| News|Streetdates|Reviews|Previews | ||||||||||
|
|
||||||||||
| » Previews | ||||||||||
|
Prince of Persia: Die vergessene Zeit Autor:Sandra Friedrichs - anormaldisaster Streetdate: 21.05.2010 Spielgenre: Adventurespiel Entwickler: Ubisoft Publisher: Ubisoft Hits:1741 Der attraktive Prinz ist zurück! Im Mai wartet auf euch eine geballte Prince of Persia-Invasion. Zuerst könnt ihr den Prinzen am 18.5.2010 bei seinem waghalsigen Abenteuer in der virtuellen Welt unterstützen, bevor ihr euch eine Woche später einen Sitz im Kino reserviert und mit Jake Gyllenhaal mit fiebert. Ob die Vorfreude auf den Titel allerdings berechtigt ist, erfahrt ihr in unserer Vorschau. Prinz ist nicht immer gleich Prinz Der persische Prinz begleitet euch schon eine ganze Weile, nämlich seit 1989. In diesem Jahr gibt der starke Mann sein Spieldebüt und lockt viele Gamer vor ihren heimischen Konsolen. Doch es vergangen 14 Jahre bis Ubisoft dem Prinzen eine neues Gesicht und andere Charaktereigenschaften gewährt. Mit Prince of Persia: Sands of Time überzeugt der Hersteller viele Skeptiker. In der liebevoll erzählten Geschichte verwickelt sich der fröhliche Prinz in eine Romanze mit einer Prinzessin. Nach diesem grandiosen Erfolg ist natürlich klar, dass Ubisoft noch eine Schippe drauf legt. Prince of Persia: Warrior Within und The Two Thrones sind die Nachfolger, die zusammen eine Trilogie erzählen. Der Prinz macht in diesen Games eine bemerkenswerte Verwandlung durch. Im zweiten Teil kam keine Frohnatur auf die Spielgemeinschaft zu, sondern ein düsterer Held mit vielen dunklen Geheimnissen. Zwar verwandelte sich der Prinz in The Two Thrones nur noch ab und an in eine dunkle mystische Form, jedoch bemerken die Spieler wieder, dass er etwas mehr Freude am Leben hat. 2008 kam ein Spiel raus, das nichts mit den vorhergehenden zu tun hat. Prince of Persia setzt auf eine ästhetische Optik und einen Macho-Prinzen. Viele Spieler konnten sich nicht mehr mit dem Prinzen identifizieren und das Game wurde von etlichen zerrissen. Kein Wunder, dass sich Die Vergessene Zeit auf die alten Werte besinnt. Doch was passiert dort überhaupt? Geschwisterliebe Die Geschichte findet zwischen Sands of Time und Warrior Within statt und soll den plötzlichen Sinneswandel eures Helden erklären. Ihr macht euch nach den Strapazen des ersten Teils auf den Weg in das Königreich eures Vaters. Natürlich könnt ihr euch auf der Reise keinesfalls ausruhen, denn vor euren Augen wird die Festung eures Bruders angegriffen. Mir nichts, dir nichts greift ihr in die Schlacht ein, um euren Bruder Malik zu unterstützen. Doch die Gegnermassen sind zu stark und bahnen sich in das Innere der Festung. Malik trifft aus der Verzweiflung heraus eine fatale Entscheidung: Er benutzt ein Artefakt und entfesselt damit nicht nur einen Sandsturm, sondern auch eine Monster-Armee. Leider greift diese nicht nur eure Gegner an, sondern auch euch! Zu allem Unglück verliert euer Bruder den Verstand und eure Truppen werden in Sand-Statuen verwandelt. Na, da habt ihr aber ordentlich was aufzuräumen. Kletteräffchen Bei dem Prinzen stehen waghalsige Sprünge über tiefe Abgründe an der Tagesordnung. Sein Bestreben nach akrobatischen Einlagen wird er in Die Vergessene Zeit nachgehen können. Dabei orientiert sich das Gameplay eher an The Sands of Time als an dem letzten Prince of Persia-Teil. Ihr führt einen Wallrun mit einer bestimmten Taste aus und haltet sie bis zum Ende hin gedrückt, um nicht abzustürzen. Zwar hört sich das im ersten Moment sehr leicht an, aber die Entwickler haben großen Wert darauf gelegt, die Steuerung präzise zu gestalten. Heißt, ihr müsst im richtigen Moment von der Wand beispielsweise auf eine Säule springen. Behaltet ihr den Rhythmus des Prinzen nicht bei, springt der Perser ins Leere und es taucht nicht nur schnell der Game Over-Bildschirm, sondern auch Frust auf. Dieses Gefühl kennt ihr sicherlich noch aus der Prince of Persia-Trilogie, die gerade wegen den Quick-Time-Events sehr schwer war. Aber euch erwarten ebenso Rätsel. Dank der großen Räume müsst ihr erst einmal stehen bleiben und einen Weg nach oben finden. Könnt ihr eventuell eine Säule hoch klettern oder lauert dort gleich eine Falle? Erforscht und beobachtet die Umgebung, um weiter zu kommen und schwierige Rätsel zu lösen. Eine schöne Abwechslung zwischen den ganzen Kletterpartien. Wieder solo unterwegs Doch unser Prinz ist nicht nur für seine akrobatischen Einlagen bekannt, sondern auch für seine flinken Kämpfe. Schließlich ist er kein Einfallspinsel und begibt sich in keinen Kampf ohne gewisse Vorkenntnisse. Diesmal habt ihr keine Elika oder ein anderes weibliches Wesen an eurer Seite. Ihr müsst die Kämpfe wieder allein bestreiten und werdet dementsprechend auch nicht mehr bei einem Tod gerettet. Doch wir können euch beruhigen, denn mit den automatischen Save-Points könnt ihr schwierige Passagen oder missglückte Kämpfe einfach wieder laden und euer Glück erneut auf die Probe stellen. Dank der neuen Engine, auf die wir später noch genauer eingehen, könnt ihr euch auf bis zu 50 Geister- oder Skelettgegner gleichzeitig freuen. Sie umzingeln euren Prinzen und haben nur euren Tod im Sinn. Wie ist es nun möglich, die Gegner in die Flucht zu schlagen? Ganz einfach: Bewegung! Ihr tretet euren Widersachern in die Magengrube, blockt ihre Angriffe und springt in die Höhe, um die Feinde mit eurer langen Schwertklinge zu verletzen. Ganz im Stile von God of War hat euer Schwert eine große Reichweite und somit sollte jeder Kampf, egal ob gegen fünf oder gar 50 Widersachern immer machbar sein. Kennt also die Stärken eures Prinzen und verändert immer wieder eure Taktik, damit die Schlachten abwechslungsreich sowie herausfordernd bleiben und nebenbei auch noch Spaß machen. Habt ihr gerade keine Lust aufs Kämpfen, schafft euch einfach ein wenig Luft in den Gegnermassen und flieht. Mit einigen akrobatischen Sprüngen werden eure Feinde meilenweit hinter euch liegen und ihr seid weder stark verwundet noch auf die nächste Schlacht unvorbereitet. Jesus wäre eifersüchtig Ihr wusstet es wohl schon immer: der Prinz ist cool. Er kann sogar die Zeit zurückspulen! Diese Rewind-Funktion kennt ihr aber bereits aus den vorhergehenden Teilen und würde die provokante Überschrift des Absatzes kaum berechtigen. Der Prinz besitzt nun elementare Zauber, heißt Luft, Feuer, Wasser und Erde (Sand)! So kann der Perser zum Beispiel nicht nur auf dem Wasser gehen, sondern es nach seinem Willen verformen. Gelangt ihr beispielsweise an eine Stelle, bei der es keine Wände mehr für eure Klettereinlagen gibt, seht ihr vor euch einen Wasserfall. Wenn ihr diesen irgendwie einfrieren könntet, dann würdet ihr vielleicht weiterkommen. Warum überlegt ihr noch? Macht es einfach. Mit euren Kräften vereist ihr das Wasser und könnt es kurzfristig als Wand benutzen. Das gelingt euch natürlich mit allen Wasserstellen, die euch während des Spiels begegnen. Neben Luft- und Sandstürmen kann sich euer Prinz dank der Dash-Power aber auch zu einem Gegner teleportieren und ihn mit einem heftigen Schlag beweisen, wer der Stärkere von den beiden ist. Übernatürlich und dabei cool bleiben, das kann nur der persische Prinz! Prince of Persia trifft auf Assassian’s Creed Mit der Anvil Engine, die bereits in beiden Assassian’s Creed-Teilen angewendet wurde, setzen die Entwickler auf eine neuartige Erforschung des Raumes. Ihr werdet quasi gezwungen, stehen zu bleiben, um alles betrachten zu können. Das Leveldesign ist dabei facettenreich und bis in den letzten Winkel detailliert. Es rieselt Staub aus den Rissen in den Wänden, die Fackeln lassen realitätsnahe Schatten entstehen und kleine Wasserquellen reflektieren die Umgebung. Die Präsentation ist beeindruckend und realistisch wie auch fantastisch zugleich. Betrachtet ihr den Prinzen aus Die Vergessene Zeit aber etwas näher, fällt euch sogleich etwas auf: Er hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Schauspieler Jake Gyllenhaal, der den Perser im Kinofilm spielt. Nicht nur die Gesichtszüge sind sehr ähnlich, sondern auch die quasi identischen Kleidungsstücke. Auch wenn Die Vergessene Zeit nichts mit dem Film zu tun haben soll, sind nicht nur diese Gemeinsamkeiten, sondern auch der Zufall, dass das Game eine Woche vor dem Kinofilm erscheint, sehr auffällig. Doch ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Das Spiel ist seit 2008 in Entwicklung und wird auf keinen Fall eine öde Versoftung werden. Wir können es gar nicht mehr erwarten, bis wir unseren geliebten persischen Prinzen in einem neuen Abenteuer spielen können. Zwar hat uns das neueste Spiel mit ihm in der comichaften Gestaltung ebenso gefallen wie die bisherigen Titel, dennoch sehnen wir uns nach einem traditionellen Abenteuer mit altbekannten akrobatisch waghalsigen Sprüngen und riskanten Kämpfen. Bis jetzt macht das Spiel einen sehr guten Eindruck, da sich Die Vergessene Zeit zwar an The Sands of Time orientiert, aber die Entwickler die Fehler der bisherigen Vorgänger ausmerzen und das gesamte Spielgefühl verbessern konnten. Wer hätte gedacht, dass der Prinz jemals Wasser kontrollieren oder 50 Gegner gleichzeitig bearbeiten kann? Unser Allround-Talent wird uns schon im Mai vor dem Fernseher locken und uns das Wohnzimmer richtig heiß machen. Für das volle Prince of Persia-Programm könnt ihr gleich nach dem Durchspielen ins Kino und euch den Film The Sands of Time anschauen. Der Mai ist spiel- und kinotechnisch gerettet! Verwandte Adventurespiel Spiele |
||||||||||