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Assassins Creed

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
13.11.07
Streetdate
15.11.2007
Spielgenre
Adventurespiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
26
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Assassins Creed

Assassins Creed ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Titel von Ubisoft, vielleicht sogar der wichtigste Titel seid Jahrzehnten. Doch anfangs stand es um Assassins Creed für die Xbox 360 gar nicht gut. Hieß auf der E3-2006 noch, dass das Spiel nur für die Playstation 3 erscheinen würde, munkelte man auf der Games Convention 2006 schon über eine Xbox 360 Version. Wenig später war es dann offiziell und die Xbox 360 Fangemeinde konnte aufatmen, endlich bestätigte Ubisoft Assassins Creed für unsere geliebte Konsole. Grund zur Freude gab es allemal, denn Ubisoft verkündete Lautstark, dass man mit Assassins Creed ein wahres Next-Generation-Spiel abliefern wird. Das Spiel soll dabei die technischen Möglichkeiten der Xbox vollständig nutzt und dadurch neue Standards setzen. Damit man dieses Versprechen auch halten kann, hat Ubisoft über 200 der Entwickler des Ubisoft-Studios in Montreal zusammen gerufen und konnte mit den ersten Videos, Bildern und spielbaren Demoversionen die Fachpresse bereits zum Staunen bringen. Selbst wir von Xboxdynasty wurden von Ubisoft eingeladen, um uns von Patrice Désilets - Creative Director des Spiels und direkt aus Kanada eingeflogen das Spiel präsentieren zu lassen. Selbst beim the Gathering Xbox 360 Event in London, bei dem wir von Xboxdynasty für euch dabei waren, wurde Assassins Creed präsentiert und jedes Mal konnte uns das Spiel vom Neuen beeindrucken.

Erbarmungsloser Krieger

Schauplatz ist das durch den Dritten Kreuzzug verwüstete Heilige Land des Jahres 1191 nach Christi. Die geheimnisvollen und für ihre Erbarmungslosigkeit gefürchteten Assassinen versuchen die Kampfhandlungen zu stoppen, indem sie beide verfeindeten Parteien unter Druck setzen. Altair ist ein Assassine und Krieger, der sich im Verborgenen aufhält und für seine Unbarmherzigkeit gefürchtet ist. Seine Handlungen stürzen die direkte Umgebung ins Chaos und seine Existenz hat direkten Einfluss auf die zu dieser Zeit stattfindenden historischen Ereignisse. Die Assassinen waren schon immer eine sagenumwobene Gruppe. Angeblich gebrauchten sie Haschisch und Opium um sich zu betäuben. Doch die Assassinen waren noch für eine andere Sache gefürchtet, politischer Mord war zwischen 1080 und 1270 ihre absolute Spezialität. Sie waren Märtyrer und schreckten daher vor keiner Gefahr, die ihnen möglicherweise das Leben hätte kosten können, zurück. Ihr übernehmt die Rolle des Hauptcharakters Altair, ein Killer und Krieger, der sich im Verborgenen aufhält und für seine Unbarmherzigkeit gefürchtet ist.

Unglaubliche Geschichte

Am Anfang des Spiels werdet ihr in einer Art verschwommener Traum kurzzeitig in das Mittelalter befördert. Plötzlich wacht ihr in einer Klinik auf. Um euch herum befinden sich Wissenschaftler und scheinen geheime Experimente an euch durchzuführen. Offensichtlich wurdet ihr entführt und werdet gefangen gehalten. Euch wird klar gemacht, dass sich etwas in eurem Kopf befindet. Eine wichtige Botschaft oder Erkenntnis, egal was es ist, es hat dazu geführt, dass jetzt irgendwelche Angst einflößenden Gauner an euch herum doktern. Was ist, wenn in eurem Kopf nicht nur eure visuellen Erinnerungen stecken, sondern auch die eurer Vorfahren? Was ist wenn in eurer DNS nicht nur das Erbgut eurer Vorfahren steckt, sondern auch deren Kräfte und Schandtaten? Und was ist, wenn einer dieser Vorfahren etwas Unvorstellbares geschaffen oder gefunden hat? Die Wissenschaftler versuchen mit neuester Technologie auf eine ganz bestimmte Erinnerung eures Vorfahren „Altair“ zu zugreifen, aber ihr versperrt diesen DNS-Weg, da ihr euch dem Geist entzieht und ihr euch mit eurem Vorfahren, ein Assassine, nicht identifizieren könnt. Dadurch wehrt sich euer Unterbewusstsein und die Doktoren haben keinen Zugriff auf diese spezielle Erinnerung.

Der Plan ist es, euch mit anderen Erinnerungen eures Vorfahren vertraut zu machen, damit ihr euch nach und nach immer mehr mit diesem auseinandersetzt und somit vielleicht die gesperrte Datei in eurem Schädel freilasst. Die Wissenschaftler versetzen euch dazu in eine Art Hypnosezustand und laden den ersten Erinnerungsstrang, damit ihr euch ein wenig an diesen Assassinen gewöhnen und euch mit der Steuerung vertraut machen könnt. Wichtig ist der Synchronisationsbalken am linken oberen Bildschirmrand. Hier wird euch angezeigt, wie synchron ihr mit eurer Erinnerung im Einklang seid. Je voller dieser Balken, umso mehr Erinnerungen gebt ihr frei. Der Animus steuert euer Erinnerungsbild in der Hypnose und verhält sich dabei wie ein Puppenspieler. Die „Y“- Taste vereint Geschehnisse in eurem Kopf, „B“ in eurer leeren Hand, „X“ in eurer bewaffneten Hand und „A“ stellt die Eigenschaften eurer Beine dar. Steht ihr still, benutzt ihr die Kopftaste um die Umgebung zu erkunden, mit der leeren Hand drückt ihr Passanten leicht zur Seite und mit „A“ könnt ihr unauffällig voran schreiten. Damit ihr euren Assassinen Altair leicht fortbewegen könnt, werden euch im nächsten Abschnitt kleinere Aufgaben abverlangt.

Die Steuerung unterscheidet deutlich von eher sozialen unauffälligen Aktionen wie gehen und „nett“ zur Seite drücken und unsozialen auffälligen Bewegungen wie rennen, klettern, schlagen und schupsen. Zwischen diesen beiden Optionen wechselt ihr mit RT hin und her. Ihr könnt auch Aktionen kombinieren, so könnt ihr im auffälligen Modus mit „B“ Leute greifen und dann wegschupsen oder aber mit „A“, anstatt langsam zu gehen, nun sprinten. Jede Aktion die ihr vollführt, hat meistens einen sozialen Status zur Folge. Schlagt ihr zum Beispiel eine Wache werdet ihr mit Sicherheit von dieser angegriffen. Klettert ihr auf ein Haus, erweckt ihr das Aufsehen und die Wachen suchen nach euch. Der soziale Status zeigt euch immer an, ob ihr entdeckt wurdet oder mit euren Handlungen bisher unentdeckt geblieben seid. Tötet ihr zum Beispiel eine Wache und jemand findet die Leiche, werden weitere Wachen nach dem Täter suchen. Jetzt heißt es den Sichtkontakt zu unterbrechen und schnell unterzutauchen bis die Soldaten die Suche nach euch aufgeben. Ist der soziale Status grün gefärbt, seid ihr ein Halm im Kornfeld, färbt sich der Status rot wurdet ihr entdeckt und ihr solltet die Flucht ergreifen. Füllt sich der Synchronisationsbalken komplett, bekommt ihr eine neue Fähigkeit: Das Adlerauge. Hier könnt ihr mit „Y“ Passanten scannen und sehen wie sie euch gegenüber gestimmt sind. Einige liefern Informationen, andere blutige Kämpfe und weitere sind mögliche Attentatziele. Ihr füllt den Balken, indem ihr unterschiedliche Aufträge erfüllt und anonym bleibt. Verletzt oder tötet ihr unschuldige Menschen, fallt aus großer Höhe herab oder werdet in einem Kampf verletzt, verliert ihr wichtige DNS Stränge aus diesem Balken. Nachdem ihr nun mit der Steuerung vertraut seid, wird der stabilste Gedächtnisabschnitt geladen und ihr findet euch im Spiel in einem Tempel wieder. Ihr sollt den Schatz der Tempelritter stehlen, doch die Mission scheitert und ihr seid gezwungen zu fliehen. Die Spielbarkeit von Assassins Creed ist extrem einfach und atemberaubend zugleich.

Das Spiel bietet ein nicht lineares Missionsdesign, was euch ermöglicht Missionen dann auszuführen, wann ihr es wollt. Eine Hauptmission ist erst dann beendet, sobald das Attentatziel ins Jenseits befördert wurde und ihr eure Verfolger los geworden seid. Außerhalb der Städte gibt es zahlreiche Nebenmissionen, die ihr absolvieren könnt, um ein besseres Ansehen bei den Bürgern zu erlangen. Diese könnten euch dann bei eurer nächsten Flucht zum Beispiel helfen. Durch weitere Aufgaben, wie Taschendiebstahl könnt ihr neue Informationen bekommen und liefert Abseits der Geschehnisse sehr viel Abwechslung. Im Verlauf des Spiels werdet ihr auch neue Ausrüstungsgegenstände, die Altairs Fähigkeiten verbessern spendiert bekommen. So werdet ihr euch zum Beispiel über Schuhe freuen dürfen, die eure Lebenspunkte nach einem Sturz schneller regenerieren lassen.

Die Hauptmissionen erweisen sich als äußerst fesselnd. Im Schutze der Bürger kundschaftet ihr die Umgebung aus, schleicht weiter voran, um ganz nah bei der Zielperson aus dem Schutze der breiten Masse empor zu steigen und die Zielperson zu töten. Plötzlich herrscht pures Chaos, die Bürger laufen schreiend davon und alarmieren die Wachen. Diese verfolgen euch in Scharen und wollen nur euren Kopf. Ihr rennt die Gassen entlang, klettert ein Gebäude hinauf und versucht euch über die zahlreichen Häuserdächer einen Fluchtweg zu bahnen. Plötzlich taucht ein Pulk von Gelehrten auf, ihr springt vom Dach und schließt euch der Gruppe an und entkommt den Wachen. Langsam wird es wieder friedlich und die Schreie der Dorfbewohner am Tatort verwandeln sich in leises Getuschel und verängstigte Blicke. Eure Mission ist erfüllt!

Atemberaubende Präsentation

Assassins Creed versetzt euch in ein, in Videospielen bisher zu hundert Prozent unverbrauchtes Szenario: Die Zeit der Kreuzzüge, und die Aufmachung von Assassins Creed ist einfach atemberaubend. Sobald ihr in einem bestimmten Bereich stehen bleibt und mit der Kamera ein wenig die Umgebung näher betrachtet und dann in einem bestimmten Winkel verharrt, könnte man meinen, dass das projizierte Bild aus einer Feder entstammt. Solche umwerfenden Landschaften haben wir bisher in keinem Spiel gesehen. Auch die Gestaltung der unterschiedlichen Bewohner und Völker wurden mit viel Liebe zum Detail verwirklicht und sobald ihr ein neues Dorf betretet, werdet ihr dies auch anhand der Einwohner deutlich erkennen. Spätestens wenn ihr euch circa. 150 Meter auf einem Turm am höchsten Punkt der Stadt befindet, die Aussicht genießt und einen sogenannten Übersichtspunkt erspielt habt, dann bleibt euch garantiert der Atem weg. Wunderschöne Landschaften, Gebäude und eine traumhafte Kulisse machen Assassins Creed zu einem wahren Augenschmaus und gehört mit zu den best aussehenden Titeln für die Xbox 360. Sicher hat das Spiel auch einige grafische Schwächen. So kommt es oftmals vor, das euer Umhang in Untergründen und Häuserwänden versinkt, euer roter Schal unschön hin und her ploppt, einige Passagen mit zahlreichen Menschenmassen ab und an anfangen zu ruckeln und so manches Kantenflimmern konnten wir auch entdecken. Teilweise sind diese Mankos leicht auszumachen, manchmal muss man diese aber mit der Lupe suchen.

Aber nicht nur die Grafik sieht phänomenal aus, auch die Steuerung ist einfach genial. Lauft in einer Richtung und drückt A. Lauft auf einen Gegner und drückt X. Spaziert in der Stadt und haltet B. Jede Aufgabe und jeder Bewegungsablauf ist mit einer Taste getan. Lediglich die Kampfabläufe mit dem Schwert sind viel zu eintönig. Ziemlich schnell werdet ihr merken, dass ein kontinuierliches eindrischen mit „X“ irgendwie gar nichts bringt. Erst wenn euer Gegner zuschlägt und ihr diesen Schlag mit „RT“ und „X“ gleichzeitig mit einem todbringenden Move kontert, ist der Gegner schnell beseitigt. Ansonsten sind alle Kampfattacken äußerst spektakulär in Szene gesetzt worden und der überfallartige Angriff mit dem Dolch ist selbst nach der hundertsten Anwendung immer noch sehenswert.

Die Atmosphäre des Spiels ist ebenfalls fast unerreicht. Lauft ihr durch die Stadt, denken die Passanten gleich, dass mit euch etwas nicht in Ordnung ist, was wohl passiert sein könnte und ob ihr vielleicht gerade einen Taschendiebstahl begangen habt. Eure Fortbewegung macht auch die zahlreichen Wachen stutzig und ehe ihr euch verseht, habt ihr diese schon am Kragen. Mit ein paar super in Szene gesetzten Attacken und Kontermoves habt ihr eure Widersacher aber schnell erledigt und könnt nach dem Untertauchen, wenn ihr möchtet, euch wieder auf eure Hauptmission konzentrieren. Wichtig ist es, dass ihr euch zu jedem Zeitpunkt unauffällig bewegt. Springt ihr mitten auf dem wöchentlichen gut gefüllten Marktplatz auf einmal die Wände empor, dann erweckt ihr das Aufsehen der breiten Masse und das ist etwas das kein Assassin will, die Bruderschaft enttäuschen und für Aufsehen sorgen.

Fazit

Assassins Creed schafft eine unglaubliche Atmosphäre und fesselt euch von der ersten Spielminute. Nicht nur die sagenhafte Storyline verschafft eine erstklassige Spannung, sondern auch die vielen Hauptmissionen lassen das Blut in euren Adern gefrieren. Assassins Creed erschafft eine packende Spielwelt und bannt euch stundenlang vor die Xbox 360 Konsole. Dieses Spiel muss man haben!

“Assassins Creed ist das Action-Adventure-Spiel 2007”



Pro
  • Unglaubliche Storyline
  • Einzigartige Atmosphäre
  • Wunderschöne Landschaften
  • Erstklassige Grafik und Präsentation
  • Fesselnde Missionen
Kontra
  • Schwertkämpfe zu eintönig
  • Leichte grafische Fehler
Einzelspieler
9.0
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
8.9
Grafik und Präsentation
9.2
Sound, Musik und Special FX
9.5
Sprachausgabe
deutsch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Unzensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+10
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 16 Jahren

Gesamtbewertung


9.2



Xboxdynasty Award


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

MichaelKnight83 schrieb am 08.06.2009 10:57
MichaelKnight83 () - Proweiß nich wie mans schafft des spiel durchzuzocken, wahrsch. kopf komplett ausschalten und durch oder wie?!
nach ca. 8 st. spielen konnt ich mich grad noch abhalten mir nen nagel in den kopf zu rammen damit ich net komplett einschlaf. IMMER DAS GLEICHE:melden
KOsTJa15 schrieb am 22.03.2009 22:27
KOsTJa15 () - RecreationIch wage sogar es mit GTA 4 zu vergleichen und das will was heißen^^melden
WODOS schrieb am 08.01.2009 19:57
WODOS (Mülheim) - RecreationSuper Spiel!
Und kein bischchen eintönig! ;Dmelden

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