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Fighters Uncaged



Autor:Sandra Friedrichs - anormaldisaster
Streetdate: 10.11.2010
Spielgenre: Kampfspiel
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Leser: 2362


In der Videospielwelt ist alles möglich. Menschen töten, mit Drogen dealen oder Häuser in die Luft jagen. Alles ist illegal, aber in Spielen kein Problem. Genauso sieht es bei Straßenkämpfen aus. Ein paar Köpfe raufen sich zusammen und prügeln sich so lange, bis einer umfällt. In der realen Welt ist das verboten, doch in der virtuellen keineswegs. Fast alle Beat'em'ups sind auf dem illegalen Prinzip aufgebaut und machen viel Laune. Fighters Uncaged reiht sich in dieses Genre mit ein und möchte mittels der Kinectanbindung ein breites Publikum ansprechen. Dank der Präsentation und des Anspielens auf der Gamescom konnten wir uns ein genaues und wirklich positives Bild vom Game machen. Wiedersehen mit dem Joker
Fighters Uncaged ist ein Beat'em'up, das ihr mit eurem Körper steuert. Vorbei ist es mit nerviger Knopf- und Kombination-Auswendiglernerei. Ihr könnt euch einfach so ins Vergnügen werfen und euch die Kampfbewegungen in einem Tutorialmodus aneignen. Die Bewegungen stammen dabei von den bekannten Kampfsportarten wie (Kick-)Boxen oder auch Tai ab und werden realistisch auf dem Bildschirm wiedergegeben. Zur Steuerung gehen wir später noch genauer ein. Im Spiel erwarten euch zwölf unterschiedliche Kämpfer, die allesamt eine spezielle Kampftechnik sowie Aussehen haben. Unser Liebling war ein Gothic-Typ, der in einem Sakko gegen uns gekämpft hat. Mit viel Schminke, schlappsigen Bemerkungen und schnellen Bewegungen wollte er uns aus der Ruhe bringen. Doch das gelang ihm überhaupt nicht und wir gaben ihm gleich eins auf die Nase.

Doch auch die Umgebungen im Spiel sind sehr facettenreich. 21 unterschiedliche Hintergründe werden euch mit viel Liebe zum Detail präsentiert. Beispielsweise steht ihr im Tutorial noch in einer Trainingshalle und kleine Bänke und Hocker sind in der Umgebung zu erkennen. Ein Kampf jedoch findet in einer kleinen Gasse statt. Diese ist dreckig, mit Müll bedeckt und ganz entfernt seht ihr Autos vorbeifahren. Eine wunderbare Präsentation für ein so komplexes Beat'em'up.Bewegt eure Schenkel
Schön und gut, die Technik hört sich schon einmal gelungen an. Wir wollten uns aber selber einmal vom Spielpotenzial überzeugen und haben selbst ein paar Runden gekämpft. Schnell war uns klar, dass bloßes Zuschlagen ohne Technik nicht weiterhilft, da euer Feind viel zu stark und intelligent dafür ist, um damit besiegt werden zu können. Deswegen führten wir gezielte Schläge in den Brust- sowie Kopfbereich aus oder traten dem Feind mit einem beherzten Tritt in die Magengrube. Insgesamt stehen euch 70 Kampfbewegungen zur Verfügung, die ihr mit ein paar Kampfschreien oder blitzschnellen Bewegungen ausführt. So bleibt das Gefecht stets spannend und abwechslungsreich.

Außerdem passt sich euer Gegner sich euch an. Heißt, wenn ihr eine Runde sehr gut abgeschnitten habt und euren Widersacher in den 90 vorgegebenen Sekunden schon in zehn auf die Matte befördern konntet, wird er in dem nächsten Kampf stärker sein. Das wird für euch dann stets eine Herausforderung und ein kleiner Ansporn sein, jeden Gegner in Rekordzeit zu besiegen. Diese wird dann auf einer weltweiten Rangliste hochgeladen, die euren Triumph zeigt. Leider bleibt dieses das einzige Feature eines Mehrspielermodus, denn gegeneinander kämpfen könnt ihr im Spiel leider nicht. Offline können wir das ganz gut nachvollziehen, denn sonst würdet ihr euch beim Kampf womöglich gegeneinander verletzen. Aber Gefechte via Xbox LIVE wären wirklich super gewesen. Hoffen wir mal, dass die Entwickler diesen Modus eventuell nachreichen. Freuen würden wir uns darüber! Fighters Uncaged funktioniert tadellos und macht sehr viel Spaß. Wir haben uns ein paar Runden durch virtuelle Arenen gekämpft und Angriffe mit jedem Körperteil ausgeführt. Irgendwann hatten wir den Dreh raus und haben realistische Attacken ausgeführt. Wir bekamen das Gefühl, richtig im Spiel drin zu sein und vor uns einen Gegner zu haben. Zwar bietet das Videospiel wenige Charaktere und dank des fehlenden Mehrspielermodus eventuell wenig Abwechslung, doch durch die gelungenen Kämpfe und das tolle Spielerlebnis könnte das wieder wettgemacht werden. Deshalb sollte sich jeder, der sich Kinect zulegen möchte, den Titel vormerken.

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