
Autor Christoph Siebert -
Amok Ameise |
Erstellt am 21.11.07 |
Streetdate 25.10.2008 |
Spielgenre
Sportspiel |
Entwickler/Publisher
Konami
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Kommentare
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Alle Jahre wieder…
…kommt nicht nur das Christuskind sondern spendiert uns die Spieleschmiede Konami einen neuen Teil der Pro Evolution Soccer-Reihe. Dieses Jahr stellte man die übliche Zählung der aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen ein und einigte sich wie der große Konkurrent FIFA von EA Sports auf die Angabe der Jahreszahlen: Pro Evolution Soccer 2008. |
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Singleplayer:
Für den Einzelkämpfer stehen wie letztes Jahr folgende Spielmöglichkeiten zur Verfügung:
Bei den Liga- und Pokalwettbewerben wählt ihr eure Vereinsmannschaft und spielt wie in der Realität den Kampf um die Trophäen sowie Ehre aus. Diese Ligen eignen sich perfekt für einen Abend mit Freunden, wobei man die Spiele gemeinsam gewinnt und sich gegenseitig mit spektakulären Toren übertrifft. Es werden über 16 Ligen und Pokale angeboten, wobei Fans der Bundesliga wie oben schon erwähnt auf ihre Lieblingsvereine verzichten müssen. Das Herzstück des Singleplayers in Pro Evolution Soccer 2008 ist wie in den vergangenen Jahren die Meister-Liga: Dort bekommt man eine Fussballmannschaft gestellt, die aus Kickern besteht die selten das Scheunentor treffen und es liegt allein an euch, diese Jungs von den unteren Ligen nach ganz oben zu katapultieren. Wie im wahren Leben lernen die Spieler aus den Partien dazu und steigern ihre unterschiedlichen Fähigkeiten wie Schusskraft, -genauigkeit oder auch Schnelligkeit. Wie man es von der PES-Reihe gewohnt ist, sind viele Fähigkeiten voneinander abhängig und eine schnell abnehmende Kondition ist besonders bei der Schussgenauigkeit zu spüren. Schlagt ihr euch erfolgreich durch die unteren Meisterligen könnt ihr durch das Gewinnen verschiedener Pokale eure Vereinskasse aufbessern und bekannte Superstars wie Kaka durch gezielte Transfers zu euch locken. Aber vorsichtig: In diesem Modus ist nicht nur spielerisches Geschick gefragt, sondern auch eure wirtschaftlichen Eigenschaften werden hier verlangt. Die Meister-Liga endet frühzeitig, selbst wenn ihr alle Spiele gewinnt und dafür eure Finanzen stark vernachlässigt habt, schließlich wollen die Spieler ihre Leistung mit ordentlichen Geldbündeln vergütet bekommen. Die Meister-Liga motiviert ungemein und das für Wochen wenn nicht sogar Monate. Man fragt sich ständig, wie man seine Mannschaft und sogar den ganzen Verein verbessern kann und die Spieler wachsen einem so richtig ans Herz, wenn sie ihren Weg vom Dorfkicker zum Superstar gehen. Der Trainings-Modus bietet wie letztes Jahr die Möglichkeit, Freistöße, Ecken, das Passspiel sowie die Torschüsse mit verschiedenen Mannschaften und Formationen zu trainieren. Dieser Modus eignet sich für Anfänger sowie Profis, die ihre Techniken verfeinern wollen. Aber denkt dran: Kein Schlachtplan überlebt den ersten Feindkontakt und so braucht es viele Spiele, um eine Taktik aus dem Training auf einen echten Gegner anwenden zu können. Schmerzlich vermisst haben wir hierbei wieder mal die verschiedenen Trainings-Challenges aus den Vorgängern, die es ermöglichten verschiedene Fähigkeiten wie Dribbling oder das Passspiel mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu verbessern. Im Editier-Modus könnt ihr einzelne Spieler umbenennen, so dass ihr zum Beispiel die deutsche Nationalmannschaft mit den wahren Namen versehen könnt. Auch können hier die Mannschaftsnamen mit den Originalen versehen werden, zudem hat man die Möglichkeit neue Spieler zu erstellen und diese mit den verschiedenen Fähigkeiten auszustatten. Durch den Einsatz der Xbox Vision Cam könnt ihr aber nun euer Gesicht auf die Spieler setzen und zusammen mit eurer Mannschaft auf Torejagd gehen. Diese erstellten Spieler können in Mannschaften hinzugefügt werden, so dass ihr plötzlich neben Ronaldinho, Rooney oder auch Michael Ballack auf dem Platz steht und beispielsweise unsere WM-Niederlage letztes Jahr virtuell korrigiert. Zwar darf man die Pokale sowie Ligen und Stadien editieren, das schließt aber nur die Änderung der jeweiligen Namen ein und so können keine eigenen Ligen oder Pokale erstellt werden. Das Editieren der Mannschaften ist da weit ausgereifter und lässt einem mit der Editierung der Aufstellung, Rückennummer, Namen und Trikots großen Handlungsspielraum. |
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Der technische Aspekt von Pro Evolution Soccer 2008 – Grafik & Sound: Die Grafik des Spiels wirkt sehr ordentlich, vor allem die Bewegungsanimationen wissen zu begeistern und tragen wie schon oben erwähnt sehr zum gelungenen Gameplay bei. Das Aussehen der Spieler ließe sich als schick beschreiben und lässt auch deutliche Fortschritte gegenüber PES 6 erkennen, so dass man Spieler wie Roy Makaay oder auch Christiano Ronaldo sofort am Gesicht und ihrer Spielart erkennt, kann aber nicht mit der großen Konkurrenz aus dem Hause EA Sports mithalten. Dafür sehen die Animationen des Tornetzes bei einem gefallenen Tor phänomenal aus und lassen die Frage im Raum stehen, ob man nicht auf die Idee kam, das Netz im Motion Capturing Verfahren auf die Xbox 360 zu bekommen. Zwar sollte man beim Fussball nie absichtlich die Gesundheit der Spieler durch überhebliches Grätschen gefährden, aber es macht einfach Spaß zu zugucken, wie „schön“ die Gegenspieler zu Boden gehen und sich vor Schmerzen den getroffenen Körperteil halten. Anders sieht es da leider bei den Stadien und Zuschauern aus: Diese wirken sehr lieblos animiert und können die optische Atmosphäre eines Hexenkessels nicht auf den Bildschirm zaubern. Die Nahaufnahmen und Wiederholungen passen optisch zum Spiel, haben aber wie schon seit Jahren mit einem Sinken der Bildrate zu kämpfen. Der Sound bringt dafür das Gefühl eines echten Fussballspiels sehr gut rüber: Auf einer Dolby Surround Anlage hört ihr die Begeisterung der Zuschauer aus jeder Ecke und gibt euch das Gefühl, mitten auf dem Platz zu stehen und von ihnen angefeuert zu werden. Vor dem Anpfiff des Schiedsrichters wirkt das Stadion wie ein Friedhof, doch wenn der Ball dann endlich rollt brechen die Anfeuerungsrufe der Fans über euch hinein. Fouls und Fehlentscheidungen des Schiris werden mit Pfiffen von den Zuschauerrängen „belohnt“. Beim alleinigen Stürmen auf das gegnerische Tor wächst die Lautstärke der Zuschauer mit jedem Meter und lässt natürlich auch eure Angst vor dem Versagen wachsen. |
Am Ende zählt nur das Ergebnis – das Fazit:
Zusammenfassend bleibt uns nur ein Schluss übrig: Spielerisch überzeugt Pro Evolution Soccer 2008 fast 100%ig. Die weiter angestiegene Anzahl an Kombinations- sowie Strategiemöglichkeiten und die stark verbesserte KI begeistern Profis sowie Fans der Serie sofort und man fühlt sich direkt heimisch. Anfänger werden durch den einfachen Einstieg und die schnelle Lernkurve auch ihren Spaß auf dem Rasen finden. Wo Licht ist, da befindet sich natürlich leider auch immer Schatten. Die zu strengen Schiedsrichter, sowie der miserabel zu spielende Xbox Live Modus hemmen den Spielspaß und die sonst große Begeisterung. Hätte sich Konami etwas mehr Zeit mit der Entwicklung gelassen und den Spielern in einer Beta-Test-Phase die Möglichkeit gegeben, die Fehler selber zu entdecken, würde Pro Evolution Soccer 2008 mit Leichtigkeit den Fussballthron der Next Generation Konsolen besteigen und EA Sports´ FIFA 08 den Hofnarren spielen. So müssen sich die PES-Fans ein weiteres Jahr gedulden, in der Hoffnung, dass die genannten Fehler endlich entfernt werden.
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Pro
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Kontra
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Einzelspieler 8.6 |
Mehrspieler offline
9.0 |
Xbox LIVE Mehrspieler
7.9 |
Steuerung und Gameplay
9.6 |
Grafik und Präsentation
8.9 |
Sound, Musik und Special FX
9.3 |
Sprachausgabe
deutsch |
Bildschirmtexte deutsch |
Zensur
Nicht notwendig
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Spielzeit ca. in Stunden
+100 |
Geeignet für
Anfänger bis Profis
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Altersfreigabe
Keine Altersbeschränkung |
Gesamtbewertung8.9Xboxdynasty Award
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