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Mini Ninjas



Autor: - xd264
Streetdate: 30.09.2009
Spielgenre: Adventurespiel
Entwickler: IQ Interactive
Publisher: EIDOS
Hits:4198


Welches Genre fällt einem wohl am ehesten ein, wenn er den Namen des Entwicklerstudios „IO Interactive“ hört? Ganz sicher doch Action-Adventures und der Blockbuster Hitman! Nun, falsch liegt man damit auf keinem Fall, denn gerade mit solchen Titeln machten die Entwickler bisher auf sich aufmerksam und konnten auch für große Begeisterung sorgen. Da passt es eigentlich nicht so ganz, dass mit Mini Ninjas nun ein eher harmloses Spiel entwickelt wird, bei dem die Gewaltausübung eher in den Hintergrund rückt. Wie das Ganze dann zusammenpassen soll, ein Spiel mit Ninjas, bei dem die Gewalt eher hintergründig abläuft? Darüber berichten wir euch in diesem Preview.
Besiege den Samurai-Krieger
Die Welt hat sich geändert. Vor noch kurzer Zeit war sie voller Sonnenschein und alles schien perfekt. Dies änderte sich jedoch, als ein Samuraikrieger einmarschierte und dunkle Zauberkräfte gleich mitbrachte. Sein nicht unbeachtliches Ziel ist es, die Weltherrschaft an sich zu reißen und die Bewohner zu seinem Eigentum zu machen. Leider müssen auch die zahlreichen Tiere daran glauben, die friedlich in den Landschaften und den Wäldern leben. Sie werden mit einem Zauber belegt und somit zu Kriegern der dunklen Samuraiarmee gemacht. Nicht tatenlos zusehen will der allseits beliebte Ninjameister. Um dem Bösen Einhalt zu gebieten, schickt er seine besten Ninjakämpfer los. Diese machen sich auf eine lange Reise, von der sie jedoch nie mehr zurückkehren werden. Nach und nach stehen keine Kämpfer mehr zur Verfügung und die Armee des Ninjameisters schmilzt immer mehr. Als nur noch die beiden Kämpfer Hiro und Futo übrig sind, liegt die Hoffnung des ganzen Landes auf ihren Schultern. Sind sie stark genug, um diese zu tragen?
Insgesamt sechs Charaktere
Ihr startet also mit Hiro und mit Futo in das Spielgeschehen und habt die klare Anweisung, dem Samuraimeister den Garaus zu machen. Einen Vorteil den ihr dabei habt ist die Möglichkeit, zu jeder Zeit zwischen den beiden Charakteren hin und her zu wechseln. Diese haben natürlich ganz unterschiedliche Fähigkeiten. Zum Beispiel besitzt Hiro die Fähigkeiten, mit Tieren zu kommunizieren und diese dann im Kampf gegen die Truppen des Samuraimeisters einzusetzen. Futo ist dagegen ein eher behäbiger Zeitgenosse, der gemütlich durch die Wälder streift. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass er einen Haufen Kraft besitzt und bei Bedarf ordentlich zuschlagen kann. Durch einen geschickten Einsatz der Charaktere könnt ihr also immer den optimalen Krieger bedienen und euch so das Leben um einiges leichter machen.

Im Verlauf der Geschichte rettet ihr dann noch insgesamt vier Krieger, die früher losgeschickt wurden und nie mehr zurückgekehrt sind. Sobald ihr diese gerettet habt, könnt ihr sie ebenso steuern und ihre Fähigkeiten nutzen. Zu diesen zählen auch die Möglichkeiten, die Zeit zu verlangsamen und sich dadurch einen Zeitvorteil herauszuschlagen. Aber auch ein betörendes Flötenspiel und schnelle Attacken zählen zu den Spezialfähigkeiten, die ihr nutzen könnt, um schnell zu eurem Ziel zu gelangen.
Kämpfe ohne Blut
Ninjas ohne Kämpfe? Wohl eine Vision, an die sich IO Interactive nicht heranwagen wollte. Und sind wir doch einmal ganz ehrlich: Realistisch wäre das auch nicht. Nur stehen die Entwickler deshalb vor einem kleinen Problem: Wie erstellt man ein Spiel, das putzig aussehen soll und das Spielangebot gerade für jüngere Konsolenfans aufwerten soll, in dem gekämpft wird? Die Lösung ist ziemlich banal, und wohl auch sehr gelungen. Eure Gegner werden ja aus den Tieren der Umgebung geschaffen und in Samuraikämpfer verwandelt. Diese stellen sich euch dann in den Weg. Jedoch stellen sie für euch wohl nicht die großen Probleme dar, denn das Spiel soll auch von Kindern gespielt werden können.

Je nach dem wie lange ihr dann pro Gegner brauchen werdet, müsst ihr kurz oder lange auf das Ende des Kampfes warten und das was dann passiert. Ja, was passiert den jetzt eigentlich, um dem Spielziel gerecht zu werden und trotzdem kinderfreundlich zu sein? Es erscheint eine kleine Staubwolke – und paff – der eben noch so schreckliche Krieger hat sich wieder in seine Ursprungsgestalt verwaltet und macht sich in Tierform wieder auf den Weg durch die Wälder und Wiesen. Auf jeden Fall finden wir das eine gute Lösung um zum einen die jüngeren Semester der Spieler zu bedienen, zum anderen können auch die älteren Spieler unter euch an dieser Spielform ihren Spaß haben.
Schleichen oder Kämpfen?
Das Spiel bietet euch zwei Möglichkeiten, um zum Ziel zu gelangen. Zum einen könnt ihr mit einem „Hau drauf“ -Stil alles um euch kurz und klein schlagen, zumindest, soweit das Spiel es zulässt, und dann auf schnellstem Weg zum nächsten Checkpoint gelangen. Aber es gibt zuweilen noch die etwas subtilere Methode, bei der ihr um eure Gegner herumschleicht und dadurch mit wenig Kampfeinsatz ebenso die erforderlichen Ziele erreicht. Das bietet sich vor allen Dingen bei den Burgen an, die ihr erforschen müsst. Hier stellt sich besonders die Frage, ob es durch den Haupteingang gehen soll, der von vielen Wachen bewacht wird oder ob man lieber vorher einmal außen rum schleichen soll um nach Löchern im Mauerwerk oder nach möglicherweise sogar einer Leiter Ausschau zu halten. Auch Gräben und Büsche sowie große Steine eignen sich wunderbar für eure Schleichaktionen. Wie ihr es dann am liebsten habt, bleibt allein euch überlassen. Das Spielziel kann mit beiden Varianten erreicht werden, auch wenn mit unterschiedlichen Spielzeiten.
Fordernde Endgegner
Die Gegner in den einzelnen Leveln wirken bisweilen sehr einfach und sind nach ein paar Schlägen schon wieder in ihrer ursprünglichen Tierform. Da ist es doch die perfekte Abwechslung, wenn die Entwickler einige fordernde Endgegner einbauen, um Jung und Alt bei der Stange zu halten. Dabei werdet ihr mit stumpfem Draufhauen wenig Erfolg haben und ihr müsst euch andere Strategien ausdenken, um dem finsteren Samuraikrieger ein wenig näher zu kommen und die Welt dabei schrittweise ein wenig besser zu machen. Dabei sind eure Gegner aber ganz sicher keine kleinen Fische, denn allein schon in  der Größe überragen sie euch deutlich. Es liegt also dann an euch, sich zu überlegen, wie man diesem beikommen kann. Ein bereits vorgeführter Endkampf zeigte, wie es gehen kann. Ein riesiger Koloss haut immer wieder mit seiner riesigen Axt auf euch drauf. Die Chance für euch ist es dann, zu warten, bis er aus versehen auf einen Holzblock haut und die Axt stecken bleibt. Dann heißt es zuschlagen – so oft und so fest wie möglich um am Ende der strahlende Sieger zu sein. Aber bei dem ganzen Ernst der Geschichte soll auch der Humor nicht zu kurz kommen und so versprechen die Entwickler, dass ihr euch auf einige witzige Szenen und Sprüche einstellen könnt. Nur für welche Spielergeneration der Humor dann letztendlich ausgelegt ist, darüber wird im Moment noch geschwiegen.
Grafik im Comicstil
Werfen wir zum Abschluss dieses Berichtes noch kurz einen Blick auf die Grafik, mit der das Spiel ausgeliefert werden soll. Diese erinnert sehr stark an einen Comic und kommt damit dem Spielprinzip wohl auch am nahsten. In einem ersten Trailer waren bereits Szenen direkt aus dem Spiel zu sehen. Dabei wirkte die Grafik durchaus passend, auch wenn die Hintergründe leider sehr detailarm wirken und wohl noch so einigen Feinschliff vertragen würden. Aber es bleibt noch ein wenig Zeit bis zum Release, vielleicht verbringen die Entwickler noch so einige Wunderwerke bis dahin. Aber auch vom Gameplay war schon etwas zu sehen. Neben ausgedehnten Säbelattacken gehören Slowmotions oder der Wechsel eines Ninjas zwischen seiner Gestalt und der Gestalt eines Tieres zu den oft genutzten Elementen. Verfeinert wird das Ganze dann noch durch einige japanische Sprüche, die kurz vor den Angriffen voller Motivation ausgesprochen werden.
Erster Eindruck:
Es bleibt abzuwarten, ob das Spielprinzip nicht zu schnell langweilig werden kann. Denn viel scheint der Titel nicht zu bieten, außer der Kombination von Kämpfen in den Levels und den zusätzlichen Endgegner. Es ist also sehr gut möglich, dass einem schnell, auf Grund fehlender Abwechslung, die Lust an dem Titel vergeht. Auch grafisch wirkt das Ganze zwar sehr passend, jedoch hat man einen ähnlichen Stil schon auf dem Nintedo Gamecube (Zelda – The Windwaker) gesehen, und das ist bereits einige Jahre her. Es bleibt abzuwarten, was die fertige Version letztendlich zu bieten hat, bevor ein abschließendes Urteil gefällt werden kann.

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