Rainbow Six Siege

Die Geschichte von Rainbow Six

Rainbow Six sorgt bereits seit 1998 für taktische Unterhaltung im Shooter-Genre. Wir wollen euch auf eine kleine Zeitreise zu den Ursprüngen der Serie entführen.

Im Jahre 1996 entschied sich der bereits verstorbene Autor, Tom Clancy, der König der Technothriller, ein Entwicklerstudio namens Red Storm Entertainment mitzugründen. Wenn sich der Schriftsteller eines der meistverkauftesten Werke der Welt dazu entscheidet, in der Spieleindustrie tätig zu werden, dann war es abzusehen, dass diesem Schritt von einer breiten Masse Tribut gezollt wird.

Zwei Jahre später entsprang aus dem besagten Studio das bis heute hochgelobte Tom Clancy’s Rainbow Six. Acht Spiele, sechs Erweiterungen und etwa 15 Millionen verkaufte Einheiten resultierten daraus. Nun, bereits 16 Jahre später wird erwartungsvoll der Veröffentlichung von Tom Clancy’s Rainbow Six Siege entgegen gefiebert. Während ihr euch auf die Veröffentlichung des neusten Ablegers der Reihe freut, werfen wir einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte der Serie. Die praktisch die Definition von taktisch-orientierten Ego-Shootern darstellt.

Tom Clancy’s Rainbow Six (1998)

Das Spiel wurde auf einen überschwemmten Markt von arcadelastigen Ego-Shootern geworfen und schlug mit seiner neuen Orientierung eine andere Richtung ein. Es wurde ein extrem taktisches Vorgehen abverlangt, gepaart mit famosem Realismus. Vor jeder Mission war eine intensive Planungsphase nötig, Wegpunkte mussten geplant und die KI-Mitstreiter koordiniert werden. Dazu kam die Auswahl des richtigen Materials, womit ihr zusammengenommen mehr Zeit verbrachtet, als mit der eigentlichen Mission. Auf dem Schlachtfeld selber wurde das taktische Vorgehen weiter vertieft, ein einziger Treffer bedeutete euer Ende. Daraus resultierte eine süchtig machende Mischung aus Strategie und Action.

Tom Clancy’s Rainbow Six: Rogue Spear (1999)

Der große Erfolg des ersten Spiels ebnete den Weg für einen schnellen Nachfolger. Während sich Rogue Spear nur geringfügig von dem Spielprinzip unterschied, war seine Ausrichtung mehr auf den Mehrspielermodus fixiert. Das führte letztendlich zu zahlreichen Erweiterungspaketen, die neue Karten mit sich brachten. Zudem fand ein Karteneditor den Weg ins Spiel, der es den Spielern ermöglichte, eigene Karten zu kreieren.

Tom Clancy’s Rainbow Six 3 (2003)

Das erste Spiel der Serie, welches auch auf der Xbox seinen Release feierte. Rainbow Six 3 war eine konsolenoptimierte Version des zuvor für Windows 2003 veröffentlichten Rainbow Six 3: Raven Shield. Dabei wurde sich von der umfangreichen Planungsphase der PC-Vorgänger verabschiedet. Doch hatte die Konsolen Version etwas, was die PC-Varianten nicht hatten: Xbox LIVE. So wurde das Spiel wettbewerbsorientiert gestaltet. Es erwies sich als die perfekte Zusammensetzung für den noch jungen Online-Dienst. Der mit Freundeslisten und einem Matchmaking-System das Online-Vergnügen wesentlich einfacher gestaltete als jemals zuvor.

Tom Clancy’s Rainbow Six 3: Black Arrow (2004)

Schnell wurde klar, dass der neumodische Online-Service Xbox LIVE viele Vorteile mit sich brachte und ziemlich gut funktionierte. Red Storm Entertainment reagierte auf den großen Erfolg von Rainbow Six 3 und schickte eine exklusive Fortsetzung für Xbox ins Rennen. Obwohl diese auch eine Einzelspieler-Kampagne enthielt, lag der Fokus ganz klar auf einer ganzen Reihe von neuen Multiplayer-Karten und neuen Spielmodi. Black Arrow führte zudem eine Funktion mit ein, die es den Spieler vereinfachte, sich in Teams zu verbünden. Heutzutage sind Clans gang und gäbe in der Spielergemeinde, im Jahre 2004 waren sie zumindest für den Konsolenbereich noch ein absolutes Novum.

Tom Clancy’s Rainbow Six: Lockdown (2005)

Der bisher gesammelte Erfolg der Serie wurde in Lockdown dazu genutzt, Rainbow Six komplett umzukrempeln. Aufgrund der unvorteilhaften Gamepadsteuerung wurde die Einzelspielerkampagne komplett gestrichen. Die gesparte Zeit wurde komplett in das Online-Erlebnis investiert. So erhielten die Spieler einen eigenen Charakter, der in Rollenspielmanier aufgelevelt werden musste. Auch so etwas ist heute als völlig normal anzusehen, jedoch könnte das hier als Momentaufnahme für die zukünftige Entwicklung der Spiele gesehen werden.

Tom Clancy’s Rainbow Six: Critical Hour (2006)

Von der zukunftsweisenden Momentaufnahme in Lockdown, folgte mit Critical Hour der erste Fehltritt der Serie. Obwohl es versuchte, die taktischen Elemente der früheren Spiele der Reihe miteinzubringen, stieß das gebotene bei Kritikern auf verschlossene Türen. Aufgrund von einer zu kurzen Kampagne, einem verhunzten Online-Modus und einer glanzlosen Vorstellung wurde das Spiel förmlich in den Medien zerrissen. Die glorreichen Tage des Franchise waren dahin.

Tom Clancy’s Rainbow Six: Vegas (2006)

Es dauerte zum Glück nur knapp ein halbes Jahr, um die Serie aus der Versenkung zu holen. Rainbow Six: Vegas heimste auf Xbox 360 fast durchweg Lob ein. Durch ein hochwertiges Multiplayer Erlebnis mit einigen überzeugenden Spielvarianten und vor allem der asymmetrischen Angriffs- und Verteidigungsstrategie. Gefolgt von einer zusammenhängenden Geschichte im Einzelspieler und einem vier Spieler Co-op Modus. Ergänzt wurde das Spektakels durch eine spektakuläre cineastische Präsentation. Vegas war in vielerlei Hinsicht das, was Critical Hour nicht gewesen ist. Es belebte die Serie neu und führte sie zurück auf einen erfolgreichen Pfad.

Tom Clancy’s Rainbow Six: Vegas 2 (2008)

Natürlich musste nun sehr vorsichtig mit dem zurückgewonnenen Ansehen von Rainbow Six: Vegas bei der Gestaltung eines Nachfolgers umgegangen werden. Etwas am Gameplay und Funktionen feilen, ansonsten keine bahnbrechenden Veränderungen. Die größte Neuerung war die Einführung eines selbst erstellten Charakters, der zusammen mit einem Levelsystem in den Multiplayer Einzug erhielt. Dazu gab es eine Geschichte, die vor, während und nach den Ereignissen von Vegas spielte. Sie hielt damit die Klasse ihres Vorgängers. Ergänzt wurde das Ganze mit einem Drop-In Co-op Modus und einiger neuer Online-Spielmodi. Es war somit keine radikale Veränderung, sondern ein Beibehalten der alten Stärken.

Tom Clancy’s Rainbow Six Siege (2015)

Sieben Jahre sind die längste Unterbrechung, welche der Serie jemals widerfahren ist. Und es steht noch nicht einmal fest, wann im Jahre 2015 Rainbow Six Siege seine Veröffentlichung feiern wird.

Gewiss ist hingegen, dass Siege ein beispielloses Ausmaß der Umweltzerstörung mit sich bringen wird, das im Zusammenhang mit einem festungsbasierten Gameplay steht. Das Zusammenspiel zwischen Angriff und Verteidigung der eigenen Stellungen wird dabei eine tragende Rolle einnehmen. Die umfangreichen Zerstörungsmöglichkeiten werden keine sicheren Versteckmöglichkeiten im Spiel zulassen. Zudem sollen vor allem die taktischen Elemente der ersten Ableger von Rainbow Six zurück ins Spiel finden. Noch wurde nur wenig über die Geschichte zum Spiel preisgegeben, jedoch ist diese bei einer solchen Zerstörungsorgie überhaupt noch wichtig?

Was haltet ihr von der Serie, welche Elemente von Rainbow Six gefallen euch am Besten und was erwartet ihr von dem kommenden Rainbow Six Siege?

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