Eine Reise in die Vergangenheit. Alles begann mit dem Titel Prince of Persia, der 1989 das Licht der Welt erblickte und alle bis dahin erschienenen Titel in den Schatten stellte. Besonders die Animationen wussten zu überzeugen. Kein Wunder, so studierte der Schöpfer des Prinzen, Jordan Mechner, Videoaufnahmen seines Bruders, um die Bewegungen im Spiel mithilfe der Rotoskopie möglichst realistisch zu simulieren. Erst fünf Jahre später, genauer gesagt 1994 folgte Prince of Persia 2, welches die Geschichte rund um den persischen Prinzen fortsetzte. Zudem glänzte der Titel mit einer besseren Grafik und einem größeren Gegneraufkommen. Auch konnte man zum ersten Mal in der Geschichte des Spiels zu jeder Zeit abspeichern. Im Jahre 1999 musste der Prinz in Prince of Persia 3D nicht mehr durch zweidimensionale Levels hüpfen, sondern erschien in einem nagelneuen 3D-Gewand. Doch leider hatte das Spiel heftige Kritik zu ertragen: Mangelndes Gameplay wurde den Entwicklern von Red Orb Entertainment vorgeworfen und der Titel blieb wie Blei in den Regalen stehen. Die Jahre vergingen und man konnte wieder Licht am Ende des Tunnels sehen... Mit Prince of Persia: The Sands of Time wagte der Publisher Ubisoft ein Comeback und läutete damit eine ganze Trilogie rund um unseren Lieblings-Prinzen ein. Mit einem neuen Gameplay, neuer Grafik und einer neuen Geschichte schwingt sich der Prinz seit dem auf der Xbox akrobatisch durch die Lüfte, schöner und flüssiger, als jemals zuvor.
Der Sand der Zeit brachte auch frischen Wind in die Xbox Spielwelt. Mit diesem konnte man nämlich seine Fehler wieder gut machen. Kurz nicht aufgepasst und auf dem Weg ins Jenseits? Kein Problem! Einfach die Zeit zurückspulen. Seit der Veröffentlichung von Prince of Persia Sands of Time im Jahr 2003 hat Prince of Persia weltweit mehr als 30 Auszeichnungen gewonnen. Darunter u.a. die heiß begehrten Game Critics Awards: Best of E3 2003s Console Platform und Best Action/Adventure Game of the Year for Prince of Persia: the Sands of Time. Bis heute hat die Prince of Persia-Reihe ungefähr 10,3 Millionen Exemplare weltweit verkauft. |
Vom Prinzen zum Metal-Metzger Schon ein Jahr später erschien mit Prince of Persia: Warrior Within ein weiterer Teil, der die Geschichte der Trilogie fortsetzte. Leider waren einige Fans alles andere als begeistert. Zu düster und zu brutal sei es gewesen. Zudem habe der persische Flair gefehlt, anstatt orientalischer Musik dröhnten harte Metal-Rhythmen aus den Boxen. Auch die Rätseleinlagen fielen der vermehrten Action zum Opfer. Erstmals durfte man in einem Prince of Persia Titel zwei Waffen gleichzeitig mit sich führen. Ende 2005 kam der dritte und letzte Teil der Trilogie. Prince of Persia: The Two Thrones sollte laut Ubisoft Montreal die besten Elemente aus den beiden Vorgängern kombinieren. Im Klartext bedeutet dies eine durchdachte Geschichte und mehr Rästel als in Warrior Within, gleichzeitig aber actionlastigere Kämpfe, als noch in The Sands of Time. Für Abwechslung dienten die so genannten Speedkills, mit denen man Feinde zu einem bestimmten Moment nahezu gefahr- und lautlos erledigen konnte. Zudem spielte man auch die böse Variante des Prinzen, der sich der „Dunkle Prinz“ nannte. Dieser hatte eine Kette, die anscheinend angewachsen war. Mit ihr konnte man nicht nur den Widersachern den virtuellen Tod bringen, sondern diese auch als Kletterhilfe benutzen.
Mit Prince of Persia: Revelations, Prince of Persia: Rival Swords und Battles of Prince of Persia folgten weitere Ableger auf Sonys PSP und Nintendos DS und Wii, die die Geschichte der Trilogie erzählten und mehr oder weniger großen Erfolg hatten. Insgesamt erschienen in der Geschichte von Prince of Persia bisher über zehn Titel auf mehr als 21 Systemen. Um das volle Potential von Jordan Mechners Geschichte auszuschöpfen, soll 2009 ein Kinofilm erscheinen, der sich an den Geschehnissen von Prince of Persia: The Sand of Time orientiert. Auf dem Regiestuhl wird sich Micheal Bay befinden, während Jerry Bruckheimer als Produzent zur Seite steht. Das Drehbuch wird dabei von keinem anderen als dem Erfinder höchst persönlich geschrieben. |
Prince of Persia 2008 Wir von Xboxdynasty hatten knapp 20 Jahre nach dem ersten Teil der Prince of Persia Saga bereits die einmalige Möglichkeit den neuesten Ableger der Action-Adventure Hoffnung Prince of Persia in einer Vorabversion ausgiebig anzuspielen. Jetzt endlich ist die Vollversion bei uns eingetroffen und wir sind stolz euch schon vor dem eigentlichen Release euch den Xboxdynasty Testbericht liefern zu dürfen. Das neue Prince of Persia ist das Debüt der hochgelobten Videospielserie auf den Konsolen der nächsten Generation! Entwickelt wird das Spiel von dem vielfach ausgezeichneten Ubisoft-Studio Montreal, welches auch für Assassins Creed zuständig war, und vom selben All-Star Team, das schon die vorherige Prince of Persia Sands of Time-Trilogie geschaffen hat. Prince of Persia (ohne Untertitel) schlägt ein neues Kapitel im Prince of Persia-Universum auf. Ausgestattet mit neuen Spielelementen und einem völlig neuen illustrativen Kunststil soll das neue Prince of Persia dieses Action-Adventure zu altem Ruhm und neuer Ehre verhelfen. Dass das Spiel wirklich das Zeug dazu hat, erfahrt ihr nun in unserem ausgiebigen Testbericht.
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Eine ganze Welt steht vor dem Untergang Mit dem neuen Prince of Persia bietet Ubisoft euch nicht nur eine neue tiefgründige Geschichte, sondern auch ein episches und fesselndes Universum, das euch eine einzigartige Spielerfahrung offenbart. Zwar spielt der Prinz im gleichen Universum, erzählt aber eine völlig neue Geschichte. Prince of Persia spielt in einem Land, dessen Wurzeln in der antiken persischen Mythologie verankert sind. Der Prinz findet sich inmitten eines epischen Kampfes zwischen den ursprünglichen Kräften von Licht und Dunkelheit wieder: Ormazd, der Gott des Lichts fordert seinen Bruder Ahrimann, den zerstörerischen Gott der Dunkelheit, heraus. Der Prinz muss mit ansehen, wie der legendäre Baum des Lebens durch einen weiteren Konflikt zerstört wird. Nun droht die gesamte Welt in ewiger Dunkelheit zu versinken. Diese Bedrohung manifestiert sich in einer dunklen Substanz, die Land und Luft durchzieht und vergiftet. Ihr müsst euch mit dem Prinzen und seiner Begleiterin Elika verbünden, um die Welt vor dem Verderben zu retten.
Die Welt versinkt in ewiger Dunkelheit
Erstmals in einem Prince of Persia-Spiel habt ihr darüber hinaus die Freiheit vorzugeben, in welche Richtung sich das Spiel in diesem nicht linearen Abenteuer entwickeln soll. Ihr entscheidet, wie die Geschichte voranschreitet, indem ihr euren eigenen Weg einschlagt. Dazu stehen euch auf der Karte mehrere bevorstehende Herausforderungen zur Auswahl. Begebt ihr euch in einen Bereich und erledigt dort alle Aufgaben, könnt ihr in dessen Strang die Hauptmission freischalten. Wer möchte kann aber auch erst alle kleinen Aufgaben der anderen Wege bewerkstelligen und sich dann erst nach und nach an die Missionen begeben. Die Entscheidungsfreiheit ist zwar nicht riesig, aber dennoch vorhanden und sorgt somit für einen kleinen aber feinen Unterschied. |
Grafik wie im Zeichenbuch Wie wäre es, wenn die ganzen Zeichnungen und Artworks, die für eine Spielentwicklung angelegt werden müssen, nicht nur an der Pinnwand landen, sondern einfach direkt in das Spiel implementiert werden? Diese Frage stellte sich auch Ubisoft und antwortete ganz klar mit: Das machen wir! Die Entwickler haben sich deutlich für die Cell-Shading-Optik im Spiel ausgesprochen und diese Änderung ist ganz klar die auffälligste im Vergleich zu den Vorgängern. Und dass die Macher des neuen Prinz of Persia auch mit dem neuen illustrativen Art-Style wirklich umgehen können, beweisen schon die ersten Meter mit eurem Helden. Jede Aktion, jede Bewegung und jeder Ort könnte direkt aus einem Märchenbuch entstammen. Verträumte Landschaften, wunderschön anzusehende Gebäude und Schlösser, Sonne die durch die Bäume bricht, tolle Schatteneffekte und kleine Staubwolken verwöhnen euer Auge. Schnell stellt sich, auch Dank der fortgeschrittenen Anvil-Engine, mit der auch schon Assassin’s Creed entwickelt wurde, ein tolles Wow-Erlebnis ein. Auf einem Full-HD Fernseher strahlt euch eine 1080i Optik entgegen und nach einigen Spielstunden seid ihr einfach baff. Auch auf die typische persische Atmosphäre wird im neuen Teil gesetzt. Orientalische Klänge, Wüstenlandschaften und alte Tempel runden den Gesamteindruck ab.
Der Grafikstil schafft ein völlig neues Prinzenerlebnis
Hinzu kommt, dass der neue Prinz wieder ein wunderschönes, traumhaftes Märchen und keine neuen, blutigen Trash-Metal-Doppelschwert-Headbanger Geschichten erzählt. Schnipp-schnapp Rübe ab wird es in diesem Teil nicht geben, zum Glück auch keine Heavy-Metal Ausrutscher oder peinliche Möchtegern-Sprüche mehr. Obwohl, so manchen witzigen Spruch hat auch der neue Prinz auf den Lippen und hier zeichnet sich Ubisoft erneut durch ein funkenversprühendes Ambiente aus. Die Sprüche und Dialoge wirken weniger aufgesetzt und passen wundervoll in die tolle Spielwelt. |
Zurück zu den Wurzeln Auch die Spielweise bleibt seinen Wurzeln treu. Mit dem linken Analog-Stick steuert ihr euren persischen Helden. Mit dem rechten Stick positioniert ihr die Kamera und verschafft euch somit einen besseren Überblick über die wundervollen Landschaften. Der enorme Weitblick ist immer für ein verträumtes Staunen zu haben. Gegnern setzt ihr mit eurem Säbel über X bei und blockt Angriffe über RT. Dank eures Klauenhandschuhs könnt ihr mit B eure Gegner packen, in die Luft wirbeln und mit X einen schicken Kombo ausführen. Darüber hinaus könnt ihr mit eurer Klaue riesige Abhänge gefahrenlos hinunter rutschen und steile Wände besser hinauf klettern. Dass ihr ein richtiger Akrobat seid, beweist ihr bereits im anfänglichen Tutorial und alle Prince of Persia Spieler unter euch wird das Spiel zu keiner Zeit steuertechnisch im Stich lassen. Ihr lauft Wände entlang, Vorsprünge hinauf, hangelt euch an Wandspalten umher oder vollführt akrobatische Einlagen mit der Sprungtaste.
Das gesamte Gameplay geht butterweich von der Hand und die Steuerung funktioniert exzellent. Hin und wieder kann es vorkommen, dass ihr anstatt eines Wandlaufs, einen schrägen Mauerlauf ansetzt. Hier dürfte euch der Fall in die Schlucht ein Leben kosten. Doch Prince of Persia setzt nicht auf klassische Lebensanzahl oder ähnliches. Ihr habt Elika! |
Ihr seid nicht allein Ein weiteres neues Spielelement ist die Prinzessin Elika. Elika verfügt über magische Fähigkeiten und hilft euch mit Hinweisen, Ratschlägen und unterstützt euch im Kampf gegen riesige Endbosse. Dabei werden spezielle, akrobatische Partner-Bewegungen und Animationen sowie machtvolle Kampfkombinationen per Tastendruck von euch ausgelöst. Mit Y könnt ihr zusätzlich ihre Hilfe herbeirufen und somit noch größere Abgründe überqueren. Wisst ihr einmal nicht mehr weiter, dann könnt ihr von Elika einen Lichtstrahl, der euch die Richtung weist herbei schwören. Somit verzichtet das Spiel auf eine Mini-Karte und lässt euer Auge vollständig auf das Geschehen blicken. Darüber hinaus hilft euch Elika immer aus der Patsche. Habt ihr einen Pfad falsch angesetzt, einen Sprung nicht richtig abgepasst und droht in das Nichts zu fallen, reicht euch Elika die rettende Hand und ihr beginnt den Abschnitt ein paar Meter weiter vorne erneut.
Elika, die zauberhafte Prinzessin
Somit beugen die Entwickler von Ubisoft gekonnt irgendwelchen Frustmomenten vor und haben selbst am Schwierigkeitsgrad gefeilt. In den Vorgängern beschwerten sich zu viele Spieler über einen zu hohen Schwierigkeitsgrad und der neue Teil der Serie hat auch hier eine Lösung parat. Es gibt in vielen Bereichen einen direkten Weg zum Ziel und dieser ist meist für jede Art von Spieler zu schaffen. Darüber hinaus gibt es aber auch Verstecke und Items die ihr sammeln könnt. Um diese zu erreichen wird euch schon ein bisschen mehr abverlangt und Gamerscore-Akrobaten kommen um diesen Weg sowieso nicht herum. |
Fazit Bereits in der Vorabversion konnte uns Prince of Persia vollends überzeugen und nun auch in der Vollversion sorgte das Spiel für offene Münder und viel Begeisterung. Prince of Persia kehrt endlich wieder zu alter Stärke zurück, erzählt ein wundervolles Märchen und bringt dabei den neuen Grafikstil gekonnt in Szene. Die Atmosphäre ist ebenfalls sehr gut gelungen und besonders Jump´N´Run- und Action/Adventure Fans wird Prince of Persia stundenlang in seinen Bann ziehen. Hartgesottene Spieler würden sich vielleicht einen höheren Schwierigkeitsgrad und Bestenlisten wünschen, aber die wunderbar funktionierende Steuerung und tolle Technik ist einfach nur zum Verzaubern und nicht zum Herausfordern gedacht. Dennoch hat das Spiel mit seinen kleinen Nebenaufgaben und versteckten Extra-Items auch den besten Prince of Persia-Hüpfern etwas zu bieten. Außerdem kündigte Ubisoft schon vor dem Release weitere Inhalte für den Xbox LIVE Marktplatz an. Der einzige kleine Grund, der eventuell gegen Prince of Persia sprechen könnte, ist der neue Grafikstil. Entweder ihr liebt ihn oder ihr hasst ihn. Dazwischen gibt es fast nichts und da es leider vorerst keine Demo zum Spiel geben wird, solltet ihr bei Zweifeln das Spiel beim Händler eures Vertrauens unbedingt einmal anspielen und selbst ausprobieren. Wir sind uns aber fast schon sicher, dass sämtliche Bedenken nach den ersten Metern verflogen sind und ihr mit dem neuen Prince of Persia eine tolle Zeit verbringen werdet.
„Die Xbox 360 ist um einen weiteren wunderbaren und märchenhaften Prinzen Titel reicher.“
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Pro
- Märchenhaftes Spielerlebnis
- Tolle Atmosphäre
- Endlich wieder Prinzen-Feeling
- Beeindruckender Grafikstil
- Nette und witzige Dialoge
- Tolles Kampfsystem
- Kinderleichte Steuerung
- Super Sound
- Erspielbare Extras und versteckte Items
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Kontra
- Viel zu leicht
- Etwas kurz geraten
- Keine Bestenlisten
- Kein Co-op Modus mit Elika möglich
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