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Sonic & SEGA All-Stars Racing



Autor:Tobias Schulte - Z0RN
Streetdate: 26.02.2010
Spielgenre: Rennspiel
Entwickler: Sumo Digital
Publisher: SEGA
Hits:4887


Erst kürzlich berichteten wir für euch direkt aus dem Sega-Hauptquartier in München über das kommende Action-Feuerwerk Bayonetta. Ehe wir uns jedoch versahen standen wir auf Einladung Segas bereits wieder in München auf der Matte, doch diesmal durften wir uns einen ersten Eindruck von Sonic & Sega All-Stars Racing, Segas Pendant zu Mario Kart aus dem Hause Nintendo, verschaffen. Welche Eindrücke wir dabei sammeln konnten, was der Kart-Racer zu bieten hat und ob ihr im Frühjahr 2010 besser nach dem Titel in den Händlerregalen Ausschau halten solltet, das verraten wir euch im folgenden Preview.
Ein Potpourri der Sega-Franchise
Ob das Spiel im Singleplayer einer Story folgt konnten wir nicht in Erfahrung bringen, diese wäre jedoch ohnehin nur schmückendes Beiwerk. Viel interessanter an diesem Fun-Racer ist jedoch die Tatsache, dass ihr unter zahlreichen, bekannten Sega-Stars wählen dürft und euch mit diesen im Konkurrenzkampf an bekannten Schauplätzen diverser Sega-Games auf der Rennstrecke austoben könnt. Vom Start weg dürft ihr dabei die Geschicke solch namhafter Protagonisten wie (natürlich) Sonic The Hedgehog, Miles Prower, Knuckles The Echidna, Doctor Eggman, Amy Rose, Shadow The Hedgehog oder Big The Cat lenken. Wer Sonic- und Sega-Fan ist hat sicherlich gleich bemerkt, dass die eben genannten Charaktere lediglich der Sonic-Franchise entstammen.

Nun nennt sich das Spiel aber nicht umsonst "Sonic & Sega All-Stars Racing" und deshalb erwarten euch noch zahlreiche, weitere Figuren aus diversen Inhouse-Franchise wie z.B. Billy Hatcher, AiAi, Amigo, Ryo Hazuki, Beat sowie Alex Kidd. Doch selbst vor der House of the Dead-Serie macht der Racer nicht halt und so dürft ihr auch Zobio und Zobiko in ein Kart setzen. Darüber hinaus wird es natürlich noch weitere, bisher geheim gehaltene Charaktere geben, welche ihr zum Teil erst freispielen müsst. Hinter vorgehaltener Hand wird hierbei von ToeJam & Earl, Ulala, Akira Yuki, Vyse, NiGHTS, Ristar und Gilius Thunderhead gemunkelt. Ob und wer es von diesen Figuren letztlich ins finale Spiel schafft wissen derzeit jedoch nur die Entwickler bei Sumo Digital (ebenfalls verantwortlich für Sega Superstars Tennis).
Einmal rund herum
Nun haben wir euch ja schon so einiges über die verfügbaren Charaktere verraten, doch diese müssen sich doch in deren fahrbaren Untersätzen auf irgendwelchen Straßen duellieren können? Logischerweise stehen hierfür diverseste Rundkurse zur Verfügung, welche allesamt auf, wie die Charaktere eben auch, auf bekannten Schauplätzen aller möglichen Sega-Games basieren. Das Sonic The Hedgehog-Thema z.B. bietet euch den saftigen, grünen und bunten Kurs in den Seaside Hills, einen Besuch im Lichtgewitter des Casino Parks sowie die bedrohliche Final Fortress. Von dem etwas betagten und eher durchschnittlichen Nintendo GameCube-Titel "Billy Hatcher and the Giant Egg" hat man sich für die Kurse Blizzard Castle (wie der Name schon verrät führt diese Strecke in und um ein frostiges Schloss) sowie Dino Mountain inspirieren lassen. Der Jumble Jungle führt euch auf eine an Super Monkey Ball angelehnte, schachbrettartig designte Strecke mit eckigen Kurven. Sehr verwirrend!

Gruselig wird’s im Curien Mansion, in welchem ihr euch von Zombies aus House of the Dead umzingelt, euren Weg durch das Herrenhaus bahnt. Sehr stylish geht es in Tokyo-to, einer extrem popkulturell angehauchten Version Tokios, zu, welche aus Jet Set Radio entliehen wurde. Zu guter Letzt wird es auch einen Track im Samba de Amigo-Universum geben, welcher wohl sehr bunt und sehr mexikanisch ausfallen wird. Weitere, eventuell erst freizuschaltende Tracks sind natürlich nicht ausgeschlossen, wurden bisher aber nicht angekündigt.
..3 ..2 ..1 ..GO!
Widmen wir uns nun dem Gameplay. Wir durften die drei Kurse Seaside Hills, Casino Park und Blizzard Castle Probespielen. Zur Verfügung standen uns dabei als mögliche Charaktere Sonic, Tails, Knuckles, Amy, Big, Dr. Eggman, Alex Kidd, Beat und Shadow. Wir entschieden uns zunächst die Geschicke des blauen Igels zu kontrollieren, wählten direkt die Seaside Hills und ab geht’s auf die Piste! Nach dem Startschuss brettern die maximal acht Karts auf der Strecke auch schon wie von der Tarantel gestochen über drei Runden los, rempeln was das Zeug hält und folgen dem Streckenverlauf. Dieser ist in den gezeigten Kursen meist recht simpel gestaltet, aber dennoch fordernd. Nicht zuletzt zwecks zahlreicher, auf der Strecke vorhandener Hindernisse wie herumfliegende, riesige Eier im Blizzard Castle oder wandernde Krebse auf den Seaside Hills. Das allein stellt schon eine Herausforderung dar, jedoch hängen euch ständig eure Kontrahenten im Kreuz um euch mit den verschiedensten Items zu beharken.

Jagd nach Items
Diese wiederum entnehmt ihr Kisten, welche auf den Kursen verteilt liegen und euch bei Berührung ein Item nach dem Zufallsprinzip bescheren – je besser ihr jedoch platziert seid, desto lahmer fällt das Item aus. Wir bekamen nicht alle Items zu Gesicht, jedoch könnt ihr euch z.B. auf Sonics Speed Boots für den kurzfristigen Geschwindigkeitsschub, einen Kampfhandschuh, Minen sowie Raketen zum Beharken eurer Widersacher, ein Schutzschild oder einen Regenbogen einstellen. Letzterer verschleiert die Sicht eurer Kontrahenten in bunten Farben, was zu allgemeiner Verwirrung und so manchem Fehlmanöver führen dürfte.

Diese Gimmicks allein sind jedoch noch nicht aller Tage Abend, denn jeder einzelne Charakter bietet einen sogenannten All-Star Move. Dieser stellt eine besonders verheerende Aktion dar, welche entweder euren Mitfahrern schadet oder euch selbst einen direkten Vorteil verschafft.

AiAi aus Super Monkey Ball hüpft aus seinem Kart direkt in seine wohlbekannte Glaskugel und räumt damit alles aus dem Weg, Sonic verwandelt sich in Super Sonic und flitzt in einem Affenzahn über den Kurs, Amy Rose packt einen riesigen Hammer aus und Beat versperrt euch mit seinen Graffitis die Sicht, um nur einige zu nennen.
Vollgepackt mit schnellen Sachen
Als Singleplayer wird euch nicht nur der Rennmodus geboten, in welchem ihr jeden beliebigen, bereits freigespielten Track im Einzelrennen bestreiten könnt, sondern auch die üblichen Verdächtigen wie Grand Prix und Zeitrennen. Zusätzlich steht euch der Missionsmodus zur Verfügung, in welchem ihr z.B. eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen überholen sollt oder aber in einer Arena gegen einen gigantischen Roboter antreten müsst. Zwei bis vier Spieler lokal sowie zwei bis acht Spieler online dürfen sich in heißen Kopf-an-Kopf Rennen duellieren. Bisher wurden lediglich zwei Modi bestätigt: Einzelrennen und Battle Mode. Leider durften wir den Multiplayermodus noch nicht ausprobieren, wir sind jedoch zuversichtlich, dass hierbei wirklich geniale Matches entstehen werden, vor allem zu viert vor der Konsole!

Auf all euren Wegen durch die oben genannten Spielmodi sammelt ihr Sega-Meilen, mit welchen ihr wiederum im In Game-Shop neue Charaktere, Waffen, Strecken etc. freischalten könnt. Dadurch ist für die nötige Langzeitmotivation gesorgt.
Buntes Sega-Land
Präsentationstechnisch weiß das Spiel mit einer bunten, akkurat seinen Vorbildern nachempfundenen Optik mit schönen Lichteffekten sowie unzähligen Details am Streckenrand zu begeistern. Bestes Beispiel hierfür sei Sonics Casino Park – hier flitzt ihr über Black Jack-Tische, Roulette-Kreisel und an Kartenhäusern vorbei, überall blinkt es und es bewegt sich etwas. Da merkt man mit viel Liebe zum Detail das Entwickler-Team sich an die Umsetzung der einzelnen Sega-Franchise gemacht hat. Während dem eigentlichen Rennen habt ihr jedoch leider kaum Gelegenheit dieses Effektgewitter auf euch wirken zu lassen. Der Sound geht absolut in Ordnung, hier erwartet euch allerdings außer dem ein oder anderen bekannten Theme sowie den gewohnten Soundeffekten für so eine Art Spiel und ein paar Sprachfetzen seitens der Charaktere nichts Besonderes. Grundsolide ist wohl die beste Umschreibung für die Präsentation, sie wird wohl niemanden vom Hocker reißen, enttäuscht aber auch nicht auf ganzer Linie.
Erster Eindruck
Wer nur einen kurzen Blick auf den Bildschirm wirft, der meint er hat ein Mario Kart in HD-Optik vor sich. Mit dieser Annahme wird man auch nicht ganz falsch liegen, spielt sich das Game doch frappierend ähnlich zum Vorbild. Sogar die Drifts wurden 1:1 vom Genreprimus übernommen. Nichtdestotrotz wusste Sonic & Sega All-Stars Racing durchaus zu unterhalten dank der liebenswerten Charaktere, den toll designten und unheimlich detailverliebten Strecken sowie dem soliden Spielspaß mit fiesen Items.
Der Schwierigkeitsgrad im Singleplayermodus ist teils jedoch sehr hoch angesetzt, ihr habt quasi nie eine ruhige Minute da euch ständig die Gegner am Allerwertesten kleben, selbst wenn ihr sie kurz zuvor mit einer Rakete demontiert habt. Sega versicherte uns jedoch, das am Balancing bis zum Release noch kräftig gefeilt werden soll. Die größten Ambitionen versprechen wir uns jedoch vom Multiplayermodus – wenn dieser auch nur ansatzweise an Mario Kart Wii herankommt, dann steht euch ein genialer Kart Racer für lange Spieleabende zu viert auf der Couch im Haus.

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