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Fallout 3: Operation Anchorage - Marktplatz

Autor
- xd264
Erstellt am
06.02.09
Streetdate
27.01.2009
Spielgenre
Rollenspiel
Entwickler/Publisher
Bethesda Softworks
Kommentare
2
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Fallout 3: Operation Anchorage - Marktplatz

Fallout 3 war das Spiel, das für einiges an Aufsehen gesorgt hatte, als es gegen Ende des letzten Jahres erschienen ist. Für viele Spieler war das Spiel ein „Must-have“ und bis auf wenige Ausnahmen waren die Käufer auch sehr begeistert. Nun ist einige Zeit vergangen, und für die ersten wird das Spiel so langsam langweilig, obwohl es unzählige Möglichkeiten bietet. Um diesem entgegen zu wirken wurde durch die Entwickler bereits frühzeitig bekannt gegeben, dass es Erweiterungen für das Spiel geben wird. Mit Operation Anchorage ist nun die erste Erweiterung erschienen, welche über den Xbox Marktplatz bezogen werden kann. Insgesamt 800 MS Points muss man dafür lassen, um an die Erweiterung zu kommen. Zu teuer? Genau richtig? Oder ein echtes Schnäppchen? Findet es raus in unserem Review!
Der Weg zur Operation
Insgesamt 400 MB ist die Erweiterung groß, welche dann aber doch recht schnell herunter geladen ist. Weitere Schritte müssen nicht unternommen werden, sobald ihr Fallout 3 startet, wird erkannt, dass die Erweiterung herunter geladen wurde. Ihr ladet also euren ganz normalen Spielstand und findet euch in der postapokalytischen Umgebung von Washington wieder. Nach einer kurzen Zeitspanne wird dann gemeldet, dass ihr ein neues Radiosignal empfangt. Also schnell in den Pip-Boy, den Sender umschalten (auch wenn man Galaxy News Radio und Three Dog nur ungern wegdrückt), um zu hören, was von euch verlangt wird. Ihr empfangt dann eine Textnachricht und schon beginnt eine neue Mission. Zu Beginn der Mission müsst ihr noch in der alten Spielwelt nach dem Ursprung des Signals suchen, um letztendlich zum eigentlichen Add-On zu kommen. An einem Gebäudekomplex angekommen, geht es mit einem Fahrstuhl in den Untergrund, in dem sich einige Ausgestoßene der „Brotherhood of Steel“ finden, welche euch nach einigen Informationen zu einem Simulator bringen, welcher jenem aus einer Hauptmissionen sehr ähnlich ist. Allerdings wird hierfür ein spezieller Schutzanzug benötigt. Weit weg ist dieser allerdings nicht, also schnell reinschlüpfen und mit dem Start des Simulators bereits die erste Mission des Add-Ons abschließen.
Von der Ostküste an die Westküste
Eben noch in Washington, dann direkt der Sprung nach Alaska. Die Simulation findet im Jahr 2066 statt, als chinesische Soldaten einen Angriff auf den östlichen Bundesstaat der USA starten. Das Ziel ist es, diesen Angriff abzuwehren und die Ausgestoßenen haben euch dazu auserkoren, diese Simulation zu bestehen, um ein Waffenlager vor Ort öffnen zu können. Euer Lohn ist dabei nach Beendigung der Simulation die freie Auswahl in diesem Waffenlager, in dem sich angeblich so einige Raritäten finden. Aber hierzu später mehr. Direkt nach dem Start der Simulation findet ihr euch in schneebedeckten Bergen in  Alaska wieder. Ihr seid mit einem Fallschirm abgestützt und  werdet von eurem Kameraden gebrieft. Innerhalb der Berge gibt es drei große Raketen der chinesischen Artillerie, welche zerstört werden müssen, um einen Schritt in Richtung Sicherung Alaskas zu machen. Fällt euch dabei etwas auf? Die Missionsbeschreibung könnte ohne Probleme aus einem der fünf vergangenen Call of Duty – Teile stammen. Und genau nach diesem Prinzip ist dann auch Operation Anchorage aufgebaut.
Viele Schusswechsel, wenig Rollenspiel
Viele Rollenspielelemente gibt es nicht in der Erweiterung des Hauptspiels. Zudem präsentiert sich das Spiel sehr linear. Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden gibt es kaum, obwohl sich diese durchaus sehen lassen kann. Möglichkeiten für Dialoge gibt es zwar trotzdem, jedoch sind eure Kommunikationspartner oftmals Offiziere des Militärs, welche eher ein Interesse an schnellen Ausführungen der Operationen haben als an einem gemütlichen Plausch. In den Missionen kommt es dabei eher darauf an, die zahlreichen Gegner, welche chinesische Soldaten in vielen unterschiedlichen Variationen sind, zu besiegen und zu den militärisch wichtigen Zielen vorzurücken. Also mehr Action, weniger Dialoge und Rätsel. Typische Ziele sind dabei die Platzierung von Sprengkörpern oder das Abschalten von Verteidigungseinrichtungen, um das Vordringen zu erleichtern. Allein seid ihr dabei meistens nicht, denn einige amerikanische Soldaten finden sich immer an eurer Seite.
Eigene Truppen, eigene Waffen, eigenes Lager
Die Basis für eure Operationen ist ein eigenes Lager, in dem ihr eure Anweisungen bekommt. Nachdem ihr euch in der ersten Mission gut geschlagen habt, steht schon eure Beförderung an. Für einen gefallenen Soldaten übernehmt ihr die Gruppenleitung und dürft kommandieren wie ihr wollt. Gerade dadurch kommt ein kleiner strategischer Aspekt zu der sonst sehr munteren Ballerei hinzu. In diesem Lager könnt ihr über ein Terminal eure Truppe für den nächsten Einsatz zusammensetzten und dabei auf unterschiedliche Soldaten zurückgreifen. So gibt es beispielsweise Heckenschützen oder Grenadiere die euch bei geschicktem Einsatz einen entscheidenden Vorteil verschaffen können. Auch eure eigene Ausrüstung ist bestimmbar. Über ein weiteres Terminal druckt ihr euch eine Liste, welche eure Wünsche für Waffen enthält und gebt diese dem Waffenmeister, der euch dann entsprechend dieser Wünsche ausrüstet. Nachdem alles Organisatorische geregelt ist, kann es dann auch schon losgehen. Über einen Kameraden kommandiert ihr eure Truppe auf das Schlachtfeld und sagt, wie sie sich verhalten sollen. So gehören Befehle für das Warten der Truppe oder den Angriff ebenso zu eurem Repertoire wie die Bitte um Ersatz für Soldaten, falls diese den Kampf nicht überleben. Maximal fünf Soldaten befinden sich unter eurer Befehlsgewalt. Die Spielweise der zusätzlichen Missionen ist auf jeden Fall eine sehr gute Ergänzung zum Hauptspiel, auch wenn man sich manchmal einige nichtlineare Elemente wünschen würde.

Neben den neuen Missionen zum Spielen gibt es auch einige weitere neue Elemente in dem Spiel. So bekommt ihr eine Extra-Ausrüstung für den Kampf im Schnee und euer Pip-Boy ermöglicht es euch, mit bestimmten Extras unsichtbar zu werden und es den gegnerischen Soldaten etwas schwerer zu machen. Jedoch können auch die Chinesen diese Taktik anwenden, und mit VATS wird es dann umso schwerer, sie zu treffen. Ebenso gehören einige neue Waffen zu den Erweiterungen, die das Add-On lohnenswert machen. Unterschiedliche Messer, schallgedämpfte Pistolen, neue Maschinengewehre und bestimmte Laserkanonen zählen zu den Waffenerweiterungen, welche im Umfang der Erweiterung enthalten sind.
Munitionsnachschub in Hülle und Fülle
Gerade bei den Themen Munition und Gesundheit ergeben sich einige Änderungen im Vergleich zum Hauptspiel. Es ist nicht möglich, die Gegner nach Gegenständen zu durchsuchen und dadurch seinen Munitionsvorrat aufzubessern. Auch Gegenstände zur Verbesserung der Gesundheit sind nicht auf diesem Weg zu erhalten. Das Durchsuchen der Gegner ist einfach nicht möglich. Daher ist es schade, dass trotzdem jeweils der Hinweis eingeblendet wird, dass dies mit der Taste A möglich wäre. Um während der Mission nun aber doch nicht ohne Munition oder ohne Lebensenergie dazustehen gibt es in regelmäßigen Abständen Möglichkeiten, diese aufzufüllen. An bestimmten Geräten erhaltet ihr durch das Drücken von A eine komplett volle Energieleiste, ein anderes Gerät füllt euren kompletten(!) Munitionsvorrat wieder auf. Dem munteren Rumgeballere sind somit Tür und Tor geöffnet. Leider wird das Spiel dadurch etwas zu einfach und die insgesamt vier Missionen sind in circa drei bis fünf Stunden absolviert. Danach geht es wieder ins Ödland zurück. Aber vorher geht es daran, die zu Beginn angesprochene Waffenkammer zu plündern. Hier finden sich dann die Waffen aus der Simulation und einiges mehr. Da diese jeweils Unikate sind, haben sie euch einen riesigen Wert und sie eignen sich neben dem Einsatz als Waffe auch noch wunderbar als Tauschobjekt.
Unterschiedliche Versionen, unterschiedliche Sprachen?
Es wurde von vielen danach gefragt: Wie sieht es denn mit den importierten Spielen aus, wenn das deutsche Update kommt? Das eigentliche Spiel ändert sich dadurch nicht. So bleibt eine geschnittene Version in der Erweiterung geschnitten, die Spieler einer ungeschnittenen Fassung müssen auch in der Erweiterung nicht auf die bestimmten Effekte verzichten, wenn sie sich das Spiel vom deutschen Marktplatz holen. Für eine gewisse Komik sorgt dann aber die Kombination der sprachlichen Elemente. Denn hier ist es egal, welche Sprachversion man hat, die Erweiterung ist in Deutsch und wird auch so in das Hauptspiel eingebunden. Alle Gespräche, die im Add-On vorkommen sind also auf Deutsch und auch die zusätzlichen Texte werden in Deutsch eingeblendet. Dies hat zwei Auswirkungen, die ein bisschen komisch erscheinen. Zum einen kommt es immer wieder vor, dass bei den Auswahloptionen der Dialoge sich ein englischer Satz einschleicht. Neben beispielsweise vier deutschen Auswahlmöglichkeiten gesellt sich dann noch das obligatorische „I have to go now“ hinzu. Auch bei der Interaktion mit Gegenständen tritt ein munterer Sprachmix auf. Wollt ihr beispielsweise eine Tür öffnen heißt der dazugehörige Text auf dem Bildschirm „Press A  -Tür öffnen“. Gott sei Dank machen hier die Sonderzeichen keine Probleme. Anders ist das bei der Einblendung des Titels der aktuellen Mission. Ist hier ein Sonderzeichen enthalten, wird dies von der englischen Fassung ignoriert und ein „Für“ erscheint auf dem Bildschirm als „Fr“. Dies ist allerdings nicht weiter schlimm, denn der Fokus liegt ja bekanntlich auf anderen spielerischen Elementen.
Fazit:
Die Erweiterung ist auf jeden Fall gelungen, auch wenn der Fokus ein wenig anders gelegt ist als im Hauptspiel. In den ca. fünf Stunden wird munter drauf losgeballert und es ist dadurch sehr gut möglich, seinen Charakter aufzubauen und Erfahrung zu sammeln. Jedoch würde man sich ein wenig mehr Rollenspielelemente wünschen. Aber alles in allem bekommt man für seine 800 MS Punkte ein ordentliches Spiel, welches sehr gut in Fallout 3 integriert ist. Kleinere Schwächen werden dabei verziehen, da sie den Spielspaß eigentlich nicht mindern. Die Geschichte bietet selbst keine ergänzenden Informationen zur Hauptgeschichte, so dass man die Erweiterung nicht unbedingt braucht. Für richtige Fans von Fallout 3 dürfte kein Weg an den zusätzlichen Missionen vorbeiführen. Aber auch für die restlichen Spieler sollte sich das Paket lohnen, wobei dann jeder selber entscheiden muss, ob ihm die vier Missionen 800 MS Punkte wert sind. Eine Erweiterung, die jeder Spieler unbedingt haben muss, ist es nämlich nicht geworden.

„Solide, actionreiche Ergänzung zu Fallout 3“
Pro
  • Viel Action
  • Leitung einer eigenen Truppe
  • Grafisch und akustisch gelungen
  • Nahtlose Integration in das Hauptspiel
  • Neue Waffen, neue Gegner
Kontra
  • Fast unendliche Munition und Energie machen das Spiel etwas zu einfach
  • Nur vier Missionen
  • Kleinere „Patzer“ bei der Integration des deutschen Updates in ein englisches Spiel
  • Zu linear
Einzelspieler
8.2
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
8.7
Grafik und Präsentation
8.9
Sound, Musik und Special FX
9.1
Sprachausgabe
Deutsch
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Unzensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 18 Jahren

Gesamtbewertung


8.4



Xboxdynasty Award


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Visual sys tom schrieb am 07.02.2009 01:00
Visual sys tom (Berlin) - Undergroundich fands geil , die erweiterung aber leider zu kurzmelden
Burgimann 87 schrieb am 06.02.2009 19:57
Burgimann 87 (Schopp) - RecreationFinde ich cool, dass ihr hierzu en Test verfasst habt!melden

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