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Split/Second: Velocity



Autor: - xd264
Streetdate: 20.05.2010
Spielgenre: Rennspiel
Entwickler: Black Rock Studio
Publisher: Disney Interactive
Hits:3748


Black Rock schlägt wieder einmal zu. Die Macher des sehr beliebten Offroad-Rennspiels PURE holen aus und liefern uns zu Beginn des Jahres 2010 ein neues actionreiches Spiel. Das es dabei wieder um einige schnelle Gefährte geht und ihr euch um Bestzeiten bemühen müsst, scheint dabei selbstverständlich zu sein. Ebenso selbstverständlich wie der Fakt, dass es neben dem normalen Fahren der Runden noch einige weitere Features geben wird. Wie die Jungs von Black Rock diesmal versuchen, die langweiligen Rennen mit ein wenig Action aufzulockern, darüber berichten wir euch in unserem Preview zu Split Second. Bitte anschnallen, es geht los!
Du bist im Fernsehen
Es scheint fast so, als ob ihr euch im Film „Death Race“ wieder findet. Denn der Sinn und Zweck eurer Rennen ist die Unterhaltung der Masse vor den Fernsehern. Um die sicherzustellen, hat sich ein reicher Fernsehsender so einiges einfallen lassen. Zum Beispiel eine ganze Stadt zu bauen und in dieser die allseits beliebten Rennen stattfinden zu lassen. Dass diese nach der Erbauung auch ausgiebig genutzt wird, dafür sorgen dann die Einschaltquoten, die sich wirklich sehen lassen können. Für die Fahrer der Boliden geht es allerdings weniger um die fröhliche Stimmung vor den Fernsehern, für sie zählt nur der Zaster, der nach einem Triumph auf das Bankkonto wandert. Grund genug für die Asse, alles zu geben und immer weiter zu machen. Nach diesem Prinzip ist dann auch das Spiel aufgebaut, denn es geht wie bei den meisten Rennspielen darum, eine Meisterschaft aus mehreren aneinander gereihten Rennen zu gewinnen. Das hört sich jetzt ja alles ganz normal an. Was unterscheidet Split Second jetzt also von anderen gewöhnlichen Rennspielen?
Ein bisschen mehr Dynamik?
Es ist die ganz spezielle Dynamik im Spiel, die für ein unvergessliches Rennerlebnis sorgen soll. Und dabei sind nicht nur die Rennwagen gemeint, die über die einzelnen Pisten heizen, sondern auch die ganze Umgebung sowie die Rennstrecke selbst. Denn diese hat kaum Chancen, während den Rennen unverändert zu bleiben. Die Gebäude, welche um die Rennstrecke herum gebaut sind, sind beliebte Gegenstände zum Einstürzen und können euch dabei das Leben so richtig schwer machen. Denn einfach ist es nicht, schnell mal einem riesigen Betonklotz zu entkommen, wenn er sich schnell von oben nähert. Aber woher kommt das denn? Grund für die Veränderungen der Strecke sind entweder eure Gegner oder ihr selbst. Jeder Spieler besitzt eine Powerleiste (ähnlich wie bei PURE), welche es aufzuladen gilt. Ist dies einmal geschafft, können bestimmte „Powerplays“ ausgeführt werden, die dann einstürzende Gebäude oder ganz andere Überraschungen mit sich bringen. So zum Beispiel auch ein komplett einstürzendes Flugzeugterminal oder ein Tower vom Airport, der auf Grund einiger Aktionen in sich zusammenfällt. Das Highlight scheint aber das Flugzeug zu sein, welches ohne den Tower einen ziemlich hilflosen Ladeanflug hinlegt und den Rennwagen, welche sich gerade auf der Landebahn befindet viele Schwierigkeiten bereitet.
Ich baue mir meine Rennstrecke
All das soll Split Second zu einem besonderen Rennspiel machen. Das klingt schon ein wenig chaotisch und Simulationsfreunde unter euch werden wohl ein wenig zu knabbern haben, wenn sie sich einmal für den Titel entscheiden sollten. Aber dieser bietet nicht nur das Zerstören einzelner Gebäude, um die Gegner zu blockieren. Denn auch Abkürzungen und neue Passagen der Strecken werden möglich, wenn mal schnell ein Gebäude am Wegesrand weggeräumt wird. Ein Rennen, bei dem bis zur letzten Sekunde alles passieren kann? Das klingt wirklich spannend! Und vor allen Dingen sollen die Veränderungen der Strecke auch dauerhaft sein. Das heißt, dass wenn ihr eine Straße in der ersten Runde blockiert, sie im kompletten Rennen nicht mehr nutzbar ist. Ihr freut euch also auf die Rennen auf eurer Lieblingsstrecke? In SpIit Second wohl eher nicht, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass ihr den Streckenverlauf vorhersagen könnt. Das scheint doch eine Herausforderung zu sein und somit ein weiterer Coup von Black Rock, der das Spiel zu einem Erfolg wie PURE machen kann. Es stellt sich jetzt natürlich nur die Frage, wie schaffe ich es denn, das plötzlich Gebäude in sich zusammen fallen und meine Gegner daran zu knabbern haben?
Ihr braucht Power!
Wie auch bei PURE habt ihr eine Powerleiste und müsste diese aufladen. Das ganze geschieht hier nicht durch stylische Tricks, sondern eher durch riskante Fahrmanöver. Hierzu zählen einige Sprünge mit dem Auto, aber auch Fahrmanöver, bei denen ihr möglichst knapp an euren Kontrahenten vorbeizieht. Diese sorgen dann dafür, dass eure Leiste sich gemächlich füllt. Eingeteilt ist sie dabei, wie auch bei PURE schon, in drei Teile. Der erste Teil sorgt dafür, dass ihr kleinere Explosionen am Streckenrand auslösen könnt, bei denen eure Gegner noch mit einer Hand aus dem Fenster hängend vorbeikurven können. Aber schon die nächst höhere Stufe hat es in sich, denn ab hier kommen die richtig großen Brocken runter und ihr könnt euch überlegen, ob ihr dem Führenden eins auswischen wollt und sein Auto mit ein Staub bedeckt werden soll, oder ob es doch die Abkürzung sein darf, die für eine Wende im Rennen sorgen kann. Haltet ihr es aber lange aus und wartet, bis eure Leiste komplett voll ist, dann könnt ihr die richtig dicken Brocken am Streckenrand zerlegen und eure Gegner dadurch in arge Schwierigkeiten bringen. Es scheint also einiges los zu sein auf der Strecke. Gesteuert werden die explosiven Ereignisse übrigens ganz einfach: Sobald ihr die Möglichkeit habt eines dieser Highlights auszulösen und an einem vorbeifahrt, leuchtet dieses kurz am Streckenrand auf und ihr müsst schnelle den richtigen Knopf betätigen. Danach habt ihr nur noch zwei Dinge zu tun: Staunen und ordentlich aufs Gas zu drücken, um den Vorteil auch wirklich zu nutzen.
Einfache Steuerung
Es hört sich alles nach einem Arcaderenner an, und das Spiel sollte hier für keine Überraschungen sorgen. Ein Grund dafür ist auch die sehr einfach gestrickte Steuerung, die im Großen und Ganzen mit drei Funktionen auskommt. Das sind natürlich das Gas geben, das Bremsen und das Lenken. Viel mehr ist nicht zu tun. Nur wenn ihr wirklich die Möglichkeiten des Spiels nutzen wollt und die Stadt Schutt und Asche werden soll, müsst ihr noch zwei Weitere Knöpfe eures Controllers nutzen. Diese sorgen dann bei einem richtigen Timing für die ansehnlichen Explosionen.

Ebenso passend ist dabei, dass die Entwickler bisher kein Schadensmodell geplant haben und ihr somit unbedacht rammen und anstoßen könnt. Es wird sich also auf das nötigste beschränkt, um einen spaßigen Titel auf den Markt zu bringen. Dass das funktioniert, hat man spätestens bei PURE gemerkt. An dieser Stelle noch ein paar Worte zu den eigentlichen Rennen: Insgesamt finden sich sieben Renner auf der Strecke. Besonders viel ist das leider nicht, jedoch haben es die Kontrahenten in sich. Denn diese nutzen die zerstörerischen Möglichkeiten genau so wie ihr und es dürfte wohl nie richtig ruhig werden, wenn ihr um die Kurven und über die Geraden heizt.
Grafikpracht wird erwartet
Vor allem wenn man sich die ersten Screenshots und Artworks zu Gemüte führt und dabei das Zitat berücksichtigt, dass man bisher nur 50% der grafischen Möglichkeiten des Titels ausgereizt hat. Die Xbox 360 ans Limit bringen? Sehr gerne, denn wir können davon nur profitieren. Die Renner und die Strecken werden wohl nicht die eindeutige Referenz unter den Rennspielen werden, aber die Hoffnungen liegen eher auf den Spezialeffekten, die durch die Explosionen und weitere Ereignisse auf den Strecken hervorgerufen werden.

Da bleibt uns zum Abschluss nur noch die Frage: Was bietet der Titel noch neben den Hauptrennen? Um an dieser Stelle wieder auf den beliebten Vergleich mit PURE zurückzugreifen: Dieses bot unterschiedliche Rennarten, einen netten Karrieremodus und einige Multiplayermöglichkeiten. Ebenso konnten einzelne Rennwagen zusammengebaut werden. Der letzte Punkt soll auf jeden Fall auch in Split Second integriert werden und deutlich besser sein, als er in PURE gewesen ist. Über mögliche Multiplayervarianten schweigen sich die Entwickler momentan noch aus. Also lassen wir ihnen die Zeit und vertrauen darauf, dass sie uns zu Beginn des Jahres 2010 einen Toptitel liefern.
Erster Eindruck:
Ein Rennspiel, das dynamische Strecken bietet und dabei neben schnellen Rennwagen auf heftige Explosionen setzt. Das klingt ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber unsere Neugier ist auf jeden Fall geweckt, auch auf Grund der Qualität, die wir von den Entwicklern von Black Rock gewohnt sind. Reizvoll scheint der Titel auf jeden Fall zu werden, auch wenn bisher noch einige Informationen zurückgehalten werden. Diejenigen die bekannt sind hören sich aber vernünftig an und sorgen dafür, dass wir unsere Ohren offen halten und immer hellhörig werden, wenn die Worte Split und Second fallen. Ansonsten bleibt wohl abzuwarten, welche Möglichkeiten das Spiel neben den eigentlichen Rennen bieten wird. Wird sind gespannt und warten voller Vorfreude auf 2010!

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