News:
xbox 360 - xboxdynasty

Dark Messiah of Might and Magic Elements

Autor
Mathias Würdemann - CP xblackdevilx
Erstellt am
18.02.08
Streetdate
14.02.2008
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
3
ZEIGE ALLE NEWS ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE PREVIEWS ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE REVIEWS ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE MOVIES ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE SCREENSHOTS ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE WALLPAPER ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE CHEATS ZU DIESEM SPIEL ZEIGE ALLE ACHIEVEMENT ZU DIESEM SPIEL
 Gamertags - 44 Gamers haben das Spiel
Bewerte dieses Spiel
Drucken

Dark Messiah of Might and Magic Elements

Nachdem Ubisoft im letzten Jahr das durchaus erfolgreiche Action-Rollenspiel „Dark Messiah Might and Magic“ veröffentlichte, erschien dieser Tage die Konsolenversion. Auf den ersten Blick macht es den Eindruck als sei die Konsolenfassung eine Fortsetzung, heißt es auf dem Cover doch „Dark Messiah Might and Magic Elements“. Doch bis auf die ein oder andere Konsolen-Anpassung und wenige andere Veränderungen bleibt es dasselbe Spiel wie auf dem PC.

Ob das auf der preisgekrönten Source Engine basierende Action-Rollenspiel ungefähr ein Jahr später auch auf der Xbox 360 überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review.
Dunkler Messias? 

Wer im Spielebereich nicht auf dem neusten Stand ist, der läuft Gefahr mit „Dark Messiah Might and Magic Elements“ den Fehlkauf seines Lebens zu begehen. Kann es doch schnell passieren, dass man angesichts des Titels und des Covers auf ein Oblivion-ähnliches Rollenspiel schließt. Es handelt sich hierbei jedoch um genau das Gegenteil. Mit „Dark Messiah“ hält man nämlich einen Egoshooter mit Rollenspielelementen in den Händen. 

Das Spiel lässt euch in die Rolle des jungen Helden Sareth schlüpfen. Dieser ist der Ziehsohn und Lehrling des mächtigen Zauberers Phenring, welcher Sareth von Anfang an darauf erzogen hat, ihn in der Magie und Kampfkunst auszubilden.
Doch fangen wir erst einmal mit der Hintergrundgeschichte an:

„Vor etwa Tausend Jahren wurden die Kriege des Feuers auf Ashan geführt. Auf der einen Seite standen die Menschen, Elfen, Magier und ihre Verbündeten, auf der anderen die Dämonen. Es wurden verheerende Kämpfe geführt, aber am Ende siegten die vereinten Kräfte durch das Opfer eines Zauberers Namens Sar-Elam, der Siebte Drache.

Mit seinen gottähnlichen Kräften und der Unterstützung seiner ehemaligen Gefolgschaft, verbannte Sar-Elam die Dämonen aus dieser Welt an einen Ort des ewigen Feuers. Aus den Tiefen seines Geistes formte er ein magisches Geflecht, das die Dämonen auf ewig bannen sollte.
Sar-Elam wurde allerdings von einem seiner eigenen Schüler betrogen. Von den Dämonen korrumpiert, sabotierte Sar-Shazar das Ritual. Er wob kleinste Flocken in das Gewirk und schuf so eine Schwäche, die es dem dämonischen Einfluss erlaubte, sich während einer Sonnenfinsternis auszubreiten. Sar-Shazar prophezeite weiterhin, dass dem Dämonenherrscher eines Tages ein Sohn von einer unbefleckten Jungfrau geboren werde, der zwischen den Welten zu wechseln vermöge und die alten Relikte des verhassten Siebten Drachen nutzen und das Gefängnis der Dämonen einst aufbrechen würde.

Zufrieden setzte sich der Dämonenherrscher daraufhin in sein Gefängnis und wartete und plante. Zwischenzeitlich ist alles, was vom Siebten Drachen übrig ist, ein Schädel. Man nennt ihn den Schädel der Schatten und er wurde in die Obhut derer übergeben, die loyal zur Göttin Mutter Sha sind, der Quelle der Magie. Sie versteckten ihn sicher in einem uralten Tempel auf einer Wüsteninsel, weit entfernt vom Wirken der Menschen, Elfen oder Dämonen.
Dort liegt er nun und wartet auf den Tag, an dem seine Mächte wieder benötigt werden.“
Charaktere

Das Spiel beginnt damit, dass ihr euch für eine von vier Klassen entscheiden müsst. Richtig, wer darauf gehofft hat, dass er sich wie in der PC-Version des Spiels erst in dessen Verlauf für ein Klasse entscheiden muss, dem wird also ziemlich vor den Kopf gestoßen werden. Zur Wahl stehen einmal der Krieger, der Bogenschütze, der Magier und der Assassine. Ärgerlicherweise hängt das Ganze Spiel von eurer anfänglichen Entscheidung ab. Wer sich beispielsweise für den Magier entscheidet, kann im gesamten Verlauf des Spiels nicht einmal mit dem Schwert kämpfen. Andersrum kann sich der Krieger auch keiner Magie bedienen. Um euch einen kurzen Überblick der einzelnen Klassen zu verschaffen, wollen wir euch diese im Folgenden etwas genauer vorstellen: 

Krieger

Wer sich für den Krieger entscheidet, erhält einen starken Charakter, der besonders für den Nahkampf geeignet ist. Als Krieger hat man den Vorteil, dass man im Verlauf des Spiels viele Schwerter, Schilder und Rüstungen findet, die anderen Klassen vorenthalten sind. Der Nachteil ist allerdings, dass ihr keinen Zutritt zur Magie habt.

Bogenschütze

Auch dieser Charakter findet im Verlauf des Spiels viele Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Pfeil und Bogen, Lederrüstungen oder Schabemesser. Für den Nahkampf scheint uns der Bogenschütze am wenigsten geeignet.

Magier

Keine Schwerter, keine Pfeile und auch keine Bögen. Der Magier kann sich im Nahkampf ausschließlich mit einem Holzstab behaupten. Zaubersprüche gibt`s dafür en Masse.

Assassine

Der Assassine ist der Spion unter den Charakteren. Hier seid ihr besonders im Vorteil, wenn ihr euch von hinten an den Gegner heranschleicht und ihm euer Messer in den Rücken rammt. Diesem Charakter stehen ausschließlich das Schabemesser und die Lederrüstung zur Verfügung.

Neben den erwähnten Fähigkeiten der Charaktere kann jeder von ihnen den Gegnern auch noch einen ordentlichen Tritt in den Hintern verpassen und diese auf diesem Weg in Feuer, von Gebäuden oder in Spitze Objekte hineintreten und ihnen so den Gar ausmachen.
Die Umgebung spielt mit

Dark Messiah basiert wie auch schon Half Life 2 auf der berühmten und hochgelobten Source Engine. Kein Wunder also, dass man hin und wieder über ein paar interessante Spielereien stolpert. So müsst ihr beispielsweise ein Trageseil durchschneiden, um einen schweren Balken auf ein verschlossenes Tor rasen zu lassen oder einen Balken zerstören um eure Gegner durch die von diesem getragene Last zu erledigen. Besonders spaßig ist es allerdings euren Gegnern einen kräftigen Tritt zu verpassen. Je nachdem wo sich der Feind aufhält, könnt ihr diesem einen tödlichen Tritt in Richtung Stacheln, Abgrund oder Feuer verpassen.

Das hört sich nicht nur nach Spaß an, sondern sieht auch gut aus. Perfekt wäre es geworden, wenn die Entwickler sich ein wenig mehr mit der technischen Seite beschäftigt hätten:
Technik aus dem Mittelalter?

Zugegeben: „Dark Messiah of Might and Magic Elements“ gehört sicherlich nicht zu den schlechteren Spielen. Immerhin haben wir auf der einen Seite die heiß begehrte Source Engine und auf der anderen Seite ein erfahrenes Entwicklerteam. Trotzdem bringt das Spiel einige schwerwiegende Mängel mit sich. Die größten davon sitzen wohl im technischen Bereich:

Zu allererst wollen wir uns hier über die unregelmäßige Bildrate und die teilweise heftigen Slowdowns auslasen. Im Gegensatz zur PC-Version scheint die 360-Fassung ein Testgelände für junge Entwickler gewesen zu sein. Wie ist es sonst zu erklären, dass die Xbox während des kompletten Spiels des Öfteren ziemlich in die Knie gezwungen wird, obwohl auf dem Schirm nicht gerade viel los ist?

Als nächstes wären da noch die teilweise unverschämt langen Ladezeiten. Kommt das um Längen umfangreichere Oblivion noch komplett ohne Ladezeiten aus, wundert man sich, dass man bei Dark Messiah überhaupt noch etwas vom Spiel zu Gesicht bekommt. Wer versucht ein Kapitel etwas schneller zu durchqueren, dem wird so circa alle 10 Minuten eine Ladezeit von bis zu einer Minute begegnen.

Die Grafik des Spiels macht hingegen einen ganz ordentlichen Eindruck. Zwar findet man hier und da noch einige Stellen, an dem die Treppchenbildung ein bisschen auffälliger wird, ansonsten sieht aber fast alles prima aus. Leider aber nur fast alles. Denn die Animation der Charaktere wirken keinesfalls so flüssig, wie es in den vielen Trailern zu sehen wird. Alles wirkt sehr steif und abgehackt. Einen weiteren Punktabzug gibt es für die altbackene Kulisse des Spiels. Zwar spielt sich Dark Messiah wie ein Ego-Shooter, trotz alledem ist es im typischen Rollenspielszenario angesiedelt. Und das merkt man auch. Das Setting stellt leider nichts Besonderes dar.
Gameplay

Abgesehen von den bisher beschriebenen Schwächen spielt sich „Dark Messiah Might and Magic Elements“ erstaunlich gut. Eigensammelte Gegenstände können mittels der B-Taste aus dem Menü ausgewählt und verwendet werden. Mit den Schultertasten wird gekämpft und getreten und auf dem Steuerkreuz sind spezielle Gegenstände oder Zauberkräfte schnell abgerufen. Die aktuellen Aufgaben könnt ihr mittels der Back Taste abrufen und wer denn mal schnell abspeichern muss, der kann das im Startmenü tun.

Wie bereits beschrieben spielt sich das Spiel wie ein Ego-Shooter. Ihr habt kaum Freiheiten (immerhin werden die Charaktereigenschaften automatisch verbessert), der rote Faden des Spiels lässt keinen Platz für Eigeninitiative und die Steuerung des Spiels ist vorgegeben. Eigentlich kann man sogar sagen, dass ihr wenn es denn mal hochkommt nur zur richtigen Zeit die richtigen Knöpfe drücken müsst.

Aber trotzdem macht das Spiel alles in allem Spaß. Und das liegt sicher nicht am grandiosen Soundtrack. Der ist zwar grandios, aber im Spiel leider kaum zu hören. Einen Pluspunkt gibt es hingegen außergewöhnlicher weise für die deutsche Sprachausgabe. Wie fast im gesamten Review müssen wir auch hier wieder ein aber hinterher schieben. So ist die deutsche Synchronisation zwar hervorragend, wer aber auf Englisch steht, muss das Spiel wohl von den Briten kaufen. In der deutschen Version wird nämlich nur Deutsch gesprochen.
Das Mittelalter im Internet

Fiel der Test zum Spiel bisher noch recht mager aus, gibt es im Multiplayer die letzte Gelegenheit alles wieder rauszuholen:

In den unterschiedlichen Spielmodi (Training, Blitz, Kreuzzug, Team Deathmatch und Deathmatch) kämpft ihr mit den unterschiedlichen Klassen aus dem Einzelspielermodus gegen andere Spieler:

Training

Jedem Spieler steht nur eine Fähigkeit pro Klasse zur Verfügung. Ziel des Spiels ist es die Kontrollpunkte des gegnerischen Teams einzunehmen.

Blitz

Ein weiteres Teamspiel. Wer einmal stirbt, der wird nicht wieder lebendig (eigentlich logisch oder?). Welches Team zuerst ausgelöscht ist verliert. Gewinnen kann man aber auch indem man den feindlichen Kontrollpunkt besetzt.

Kreuzzug

Hier geht es darum auf einer Karte verschiedene Ziele zu erreichen. Das Siegerteam kämpft auf der nächsten Karte weiter. Das Spiel besteht aus fünf Karten, die in die Gebiete der Menschen und der Untoten aufgeteilt sind, wobei die Festungen der beiden Parteien in den beiden äußeren Karten die Ziele sind. Den ultimativen Sieg in dieser Kampagne erringt man, indem man die Festung des Widersachers zerstört.

Die Schlacht beginnt in der mittleren Karte und die Teams kämpfen an verschiedenen Stellen der Karte um Kontrollpunkte. Indem ein Team Kontrollpunkte hält, reduziert es die Wiederbelebungsmöglichkeiten des anderen auf Null. Das Halten mehrerer Kontrollpunkte beschleunigt diesen Vorgang.
Wird eine Karte gewonnen, verschiebt sich das Spiel auf die nächste Karte in Richtung der Festung des Verlierers.

Team Deathmatch

Das Team, welches die meisten Kills verzeichnen kann, hat gewonnen.

Deathmatch

Wer die meisten Kills macht, gewinnt.

Den Multiplayermodus kann man mit bis zu 10 Spielern spielen. Etwas seltsam ist hierbei, dass es für den Training-Modus nur eine einzige Karte gibt. Ansonsten funktioniert alles hervorragend: Die Verbindung wird schnell hergestellt und auch während des Spiels treten keinerlei Probleme auf. Ob das Ganze auch Spaß macht, ist hingegen fraglich. Auf die Dauer kann es sehr langweilig und trocken wirken.
Fazit

Dark Messiah Might and Magic Elements ist sicherlich ein tolles Spiel – vorausgesetzt man denkt sich die ganzen Fehler weg. Wer mit der „Macht der Source-Engine“ und einem „bahnbrechenden Multiplayer-Kampf“ wirbt, der sollte auch bedenken, dass wir mittlerweile das Jahr 2008 schreiben, die Source-Engine schon einige Jahre auf dem Buckel hat und bahnbrechend lange nicht mehr das ist, was es zur Einführung der Xbox war.

Nüchtern betrachtet ist Dark Messiah ein lineares Actionspiel mit schlechten Rollenspielelementen und kaum Freiheiten, welches seine Versprechen nicht halten kann. Auf der anderen Seite macht das Spiel aber auch Spaß und kommt mit einer dichten Atmosphäre daher. Es reicht zwar nicht zu einer Auszeichnung, Schrott haben wir aber auch nicht liegen.

„Dark Messiah Might and Magic Elements kann fast alles, nur nicht gut!“
Pro
  • Dichte Atmosphäre
  • Umgebung wird in Kämpfe eingebunden
  • physikalisch korrekte Spielerein
  • gute Synchronisation
  • toller Soundtrack
Kontra
  • Steuerung vorgegeben
  • kaum Freiheiten
  • Charakterentwicklung automatisch
  • keine englische Sprachausgabe verfügbar
  • lange Ladezeiten
  • viele Slowdowns
  • langweiliger Multiplayer
  • Speichern nicht automatisch
  • während des Spiels ist es meistens Still
  • seltsame Animationen
  • stellenweise zu trocken
Einzelspieler
7.1
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
6.0
Steuerung und Gameplay
7.0
Grafik und Präsentation
7.4
Sound, Musik und Special FX
7.0
Sprachausgabe
deutsch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Zensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 18 Jahren

Gesamtbewertung


6.9



Xboxdynasty Award

keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

BMKT b4RBq schrieb am 03.03.2008 17:18
BMKT b4RBq (Lemgo) - UndergroundEnglische Version is 100mal besser....nicht wie dieser deutsche Kram den man uns andrehen will!!!!melden
xDCxPerQsive schrieb am 29.02.2008 08:24
xDCxPerQsive (Homburg) - ProIch habs auch gespielt und kanns nur bestätigen was hier steht, allerdings isses alles untertriebenmelden
THE HARTEE schrieb am 22.02.2008 14:39
THE HARTEE (Potsdam) - Recreationkann ich alles unterschreiben. war aufn pc schon nich besonders.melden

Bookmark

wong favoriten icio live webnews Google Yahoo

Previews

Xbox 360 - Assassins Creed Brotherhood Xbox 360 - Fable III Xbox 360 - Blazblue: Continuum Shift Xbox 360 - Enslaved Xbox 360 - Razer Onza Professional Gaming Controller
engine powered by cultiport