
Autor Tobias Schulte -
Z0RN |
Erstellt am 01.08.07 |
Streetdate 29.06.2007 |
Spielgenre
Rollenspiel |
Entwickler/Publisher
Triumph Studios / Codemasters
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Kommentare
3
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„Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“
Ihr fragt euch nun sicherlich, was dieser wahrhaft geschichtsträchtige Satz aus einem der bekanntesten Fantasy-Werke unserer Zeitgeschichte hier verloren hat? Nun, der Träger aus J.R.R. Tolkiens meisterhafter Geschichte des einen Ringes, der dunkle Herrscher Sauron, stellt die Vorlage für euren Protagonisten in Codemasters Overlord. |
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Einer für alle und alle auf die anderen
Als Overlord seid ihr Herr und Meister über eure Schergen. Das sind kleine Kreaturen, welche den allseits bekannten Gremlins zum verwechseln ähnlich sehen und sich für euch mit einem Grinsen im Gesicht in den Tod stürzen.
Anfangs könnt ihr nur zehn von den kleinen, fiesen Rackern mit euch nehmen, am Ende habt ihr dann bereits eine kleine Legion von 50 Schergen unter eurer Befehlsgewalt.
Mithilfe der vorhin erwähnten "Morden & Plündern"-Taste zerstören eure Schergen alles, was nicht niet und nagelfest oder bei drei auf dem Baum ist. Sie stürmen Häuser, erlegen Schafe, greifen Gegner an, zerstören Flora & Fauna und tragen alle wertvollen Dinge wie zum Beispiel Gold und Heil- sowie Manatränke zu euch.
Alle weiteren, für euch uninteressanten Objekte wie Dolche, Pfannen, Töpfe, Kürbisköpfe und vieles mehr behalten sie für sich und rüsten sich damit aus. Das ergibt mit der Zeit, sofern ihr gut auf eure Schergen aufpasst, ein herrlich bizarres Bild, wenn eine mit Kürbissen und Kochtöpfen beladene, meuternde Menge mit Ausrufen wie "Töten! Plündern! Zerstören!" los rennt um ihr böses Werk zu verrichten.
Es gibt vier Schergenrassen: die Braunen, die Roten, die Grünen und die Blauen.
Braune stehen euch von Anfang an zur Verfügung und sind solide Kämpfer, ansonsten aber ohne besondere Merkmale.
Rote werfen mit Feuerbällen um sich, können Flammen löschen und sind generell gegen Hitze jeglicher Art immun.
Giftige Gase sind für die Grünen kein Problem, sie können deren Quelle sogar still legen um euch den Weg frei zu machen. Außerdem können sich Grüne unsichtbar machen und euren Feinden mit Vorliebe in den Rücken springen.
Die Blauen letztendlich sind als einzige nicht allergisch gegen Wasser und können sich somit frei durchs kühle Nass bewegen. Außerdem, und das ist wirklich sehr nützlich, können sie andere Schergen wiederbeleben. Die größte Schwäche der Blauen ist jedoch, dass sie miserable Kämpfer sind und auch nicht sonderlich lange in Gefechten auf den Beinen bleiben.
Die Schergen sind unabkömmlich für das Vorankommen, denn mithilfe des rechten Sticks könnt ihr die direkte Kontrolle über eure Horde übernehmen und diese so gezielt auf bestimmte Gegner, Objekte oder ähnliches manövrieren. Auf diese Art und Weise müsst ihr eure Schergen dann durch enge, für euch unüberwindbare Passagen hin beispielsweise an ein Zugrad schicken um ein Tor zu öffnen. Auf diese oder ähnliche Art und Weise seid ihr immer wieder darauf angewiesen einzig auf eure Schergen zu setzen und auch deren unterschiedliche Fähigkeiten geschickt miteinander zu kombinieren.
Negativ fällt jedoch auf, dass das Pathfinding der Schergen nicht ganz ausgereift wirkt. Oftmals bleiben sie irgendwo im Territorium an einer kleinen Ecke hängen und finden selbständig, trotz Rückrufs eurerseits, nicht zu euch zurück.
Soviel zu den Schergen, einem der Schlüsselelemente des gesamten Abenteuers eures Overlords. Nun zum eigentlichen Gameplay.
Ausgangspunkt eures Eroberungsfeldzugs ist euer dunkler Turm, welcher Anfangs noch mehr oder weniger in Schutt und Asche liegt. Eure Hauptaufgabe besteht darin den Turm und eure Macht wiederherzustellen und Kontrolle über die gesamte Spielwelt zu erlangen. Dabei steht es euch frei, ob ihr ein gnädiger Herrscher oder ein bitterböser Lord sein wollt. |
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Die Präsentation
Soviel Liebe zum Detail und eine derartige Fülle an Objekten ist mir selten zu Augen gekommen. Hier muss ich den Jungs und Mädels der Triumph Studios aus den Niederlanden ein klares Lob aussprechen!
Alles wirkt wie aus einem Guss und unwahrscheinlich lebendig! Schmetterlinge, Pusteblumen, Staubpartikel, unter eurer Last zur Seite brechende Weizenfelder und Gräser, dichte Wälder, satte Büsche und wunderschöne Lichteffekte erfreuen das Auge.
Wo viel Licht ist fällt bekanntlich aber auch Schatten:
es wird weitesgehend, aber nicht ausnahmslos, auf Eyecatcher wie beispielsweise Bump-Mapping oder Pixel Shader verzichtet. Der eigentlich gute Gesamteindruck wird zudem ein wenig durch die öfters auftretenden Slowdowns, den teils extrem hölzernen Animationen und nicht zuletzt durch den manchmal deutlich sichtbaren Grafikaufbau am Horizont geschmälert.
Die Musik ist thematisch passend, wird allerdings eher spärlich eingesetzt. Insgesamt wirkt sie aber sehr atmosphärisch und wird an den richtigen Stellen eingesetzt.
Zu den Soundeffekten ist zu sagen, dass auch sie gut gemacht worden sind (Die Laufgeräusche des Overlords oder das Horn zum Ruf der Schergen sind einfach hörenswert) und ihren Zweck erfüllen.
Negativ ist aber an dieser Stelle zu erwähnen, dass in unserer Testversion durch einen Bug willkürlich hin und wieder die Soundeffekte und Sprachausgabe komplett ausgesetzt haben. Wir hoffen, dass dies in der Verkaufsversion behoben wurde. |
Fazit
Alle Action-Adventure Fans mit Hang zu RPG- und Strategielementen bekommen mit Overlord ein detailverliebtes Abenteuer, welches einen so schnell nicht mehr los lässt.
Den durch die Demo und diverse Previews geschürten hohen Erwartungen hält Overlord aber leider nicht stand. Zum einen ist die Technik nicht ganz auf der Höhe der Zeit und fällt negativ durch Slowdowns und Popups auf, zum anderen stören Bugs wie aussetzende Soundeffekte oder das Pathfinding der Schergen, welches teils stark zu wünschen übrig lässt.
Wer über diese kleinen Makel hinwegsehen kann bekommt jedoch eine herrlich erfrischende Parodie auf die Herr der Ringe-Trilogie welche sogar Sauron ob soviel Boshaftigkeit vor Neid erblassen lassen würde.
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Pro
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Kontra
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Einzelspieler 8.2 |
Mehrspieler offline
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Xbox LIVE Mehrspieler
7.0 |
Steuerung und Gameplay
8.0 |
Grafik und Präsentation
8.0 |
Sound, Musik und Special FX
7.6 |
Sprachausgabe
deutsch |
Bildschirmtexte deutsch |
Zensur
Nicht notwendig
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Spielzeit ca. in Stunden
+20 |
Geeignet für
Anfänger bis Profis
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Altersfreigabe
Ab 16 Jahren |
Gesamtbewertung8.1Xboxdynasty Award
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