem Sim, könnt ihr unterschiedliche Unterhaltungsmöglichkeiten wählen wie plaudern, flirten oder eine lustige Geschichte erzählen. Etwas nervig ist es jedoch, dass das Spiel während des Aktionsmenüs pausiert und euch so immer aus dem Spielgeschehen reißt.
Der Ernst des Lebens
Nachdem ihr euch mit der Steuerung vertraut gemacht habt, könnt ihr den Sim endlich leben lassen. Sucht euch einen Beruf aus, lernt neue Fähigkeiten und besucht die offene Spielwelt. Ihr könnt jedes Haus wie auch Shops anwählen und zu diesen reisen. Das funktioniert, wer hätte es gedacht, in einem übersichtlichen separaten Menü. Seid ihr an eurem Wunschort angekommen, könnt ihr mit Sims interagieren, neue Freund- und Liebschaften gewinnen, Karmakräfte wie Erdbeben einsetzen und dabei ganz nebenbei die Präsentation des Spiels betrachten.

Die Soundkulisse ist ohne Frage gelungen. Kleine Vögelchen schwitzern neben euch herum, Kinder lachen auf dem Spielplatz und von irgendwoher kommt ein Schrei eines wütenden Sims, der gerade geärgert wurde. Doch nicht ganz so schön ist die Optik. Sie ist auf keinen Fall hässlich, doch überaus gelungen ist sie auch nicht. Etwas verpixelt und teils sogar unscharfe Ränder konnten wir während unseres Spielens feststellen. Wir hoffen, dass sich bis zum Release daran noch etwas ändert.
Online als Schmankerl
Leider können wir noch nicht sagen, inwiefern euch eine „Onlinerevolution“ bevorsteht. Natürlich hat bisher niemand etwas online und der Community zur Verfügung gestellt. Doch wir können uns gut vorstellen, dass sich viele Spieler dank der einfachen, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftigen Editoren damit beschäftigen und etliche Inhalte online stellen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich überhaupt so viele das Spiel kaufen. Schließlich ist Die Sims 3 mit den Karmakräften schön und gut, aber wer die PC Version zu Hause stehen hat, wird sich bestimmt nicht noch das Konsolenspiel kaufen.

Wir waren skeptisch, wie Die Sims 3 auf der Konsole funktionieren soll. So ganz ohne Maus und Tastatur kann sich die Simulation doch bestimmt nicht spielen lassen, oder? Doch, das hat uns EA gehörig bewiesen. Zwar ist die Steuerung mittels Analogssticks und separaten Pop up Menüs noch etwas gewöhnungsbedürftig, doch Spaß macht sie auf jeden Fall! Wir hoffen, dass bis zum Release noch ein wenig an der pixeligen Optik geschraubt wird und unsere hohen Erwartungen an die online Anbindung nicht enttäuscht werden

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