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007: Ein Quantum Trost

Autor
Mathias Würdemann - CP xblackdevilx
Erstellt am
07.11.08
Streetdate
01.11.2008
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Treyarch / Activision
Kommentare
2
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007: Ein Quantum Trost

„Mein Name ist Bond, James Bond“ – seit Jahrzehnten steht dieser Spruch für eine der bekanntesten Filmreihen überhaupt. Die Rede ist natürlich von James Bond, auch bekannt als 007. Entsprungen aus der Feder des Schriftstellers Ian Fleming ist Mister Bond heute einer der meist gesehenen Geheimagenten der Welt. Seit einiger Zeit gibt es auch immer mehr Videospiele, die sich mit dem berühmten Agenten befassen. Das neuste hört auf den Namen „James Bond: Ein Quantum Trost“ und ist fast zeitgleich mit dem neuen Film in Deutschland erschienen. Ob sich ein Kauf des Spiels für angehende Geheimagenten lohnt, oder ob man sich eher in ein reales Trainingscamp begeben sollte, haben wir für euch in einem ausführlichen Test herausgefunden.
Endlich ist er wieder da! Und das sogar im Doppelpack.
James Bond ist also wieder auf dem heimischen Fernsehgerät zu steuern. Da man es beim letzten Kinoauftritt, „Casino Royal“, lieber bei selbigem beließ, mussten Fans der Videospielvariante ungewöhnlich lange auf ihren Helden warten. Verwunderlich ist dies allerdings nicht, da die meisten Bondspiele oft nur mittelmäßiger Qualität waren und sich auch nicht ganz so oft verkauften. Mit dem Spiel zu „Goldeneye“ gelang es damals viele Fans zu begeistern. Noch heute gehört das Spiel, welches damals für den N64 erschien zu den beliebtesten Spielen überhaupt, an dem sich noch heute alle Bond-Titel messen müssen. Auch bei „Ein Quantum Trost“(EQT) wird keine Ausnahme gemacht.

Casino Royal ist doch dabei

Wie bereits erwähnt, gab es zum letzten James Bond Abenteuer keine Versoftung zum Nachspielen. Wer aber immer noch auf ein „Casino Royal“-Spiel wartet, findet bei EQT sicherlich auch ein wenig Spaß, da hin und wieder Verbindungen zwischen beiden Filmen geschlagen werden. So dürft ihr einige komplette Missionen aus dem Vorgänger des aktuellen Films spielen. Wer sich aber eine packende Story und viele Hintergrundinformationen erhofft, wird von diesem Spiel gnadenlos enttäuscht sein.

Bereits das Einstiegslevel schockiert jeden Next Generation Spieler und Bond-Fan. Die Grafik erinnert an die guten alten Xbox-Zeiten, die Synchronisation von allen Charakteren außer Bond ist grausam und der Einstieg in die Story des Spiels hätte nicht schlechter gewählt sein können. Ihr lauft in einem Level herum, müsst einen Haufen Gegner eliminieren und irgendwelche Sachen und Personen suchen. Das ihr nicht so genau wisst, wonach ihr eigentlich sucht, ist aber überhaupt kein Problem. Denn zum Glück ist der Aufbau der Levels so gewählt, dass es nur einen einzigen Weg ans Ziel gibt. Ihr müsst also zwangsläufig an euren Sekundärzielen vorbeilaufen.  Nach diesem erschreckenden Einstiegslevel, wird das Spiel sonderbarerweise etwas besser. Die Umgebungen wirken nicht mehr ganz so langweilig und die Grafik wird zumindest etwas schöner.
Spielablauf
Dass der Job eines Geheimagenten nicht immer so einfach ist, wissen wir schon seit dem ersten Bond-Abenteuer auf der Kinoleinwand. Dass der Job aber auch verdammt langweilig werden kann, wissen wir leider erst seit dem aktuellen Spiel. Die Aufgaben des smarten Agenten bestehen nämlich lediglich darin, Gegner mit dem MG (z.B. aus einem Hubschrauber), dem Scharfschützengewehr oder ganz altmodisch mit der Pistole über den Haufen zu ballern. Für Abwechslung muss man dann schon selber sorgen, indem man beispielsweise versucht ein Level ohne einen einzigen Schuss zu absolvieren oder nur Nahkampf-Attacken anzuwenden.  Diese Attacken sehen übrigens sehr cool aus und lassen sich einfach ausführen: Ihr schleicht euch an einen Gegner heran, drückt auf den Ministick und dann im richtigen Zeitpunkt auf die eingeblendete Taste. Letzteres hört sich dabei schwerer an als es ist. Ein riesiges Zeitfenster ermöglicht es euch zwischen den beiden Befehlen noch einmal ganz genüsslich die Toilette aufzusuchen. Der einzige Nachteil an diesen Attacken ist, dass man sich sehr schnell an ihnen sattgesehen hat.

Das ganze Spiel basiert, wie so manch einer sicherlich schon erahnt hat, auf dem aktuellen Kinofilm. Ihr spielt fast die identische Handlung nach. Der einzige Unterschied ist, dass sich im Spiel circa 100 Gegner mehr auf der Tanzfläche befinden.
Schwere Jungs
EQT lässt den Spieler zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen. Wer sich für den ersten und somit auch den einfachsten Schwierigkeitsgrad entscheidet, wird sich nicht lange in einem Level aufhalten und auch nicht den Versuch starten sich ohne einen einzigen Schuss abzufeuern durch den Level zu schleichen.  Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad stellt das Spiel auch nicht all zu hohe Anforderungen an den Spieler. Interessant wird es erst beim härtesten Schwierigkeitsgrad. Die Gegnerhorden sind kaum mit einer einzigen Waffe zu bewältigen und auch die kleinen Reaktionsspiele zwischendurch, beispielsweise bei einem spannenden Kampf oder dem Knacken eines Schlosses werden deutlich schwieriger. Nun gilt es der Aufforderung den B-Button zu drücken nicht  mehr innerhalb von 20 Sekunden nachzukommen, sondern innerhalb von 2 Sekunden.

Sehr kurze Spielzeit

Die Respawn-Punkte und Ladezeiten wurden im Spiel sehr gut verteilt. Vorbei sind also die Zeiten, an denen man nach dem Tod fast den kompletten Level wiederholen musste. Dafür beträgt die Spielzeit nun aber auch nur noch knapp 8 Stunden auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad und knapp 4 Stunden auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad.
Storytelling und Intelligenz
Die Art und Weise, wie die Geschichte rund  um den Agenten erzählt wird, ist einfach grauenhaft. Man hat den Eindruck, als handle es sich bei dem ganzen Spiel um einen Haufen aneinandergereihter Missionen. Zwar gibt es ab und an mal ein Briefing, dieses rückt aber auch nicht mit allzu vielen Informationen raus. Plötzlich muss man Person XY aus einem Gartenhaus befreien, obwohl man niemals zuvor ein Sterbenswort von dieser Person zu hören bekam. Wer sich also nicht ganz genau im Bond-Universum und mit den beiden aktuellen Kinofilmen auskennt, wird seine Probleme haben sich mit der Story zurechtzufinden.

Begeisternd ist hingegen die künstliche Intelligenz eurer Gegner. Sie versuchen euch einzukesseln und sich vor euch zu verstecken. Auf dem dritten Schwierigkeitsgrad scheint es fast unmöglich sie zu besiegen.
Präsentation und Grafik
Wie bereits erwähnt, ist der erste Level des Spiels eine Frechheit. Schlechte Grafik trifft auf langweiliges Spielprinzip und grottenschlechte Synchronstimmen. Im restlichen Verlauf des Spiels werden diese Punkte zwar nicht vollkommen ausgemerzt, trotzdem lässt sich eine Verbesserung erkennen. Vor allem bei der Grafik des Spiels. Diese erinnert im weiteren Verlauf in leichten Zügen an Call of Duty 4 (da auch EQT auf dieser Engine basiert), wobei die Animation jedoch lange nicht an dieses Spiel herankommen. Des Weiteren wirken die Charaktere teilweise unglaubwürdig, da sie neben den schlechten Animationen auch noch ein fürchterlich unlebendiges Aussehen mit sich bringen.  Hinzukommt, dass der Sound sehr schlecht abgemischt wurde. Spielt man das Spiel auf Zimmerlautsterke, sind die Briefings kaum zu verstehen. Der Rest des Spiels hört sich allerdings gut an. Dies trifft sowohl auf den typischen Bond-Soundtrack als auch auf die Nebengeräusche, wie beispielsweise den Waffensound zu.
Multiplayer
Der Multiplayermodus des Spiels ist gut. Die Verbindungen sind stets hervorragend und es macht sehr viel Spaß sich in den unterschiedlichsten Spielmodi mit den anderen Spielern via Xbox Live oder Systemlink zu messen. Folgende Spielmodi stehen dabei zur Auswahl:

Bond-Duell
Jeder Spieler schlüpft in die Rolle von Bond. Ihr müsst versuchen die Sprengsätze der CPU zu entschärfen oder alle Gegner auszuschalten. Dabei kämpft jeder Spieler für sich. Am Ende gewinnt derjenige mit den meisten Punkten auf seinem Konto.

Bond-Flucht
Zwei Teams kämpfen gegeneinander. Ein Team muss versuchen Bond in die Evakuierungszone zu bringen, das andere muss versuchen dies zu verhindern.

Goldener Colt
Ihr müsst den Goldenen Colt finden und versuchen damit möglichst viele Gegner auszuschalten.

Gebietskontrolle
Versucht so lange wie möglich einen markierten Bereich zu kontrollieren.

Klassisch
Jeder gegen Jeden.

Konflikt
Versucht alle Gegner auszuschalten

Team Konflikt
Versucht das gegnerische Team auszuschalten.

Neben diesen Spielmodi gibt es nur noch eine Bestenliste und  einen Waffenladen. Die einzig akzeptierte Währung sind bei letzterem die Punkte, die ihr während des Multiplayerspiels ergattern könnt. Zu Kaufen gibt es von der Pistole bis zum Scharfschützengewehr alle Waffen aus der Solokampagne- mit dem einzigen Unterschied, dass es jeweils eine vergoldete Version zusätzlich gibt. Neben dem Waffenladen, den man ja auch schon aus anderen Shootern kennt, gibt es leider keine Besonderheiten. Der Onlinemodus spielt sich wie Durchschnittskost und glänzt noch nicht einmal mit irgendwelchen besonderen Bond-Gadgets.  Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Onlinemodus euch solide Mehrspielerkost ins Wohnzimmer bringt ohne dabei irgendwelche Innovationen zu bieten.
Fazit
„James Bond: Ein Quantum Trost“ ist wohl das Durchschnittsspiel schlechthin.  Grafisch gibt es hin und wieder einige sehr schicke Level, die aber  wieder von schrecklich aussehenden Landschaften gefolgt werden.  Spielerisch überzeugt der neue Bond auch nur streckenweise. Plötzlich, so scheint es zumindest, sind den Entwicklern die Ideen flöten gegangen und man wird selbst bei einer Spielzeit von nur knapp 4 Stunden (leichter Schwierigkeitsgrad) schnell vom Spielprinzip gelangweilt. Im Multiplayerbereich macht das Spiel hingegen alles richtig, obwohl man hier auch nur von Durchschnittskost sprechen kann. Zumindest ist hier die Grafik solide und die Verbindungsqualität hervorragend.

Wem kann man das Spiel also empfehlen? Eigentlich nur hartgesottenen Bond-Fans. Allen anderen bietet das Spiel keinen einzigen Kaufgrund. Die Story wird lahm erzählt und ist dadurch überhaupt nicht mitreißend und alles andere liegt höchstens im Durchschnitt. Es gibt viele bessere Multiplayer- und Singleplayerspiele.

„James Bond ist dieses Mal leider nicht gut genug. Dieses Spiel wird in der Masse untergehen!“
Pro
  • Mehrspieler mit vielen Spielmodi...
  • ...und guter Verbindungsqualität
  • Hervorragende K.I.
  • Gelungene Steuerung
Kontra
  • Schlechte deutsche Synchronisation
  • Grafik teilweise schlecht
  • Schlecht erzählte Story
  • Kurze Spieldauer
  • Keine Innovationen
  • Schlecht abgemischter Sound
Einzelspieler
6.7
Mehrspieler offline
7.2
Xbox LIVE Mehrspieler
7.2
Steuerung und Gameplay
7.9
Grafik und Präsentation
7.0
Sound, Musik und Special FX
6.9
Sprachausgabe
Deutsch
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 18 Jahren

Gesamtbewertung


7.5



Xboxdynasty Award


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

MoskitoVier schrieb am 09.12.2008 10:07
MoskitoVier (Berlin) - ProAlso ich habs günstig getauscht und ich muß sagen es gefällz mir richtig Gut(relativ gesehen)Das Game ist fast als Arcade Shooter zu sehen!Unkompliziert,super Steuerung(siehe C.O.D.)nettes Deckungs Prinzip(3 D und 1.Person)Nahkampf ist auch schick ..melden
Furious Taz schrieb am 08.11.2008 13:10
Furious Taz (Braunschweig) - UndergroundIch dachte es wird schlecher bewertet ^^ Naja aber ist doch gut so. Aber wegen CoD 5 und GoW 2 kauft das game ehhh keiner.melden

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