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Duke Nukem Manhattan Project Autor:Tobias Greiser - HEADCRASH Streetdate: 23.06.2010 Gametyp: Ego-Shooter Entwickler: unbekannt Publisher: Microsoft Hits:3205 „Babes, Bomben, Ballerei – ich liebe diesen Job!” Dieser knackige Satz aus dem Mund des ultracoolen Duke Nukem beschreibt den Inhalt des Arcade-Spiels Duke Nukem Manhattan Project eigentlich bereits perfekt. Wir haben trotzdem 800 Microsoft Points in 247MB investiert und das Spiel für euch getestet. Denn auch dem Duke müssen wir natürlich auf die nikotingelben Zähne fühlen. Was euch im monsterverseuchten Manhattan alles erwartet, ob der Duke seinem guten Ruf gerecht werden kann und ob das Spiel an sich überhaupt Spaß macht, lest ihr jetzt in unserem großen Arcade-Test! Mutantenangriff Am Anfang des Spiels kommt erst einmal die größte Überraschung. Beim ballersüchtigen Duke hätten wir am allerwenigsten mit einer Hintergrundgeschichte gerechnet. Tatsächlich gibt es aber immerhin ein paar Storyflicken, die die verschiedenen Levels verknüpfen. Die Stadt New York wird von einer Horde Mutanten überrannt und anstatt wie der Rest der Bevölkerung die Beine in die Hand zu nehmen stellt sich der Duke der Bedrohung. Kein Wunder, was soll der coolste Held aller Zeiten auch sonst machen. Dabei verschlägt es ihn in die unterschiedlichsten Bereiche. Von Chinatown über die U-Bahn bis hin ins Weltall. Nach jedem Abschnitt und zugehörigem Bosskampf bekommt ihr eine kleine Einblendung angezeigt, in der in wenigen Worten die belanglose Geschichte weitererzählt wird. Aber eigentlich könnt ihr die Handlung auch komplett ignorieren, denn als Duke interessiert euch ja eh nur Mutanten-Geschnetzeltes. Massenvernichtung Bei Duke Nukem Manhattan Project handelt es sich um einen 2D-Shooter in 3D-Grafik. Ihr bewegt euch also von links nach rechts oder umgekehrt über den Bildschirm. An manchen Stellen darf der muskelbepackte Held auch in die Tiefe des Bildes latschen, um in neue Gebiete vorzudringen, danach habt ihr aber wiederum nur die Wahl zwischen links und rechts. In den Abschnitten lässt sich alles finden, was ihr in einem solchen Spiel vermuten würdet. Viele Sprungeinlagen, seien sie über Säureseen, fliegenden Platten oder auf Hochhäusern. Damit ihr dort aber nicht einfach munter herum hüpfen könnt, warten jede Menge feindliche Viecher darauf euch mit ein paar Prankenhieben zu zerfetzen. Das Gegnerdesign ist recht ausgefallen, allerdings warten überall die gleichen Mutanten auf euch, egal wo ihr euch in der Spielwelt befindet. Schweinesoldaten gehören noch zu den leichteren Gegnern, Kampfamazonen und Werwölfe machen es dem Helden mit der großen Klappe hingegen nicht so leicht. Um euch der Feinde zu entledigen, hat der Duke einige Argumentationsverstärker im Gepäck. Von der klassischen Pistole über das MG und eine Säurekanone bis hin zu Bazooka und Alienwumme ist alles mit am Start, mit dem ihr nur im entferntesten Schaden anrichten könnt. Sammelwut Aber Superhelden von Dukes Format sind natürlich mit Sprungpassagen und unzähligen Angreifern maßlos unterfordert. Deshalb könnt ihr in dem Spiel auch noch ganze 240 Atombomben (!) finden. Jedes Level besteht aus drei unterschiedlichen Abschnitten, in denen jeweils 10 Bomben gefunden werden können. Duke Nukem Manhattan Project macht es euch aber nicht leicht und versteckt einige der explosiven Päckchen an extrem unzugänglichen Stellen. Abgesehen von solchen Massenvernichtungswaffen sind die Straßen von Manhattan gut gefüllt. Überall liegt Munition herum und an Medipacks herrscht auch kein Mangel. Es ist stets ratsam sich ein wenig umzugucken, schließlich ist auch die Schlüsselkarte, ohne die keines der Levels beendet werden kann, jedes Mal wieder gut versteckt. Solltet ihr euch immer noch nicht genug gefordert fühlen, empfehlen wir euch mal den Schwierigkeitsgrad hochzuschrauben. Wo „Leicht“ gut für Anfänger geeignet ist und „Mittel“ ziemlich fordernd ist, beißt der Duke auf „Schwer“ schneller ins virtuelle Gras als er „DIEEE!!“ schreien kann. Perfektionisten können sich in den einzelnen Abschnitten auch noch auf die Suche nach drei an Bomben gekettete Schönheiten machen, die dem Duke mit dem Wackeln spezieller Körperregionen danken. Nach dem Abschluss eines Levels werden eure Aktionen gewertet und in eine Bestenliste hochgeladen, damit ihr dann mit Recht behaupten könnt, der coolste Superheld aller Zeiten zu sein. Handarbeit Die Steuerung des Spiels macht es euch leicht den Duke unter Kontrolle zu halten. Zwar gibt es kein Tutorial, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit wisst ihr was wann zu tun ist. Mit der A-Taste setzt das Muskelpaket zum Sprung an, ein erneuter Druck führt zum Doppelsprung. Die Y-Taste lässt Granaten durch die Gegend fliegen, zumindest solange ihr noch welche habt. Solltet ihr keine Munition mehr am Start haben, müsst ihr aber nicht verzweifeln. Dann verrichtet der Duke eben ein wenig Handarbeit und tritt seinen Gegnern mit Hilfe der linken Schultertaste das Leben aus dem mutierten Körper. Die rechte Schultertaste kommt ganz regulär als Abzug beim Ballern zum Einsatz. Staubschicht Die veraltete Grafik ist der größte Kritikpunkt an Duke Nukem Manhattan Project. Denn anstatt nur angestaubt zu sein, müsste von der Optik des Spiels eine zentimeterdicke Staubschicht gepustet werden. Selbst für einen preiswerten Arcade-Titel wirkt die Grafik an den meisten Stellen einfach nur altbacken und hässlich. Lediglich die ganz hübschen Explosionen sind ein wortwörtlicher Lichtblick. Mit ein bisschen Überarbeitung wäre hier optisch viel mehr möglich gewesen und das Spiel zum absoluten Pflichtkauf geworden. Traurig, denn die Grafik ist nun einmal schon ein entscheidender Faktor beim Spielkauf. Sprücheklopfer Im akustischen Bereich kaufen die Effekte der Musik klar den Schneid ab. Vom Hintergrundgedudel ist meistens nicht viel zu hören und selbst, wenn die Klänge an eure Ohren dringen, sind sie eher ordentliches Beiwerk als wirklich gute Untermalung. Die Soundeffekte hingegen lassen euren Fernseher beben. Von Explosionen über Waffengeräusche bis hin zum Rauschen eines Jet-Packs gibt es hier eine tolle Geräuschkulisse zu hören. Ein besonderes Highlight sind natürlich die kernigen englischen Sprüche des Dukes, wenn er unter anderem wie so häufig verlauten lässt: „Babes, Bomben, Ballerei – ich liebe diesen Job!” Fazit Der Duke ist wieder da und genauso knallig wie eh und je. Auch, wenn die technische Präsentation des Titels mit veralteter Optik und nur ordentlicher Hintergrundmusik enttäuschend ist, kann der Duke spielerisch überzeugen. Die Levels im monsterverseuchten Manhattan sind riesig und das Erkunden der Areale macht großen Spaß. Überall gibt es etwas zu entdecken und die vielen versteckten Gegenstände sorgen für Langzeitmotivation. Ein einzelner Durchgang nimmt schon viele Stunden in Anspruch, da ist der Preis von 800 Microsoft Points recht fair gewählt. Zudem gibt es noch je zwei Spielerbilder und Avatar-Auszeichnungen mit dazu. Wenn ihr die optischen Mängel verschmerzen könnt und Lust auf eine spaßige Runde Ballern habt, können wir euch Duke Nukem Manhattan Project nur wärmstens empfehlen. „Technisch veraltet, spielerisch aber sehr unterhaltsam und umfangreich“ Pro:
Kontra:
Einzelspieler: 8.2 Mehrspieler: - Xbox Live: - Steuerung: 8.0 Grafik: 6.8 Sound: 7.0 Sprache: Englisch Bildschirmtexte: Deutsch Zensur: unzensiert Spielzeit ca. in Stunden: + 10 Geeignet für: Anfänger bis Profis Altersfreigabe: Ab 18 Jahren
Gesamtbewertung
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