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Scrap Metal Autor:Tobias Greiser - FederTobinator Streetdate: 10.03.2010 Gametyp: Actionspiel Entwickler: - - - - Publisher: Microsoft Hits:1501 Mit der Baller- und Rennorgie Scrap Metal ist heute das zweite Spiel der Xbox Block Party erschienen. Nachdem ihr euch letzte Woche mit kleinen Zinnsoldaten vergnügen durftet, steht dieses Mal ein anderes Hobby spielsüchtiger Männer im Vordergrund: Ferngesteuerte Autos! Allerdings braucht ihr euch nicht an Regeln halten und euch von den Autos eurer Freunde fernhalten, damit ihr bloß keinen Schaden verursacht. Im Gegenteil, wenn euch eure Kumpels in der Sonne parken, schiebt ihr kurzerhand die Kreissäge aus eurer Karre und schneidet deren Auto der Länge nach durch. Danach solltet ihr allerdings schnell aufs Gaspedal treten und das Weite suchen, bevor sich euer Kollege revanchiert und mit seinem Flammenwerfer röstet. Ihr merkt schon, Scrap Metal verspricht einiges an verrückten und spannenden Rennen. Ob der Titel die hohen Erwartungen auch erfüllen kann, verraten wir euch in unserem Arcade-Test. Wir haben für 1200 Microsoft Points knapp 130 MB an Spielspaß heruntergeladen und für euch auf Kolben und Nockenwelle überprüft. Alle Wege führen zum Blechschaden Das Spielprinzip ist ebenso simpel wie spaßig. Ihr fahrt mit euren Autos durch verschiedenste Arenen. Dabei steht ihr immer im Wettstreit mit bis zu maximal 7 weiteren Fahrern. Was dabei genau eure Aufgabe ist, variiert von Level zu Level. Mal müsst ihr einfach ein normales Wettrennen durch Checkpoints absolvieren und nur darauf achten einigermaßen dem Streckenverlauf zu folgen. Ein anders Mal werdet ihr von allen Seiten mit schießwütigen Rennfahrern umringt, die eure Karre durchsieben wollen. Überelbt solange wie nur möglich, um ordentlich Punkte zu kassieren. Dann wiederrum sollt ihr einen Nitro-Laster beschützen, der von einigen durchgeknallten Rasern beschossen wird oder in einer gewissen Zeit möglichst viele Gegner zu Klump fahren. Alle Spielmodi haben aber eines gemeinsam: Abgesehen von wenigen Ausnahmen dürft ihr immer von zahlreichen Waffen Gebrauch machen und „eure jeweilige Waffe einsetzten“. Das müssen aber nicht immer nur Schießprügel wie MGs oder Schrotflinten sein, auch Flammenwerfer, Kettensägen und Bulldozer kommen zum Einsatz. Jedes Auto verfügt über eine andere Spezialwaffe, mit der ihr eure Gegner vermöbeln könnt. Ich mach alle platt und klaue eure Strecke Ihr durchfahrt im Laufe der Einzelspieler-Karriere verschiedene Städte, in denen es immer eine Rennstrecke und einen jeweiligen Besitzer selbiger gibt. Alle Wettbewerbe in dieser Gegend finden dann auf dieser einen Piste statt, die mal an der einen, mal an der anderen Seite erweitert wird, um ein bisschen Abwechslung zu bieten. Für die einzelnen Aufgaben bekommt ihr nach erfolgreichem Abschluss Punkte und Geld. Je nach Punktzahl gibt es dann noch einen silbernen oder goldenen Stern. Besonders die Jagd nach allen goldenen Auszeichnungen stellt für Perfektionisten noch einen besonderen Motivationsschub dar. Nachdem ihr dann die verschiedensten Herausforderungen auf der Rennbahn absolviert habt, stellt sich euch schließlich der Besitzer der Rennpiste zum Wettkampf. Allerdings nicht für ein lahmes Wettrennen, sondern einen Kampf um Leben oder Tod. Gelingt es euch den fahrbaren Untersatz eures Gegners zu vernichten, landet das Auto kurzerhand auf eurem Schrottplatz und ist demnach euer Eigentum und an neuen Autos für eure Garage mangelt es in Scrap Metal nun wahrlich nicht. Auch die Strecke des ehemaligen Besitzers gehört nach dem Rennen euch. Wirklich etwas nützen tut euch das allerdings nicht, ich tragt dort die gleichen Rennen aus wie zuvor. Je weiter ihr in der Karriere fortschreitet, desto größer und abwechslungsreicher werden die Pisten. Rast ihr anfangs nur über den Schrottplatz und an einem heruntergekommenen Zirkus vorbei, warten später noch Wüsten- und Waldgebiete, sowie ein Stadtzentrum auf euch. Da ihr euch im Verlauf eurer Karriere mit einigen Kontrahenten anlegt, gewinnt ihr natürlich auch jede Menge Autos. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass euer Schrottplatz lediglich eine Kapazität von vier freien Stellplätzen hat. Sobald ihr also ein fünftes Auto gewinnt, müsst ihr eine eurer alten Schüsseln verschrotten, wenn ihr mit der neuen Schüssel fahren wollt. Das ist besonders schmerzhaft, wenn ihr das alte Auto vorher ordentlich aufgerüstet habt. Ihr könnt die Karren nämlich sowohl optisch als auch leistungstechnisch tunen. Ersteres ist nur nette Spielerei und kostenlos, ihr bekommt einige Farbkombinationen und Gegenstände vorgegeben. Dafür gibt es einiges, was ihr euch auf die Autos klemmen könnt. Von riesigen Strahlern und Fahnen bis hin zu Matratzen und Morgensternen. Für das Leistungstuning müsst ihr hingegen ordentlich blechen, mit der Kohle, die ihr nach erfolgreichen Rennen gewinnt. Eure Moneten könnt ihr dann in die verschiedenen Werte wie Grip, Geschwindigkeit, Feuerkraft oder Panzerung investieren. Jeder Kauf sollte wohl überlegt sein, schließlich müsst ihr für jedes Rennen das richtige Gefährt haben. Vom Rennauto bis zur ultimativen Vernichtungsmaschine sollte alles dabei sein. An der Autovielfalt des Spiels sollte das jedenfalls nicht scheitern: Pfeilschnelle Rennwagen, stachelige gepanzerte Jeeps, dicke Bulldozer, hochgerüstete Polizeiautos mit schrillen Sirenen… Scrap Metal bietet Zerstörungswütigen alles was das Herz begehrt. Alleine gegen Alle Auch wenn der Einzelspieler-Modus außerordentlich gelungen ist, ist die Solokampagne eigentlich nur schmückendes Beiwerk zum Multiplayer. Obwohl Scrap Metal schon durch sein altes Top-Down-Spielprinzip (Rennen mit kleinen Autos von oben nach unten auf dem Bildschirm) an vergangene Tage erinnert, kramt das Spiel beim Multiplayer ganz tief in der Mottenkiste. Die Mehrspielerrennen werden nämlich allesamt im Splitscreen-Modus ausgeführt, egal ob lokal, online oder im – haltet euch fest – System-Link. In den beiden lokalen Varianten dürft ihr euch mit jeweils drei menschlichen Mitspielern auf die virtuellen Rennpisten wagen und euch gegenseitig zu Grütze schießen oder gemeinsam gegen die CPU-Gegner vorgehen. Von Deathmatch über Co-op-Rennen bis zu Mensch gegen Computer ist also alles geboten. Der Splitscreen-Modus macht dabei auf unserem Testfernseher mit einem knappen Meter Bildschirmdiagonale eine gute Figur. Auf deutlich kleineren Geräten und fast allen Röhrenfernsehern dürfte es allerdings schwer werden, die kleinen Autos voneinander zu unterscheiden. Da ihr auch die Kamera nicht bewegen könnt, solltet ihr vor einem Kauf auf alle Fälle die Demo testen. Alleine, um zu prüfen, ob ihr alles erkennen könnt. Der Online-Multiplayer bietet euch dasselbe wie die lokale Variante und ist nützlich, wenn eure Freunde nicht da sind oder ihr einfach keine habt. Da wir von Xboxdynasty Scrap Metal aber schon vor dem offiziellen Release-Termin für euch getestet haben, um euch brandaktuell diesen Test zu liefern, konnten wir auf den Online-Servern noch keine Mitspieler finden. Sobald der Titel weiter verbreitet und die Server gefüllt sind, liefern wir an dieser Stelle eine Beschreibung des Online-Mehrspielers nach. Bis dahin entfällt in diesem Testbericht erst einmal die Xbox LIVE Wertung. Nachtrag: Der Online-Modus erhält von uns jetzt die gleiche Note wie der Offline-Multiplayer, allerdings sind online kaum noch Spieler anzutreffen. Kinder am Steuer Da Scrap Metal, wie schon erwähnt, ein klassisches Top-Down-Spiel ist, ihr also auf dem Bildschirm immer von oben nach unten fahrt, werden besonders jüngere Spieler anfangs mit der Steuerung umdenken müssen. Anstatt ständig eine Taste zum Gas geben zu drücken, müsst ihr nur den linken Analogstick in eine Richtung halten, schon fährt euer Auto los. Zum Bremsen und Rückwärtsfahren hingegen kommt wie gewohnt der linke Schalter zum Einsatz. Das benötigt ein bisschen Eingewöhnung, geht dann aber locker von der Hand. Zudem bekommt ihr in einem knackig kurzen Tutorial noch einmal alles beigebracht. Bei Beendigung desselben winken sogar 5 Gamerscorepunkte. Puristen und Leute mit zu großem Ego können sich auch noch an einer zweiten Steuerungsvariante versuchen. Ihr lenkt eure Karre wie ein ferngesteuertes Auto. Ihr müsst also ständig Gas geben und wenn ihr beispielsweise nach links abbiegen wollt, kurz in die entsprechende Richtung drücken. Das mag sich ähnlich anhören wie die erste Variante und auch gar nicht so anspruchsvoll, allerdings benötigt diese Art der Bedienung eine deutlich längere Eingewöhnungszeit. Anfänger sollten auf alle Fälle mit der leichteren Standartvariante starten. Wenn ihr euch später gut genug für Version 2 fühlt, dürft ihr übrigens jederzeit zwischen den Beiden wechseln. Grafische Gemischtwarenabteilung Wenn ihr bei viel Explosionen und qualmenden Reifen ein ähnliches Spiel wie Trials HD erwartet, müssen wir euch enttäuschen. Jedenfalls grafisch, denn bei der Gesamtoptik vermissen wir eine gewisse Schärfe. Besonders auf dem Schrottplatz fällt auf, dass die Grafik ziemlich verwaschen ist und Features wie Kantenglättung völlig fehlen. Gerade in Anbetracht des hohen Preises von 1200 Punkten macht dies keine gute Figur. In den Rennen hingegen fällt die Unschärfe nicht auf. Da seid ihr mehr mit krachender Action beschäftigt, und diese wäre wieder einmal positiv hervorzuheben. Die einzelnen Bossgegner werden in schicken Zeichnungen dargestellt, die, wie auch ihre Kommentare, herrlich übertrieben sind. Auch die Explosionen und Effekte wie Mündungsfeuer sind nett anzusehen. Die Entwickler pfeifen auf Realismus und setzten euch gewaltige Feuerbälle und riesige Flammen vor. An allen Ecken und Enden des Bildschirms kracht es und eure Augen bekommen einiges geboten. Auch an kleinere Details wie Wellen im Wasser oder Spuren im Sand haben die Entwickler gedacht. Optisch steht Scrap Metal damit klar im oberen Bereich, aber für den Preis haben wir bei Arcade-Spielen einfach schon deutlich bessere Grafik gesehen. Auch hier sei wieder einmal Trials HD als Referenz genannt. Krachende Klänge Zu brachialer Action auf der Strecke gehört einfach krachende Musik. Derbe Gitarrenriffs und harte Mucke. Die bekommt ihr bei Scrap Metal auch geboten. Im Hauptmenü und auf dem Schrottplatz gibt es tollen Rock auf die Ohren. Leider wiederholen sich die Melodien recht schnell, was nach einiger Zeit nervt. Und ausgerechnet in den tollen Blechschlachten auf der Piste verstummt die Hintergrundmusik auf einmal. Es will uns nicht in den Kopf, warum gerade während der Rennen der laute Soundtrack pausieren muss. Vielleicht damit ihr die Explosionen besser hören könnt? Die gesellen sich mit den üblichen Soundeffekten zu der Grafikqualität: Oberer Durchschnitt, aber leider keine Top-Klasse. Aber wie sagte es doch mal ein Fußball-Spieler: „Was zählt, ist auf dem Platz!“ und da toben ja zum Glück derbe spaßige Verschrottungsorgien! Fazit Scrap Metal bietet im Grunde alles, was wir von dem Spiel erwartet haben. Ordentlich viel kompromisslose Action, einen tollen Multiplayer und eine gute Technik. Der Singleplayer motiviert mit seinem Medaillensystem, bis ihr auch wirklich die letzte Goldmedaille euer Eigen nennen dürft. Alle Charaktere sind herrlich überzogen und klischeehaft dargestellt. Die verschiedenen Modi sorgen für reichlich Abwechslung. Die Autos sind abgedreht und die Tuning-Optionen sowie das Platzmanagement bringen ein wenig Taktik ins Spielgeschehen. Auch im Mehrspieler ist das Spiel über jeden Zweifel erhaben. Zusammen mit Freunden macht das gegenseitige verschrotten gleich doppelt so viel Spaß. Die Gamerscore-Erfolge sind fair, der Schwierigkeitsmodus moderat und zahlreiche erspielbare Extras werden auch geboten. Ihr könnt sogar 3 Kleidungsteile für euren Avatar freischalten. Grafik und Sound gehen in Ordnung. Auch, wenn sicherlich noch ein wenig mehr möglich gewesen wäre. Lediglich der hohe Preis hat uns auf den Magen geschlagen. 1200 Punkte sind einfach zu viel für das Spiel. 800 hätten gereicht! Somit ist Scrap Metal für Renn- und Ballerfans ein Pflichtkauf. Alle anderen sollten sich das Spiel zu gegebener Zeit im Deal oft he Week schnappen. „ Tolle Mischung aus Rennen fahren und schießen, die alleine großen Spaß macht und im Mehrspieler als grandiose Spielspaßgranate detoniert!“ Pro:
Kontra:
Einzelspieler: 8.3 Mehrspieler: 8.9 Xbox Live: 8.9 Steuerung: 7.9 Grafik: 8.1 Sound: 8.0 Sprache: Keine Bildschirmtexte: Deutsch Zensur: nicht notwendig Spielzeit ca. in Stunden: + 10 Geeignet für: Anfänger bis Profis Altersfreigabe: Keine Altersbeschränkung
Gesamtbewertung
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