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Final Fantasy XIII


Autor: - xd270
Streetdate: 09.03.2010
Gametyp: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
Hits:3005

Chocobos, Esper und eine episch inszenierte Geschichte. Nur drei  der vielen Markenzeichen der Final Fantasy-Reihe, die Millionen von Rollenspielfans seit Jahren kennen und lieben. Mit Final Fantasy XIII erscheint die weltberühmte Reihe erstmals auch auf der Xbox 360 Konsole von Microsoft. Die Erwartungen an den Titel sind also dementsprechend hoch. Neben facettenreichen Charakteren, unglaublichen Zwischensequenzen und spannenden Kämpfen, erwarten aber nicht nur Fans und Neulinge gleichermaßen eine unterhaltsame und tiefgreifende Geschichte, die sie für viele Stunden vor dem Controller fesseln soll.

Weniger Freiheiten, dafür mehr Story. So lautet das Motto in Final Fantasy XIII. Ob dieser Weg für ein Rollenspiel der Richtige war oder die Zahl 13 Unglück bringt, beantworten wir euch in unserem ausführlichen Testbericht.
Gefahr aus der Unterwelt
Ein erfülltes und sorgenfreies Leben. Zwei einfache Wünsche, nach denen auch die Bewohner der Stadt Cocoon streben. Die schwebende Stadt, die von einem übernatürlichen Wesen, einem fal’Cie, erbaut wurde, soll den Menschen dank fortschrittlicher Technologie ein sicheres und komfortables Leben bieten. Auf Cocoon sorgen daher noch weitere fal’Cie für die Menschen. So ist ein Schmetterlings ähnlicher fal’Cie für die Nahrungsmittelproduktion zuständig. Doch unterhalb der am Himmel schwebenden Stadt befindet sich mit der Welt Pulse ein Ort voller Monster und Gefahren. Die Bewohner Cocoon‘s fürchten sich vor dieser Unterwelt so sehr, das alle Menschen, die auch nur mit dieser „verseuchten“ Welt in Kontakt geraten, ins Exil auf Pulse geschickt werden.

Doch unter den mächtigen Wesen herrschte nicht immer Einstimmigkeit und so Leben einige von ihnen auf Pulse. Als in Cocoon’s Küstenstadt Bodhum schließlich ein Pulse-fal’Cie entdeckt wird, werden sämtliche Bewohner deportiert. Hier begegnet ihr mit Lightning und Sazh auch den ersten beiden Charakteren aus Final Fantasy XIII, die das gleiche Schicksal ereilt wie den Menschen in Bodhum und nun in die Unterwelt verbannt werden sollen.

Dies ist der Beginn einer komplexen und spannenden Geschichte, in denen die Fäden von sechs Charakteren auf schicksalhafte Weise verbunden werden.
Vielschichtige Charaktere
Im Laufe der Geschichte von Final Fantasy XIII begegnet ihr mit Lightning, Snow, Vanille, Sazh, Hope und Fang sechs Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Mittelpunkt der Handlung steht jedoch Lightning, Seargeant der Schutzgarde von Bodhum, die sich auf die Suche nach ihrer Schwester Serah begibt. In den insgesamt 13 Kapiteln des japanischen Rollenspiels durchläuft jede Figur eine spürbare Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. So ist der Teenager Hope Estheim anfangs schüchtern und zeigt seine Furcht deutlich vor Auseinandersetzungen und Kämpfen. Mit der Zeit wächst aber sein Mut, nicht zuletzt durch die vor ihm liegenden Aufgaben und der zahlreichen Gespräche mit der Gruppe. So lernt er seine Furcht zu kontrollieren und zu beherrschen. Von starken Persönlichkeiten wie Lightning, über den heldenhaften Snow, bis hin zur naiven und gleichzeitig leichtfüßigen Vanillie, besteht die Gruppe aus vielschichtigen Charakteren.
Das Kampfsystem
Ein großer Bestandteil in Final Fantasy XIII besteht aus Kampfhandlungen, die mit dem sogenannten Active Time Battle-System (ATB) bestritten werden. Im Kampf steuert ihr immer nur einen einzigen Charakter selbst, alle anderen agieren nach einer von euch zugewiesenen Rolle eigenständig. Seid zu Beginn aber nicht gleich enttäuscht, falls ihr nicht sofort euren Favoriten in die Schlacht schicken könnt. Durch den Verlauf der Geschichte werdet ihr noch die Gelegenheit haben jeden Charakter selbst aktiv zu steuern.

Im ATB-System stehen zu Beginn 3 Balken für Aktionen bereit. Diese sind als Platzhalter anzusehen, die mit Fertigkeiten bestückt werden. Links unten auf dem Bildschirm könnt ihr mit dem linken Stick im Kampfmenü die verfügbaren Fertigkeiten aufrufen. Lightning stehen erst mal nur ein Angriff sowie der Rundumschlag zur Verfügung. Die Attacke benötigt einen, der Rundumschlag sogar zwei der 3 verfügbaren Balken. Wählt ihr den Angriff aus und bestätigt dies mit der A-Taste, wird der erste Platzhalter mit dem Angriff gefüllt. Ihr könnt nun die restlichen Balken entweder mit zwei weiteren Angriffen oder mit einem Rundumschlag füllen. Nachdem alle Balken einer Aktion zugewiesen sind, werden diese automatisch von der Spielfigur ausgeführt. Danach müssen sich die Balken wieder aufladen. In der Zwischenzeit dürft ihr die Platzhalter erneut mit Fertigkeiten belegen. Über die Y-Taste könnt ihr dann bequem die bis dahin neugeladenen Aktionen sofort ausführen. Steht ein Gegner kurz vor dem Tod, könnt ihr ebenfalls einschreiten. Dies ist besonders wichtig, da ihr am Ende einer jeden Kampfhandlung eine Abschluss-Statistik erhaltet, in der ihr bis zu fünf Sterne bekommt, die jedoch von der benötigten Zeit abhängig ist.

Da sämtliche Kämpfe in Echtzeit ablaufen, solltet ihr euch nicht allzu viel Zeit mit euren Aktionen lassen. Um der geringen Hektik entgegenzuwirken, befindet sich im Kampfmenü der Punkt „Attacke“ (oder auch „Geplänkel“, je nach Einstellung), bei dem das System die effektivsten Fertigkeiten für den anvisierten Gegner berechnet. Mit einem Druck auf die A-Taste und einen weiteren Druck, um den Gegner zu bestätigen, wird der Angriff ebenfalls automatisch ausgeführt. Gerade Neulinge, die sich mit dem ATB-System, das aus anderen Final Fantasy Spielen in ähnlicher Form bekannt ist, nicht auskennen, findet sich mit dieser Methode eine gute Einstiegsmöglichkeit wieder. So kann sich jeder mit dem Kampfsystem vertraut machen. Im weiteren Spielverlauf sorgt diese Kampftaktik aber nur noch für monotones Tastendrücken. Gerade, wenn ihr schwache Monster bekämpft wird es schnell langweilig. Immer wieder stellt ihr euch die Frage, warum ihr die Balken selbst mit Fertigkeiten bestücken sollt, wenn ihr mit zwei Klicks denselben Effekt erzielt?

Das ATB-System hat aber noch mehr zu bieten. Erbeutete oder in Shops eingekaufte Gegenstände wie Gegengift und Heiltränke lassen sich bequem über den entsprechenden Menüpunkt anwählen. Diese benötigen keine Balken und werden sofort ausgeführt, wodurch keine Hektik in brenzligen Situationen entsteht.

Insgesamt ist das ATB-System recht einfach in der Benutzung und selbst für Einsteiger schnell zu beherrschen. So umständlich wie sich das Steuerungssystem vielleicht anhören mag, ist aber grundsätzlich nicht. Leider verkommt das System an manchen Stellen zur Monotonie. Viele Gegner sind nicht mehr Aufwand wert, als zweimal auf die A-Taste zu drücken. Dass dies schnell langweilt, kann sich jeder vorstellen.
Paradigmen und Charakterentwicklung
Eine taktisch wichtige Komponente, die zu Beginn vielleicht etwas kompliziert erscheint, sind die Paradigmen und dessen Rollen. Im Grunde genommen verbirgt sich dahinter nichts anderes als eine Schablone, die einem Charakter der Gruppe eine bestimmte Rolle zuweist die typischen Rollenspiel-Klassen wie Heiler, Magier und Krieger ähnlich sind. Brecher sind vergleichbar mit Kriegern. Sie sind auf physische Angriffe spezialisiert und erzielen den größten Schaden. Verheerer setzen, nachdem die elementaren Schwächen des Gegners aufgedeckt wurden, magische Attacken wie Feuer, Eis oder Wind ein. Über die Y-Taste erreicht ihr das Menü, in dem ihr bis zu sechs Paradigmen für die Gruppe erstellen könnt. Wer sich am Anfang des Spiels nicht explizit damit auseinandersetzen möchte, kann automatisch offensive, defensive und ausgeglichene Paradigmen vom System erstellen lassen. Später werdet ihr jedoch die Paradigmen öfter über den linken Bumper benutzen und selbst wechseln müssen. Sehr hilfreich sind daher die ausführlichen Einträge im Datenlog, das euch detaillierte Informationen zu Paradigmen und vielen weiteren Themen des Spiels liefert.

Final Fantasy XIII verzichtet auf traditionelle Levelaufstiege und Erfahrungspunkte, in denen Attribute wie Stärke, Ausdauer und Magie durch Vergabe von Punkten erhöht werden. Wer jetzt aber denkt, dass er die Charaktere nicht nach Wunsch weiterentwickeln darf, liegt falsch. Die Rollen wie Brecher oder Verheerer aus den Paradigmen können theoretisch im Kristarium bis auf einer Stufe von 10 ausgebaut werden. Das Kristarium ist eine dreidimensionale Umgebung, in denen Attribute durch Linien verbunden sind. Um von einem Punkt zum anderen zu gelangen, müssen Kristallpunkte investiert werden, die jeder Charakter im Kampf verdient. Ihr könnt praktisch selbst entscheiden, wer welche Rolle übernehmen soll und gebt dementsprechend Punkte aus.

Weitere Anpassungsmöglichkeiten der Charaktere werden durch Modifizierungen der Waffen und Accessoires erzielt. Mit Wildleder, Zündkerzen, Miefsekret und vielen weiteren Komponenten können Waffen und Zubehör aufgewertet und stärker gemacht werden. Leider zeigt das Inventar nicht an, welche Komponente welche Auswirkung hat. Da befinden sich ein Haufen Scharfkrallen, Engelsherzen und ähnlichen Dinge im Inventar, doch wie ihr sie am besten einsetzt, offenbart euch nicht mal die Beschreibung am oberen Bildschirmrand. Da heißt es nur experimentieren oder das offizielle Lösungsbuchs von Piggyback kaufen, das euch detaillierte Antworten darauf gibt.
Kein typisches Rollenspiel
Die Final Fantasy Reihe ist bekannt für seine groß inszenierte Storys, vielschichtigen Charakteren und einer hohen Spieldauer. All dies trifft auch auf den 13. Teil der Serie zu. Doch unterscheidet sich der Spielablauf von anderen typischen Rollenspielen. Der Verlauf ist extrem linear, die Levels lassen keine Abstecher zu und ihr findet keine weiteren Nebencharaktere mit denen ihr einen Plausch abhalten oder die euch Nebenmissionen geben könnten. Erst im 11. Kapitel und einer ungefähren Spielzeit von 25 Stunden lockern sich die spielerischen Fesseln. Einerseits werdet ihr dadurch nicht von der Story abgelenkt und könnt euch komplett in die Handlungen der einzelnen Charaktere vertiefen. Anderseits wird so manchem von euch die Freiheit fehlen andere Gebiete zu bereisen oder optionale Missionen zu bestreiten. An dieser Stelle muss jeder von euch selbst entscheiden, ob ihm diese Art von Struktur in einem Rollenspiel zusagt oder nicht. Am Anfang ist diese etwas gewöhnungsbedürftig, doch im weiteren Verlauf freut ihr euch auf die vielen Sequenzen, die euch Stück für Stück der Geschichte näher bringen.

Langeweile kommt in den ersten Spielstunden ganz sicher nicht auf. Neben den cineastisch in Szene gesetzten Rendersequenzen, die als Träger der Story fungieren, werdet ihr durch mehrere Tutorials Schrittweise in das Final Fantasy Kampfsystem eingeführt und wappnet euch so für die späteren harten Boss kämpfe. Gerade bei großen Kampfhandlungen entfällt das routinierte Drücken der automatischen Angriffsfunktion. Hier müssen zuerst Schwächen des Feindes aufgedeckt werden, um sie gezielt in einen Schockzustand zu versetzen. Attacken in diesem Zustand richten weitaus mehr Schaden an. Darüber hinaus sind Kämpfe nicht zwingend notwendig. Während in vielen japanischen Rollenspielen Zufallskämpfe beim erkunden der Areale entstehen, seht ihr die Monster in Final Fantasy XIII zu jeder Zeit. Habt ihr also keine Lust die Standardmonster zu verkloppen, umgeht ihr sie einfach. Diese Möglichkeit lockert das Geschehen ungemein auf.

Für noch mehr Action auf dem Bildschirm kommen als zusätzliche Unterstützung die Esper ins Spiel. Auf diese mächtigen Wesen trefft ihr automatisch im Verlauf der Handlung. Damit sie aber auch für euch kämpfen, müssen sie zuvor bezwungen werden. Jeder Charakter im Spiel kann dabei seinen ganz eigenen individuellen Esper besitzen. So begegnet Snow recht früh im Spiel den Shiva-Schwestern. Den Kampf auf normalem Weg zu führen, bringt bei den Wesen aber nicht den gewünschten Erfolg. Im Fall der Schwestern müsst ihr auf das Paradigma des Verteidigers wechseln und einen Schutz aufbauen, wenn ihr angegriffen werdet. Dadurch füllt sich eine weitere Anzeige, bei dessen Maximum ihr den Esper unterwerfen könnt. Fortan kann Snow die Schwestern herbeirufen und sich von ihnen wie ein Gruppenmitglied unterstützen lassen. Hier unterstützen die beiden Snow in den Rollen eines Schaden verursachenden Brechers und Heilers. Im sogenannten Metamorph-Modus transformieren sich die Esper außerdem noch in Fortbewegungsmittel. Die beiden Damen verwandeln sich für Snow in ein schnittiges Motorrad, mit dem ihr durch weitere Fertigkeiten für viel Schaden sorgt. Die Fertigkeit Stachelschlitter lässt Snow in die feindliche Gruppe reinrutschen und verursacht damit physischen Schaden. Diese Verwandlungen wurden grafisch spektakulär in Szene gesetzt, erinnern aber stark an die Transformers Filme und wirken deshalb fehl am Platz.
Fantasie kennt keine Grenzen
Square Enix nimmt euch in Final Fantasy XIII an die Hand und führt euch durch eine faszinierende Spielwelt. Mit dem Auenwald von Sunleth betretet ihr ein wunderschönes Natur-Areal das mit saftig grünen Wiesen, fantasievollen Monstern und einem Panoramablick mit hohen Felsformationen begeistert. Bei diesem Anblick wollt ihr gerne einfach mal inne halten und euch den Sonnenschein auf den Pelz brennen lassen. Aber auch optisch bedrohliche Ortschaften sind im Spiel zu finden. So gleicht das Brückland dem Inneren eines düsteren Raumhafens. Kühle Farben, endlos lange Brücken an denen futuristische Schiffe vorbeirauschen und schwebende Einrichtungen prägen die Umgebung. Abwechslungsreiche und beeindruckende Levels werden euch also auch in Final Fantasy XIII geboten.

Die Grafik im Spiel ist atemberaubend schön geworden und zeigt, wie schön HD-Optik qualitativ doch sein kann. So präsentieren sich scharfe Texturen auf dem Bildschirm und auch in der Ferne lassen sich noch so manche schöne Details erkennen. Manchmal lässt sich sogar zwischen Spielgrafik und Rendersequenzen nur schwer unterscheiden. Ein Zeichen dafür, wie hochwertig die grafische Umsetzung des Titel ist. Ruckler oder Tearing, die leider heutzutage in vielen Spielen schon zum schlechten Standard gehören, sucht ihr hier zum Glück vergebens. Lediglich geringe Einbrüche der Framerate sind in seltenen Fällen zu bemerken, fallen aber zu keiner Zeit als störend auf. Ebenfalls angenehm sind die kurzen Ladezeiten. Gerade bei diesem umfangreichen Spiel und der prachtvollen Aufmachung ist dies nicht üblich. Wer ohnehin Platzmangel auf seiner Festplatte hat, muss die 3 Scheiben mit insgesamt 18,3GB nicht zwingend installieren, denn die Unterschiede bei den Ladezeiten sind nur geringfügig.

Ein farbenfrohes Feuerwerk bieten vorwiegend die grandios inszenierten Kämpfe. Effekte für Blitze, Feuer oder Beben sind sehr gut umgesetzt und dank der tollen Animation der Charaktere, macht es richtig Spaß den Verlauf eines Kampfes zu beobachten. Die Entwürfe der Hauptcharaktere verdanken wir Tetsuya Nomura, der unter anderem für die Figuren in Final Fantasy VII verantwortlich zeichnete. Hier gab man sich zudem sehr viel Mühe bei der Modellierung und viele Details sind nicht nur in den Zwischensequenzen zu entdecken, sondern auch im Spiel selbst, wenn der Wind etwa durch das Haar von Lightning weht.

Einen großen Teil des Spiels nehmen natürlich die Rendersequenzen in Anspruch, von denen ihr  einfach nicht genug bekommen könnt. Von schnellen actionbehafteten Schnitten bis hin zu langsamen Kamerafahrten werden euch kinoreife Sequenzen geboten, die ein künstlerisches Feuerwerk vom Stapel lassen und einen ausgezeichneten Eindruck machen. Mit sehr viel Liebe zum Detail wurde hier gearbeitet und es scheint fast nicht immer möglich, beim ersten Anschauen alles wahrzunehmen. So etwas bekommt ihr nicht alle Tage auf der Xbox 360 geboten.

Pompöse Melodien und ruhige Klänge liefert euch der Soundtrack. Es sind viele wunderschöne Stücke vertreten, an einigen Stellen wirken sie aber ein wenig deplatziert. Wenn Sazh und Vanillie sich in den Zwischensequenzen über ein ernstes Thema unterhalten und „Daddys got the Blues“ gespielt wird, will die Ernsthaftigkeit mit dem unbeschwerten Titel nicht ganz greifen. Trotzdem steuert Komponist Masashi Hamauzu einen außerordentlich orchestralen Soundtrack zum Spiel bei, der eigentlich in keiner Sammlung fehlen sollte..

Eine deutsche Synchronisation werden viele sicher vermissen. Die englische Sprache mit deutschen Untertiteln ist dennoch gelungen. Die Stimmen der einzelnen Charaktere passen zusammen und trösten ein wenig über die fehlende deutsche Vertonung hinweg.
Ein gradliniger Spielverlauf ohne die Möglichkeit abseits der Hauptstory auf Entdeckungstour gehen zu können? Solche Fesseln will vielleicht nicht jeder beim Spielen eines Rollenspiels tragen. Final Fantasy XIII ist also kein typischer Genrevertreter werden sich viele Denken und haben damit auch Recht. Erst sehr spät entkommt ihr dem Tunnel, der einer Einbahnstraße gleicht und dürft die Welt freier Erkunden und in den Jagdmissionen weitere Monster bekämpfen. Die Entwickler haben diesen Weg aber bewusst in Kauf genommen, um so die Hauptcharaktere und die Geschichte in den zentralen Mittelpunkt zu setzen. Das ist Square Enix gekonnt gelungen und zeigt deutlich, das Rollenspiele nicht alle nach dem selben Muster gestrickt sein müssen. Das Spiel mit früheren Teilen oder anderen Rollenspielen zu vergleichen und denselben Stempel zu erwarten, ist daher irgendwie nicht richtig. Final Fantasy XIII geht seinen ganz eigenen Weg. Klar, eingefleischte Fans der Reihe werden gewisse Dinge vermissen und mit der Art des Spielverlaufs keine große Freundschaft schließen wollen. Wer jedoch Wert auf eine große und komplexe Story mit tiefgründigen Helden legt, sich damit abfinden kann, das Rollenspiel übliche Elemente oder Strukturen hier nicht zum Tragen kommen, bekommt genau das Richtige geboten.

Final Fantasy XIII zeigt was die Xbox 360 Konsole noch alles drauf hat. Wunderschöne und beeindruckende Orte und Charaktere, bombastische Videosequenzen die einem Kinofilm gleichen und ein gutes, wenn auch vielleicht nicht mit hohen Ansprüchen verbundenes Kampfsystem, lassen euch mit über 40+ Stunden in eine atemberaubende und wunderschöne Welt versinken.

„Final Fantasy XIII erzählt eine epische Geschichte, die in beeindruckender Optik präsentiert wird“



Pro:

  • Komplexe Geschichte
  • Vielschichtige Charaktere
  • Optisch tolle Präsentation
  • Schöne Spezialeffekte
  • Beeindruckende Rendersequenzen
  • Tutorien erleichtern Einstieg
  • 64 optionale Jagdmissionen
  • Schnelle Ladezeiten
  • Gute englische Vertonung mit deutscher Übersetzung
  • Umfangreiches Ingame-Nachschlagewerk
  • Über 40 Stunden Spielspaß
  • Unkompliziertes Kampfsystem…

Kontra:

  • …das öfter zu eintönig in der Bedienung ist
  • Sehr linearer Spielablauf
  • Deplatzierte Transformierung des Esper
  • Keine Gespräche außerhalb der Gruppe möglich
  • Manche Musikstücke nicht immer passend
  • Keine deutsche Sprachausgabe

Einzelspieler: 8.8
Mehrspieler: -
Xbox Live: -
Steuerung: 8.7
Grafik: 9.5
Sound: 9.3
Sprache: Englisch
Bildschirmtexte: Deutsch
Zensur: nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden: + 40
Geeignet für: Anfänger bis Profis
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren

Gesamtbewertung
8.9


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