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CSI Crime Scene Investigation Eindeutige Beweise

Autor
Mathias Würdemann - CP xblackdevilx
Erstellt am
28.10.07
Streetdate
30.11.1999
Spielgenre
Strategiespiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
2
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CSI Crime Scene Investigation Eindeutige Beweise

Selbst wenn man aufgrund der niveaulosen Programme im heutigen Fernsehen das Free-TV meidet, sollte man die CBS-Erfolgsserie CSI: Crime Scene Investigation kennen. Die aus den USA stammende TV Serie befasst sich mit fiktiven Kriminalfällen und einem Ermittlerteam, welches diese Fälle zu lösen versucht. Der Erfolg der Serie ist dabei wohl eher auf die Aufmachung der Ermittlungen zurückzuführen. Hochmoderne Technik wird dafür genutzt um selbst die schleierhaftesten Fälle zu lösen. Mittlerweile ist die Serie sogar so erfolgreich, dass es mehrere Ableger davon gibt. Neben der Originalserie gibt es nun auch CSI:Miami, CSI:Vegas und CSI:NY. Im Prinzip unterscheiden sich diese Ableger nicht großartig voneinander: Lediglich das Team und der Handlungsort sind andere.

Wie der erfahrene Videospieler weiß, ist bei Erfolg eines TV-Formats oder eines Kinofilms die Versoftung entweder sowieso geplant oder sie wird nachgereicht. Im Falle von CSI wurde sie nachgereicht. Da die Videospiele scheinbar auch auf Erfolg stoßen, hat man sich bei Ubisoft entschlossen das Ganze auch auf die Xbox 360 zu portieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „CSI: Eindeutige Beweise“ ist vor Kurzem für Microsofts Next Generation Maschine erschienen.
Den Tätern auf der Spur?

Das Spiel beginnt mit einem oberflächlichen Training, in welchem euch kurz und schmerzlos erklärt wird, worum es eigentlich in dem Spiel geht und wie man sich halbwegs durch die Levels klicken kann. „Klicken kann“? Ja genau, bei CSI handelt es sich nicht um ein typisches Xbox Spiel.  Es hat nichts mit heißen Boliden und auch nichts mit tollen Waffen zu tun – zumindest kann man diese hier nicht benutzen. Es geht im Großen und Ganzen vielmehr darum sich durch einen Raum zu klicken um dort Beweise zu finden. Danach geht`s ins Labor, wo die Beweise nach Fingerabdrücken überprüft werden oder sonstige Hinweise auf den Täter gesucht werden. Hat man genug Hinweise geht’s zum Chef, der die Durchsuchungs- und Haftbefehle verteilt.

Das Spiel ist in 5 verschiedene und gut durchdachte Fälle unterteilt, die jeweils ein bis zwei Stunden Spielzeit benötigen. Dabei kommt es jedoch darauf an, wie schnell man alle Hinweise findet und wie lange es dauert, bis man selber einen Verdacht bildet. Wenn man von vornerein weiß, wer der Täter ist, nimmt der Fall trotzdem noch viel Zeit in Anspruch. Man muss mehrmals mit den Verdächtigen reden und sie auf die neuen Hinweise ansprechen. Ab einem gewissen Zeitpunkt erkennt man dann am offensichtlichen Gesichtsausdruck der Verdächtigen, dass sie die Schuldigen sind.
Wo waren sie zwischen 9 und 10 Uhr?

Der Gedanke hinter dem Spiel ist wirklich interessant. Leider ist die Umsetzung etwas misslungen. Man kann sich nicht so richtig in die Rolle des Ermittlers hineinversetzen, weil der rote Faden des Spiels viel zu offensichtlich ist. Redet man mit einem Verdächtigen ist der Inhalt des Gesprächs schon vorgegeben. In jedem Gespräch klickt man mit dem Mauszeiger auf die vorgegebenen Sätze, bis alles durchgekaut wurde. Auch wenn man schon nach der ersten halben Stunde weiß wer der Täter ist, bringt einem das fast überhaupt nichts. Man muss trotzdem mehrmals mit jedem Verdächtigen reden, bis der nächste Schritt freigeschaltet wurde. Dieser stellt sich häufig als Frau dar, die euch plötzlichen einen neuen Beweis ins Labor bringt. So kommt es auch relativ häufig vor, dass man im Spiel stecken bleibt, weil man vergessen hat irgendwas Unwichtiges anzuklicken, was man eigentlich auch schon lange weiß.
Ab ins Labor Kollege

Das Spiel gaukelt einem vor, dass man ein Ermittler im Team ist. Allerdings hat man als Spieler eher das Gefühl einen interaktiven Film zu gucken und fühlt sich nicht sehr nützlich. Beim Verhör muss man beispielsweise einfach nur anklicken, was der Kollege dem Verdächtigen für Fragen stellen soll. Bei einer Hausdurchsuchung fährt man mit der Maus über den Bildschirm, bis diese grün wird. Dann klickt man auf die A-Taste und der Rest regelt sich eigentlich von selbst. Im Labor steht auf den Computern, die man als nächstes benutzen muss, um das Spiel voranzubringen ein Ausrufezeichen. Wirklich anspruchsvoll ist das Spiel also nicht.
Synchronisation 

CSI gehört sicherlich nicht zu den am schlechtesten synchronisierten Spielen der Videospielgeschichte. Aber leider auch auf keinen Fall zu den besseren. Die Stimmen passen zwar mit ein bisschen Fantasie zu den Charakteren, sind aber nicht gut auf die Animation und vor allem die Mundbewegungen angepasst.

Der Soundtrack des Spiels schnürt die Atmosphäre des Spiels allerdings ordentlich zu und lässt kaum Grund zur Beanstandung übrig.
Grafik und Technik

Grund zur Beanstandung des Spiels lässt allerdings die Technik übrig. Obwohl das Spiel im optischen Bereich eher in den Durchschnittsbereich fällt, kommt es permanent zu Rucklern und kurzen Pausen.

Bei der Grafik sieht`s wie bereits erwähnt nicht toll und nicht ganz schlecht aus. Die Charaktere sind gut designt, wirken aber sehr leblos. Die Umgebungen hauen keinen vom Hocker sind aber auch nicht total hässlich. Insgesamt kann man also von einer durchschnittlichen Grafik sprechen.
Spielspaß? 

Als das Spiel im Testlabor ankam, haben wir die ersten vier Stunden ununterbrochen vorm Fernsehgerät gesessen, weil es zumindest in den ersten Fällen spannend ist zu sehen, wer der Täter ist. Danach kehrte aber schnell die Routine ein. Man sieht den Tatort, sammelt Beweise, die einen zu den Verdächtigen führen. Dann verhört man diese, sammelt mit einer Hausdurchsuchung wieder irgendwelche Beweise, verhört die Verdächtigen nochmal und nimmt dann am Ende den Täter fest. Die Zwischensequenzen beeindrucken nicht wirklich, erinnern aber an die TV-Serie.
Fazit

CSI: Eindeutige Beweise von Ubisoft ist sicherlich ein netter Fan-Artikel zur TV-Serie. Wer aber auf der Suche nach Unterhaltung und langanhaltender Spannung zu diesem Spiel greift, hat eventuell einen großen Fehlkauf in der Tasche. Hinter dem Spiel stecken sicherlich nette Ideen, die aber zu langweilig umgesetzt wurden. Im Grunde genommen klickt man sich nur durch die Fälle um am Ende die 200 Gamerscore für jeden Fall zu erhalten.

„CSI-Fans sollten sich das Spiel ansehen, alle anderen sollten die Finger davon lassen!“
Pro
  • CSI-Feeling
  • gut durchdachte Fälle
  • leichte Gamerscore
Kontra
  • roter Faden sehr offensichtlich
  • viele Ruckler
  • Spiel hängt sich kurzzeitig auf
  • schlechte Synchro
  • leblose Charaktere
  • man kann sich nicht ins Spiel hineinversetzen
  • alles vorgegeben
Einzelspieler
5.0
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
4.0
Grafik und Präsentation
5.9
Sound, Musik und Special FX
6.0
Sprachausgabe
deutsch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 12 Jahren

Gesamtbewertung


5.2



Xboxdynasty Award

keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

HBMariu schrieb am 31.10.2007 22:19
HBMariu (Köln) - Recreationohh gott was für ein langweiliges und schlechtes spiel. Du tust mir schon fast leid das dus testen musstest :)melden
Z0RN schrieb am 30.10.2007 08:47
Z0RN (Iserlohn) - UndergroundUi ui ui...eine gamerscore Gurke :)melden

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