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The Secret of Monkey Island 2: Special Edition Autor:Tobias Greiser - HEADCRASH Streetdate: 07.07.2010 Gametyp: Adventurespiel Entwickler: LucasArts Publisher: LucasArts Hits:4071 „Da, hinter dir, ein dreiköpfiger Affe!“ Viele ältere Spieler werden jetzt wohl mit einem glückseligen Grinsen in Erinnerungen schwelgen, die jüngere Generation blöd aus der Wäsche schauen. Denn es ist einfach schon zu lange her, dass Lucas Arts The Secret of Monkey Island 2 veröffentlicht hat, als das Spieler, deren Konsolenkarriere mit der Xbox 360 begonnen hat, dieses Spiel kennen könnten. Dabei handelt es sich bei Monkey Island nach Meinung der Presse und vieler Spieler um die beste Point and Click Serie der Welt. Höchste Zeit also, das geniale Spiel zu einem Preis von 800 Microsoft Points mit brandneuer Optik wieder auferstehen zu lassen. In unserem großen Testbericht könnt ihr nachlesen, warum sich das so richtig gelohnt hat. Wiederbelebung Die Hintergrundgeschichte von The Secret of Monkey Island 2: Special Edition entspricht natürlich genau die des Originals. Schließlich wurden auch alle Texte eins zu eins übernommen, dafür aber mit hervorragender englischer Sprachausgabe versehen. Ihr steckt erneut in der Haut von Guybrush Threepwood und macht Jagd auf den legendären Schatz „Big Whoop“. Auf eurer Suche nach Hinweisen zu dem Schatz kommt euch allerdings Largo LaGrande, Untertan des bösen LeChuck, in die Quere. Er unterbietet die Ausreise von der Insel auf der ihr euch befindet und verlangt Schutzgeldzahlungen von der halben Bevölkerung. Durch ein dummes Missgeschick eurerseits gelingt es Largo den Geisterpiraten LeChuck wiederzubeleben. Doch Guybrush macht sich unbekümmert auf den Weg, alle vier Teile der Schatzkarte von „Big Whoop“ zu finden. Der wiederbelebte LeChuck setzt jedoch natürlich alles daran, das zu verhindern. Rätselhaft Im Spiel vorankommen tut ihr wie immer in der Serie nicht mit Muskelkraft, sondern mit Köpfchen. So gilt es abermals irrwitzige Dialoge mit den Inselbewohnern zu führen und Gegenstände zu kombinieren. Die zahlreichen Rätsel sind allesamt sehr ansprechend, aber auch anspruchsvoll. Die meisten Aufgaben lassen sich mit ein bisschen Gehirnschmalz lösen, aber es gibt auch einige Herausforderungen, auf deren Lösung ihr wohl nie kommen würdet. Oder findet ihr es naheliegend eine Wasserpumpe mit einem Affen zum Stillstand zu bringen, den ihr vorher mit einem Bananenmetronom aus einer verruchten Bar stehlen musstet? Zum Glück gibt es für solche Fälle wie in der ersten Special-Edition ein Hilfemenü. Ein längerer Druck auf X verschafft euch einen Hinweis. Erst recht vage, bei wiederholtem Drücken immer präziser. Wunderbar gelöst, denn so können alle Spieler jedes Rätsel knacken. Solltet ihr weniger Hinweise brauchen, werdet ihr belohnt: Wenn ihr die Hilfefunktion weniger als 10mal benötigt, gibt es ein paar Gamerscorepunkte mehr auf eure Konto gutgeschrieben. Hilfestellung Neben der Hilfemöglichkeit ist auch die Objektanzeige eine sehr nützliche Funktion. Mit einem Druck auf LB könnt ihr sämtliche Gegenstände unterlegen, mit denen sich interagieren lässt. Dadurch habt ihr stets den Überblick und überseht nicht etwa ganz kleine wichtige Objekte. Auch hierfür gibt es bei geringem Einsatz übrigens wieder ein paar Erfolgspunkte dazu. Je weiter ihr im Spiel fortschreitet, desto mehr Bonusmaterial schaltet ihr frei. So gibt es viele Konzeptzeichnungen zu bestaunen, anhand derer ihr die Entwicklung der Pixel-Originale zu schönen Figuren sehen könnt. Die Möglichkeit zum mehrfachen Durchspielen ist ebenfalls gegeben. Ihr könnt bis zu zehn Spielstände anlegen, um jederzeit in den unterschiedlichsten Situationen wieder in das Spiel einsteigen zu können. Solltet ihr das Speichern zwischendurch einmal vergessen, ist das auch nicht so schlimm. Secret of Monkey Island 2: Special Edition speichert jederzeit automatisch für euch. Bedienungsoptionen Die Steuerung hat sich im Vergleich zum ersten Remake deutlich verändert. Diesmal stehen zwei Bedienungsvarianten zur Wahl. Einerseits gibt es eine klassische Point and Click Version und dann noch eine manuelle Steuerung. Bei unserer Testphase haben wir es lieber klassisch gehalten. Ihr könnt den Cursor mit beiden Analogsticks über den Bildschirm bewegen. Um irgendwo hinzugehen müsst ihr dann einfach darauf zeigen und die A-Taste drücken. Sobald ihr mit etwas interagieren wollt, drückt ihr die rechte Schultertaste und könnt dann aus einem kontextsensitiven Menü auswählen, ob ihr mit dem Etwas reden, es öffnen oder beispielsweise daran ziehen wollt. Bei der manuellen Variante habt ihr mit dem linken Stick die direkte Kontrolle über Guybrush. Wenn ihr den Stick also zum Beispiel nach links bewegt, geht er auch direkt in diese Richtung. Ihr müsst also nichts anklicken. Zum interagieren bewegt ihr dann wiederum den Cursor mit dem rechten Stick. Problematisch ist nur, dass sich Mr. Threepwood stets eine bestimmte Stelle aussucht, an der er sich neben dem Gegenstand platziert, sobald ihr etwas mit diesem anstellen wollt. So könnt ihr also in dieser Variante erst manuell zu einem Tisch laufen, dann etwas darauf auswählen und schließlich läuft Guybrush noch einmal um den ganzen Tisch, bevor er die Aktion ausführen kann. Bei Point and Click fällt dieser Makel weg, daher behält diese Variante von uns klar den Vorzug. Generell benötigt die Steuerung ein wenig Eingewöhnungszeit, geht nach einer knappen halben Stunde aber gut von der Hand. Ästhetik Die Optik hat sich nicht nur im Vergleich zum Original von vor 19 Jahren, sondern auch im Vergleich zum Remake des ersten Serienteils noch einmal deutlich verbessert. Sämtliche Hintergründe sind wunderschön gezeichnet und laden mit ihren vielen Details zum Träumen ein. Die in manchen Abschnitten auftretende Beleuchtung macht ebenfalls einen prima Eindruck und unterstütz die tolle Atmosphäre. Alles wirkt wie aus einem Guss und ihr fühlt euch sofort ein wenig heimisch. Sollte euch die neue Optik trotzdem nicht zusagen, könnt ihr jederzeit und sogar in Dialogen mit einem Druck auf Back zum Original wechseln. Im direkten Vergleich ist dann auch schön zu sehen, dass sich die neuen Hintergründe auch bewegen. So schwappen auf Scabb Island Wellen im Hafen hin und her, während im Hintergrund am Himmel die Sterne funkeln. Einfach schön anzusehen. Perfektion Die Hintergrundmusik von The Secret of Monkey Island 2: Special Edition ist eigentlich kaum noch zu übertreffen, so schöne Klänge lässt das Spiel aus euren Boxen erschallen. Mit Soundeffekten wird nicht gegeizt und so hört ihr unter freiem Himmel die Vögel zirpen und erschreckt euch, wenn krachend eine Tür eingeschlagen wird, weil es so realistisch klingt. Übertroffen wird dies akustisch nur noch von den unglaublichen englischen Sprechern, die jede Zeile des Spiels exzellent vertont haben. Alle skurrilen Charaktere kommen mit ihren neuen Stimmen noch glaubwürdiger herüber und sind mit ihren humorvollen Kommentaren ein Fest für jeden Abenteuerfan. Solltet ihr des Englischen nicht so mächtig sein, könnt ihr jederzeit deutsche Untertitel hinzufügen. Leider sind diese vor den bunten Hintergründen aber nicht immer einwandfrei erkennbar. Als Bonus könnt ihr noch einem Audiokommentar der Entwickler lauschen, die euch ein paar Einzelheiten zu manchen Stellen im Spiel verraten. Fazit The Secret of Monkey Island 2: Special Edition ist die optische und akustische Überholung eines spielerischen Meilensteins. Gegen die lustigen und abgedrehten Rätsel kann man nichts sagen, lediglich das übervolle Inventar wird mit der Zeit unübersichtlich. Aber solltet ihr mal nicht weiterwissen, steht ja glücklicherweise jederzeit die Hilfefunktion bereit. Die Hintergrundgeschichte ist eher belanglos, dafür aber mit Unmengen an Humor vollgestopft, wie bei keinem anderen Spiel. Dank der Überarbeitung gibt es jetzt auch noch exzellente englische Sprachausgabe und eine opulente Optik zum Träumen. Auch die Spielzeit ist nicht von schlechten Eltern: Lasst ihr es entspannt angehen, könnt ihr gut und gerne zehn Stunden für das erste Durchspielen anrechnen. Für einen Preis von gerade mal 800 Punkten unglaublich fair. Wenn ihr euch unsicher seid, spielt einfach die Demo. Sollte sie euch gefallen, müsst ihr auf der Stelle zuschlagen. Wenn nicht, solltet ihr euren Arzt oder Apotheker um Hilfe und Medikamente bitten. „Spielerisch ohnehin fast perfekt, jetzt auch technisch ansprechend. Genial, bitte kaufen!“ Pro:
Kontra:
Einzelspieler: 9.2 Mehrspieler: - Xbox Live: - Steuerung: 9.1 Grafik: 9.3 Sound: 9.5 Sprache: Englisch Bildschirmtexte: Deutsch Zensur: nicht notwendig Spielzeit ca. in Stunden: + 10 Geeignet für: Anfänger bis Profis Altersfreigabe: Keine Altersbeschränkung
Gesamtbewertung
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