News|Streetdates|Reviews|Previews
» Previews

Fable III



Autor:Sandra Friedrichs - anormaldisaster
Streetdate: 29.10.2010
Spielgenre: Rollenspiel
Entwickler: Lionhead Studios
Publisher: Microsoft Game Studios
Hits:2419


Es ist so eine Sache mit Peter Molyneux. Er holt euch die Sterne vom Himmel, macht euch heiß auf sein Spiel und dann wird sein Werk veröffentlicht. Ihr merkt, dass er euch etwas vorgemacht hat, und regt euch auf. Nie wieder wollt ihr auf ihn hören, nie wieder auf ihn hereinfallen. Doch es kommt, wie es kommen muss. Peter stellt ein neues Spiel vor und ihr seid wieder Feuer und Flamme. Ob sich das bei Fable III auch wirklich lohnt, haben wir für euch auf der Gamescom hinterfragt und können euch beruhigen. Die Liebe wird anhalten.
Revolution
Wie ihr bereits durch unsere erste Preview erfahren habt, ist die Geschichte von Fable III in zwei Akte unterteilt. Im ersten Part seid ihr ein Rebell, der den König Logan vom Thron stoßen will, im zweiten seid ihr selbst der König und regiert die Welt. Doch fangen wir am Anfang an. Ihr seid das Kind des Helden aus Fable II und versucht mit zarten acht Jahren Gefolgsleute zu sammeln, um den tyrannischen König zu stürzen. Dafür erfüllt ihr personenbezogene Quests, die bislang nicht weiter erläutert wurden. Ihr kämpft gegen Soldaten, die von eurem Aufstand erfahren haben, und gebt anderen Versprechen ab, wie ihr eure Herrschaft nach der Revolution führt. Je mehr Gefolgsleute ihr bekommt, desto stärker werden euer Einfluss sowie eure Stärke.

Das Sammeln von Kumpanen ist überaus wichtig, da es im dritten Fable Spiel keine Erfahrungspunkte und kein traditionelles Auflevelsystem mehr gibt. Habt ihr eine bestimmte Menge Menschen für euch gewonnen, steigt ihr eine Stufe hoch und werdet automatisch stärker. Darüber hinaus sucht ihr mit jedem Level aus, welches Gameplayelement ihr festigen wollt. Ihr könnt das Spiel in eine Simulation verwandeln, eine höhere Kampfstärke gewinnen oder euren Charakter in einen mächtigen Zauberer verwandeln. Doch ihr müsst euch von Anfang an klar sein, was ihr wollt. Ein Zurück gibt es nicht mehr. So wird verhindert, dass euer Charakter ein Allroundtalent und die Kämpfe kinderleicht werden. Zu einfach kann das Spiel also nie sein, wodurch eine Schwäche aus dem zweiten Teil ausgemerzt ist.
Vom Rebell zum König
Habt ihr genug Truppen und Erfahrung gesammelt, könnt ihr Logan von seinem Thron stürzen und ihn selbst besteigen. Mit dieser Tat beginnt der zweite Akt des Spiels. Als König fällt ihr wichtige Entscheidungen über die Zukunft eures Reiches Albion. Einstige Versprechungen, die ihr als Rebell anderen gemacht habt, könnt ihr einhalten oder auch nicht. Sklaverei verbieten, Kriminelle jagen oder Steuern erhöhen; ihr entscheidet alles und verändert so die Welt nach eurem Geschmack.
 
Leider ist noch nicht viel vom zweiten Akt bekannt. Es gibt keine Informationen, inwiefern ihr diesen Part steuert, wie sich eure Entscheidungen auswirken oder ob es ein offenes Ende gibt und ob ihr vielleicht sogar bis in alle Ewigkeit König sein könnt. Wir erwarten nicht, dass bis zum Release des Games neue Details verraten werden. Also müsst ihr warten und hoffen, dass ihr auch als König viel Abwechslung und Spaß geboten bekommt.
Kämpfer sind gefragt
Abwechslungsreich ist aber nicht nur die Geschichte, sondern auch die Kämpfe haben es in sich. Viele unterschiedliche Gegnertypen kreuzen euren Weg in Fable III und machen euch das Leben schwer. Diese bekämpft ihr meistens auf eure ganz eigene Art und Weise. Manche von euch drücken ohne Unterlass die X-Taste und attackieren die Feinde mit reinem Button Mashing. Andere halten die Distanz und benutzen lieber Pfeil und Bogen. Andere wiederum gehen defensiver in die Schlacht und legen mehr Wert aufs Blocken und Kontern. Diese Liste lässt sich noch weit ausführen. Das zeigt euch, wie viele verschiedene Spielertypen es gibt. Und wie genial ist nun Peters Idee, dass sich euer Charakter sowie eure Waffe stets nach eurem ganz eigenen Kampfstil verändern? Individueller könnt ihr Kämpfe gar nicht mehr ausfechten!

Das heißt, dass ein Spieler, der sich lieber auf seine Offensive verlässt, ein Schwert erhält, das dünn und messerscharf wird und mehr Schaden verursachen kann. Darüber hinaus wird euer Recke durch die körperliche Anstrengung viel stärker und baut Muskeln auf. Defensive Spieler hingegen erhalten eine breite Klinge, die feindliche Angriffe besser abblockt und sich ideal zum Kontern eignet. So wird jeder Spielertyp ideal gefördert und es gibt kein falsches oder richtiges Kämpfen mehr. Egal wie ihr in die Schlacht geht, euren Stil könnt ihr stets behalten und müsst euch dem Spiel nie unterwerfen. Eine große Freiheit wartet dort auf euch!

Wenn ihr übrigens Lust habt, eure einzigartigen Waffen zu tauschen, steht dem nichts im Wege. Per Xbox LIVE könnt ihr eure individuellen Kampfgeräte euren Freunden zur Verfügung stellen und neue erhalten. Schließlich wäre es interessant zu erfahren, wer ein blutiges Schwert trägt. Das heißt nämlich, dass er unschuldige Menschen tötet und einen bösen Helden hat. Ob das etwas über seinen Charakter aussagt?
Pausen-Butler
Aber genug von Kämpfen und bösen Charakteren, hin zum Pausenmenü. Falls ihr jetzt verwirrt seid, können wir das gut verstehen. Was hat bitte schön ein Pausenmenü in einer Vorschau zu suchen? Ganz einfach, Fable III besitzt ein einzigartiges. Eines, was wir euch unbedingt vorstellen müssen und euch mit Sicherheit beeindrucken wird.

Drückt ihr nämlich die Pausetaste, findet ihr euch in einer großen Halle wieder. Ein Butler, der in der englischen Version von John Cleese gesprochen wird, begrüßt euch. Er verneigt sich höflich und deutet auf die vielen Türen hinter ihn. Diese Türen führen zu entsprechenden Räumen wie der Waffenkammer, in denen ihr eure Waffen begutachten könnt, oder dem Rüstungsraum, wo ihr euch neu einkleiden dürft. Außerdem steht euch eine Karte Albions zur Verfügung, die leider in der Präsentation nicht weiter behandelt wurde. Wir können uns vorstellen, dass diese wichtig wird, wenn ihr König seid. Dort könnten Konflikte, eure beliebten Viertel oder geplante Aufstände angezeigt werden. Viel Liebe wurde in dieses Pausenmenü gesteckt und das auch nicht ohne Grund. Schließlich werdet ihr viel Zeit im Menü verbringen, damit ihr die neusten Waffen ausprobieren oder eure eigene Optik aufpolieren könnt.
Fummelei in einer wunderschönen Kulisse
Als wäre ein persönlicher Butler nicht schon das Highlight des Spiels, gesellt sich noch ein weiteres tolles Feature hinzu: das Touchsystem. Denn nun könnt ihr jeden Bewohner Albions berühren. Eine bloße Umarmung, ein Klopfen auf die Schulter, ein Schlag ins Gesicht oder mit dem virtuellen Liebespartner Händchen haltend durch die Straßen laufen - alles ist möglich und soll euch noch weiter ins Spielgeschehen locken. Diese realistische Umsetzung funktionierte in der gezeigten Demo perfekt und ließ uns noch tiefer ins Game eintauchen. Beispielsweise haben wir ein weinendes Kind in einer Straßenecke gefunden, das dort zusammengerollt lag und wimmerte. Wir haben es mit aufmunternden Worten und einer innigen Umarmung beruhigt. Selbst wir haben in diesem Moment mit dem Kind gelitten und konnten unsere Trauer kaum zurückhalten. Durch so ein simples Feature werden große Emotionen geweckt und kann dadurch bestimmt viel Lob einheimsen.

Doch was wäre das Touchsystem ohne eine passende Atmosphäre? Die Gefühle, die dadurch erzeugt werden, würden durch eine schlechte Grafik und Soundkulisse zunichte gemacht. Doch so ist es Gott sei Dank nicht. Die Optik wurde gehörig aufpoliert und eine farbenfrohe Kulisse mit etlichen Details erwartet euch in Fable III. Die Städte sind lebhaft, viele kleine Kinder laufen durch die Straßen und hinterlassen Dreck. Das Armenviertel ist darüber hinaus viel schmutziger und sieht elender aus wie der reiche Stadtteil, wo die Menschen schicke Kostüme tragen und beeindruckende Gemäuer besitzen. Darüber hinaus erwarten euch in den wunderschönen Wäldern etliche neue Gegner, die nur darauf warten, euch anzugreifen. Die beeindruckende Soundkulisse wird zu jedem Setting passend abgespielt und sorgt dafür, dass ihr kurz nach dem Spielbeginn sofort ins Geschehen tauchen könnt. Zusammengefasst: Die Atmosphäre ist einfach fantastisch.

Wir waren von Fable II etwas enttäuscht, weil Peter Molyneux einfach viel zu viel versprochen hat, das er nicht einhalten konnte. Doch bei dem dritten Teil sind wir wieder optimistisch. Die meisten Ideen konnte er tatsächlich ins Spiel bringen und hat uns auf der Gamescom gezeigt, dass es auch funktioniert. Wir finden die Idee klasse, dass unser Charakter nicht aufgelevelt werden muss, um stärker zu werden. Er verändert sich durch die Menge an Gefolgsleuten sowie den Kampfstil, so dass sich das Game jedem Spielertypen individuell anpasst. Seid ihr ein Button Masher und drückt nur die Angriffstaste, wird nicht nur euer Charakter ein Muskelpaket, sondern eure Waffe verwandelt sich ebenso. Eure Schneide wird dünner und schärfer, wodurch ihr mehr Schaden austeilen könnt. Doch es gibt wie Peter richtig feststellt unzählige Spielertypen, die eine andere Art zu kämpfen haben. Dadurch kann sich jede Waffe beliebig verwandeln und individuell werden. Ebenso überzeugt uns die neue Touchoption, mit der wir Bewohner und Liebespartner endlich innig berühren können. Händchen haltend durch die Stadt zu gehen oder ein vereinsamtes Kind drücken, das ist Emotion pur!

Verwandte Rollenspiel Spiele

Nach Oben|News|Reviews|Previews
www.XBOXDYNASTY.de