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eSports Doping: ESL plant Anti-Doping-Richtlinien und Maßnahmen für Wettkämpfe

Adderall nennt sich das unter eSportlern bekannteste Mittel zur Leistungssteigerung in Wettkämpfen. Hierbei handelt es sich um ein Amphetamin, das Konzentration und Wachheit steigern soll.

Wie bei allen Sportarten, sind Mittel jener Art nicht angesehen. Unfaire Vorteile und Beeinflussung von Turnierverläufen sind Folgen der Einnahme von Dopingmitteln, ganz abgesehen von lebensbedrohlichen Nebenwirkungen wie Kreislaufversagen und Abhängigkeit.

Die Electronic Sports League, kurz ESL, scheint dem Doping-Problem nun entgegenwirken zu wollen. So ist jene laut thedailydot.com in Gesprächen über Dopingtests an eSportlern mit der World Anti-Doping Agency (WADA) und der National Anti Doping Agency (NADA) zu sein.

Eingenommene Medikamente wie Adderall können beispielsweise durch Urinproben nachgewiesen werden. Turnierdisqualifikationen wären logischerweise die Folge.

In einem Statement, das auf thedailydot.com veröffentlich wurde, hat die ESL bekannt gegeben, dass sie sich bereits auf Doping-Probleme einstellten: „Leistungssteigernde Mittel sind ein Thema, das wir auf einem organisatorischem Level behandeln und Industrie abdeckend adressieren müssen, um auch zukünftig die wettbewerbliche Richtigkeit aufrechtzuerhalten. Wir wissen, dass wir ein größeres Thema daraus machen müssen und, dass es ein Problem ist, das alle betrifft.“

Nachdem der populäre Counter-Strike-Spieler Kory „Semphis“ Friesen Adderallmissbrauch zugab, scheint nun der Stein ins Rollen gekommen zu sein. Jetzt gab ESL-Kommunikationsleiterin Anna Rozwandowicz die Zusammenstellung eines speziell angefertigten Regelwerks bekannt: „Wir arbeiten daran, unsere Regeln zu ändern, fragen Behörden um Unterstützung und werden in ein paar Tagen bereit sein, unsere nächsten Schritte anzukündigen.“

Im Augenblick hat Doping in eSports-Turnieren noch „freie Fahrt“, obwohl eigentlich schon längst Anti-Doping-Richtlinien in Ligen wie der Major League Gaming, kurz MLG, existieren. Auf Anfrage zur Thematik schilderte jene, dass die WADA-Standards Teil des Reglements seien, man bisher aber nie Spieler kontrolliert habe. Dennoch ist es deutlich sichtbar, dass das Thema publik ist und für allgemeine Änderungen in der eSport-Szene sorgen wird.

Wenn wir bei eSports wirklich von Sport reden, sollte hier auch der Sportgeist vorhanden sein. Vielleicht habt auch ihr Erfahrung mit Gaming-Turnieren und Clanwars – was haltet ihr von Doping in der Spielewelt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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