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F1 2010

Autor: Daniel Flege - Quentara
Streetdate: 23.09.2010
Gametyp: Rennspiel
Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Leser: 4370

Ihr mögt den Geruch von verbranntem Gummi? Durch eure Adern pumpt nichts anderes als Benzin? Dann hatte die Xbox 360 bislang zahlreiche Titel für euch auf Lager, um euer Motorenherz höher schlagen zu lassen. Nur eines ließ jeden Rennsportbegeisterten neidisch zur Konsolenkonkurrenz hinüber schielen: die Königsklasse im Motorsport, die Formel 1, war aufgrund eines Exklusivvertrages an die Kollegen von Sony gebunden. 2010 enden dank Codemasters die Jahre der Abstinenz, sodass ihr nun endlich auf der Microsoft'schen Wunderkiste mit Vettel, Schumacher, Hamilton und vielen anderen Fahrern in den Kampf um die FIA Weltmeisterschaft ziehen könnt. Ob sich das Warten tatsächlich gelohnt hat, oder außer Lizenzen nichts gewesen ist, lest ihr in unserem Testbericht. Neuling in der Formel 1
Euer Herzklopfen hört ihr in eurem Kopf nachhallen. Der Geruch von Benzin ist allgegenwärtig. In den Minuten vor dem Start versucht ihr, die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Ihr seid in der Eliteklasse angekommen, als Neuling. Nach guter Qualifikationsleistung in den Medien gefragt, von den Fans genau beobachtet, konzentriert ihr euch auf euer erstes Rennen. Eine nach der anderen leuchten die Startampeln vor euch rot auf. Ihr zwingt euch nicht zu blinzeln, um den entscheidenden Moment nicht zu verpassen, in dem das Licht erlischt. Motoren heulen auf. Aus! Mit quietschenden Reifen jagt ihr euer Gefährt in die erste Kurve. Eure Verfolger gehen hart in die Reifen. Erleichtert und in Führung atmet ihr tief durch. Dann Perlen Wassertropfen auf euer Visier. Es beginnt zu regnen...
Mitten drin, statt nur dabei
So spannend, unberechenbar und nervenaufreibend kann der Alltag in der Formel 1 aussehen. Codemasters hat es sich für das erste F1 Spiel der Xbox 360 auf die Fahne geschrieben, euch mitten in den Motorsportzirkus zu versetzen. Ihr selbst beginnt als Rennneuling, der bei einem der kleineren Teams erste Erfahrungen sammeln möchte. Bevor ihr die Chance erhaltet, auf der Piste euer Können unter Beweis zu stellen, gilt es zunächst eine eigens einberufene Pressekonferenz zu überstehen. Eine gut aussehende Reporterin bittet euch, den versammelten Medien euren Namen und eure Ziele für die kommende Karriere zu präsentieren. Habt ihr das Glück einen der vielen Vornamen zu haben, die im Spiel vertont wurden, so dürft ihr euch darüber freuen in Zukunft persönlich von der Presse angesprochen zu werden. Die von euch gegebenen Antworten wirken sich entscheidend auf das Gameplay aus. Antwortet ihr auf die Frage, was ihr in der Formel 1 erreichen wollt mit "Ich will Herausforderungen gegen die besten Fahrer der Welt bestehen", passt das Spiel den Schwierigkeitsgrad auf "Schwer" an. Gebt ihr euch mit einem "Dabei sein und Erfahrungen sammeln" zufrieden, startet ihr in der leichtesten Stufe.

Habt ihr das kleine Frage-Antwort-Spiel hinter euch gebracht, dürft ihr euch zum Einstieg für eines der kleineren Formel 1 Teams entscheiden. Je nach Design eures Rennstalls gestaltet sich auch das Fahrerlager, welches euch als eine Art interaktives Hauptmenü dient. In der Ego-Perspektive bewegt ihr euch außerhalb des Rennstalls, um Einzelspiele, Xbox LIVE Modi oder die Optionen aufzurufen. Eure Karriere treibt ihr innerhalb eures eigenen Wohntrucks voran. Dort wartet bereits eure Agentin auf euch, die euch wertvolle Informationen über euren Vertrag, euren Status im Team, so wie die anderen Rennställe in der Formel 1 Welt liefert. In der mobilen Kommandozentrale lässt sich auch euer Helmdesign anpassen. Möchtet ihr einen Blick auf das aktuelle Klassement werfen, lohnt sich ein Blick auf den sich im Raum befindenden Flachbildfernseher, der euch sowohl den Stand in der Fahrer-, als auch in der Konstrukteurs-WM anzeigt.

Nachdem ihr euch ausführlich mit dem Fahrerlager vertraut gemacht, die Augen bezüglich eures ersten Gehalts gerieben und eurem Teamkollegen neidisch beim Interview zugeschaut habt, ist es nun an der Zeit selbst wieder im Rampenlicht zu stehen. Das erste Rennen der Saison beginnt.
Schraube, schraube, Wagen baue
Zur Verfügung stehen alle 19 Strecken der aktuellen Formel 1 Saison. Los geht es in Bahrain, wo ihr euch vor Beginn des Rennwochenendes für die Länge der Sessions, die Rundenanzahl und den Schwierigkeitsgrad entscheiden müsst. Ein kurzes Wochenende umfasst eine einstündige Trainingseinheit, 20 Minuten Qualifying und dem Rennen. Im langen Wochenende geht es über die kompletten drei Trainingssessions und das komplette Qualifying samt Rennen. Los geht’s mit dem Training am Freitag, dass ihr in eurem Auto sitzend in der Box beginnt. Von dort habt ihr Zugriff auf einen Infobildschirm, der euch mit Neuigkeiten zur Wetterlage und Wissenswertem zum aktuellen Kurs versorgt. Zudem lassen sich aktuelle Zwischenstände im Klassement, so wie die jeweiligen Rundenzeiten der einzelnen Fahrer abrufen. Hier erfahrt ihr auch direkt auf einen Blick, in welchen Sektoren der Strecke ihr gut bzw. schlecht unterwegs seid und wie eure Zeiten im Vergleich zu den anderen Fahrern aussehen. Aus diesen Statistiken lassen sich für euch wertvolle Schlüsse für das Setup eures Wagens ziehen. Wenn ihr in Sektor 1 und 2 die schnellste Runde hinlegt, am Ende aber nur sechster seid, so solltet ihr den Wagen an die Gegebenheiten des dritten Sektors anpassen, um dort ebenfalls eine gute Zeit hinzulegen.

Die Mechanik eures Wagens lässt sich ebenfalls über den Bordmonitor regeln und lässt Hobby-Mechanikern keine Wünsche offen. Ob von der Aerodynamik, über die Bremsverteilung und die Balance, bis hin zu Reifenstand und Getriebe kann alles von euch angepasst werden. Wer weniger Ahnung von der Mechanik und den Wechselwirkungen der Änderungen hat, dem stehen Schnell-Setups zur Verfügung, die ihr bei eurem Mechaniker in Auftrag geben könnt. Alle Einstellungen wirken sich spürbar auf das Fahrverhalten aus. Mittlere Setups sorgen für durchschnittliche Geschwindigkeit auf der Geraden und ordentliches Kurvenverhalten. Wenn ihr auf einer Strecke mit einem Großteil an Hochgeschwindigkeitspassagen unterwegs seid, solltet ihr ein Setup für trockene Kurse bevorzugen. Dies bietet Spitzenzeiten auf den Geraden, lässt den Wagen in den Kurven aber um einiges unruhiger werden, was sich durch eine wackelige Kameraführung, instabiles Fahrverhalten und eine Vibration des Controllers zeigt.

Mit dem linken Analogstick dürft ihr eure Sicht im Auto frei bestimmen und so vom Bordbildschirm nach rechts auf euren Chefschrauber schwenken. Dieser Herr im Rennanzug wird euch neben einigen Tipps auch das Renngeschehen während der Fahrt durchgeben. Zusätzlich gibt er euch von Rennen zu Rennen kleinere Zusatzaufgaben auf, mit denen ihr Upgrades für euer Auto freischalten könnt. Schafft ihr es beispielsweise in einer Trainingssession eine bestimmte Rundenzeit zu unterbieten, kann euer Team das Auto so verbessern, dass das Ausbrechen des Wagens in Kurven um 10% verringert wird.

Zusätzlich spornt euch euer Renningenieur im teaminternen Duell mit eurem Kollegen an. Schaut ihr vom Bordbildschirm nach links, könnt ihr euch über den Stand im Kampf um die Nummer Eins im Team weiter informieren. Gewertet wird, wer die meisten Qualifyings für sich entschieden, zahlreiche WM Punkte geholt oder eine bessere Endplatzierung erreicht hat. Für jede gewonnene Kategorie gibt es einen Punkt. Wer zur Mitte der Saison die meisten Punkte hat, der ist der neue Teamleader und darf sich über Verbesserungen am Auto und eine bevorzugte Behandlung freuen. Ihr solltet euch also mächtig ins Zeug legen und dem Kollegen schleunigst den Reifenqualm ins Gesicht pusten. Das Teamduell fesselt von der ersten Minute und sorgt für zusätzliche Motivation. Ihr werdet feststellen, wie bei jeder internen Niederlage und jedem Überholmanöver gegen den Kollegen der Puls nach oben geht. Doppelte Freud oder doppeltes Leid, ihr entscheidet.

Nach der Wahl der richtigen Reifen, je nachdem ob ihr auf trockener oder nasser Strecke unterwegs seid, geht es endlich raus auf die Piste. Mit dem linken Analogstick steuert ihr den Wagen über die Strecke. Die rechte Schultertasse dient als Gaspedal, mit LT tretet ihr auf die Bremse. Ein Druck auf Y leitet einen Boxenstopp ein, die dazugehörige Geschwindigkeitsbegrenzung lässt sich durch B aktivieren. Wer in den Optionen die manuelle Schaltung aktiviert, kann mit der X-Tase einen Gang hinauf und mit A einen Gang herunterschalten. Der rechte Bumper wechselt die Kameraperspektive.

Die Vehikel liegen gut auf der Strecke und steuern sich hervorragend durch die Kurven. Allerdings zeigen sich die vorhandenen Schwierigkeitsgrade nicht sehr ausgewogen. Die einfachste Stufe ist für Neulinge im Rennzirkus zwar gut geeignet, um erste Erfolgserlebnisse zu feiern. Der Sprung auf den mittleren Schwierigkeitsgrad fällt dann allerdings etwas zu heftig aus. Die Kontrahenten fahren schnellere Zeiten. Um die zu unterbieten, müsst ihr mit mehr Risiko fahren, was euch gerade in den Kurven häufiger aus der Bahn werfen wird. Solltet ihr vor diesem Problem stehen, könnt ihr die Schwierigkeit manuell anpassen. In den Optionen lassen sich die einzelnen Fahrhilfen, so wie der Realismus von Schäden und Reifenabnutzung leicht anpassen, um die optimale Balance zu eurem Fahrstil zu finden. Aufpassen solltet ihr auf eure KI-Gegner. Diese legen eine übertrieben aggressive Fahrweise an den Tag und sorgen dafür, dass ihr bei vollem Schadensmodell regelmäßig an die Box fahren dürft. Nicht selten kommt es vor, dass ihr vor einer scharfen Kurve stark bremst und der Hintermann euch ohne Kompromisse in das Heck rauscht oder, obwohl ihr auf der Innenbahn seid, trotzdem noch hinüber zieht und euch von der Strecke schießt. Sollte dies der Fall sein, habt ihr jederzeit die Möglichkeit mithilfe der Sofortwiederholung die letzten Sekunden zurückzuspulen und einen Zeitsprung vor den Zeitpunkt des Unfalls auszuführen. Diese kleinen Helferlein stehen euch je nach Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger oft zur Verfügung, müssen aber nicht zwingend eingesetzt werden.
Rennzirkus in all seiner Pracht
Noch nie sah ein Rennspiel auf der Xbox 360 so gut aus wie F1 2010. Die Rennstrecken wurden detailgetreu nachgebildet und in all ihrer architektonischen Pracht in das Spiel integriert. Gerade die neueren Kurse, wie etwa Singapur, werden euch durch die riesigen Gebäude und gigantischen Tribünen am Wegesrand bei der ein oder anderen Durchfahrt ein staunendes "Wow!" entlocken. Die Fans auf den Plätzen schwenken die Landesfahnen ihrer Favoriten und rollen sogar Blockflaggen des Grand Prix Landes aus. Dass die Pisten in einigen Segmenten recht trist daherkommen, hat meist mit der spärlichen Bebauung des Originals zu tun und kann den Entwicklern kaum angelastet werden.

In der Boxengasse herrscht reges Treiben. Sowohl während der Rennen, als auch zwischen den jeweilige. Phasen wird an Autos geschraubt, die richtigen Reifen werden durch die Gegend gerollt und die Mechaniker diskutieren heftig über die zuletzt erhobenen Telemetriedaten. Alles wirkt lebendig, eure Kollegen sind hervorragend animiert und verkommen in keinem Moment zu Statisten. Nach einiger Zeit wird sich bei euch das Gefühl einstellen, dass die Form dieser Herren tatsächlich über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, sodass ein Teamgefühl entsteht.

Alle Autos wurden detailgetreu nachgebildet und mit den aktuellen Texturen ausgestattet. Diese sind im kompletten Spiel stets scharf und kommen nie schwammig oder pixelig daher. Zudem verspricht Codemasters euch ein dynamisches Wettersystem, dass seines gleichen sucht. Ihr werdet nicht enttäuscht. Bei klarem Wetter strahlt die Sonne nur so aus dem blauen und wolkenlosen Himmel herab. Die Reflexionen auf dem Asphalt sind hervorragend umgesetzt, ebenso wie die Blendeffekte, die auffallend, aber nicht störend eingesetzt werden. Regengüsse kündigen sich durch aufziehende Wolken am Horizont an, welche sich stetig verfinstern. Bei hoher Regenwahrscheinlichkeit kann es euch also passieren, dass ihr unter trockenen Bedingungen unterwegs seid, auf die Zielgerade einbiegt und auf eine graue Wand zuhaltet. Gerade in den hohen Schwierigkeitsgraden könnt ihr in solchen Momenten hören, wie euch das Herz in die Hose rutscht. Beginnt es zu regnen ist es zwar schlecht für euer Herz, sieht aber wenigstens für die Augen gut aus. Tropfen perlen auf euer Visier, eure Reifen wirbeln Gischt auf und die Umgebung spiegelt sich im Rot eurer Bremslichter auf dem Asphalt.

Die Soundeffekte der Boliden wurden ordentlich umgesetzt und entsprechen dem, was man aus Fernsehübertragungen gewohnt ist. Satt röhren die Motoren vor dem Start. Sie heulen auf, wenn ihr die Drehzahl zu hoch treibt oder stottern, wenn ihr in die Eisen steigt. Fahrt ihr an den Tribünen vorbei, vernehmt ihr den im Lärm beinah untergehenden Jubel der Fans. In der Box knarzen Akkuschrauber und quietschen festgezogene Muttern. Bei der Hintergrundmusik hat man sich bei für die dezente Pop-Variante entschieden. Diese reiht sich gut in die Geräuschkulisse ein, ohne aufdringlich zu wirken.
Was macht ihr dieses Wochenende? Singapur!
Mit einem Feld von 24 Fahrern ist die Fornel 1 geradezu prädestiniert für packende Multiplayer-Rennen via Systemlink und Xbox LIVE. Allein oder mit Freuden könnt ihr euch in bestehende Partien einklinken oder eigene erstellen. Das Spiel bietet euch vorab die Möglichkeit eure Freunde einzeln oder zu einer Party einzuladen, damit diese mit euch auch im gleichen Rennen unterwegs sind.

Euch stehen verschiedene Modi zur Verfügung, die jedes Zeitbudget bestens bedienen. Eilige Spieler wählen das schnelle Spiel und drehen drei Runden auf einer zufällig gewählten Strecke. Heiße Duelle auf Zeit gibt es im Qualifying-Modus, in dem ihr 30 Minuten Zeit habt, um die schnellste Runde zu drehen. Zusätzlich lässt sich ein Rennen über 20% bis 100% der Rundenzeit auswählen. Hartgesottene Piloten unter euch wählen das Grand Prix Wochenende, in den ihr zunächst per Qualifikationssession die Startplätze und im Rennen dann den Sieger ermittelt. Freie Startplätze in allen Modi werden mit anderen Xbox LIVE Spielern rund um den Erdball aufgefüllt. Bei Bedarf lassen sich basisdemokratisch vor der Partie einige Rundkurse ausschließen. Dies gilt ebenso für allzu kommunikative oder aggressive Mitspieler. Wem das Stummschalten der Mitspieler nicht reicht, der kann deren Ausschluss per Knopfdruck zur Abstimmung freigeben.

Insgesamt macht der Multiplayer-Part eine sehr gute Figur. In unserer Testphase liefen alle Rennen flüssig ab und waren meist spannend bis zum Schluss. Rambos wurden direkt disqualifiziert, es ging jedoch größtenteils fair zu. Die Teams werden euch zwar per Zufall zugelost, unterscheiden sich in den Stärken aus unserer Erfahrung heraus nicht. Wer auf packende Action gegen menschliche Widersacher mit reichlich PS unter der Haube steht, der wird an diesem Multiplayer-Modus seine helle Freude haben.
"Wir haben keine Angst vor Gespenstern"
Habt ihr von den Fahrkünsten eueres Alter Ego die Nase voll und wollt lieber in die Haut von Vettel, Hamilton oder Alonso schlüpfen? Dann sind die zusätzlichen Möglichkeiten „Grand Prix“ und „Zeitfahren“ euer Ding. Im Grand Prix streift ihr euch abseits der eigenen Karriere den Rennanzug jedes beliebigen Formel 1 Fahrers über und geht mit frei wählbarer Rundenzahl auf den von euch ausgesuchten F1 Strecken an den Start. Ob ihr alle Rundkurse, nur einen einzigen oder einfach ein paar durcheinander auswählt, ist euch überlassen. Im Zeitfahren tretet ihr, wie der Name sagt, auf einer von euch erwählten Strecke gegen die Uhr an. Optional lässt sich zur eigenen Motivation eure eigene Zeit, die eines Freundes, oder die Top-Zeit der Bestenliste als Ghostcar hinzu schalten. Somit lässt sich ebenfalls herausfinden, was die Konkurrenz in manchen Passagen besser macht als ihr. Die Ladebildschirme solltet ihr aufmerksam studieren. Dort werden eure aktuellen Ziele und nützliche Tipps und Tricks angezeigt, deren Beherzigung die entscheidenden Zehntel bringen kann.
Fazit
Darauf haben die Motorsportfans unter euch lange warten müssen, nun ist es endlich da: das erste Formel 1 für die Xbox 360. Codemasters erfüllt die zu Recht hohen Erwartungen vollkommen und bietet euch eine Atmosphäre und ein Zugehörigkeitsgefühl, wie man es selten in einem Rennspiel erlebt hat. Ihr baut eine motivierende Beziehung zu Auto und Team auf und entwickelt einen gesunden Ehrgeiz gegen euren Teamkollegen, der sowohl in gehässigen Jubel, als auch in Enttäuschung münden kann. Für die nötige Atmosphäre ist also gesorgt, der Spaß auf der Strecke kommt natürlich nicht zu kurz. Sowohl das Fahrverhalten, als auch die Umsetzung der Kurse sind hervorragen gelungen und fordern Einsteiger wie Profis gleichermaßen. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einem fordernden und spannend gestalteten Multiplayer Modus, der euch die Faszination Formel 1 mit 23 anderen menschlichen Kontrahenten erleben lässt. Kurz gesagt, ein Pflichtkauf für alle Motorsportler und solche, die es werden wollen.

„Topstart von der Pole Position! Formel 1 2010 überzeugt auf ganzer Ideallinie“

Pro:
  • Voll lizensiertes Formel 1 Spiel mit allen Teams, Fahrern und Strecken
  • Motivierender Teamduell Modus
  • Renningenieur führt Einsteiger heran und fordert Profis heraus
  • Gutes und realistisches Handling der Wagen
  • Pressekonferenzen und Fahrerlager geben euch ein Mitten-Drin-Gefühl
  • Multiplayer sorgt für spannende Rennsessions mit Freunden

Kontra:
  • Schritt vom Schwierigkeitsgrad “Einfach” zu “Mittel” zu groß
  • Aggressive KI-Gegner schießen euch gerne von der Strecke
  • Fragen in Interviews wiederholen sich recht schnell

Einzelspieler: 9.1
Mehrspieler: 9.3
Xbox Live: 9.2
Steuerung: 9.3
Grafik: 9.1
Sound: 8.8
Sprache: Deutsch
Bildschirmtexte: Deutsch
Zensur: nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden: + 20
Geeignet für: Anfänger bis Profis
Altersfreigabe: Keine Altersbeschränkung

Gesamtbewertung
9.2


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