Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Prothesen-Designerin entwickelt Arm-Prothese für Gamer mit Handicap

Konami arbeitet mit einer der führenden britischen Entwicklerinnen von Prothesen zusammen, um für einen jungen Gamer mit Handicap einen individuell angefertigten, prothetischen Arm zu entwickeln.

Inspiriert wurde das Projekt von Snakes bionischem Arm aus KONAMIs METAL GEAR SOLID V: THE PHANTOM PAIN. KONAMI arbeitet hierzu eng mit der bekannten Gestalterin von künstlichen Gliedmaßen Sophie De Oliviera Barata sowie einem Team von Ingenieuren, Roboter-Spezialisten und Produkt-Designern zusammen. Ziel ist es, eine stilgemäße, von METAL GEAR SOLID inspirierte, aber vor allem multi-funktionale Prothese für den 25jährigen James Young zu produzieren.

Young verlor auf tragische Weise einen Arm und ein Bein, als er zwischen zwei Wagen der Londoner Hoch- und Untergrundbahn geriet. Trotz dieses Unfalls verlor er nicht seinen Lebensmut und geht seinen Hobbies, Reisen und Videospielen, nach.

James Young entwickelte erstklassige Fertigkeiten im Spielen mit einer Hand und ist ein riesiger Fan von KONAMIs METAL GEAR SOLID Serie. Für Sophie De Oliviera Barata war er deshalb der ideale Kandidat für diese außergewöhnliche Prothese.

 

Sophie De Oliviera Barata startete ihre berufliche Laufbahn, indem sie realistische Prothesen für Menschen mit Amputationen anfertigte. Sie erkannte jedoch schon bald den großen Bedarf an außergewöhnlichen und einzigartigen Prothesen – jenen, welche den persönlichen Stil ihre Trägers wiederspiegeln.

Sie gründete die Initiative Alternative Limb Project, bei der die Prothesen bei Passanten für Staunen statt Wegschauen sorgen sollen. KONAMI regte dieses spezielle Projekt an und arbeitet eng mit Sophie De Oliviera Barata zusammen, um ihre herausragende Arbeit zu würdigen und eine für Youngs Bedürfnisse optimale Prothese zu schaffen.

17 Kommentare Added

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  1. Profilbild von JoWe81
    JoWe81 11. November 2015 um 9:05 Uhr |
    Finde ich klasse. Erstens wird durch solche Aktionen allgemeine Aufmerksamkeit generiert und zweitens profitiert der "Massenmarkt" - wenn man von einem solchen hier reden kann - immer von solchen Prototypen, in denen Features getestet und optimiert werden können.
  2. Profilbild von Ix moDSta xI
    Ix moDSta xI 11. November 2015 um 9:32 Uhr |
    Das finde ich durchaus bemerkenswert. Zum einen den Mut, weiter zu machen, nicht zu verlieren. Und zum anderen, dass sich andere Menschen auch darum bemühen, gerade eben solchen Menschen mit Handicap so dermaßen zu helfen. Find' ich super! :)
  3. Profilbild von Erik Seidel
    Erik Seidel 12. November 2015 um 11:15 Uhr |
    @Commandant Che: Ein bisschen Wahrheit steckt schon in deinem Gedanken. Konami hat derzeit nicht den besten Ruf und wie kann man den leichter wieder in ein positiveres Licht rücken, als mit der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen? Jedoch wiegt JoWe81's Punkt viel schwerer: Indem man das medienwirksam darstellt, werden mehr Menschen darauf aufmerksam, bekommen dadurch mit, dass so etwas überhaupt möglich ist, wodurch die Nachfrage steigt und es mehr Sinn macht, das für die breite Masse zu entwickeln. Wobei letzteres bei Menschen mit Behinderung schwer ist, weil jede Behinderung einzigartig ist.

    Ich studiere selber Förderpädagogik und denke ernsthaft darüber nach, ob ich meine Examensarbeit über Game Accessibility schreibe.

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