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HD – TV! Was? Wie? Wo? Alles was man wissen sollte

Dieser Artikel kommt gerade recht, da sicher einige darüber nachdenken, einen HD – TV (für die Next – Gen. Konsolen) zu kaufen. Doch was ist das eigentlich so genau und wie funktioniert es? Hier findet ihr Antworten auf eure Fragen…

Dieser Artikel kommt gerade recht, da sicher einige darüber nachdenken, einen HD – TV (für die Next – Gen. Konsolen) zu kaufen. Doch was ist das eigentlich so genau und wie funktioniert es? Hier findet ihr Antworten auf eure Fragen.


HDTV

HDTV steht für „High Definition Television“, also „Hochauflösendes Fernsehen“. Während die Auflösung von NTSC bei 720 x 480 Bildpunkten und die des europäischen PAL-Systems bei 720 x 576 Bildpunkten liegt, ist die Auflösung von HDTV um ein vielfaches höher. Unter HDTV versteht man heute Bildauflösungen mit den Bezeichnungen „720p“ (1280 x 720 Pixel bei progressiver Wiedergabe) oder „1080i“ (1920 x 1080 Pixel“ bei Interlaced-Wiedergabe). HDTV ist ein reines 16:9-Format und entspricht damit mehr den menschlichen Sehgewohnheiten als herkömmliches 4:3-TV. Bildformate mit einem Seitenverhältnis von 4:3 sind bei HDTV nicht vorgesehen. Bei der Übernahme von 4:3-Material oder Werbung erscheinen links und rechts schwarze Balken.

HDTV bietet in 1920 x 1080 eine gegenüber PAL fünfmal so hohe Auflösung. Bei 1280 x 720 ist die Auflösung immerhin noch um den Faktor 2.2 höher. Selbst XGA mit 1024 x 768 Pixeln übertrifft die PAL-Auflösung immer noch um den Faktor 1.9. Meistens wird HDTV in den Ländern, wo es bereits eingesetzt wird, in der Auflösung von 1920 x 1080 mit 60 Halbbildern gesendet. Eher seltener kommt 1280 x 720 (720p) zum Einsatz. 1080p ist bislang nur im Film-Bereich im Einsatz, wird dort aufgrund der Bildwiederholungsrate von 24 Frames pro Sekunde auch meist als „24p“ bezeichnet.


HDTV vs. PAL: Das Bild demonstriert die Relationen zwischen 1080i und PAL (links oben)

Die höhere Auflösung ergibt vor allem mehr Detail. Während man beim Betrachten von normalem PAL-Fernsehen immer auf den ersten Blick erkennt, dass man nur Bilder sieht, die aus der weiten Ferne übertragen werden, besitzt HDTV einen regelrechten Live-Charakter. Wer eine Digitalkamera mit 4 Megapixeln oder mehr besitzt, sollte einfach mal zur Veranschaulichung ein paar Photos machen und diese betrachten. Denn die Auflösung der Digitalkameras ist längst auf HDTV-Niveau, nur eben, dass es sich bei HDTV zusätzlich um bewegte Bilder handelt. Der visuelle Effekt von HDTV lässt sich wesentlich besser demonstrieren als beschreiben. Selbst ein technischer Laie sollte im Direktvergleich den Unterschied zwischen einem normalen Fernsehbild und einer HDTV-Ausstrahlung erkennen. Sofern HDTV auch hierzulande richtig vermarktet würde, dürfte sich auch hierzulande das Massenpublikum, welches sich bereits bei den „schwarzen Balken“ im Bild von DVDs aufregt, für HDTV zu gewinnen sein. Während die Tonformate DVD-Audio und SACD schon eher etwas für Leute mit sehr feinem Gehör sind, bedarf es keiner besonders stark ausgeprägten Sehschärfe, um auf Anhieb die Vorteile von HDTV erkennen zu können.

HDTV kann auf herkömmlichen TV-Geräten nicht wiedergegeben werden. Zwar hat man in den letzten Jahren die Auflösung der Fernseher mit Bildverbesserern wie „Pixel Plus“ nachträglich künstlich erhöht und kommt damit schon in den Bereich von HDTV-Auflösungen, allerdings betrifft dies nur die interne Signalverarbeitung, die das Bild von PAL hochrechnet. Da sich HDTV nicht über Composite oder S-Video, sondern nur über breitbandige Anschlüsse wie YUV oder DVI und HDMI übertragen lässt, gibt es bei den meisten TV-Geräten nicht einmal die Möglichkeit, an diese eine HDTV-Quelle anzuschließen. Während die Röhren vielfach prinzipiell in der Lage wären, die höhere Ablenkfrequenz der Bildröhre mit 32 kHz für HDTV zu verarbeiten, spielt hier auch meist die Elektronik nicht mit.

HDTV – Fernsehen der Zukunft

Seit über 50 Jahren hat sich an der Qualität unseres Fernsehens wenig geändert – jetzt steht ein Meilenstein bevor. Mit der Einführung von HDTV wird die Schärfe und Brillanz der Fernsehbilder stark verbessert. Im Gegensatz zur bisherigen PAL-Auflösung von 768 x 576 Bildpunkten bietet HDTV eine maximale Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten.

PAL (jetziger Standard): Vertikale Auflösung 576 Zeilen; Horizontale Auflösung 768 Linien (max.); Bildpunkte gesamt (max.) 414.720; Bildwiederholung interlaced

720p (HDTV): Vertikale Auflösung 720 Zeilen; Horizontale Auflösung 1280 Linien; Bildpunkte gesamt (max.) 921.000; Bildwiederholung progressive

1080i (HDTV): Vertikale Auflösung 1080 Zeilen; Horizontale Auflösung 1920 Linien; Bildpunkte gesamt (max.) über 2 Mio; Bildwiederholung interlaced

Interlaced und Progressive – und was es bedeutet

Der heutige PAL-Standard überträgt die Bilder in zwei Schritten. Zuerst werden alle Zeilen mit einer geraden Zeilennummer übertragen, im nächsten Bild alle Zeilen mit einer ungeraden Nummer. Diese Halbbilder werden zeitlich direkt hintereinander angezeigt, so dass sie in der menschlichen Wahrnehmung zu einem Gesamtbild verschmelzen. Trotzdem kommt es zu einem Zeilen- bzw. Bildflimmern. Diese Art der Darstellung bezeichnet man als „interlaced“. Der HDTV-Standard 720p (p steht für progressive) stellt Bilder immer komplett als Vollbild dar. Dadurch entstehen flimmerfreie Bilder. Der HDTV-Standard 1080i (i steht für interlaced) arbeitet zwar nach dem gleichen Halbbildverfahren wie der PAL-Standard, erzeugt aber aufgrund der sehr viel höheren Auflösung (1080 statt 576 Zeilen) flimmerfreie Bilder.

HDTV erobert Europa

Nachdem Bilder in HDTV-Qualität in vielen anderen Ländern (beispielsweise in den USA, Japan und Australien) bereits ausgestrahlt werden, kommt der neue Standard langsam auch in Europa zum Zuge.

Neben einer höheren Auflösung bietet HDTV auch das Seitenverhältnis von 16:9, so dass dem Kinofeeling im eigenen Wohnzimmer nichts mehr entgegensteht.

Wie gelangen HDTV Bilder in die eigenen vier Wände?

HDTV Fernsehsignale können auf verschiedenen Wegen übertragen werden. Dabei ist die Übertragung voraussichtlich auf das Kabelnetz und Satellit beschränkt. Eine Übertragung im digitalen terrestrischen Fernsehnetz (DVB-T) ist zwar technisch möglich, aber aufgrund der höheren Datenmenge wenig wahrscheinlich.

HDTV – die weitere Entwicklung

Das HDTV die Zukunft des Fernsehens ist, bestreitet niemand. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der neue Standard auf breiter Front durchsetzt. In den nächsten Jahren stehen die folgenden Entwicklungen an:
Sommer 2005: Auf der Internationalen Funkausstellung 2005 wird ein großes Angebot an HDTV-tauglichen Geräten und Displays präsentiert
Herbst 2005: Der Pay-TV-Sender Premiere erweitert sein Angebot um drei HDTV-Kanäle
Sommer 2006: Die Fußball Weltmeisterschaft 2006 wird parallel zur Austrahlung in PAL teilweise auch in HDTV ausgestrahlt

Wichtige Informationen


Neu aufgekommen ist das Label „HD ready“

Wichtig zu diesem Thema: HD Ready besagt ausschliesslich, dass das Gerät in der Lage ist, ein High Definition Bild zu verarbeiten und technisch darzustellen. Ueber die Qualität des Bildes an sich sagt es nichts aus:

Technische Anforderungen

Für die Vergabe des „HD ready“-Siegels müssen Geräte die folgenden Kriterien erfüllen:

– Das Display muss eine minimale native Auflösung von 720 Bildschirmzeilen bieten und das 16:9 Seitenverhältnis unterstützen.

– Das Gerät muss über einen analogen Komponenteneingang (YPbPr) und eine digitale DVI- oder eine HDMI-Schnittstelle mit HDCP-Kopierschutz verfügen.

– Die Geräte müssen die Formate 720p (1280×720 bei 50/60 progressiv) und 1080i (1920×1080 bei 50/60 interlaced) unterstützen.

Es gibt Plasma Geräte mit 852×480 Pixel, welche als HDready angepriesen werden, ein totaler Unsinn! Geräte mit einer Auflösung unter 1280×720 sind schlicht nicht HDTV tauglich und werden nie eine gute Qualität bieten!

Wirkliches High Definition TV funktioniert auf der Basis 1080i mit Auflösung 1920×1080 Pixel, wer ein bestmögliches Bild haben möchte, muss sich auf diese Geräte beschränken.

Wenn ein Gerät das HD Ready Label nicht trägt, heisst es nicht, dass dieses auf keinen Fall kein HDTV darstellen kann, es ist aber Vorsicht geboten.

Quelle: hawk.ch

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