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Doom 3

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
10.04.05
Streetdate
04.04.2005
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
unbekannt
Kommentare
1
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Doom 3

DOOM III setzt endlich auch die Hölle auf der Xbox frei und wird Euch das Fürchten lehren. Viele Videospieler haben bereits Jahre auf dieses Spiel gewartet, egal ob PC Spieler oder Xbox Spieler, die offizielle Ankündigung das DOOM III in der Mache sei, hat schon gereicht, um bei dem Einen oder Anderen wahre Freudensprünge auszulösen.
Ob sich das Warten wirklich gelohnt hat, und ob DOOM III auch auf der Xbox Euch Grund zur Freude gibt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht. Die Story: Im Jahr 2145 unterhält die Union Aerospace Corporation (UAC) ein blühendes Forschungszentrum auf dem Marsmond Phobos. Ihr übernehmt die Steuerung eines Marine Soldaten der zu einer Routineüberwachungsschicht eingeteilt wurde und frisch auf dem Roten Planeten eingetroffen ist. Die Anwesenden Wissenschaftler der UAC experimentieren mit den verschiedensten Funden, die sie auf dem Mars gemacht haben, willkürlich herum.
Das PDA: Der Rezeptionist in der Empfangshalle des Forschungszentrums gibt Euch Auskunft über die Raumstation und überreicht Euch ein ganz persönliches, sehr nützliches PDA. Dieses neue Spielzeug besteht aus automatischer Karte, einer Auflistung samt Erklärung Eures Inventars und der verschiedenen Kommunikationseinrichtung. Es ist außerdem in der Lage, sowohl Emails, Voice als auch Videobotschaften zu empfangen und wird Euch auf eurer Schicht ein sehr guter Freund werden.
Die Automap das PDA zeichnet Details Eurer Umgebung mit, während Ihr durch die Korridore patroulliert und beschriftet sogar die verschiedensten Bereiche, so dass Ihr, wenn Ihr aus irgendeinem Grund in die Ausrüstkammer, den Kraftwerkbereich oder sonst wohin abkommandiert werdet, einfach die Karte aufruft und Euch niemals verlauft.
Als künstlerische Repräsentation des Gebäudegrundrisses geht die Karte einfach mit "Räumen über Räumen" um, indem sie sie mit einfachen Treppen oder Aufzügen verbindet.
Wenn Ihr zum Beispiel eine Sicherheitskarte findet, die sich möglicherweise noch als nützlich erweisen könnte, wird sie im PDA abgelegt und wenn Ihr zum Dienst gerufen werdet, könnt Ihr im PDA auch nützliche Informationen abrufen, sortiert nach Befehlen, die ihr erledigt habt und die noch von Euch erledigt werden müssen.
Die Umgebung: Wenn Ihr durch die Korridore und Räume der Forschungsstation wandert, ist es keine Überraschung, dass die Oberflächen vor Sauberkeit glänzen, welches in einer konzentrierten experimentierenden Arbeitsumgebung erforderlich ist. Nachdem Ihr Bekanntschaft mit den Mitarbeitern gemacht habt, erscheint das Gesicht des Sarge in Eurem PDA der Euch befehligt eine Forschungseinrichtung nach einem verschwundenen Wissenschaftler zu überprüfen. Ein mulmiges Gefühl im Bauch, dass diese Meldung nichts gutes heißt, soll sich wenig später bewahrheiten.
Als ihr den Wissenschaftler aufgespürt habt, scheint es, als ob ein Experiment des Wissenschaftlers fehlgeschlagen ist. Voller Panik versucht der Wissenschaftler den Stecker zu ziehen, doch es ist zu spät. Plötzlich erscheinen überall Pentagramme und das Tor zur Hölle öffnet sich. Hunderte fliegende Feuerball-Totenköpfe fliegen umher, einer direkt durch das Herz des Wissenschaftlers und verwandelt ihn in einen Zombie, der auch direkt auf Euch losgeht. Doch mit Eurer mitgeführten halbautomatischen Pistole erledigt ihr diesen Zombie mit ein paar gezielten Treffern in den Kopf. Plötzlich wird der Alarm ausgelöst, teilweise fällt in den Korridoren der Strom aus und die Durchsage Eures Captains, dass ihr vermutlich von einer unbekannten Spezies angegriffen werdet und sich die gesamte Crew der UAC zum Doc des Forschungszentrum durchkämpfen soll ertönt aus den Warnlautsprechern. Doch fast alle Menschen wurden bereits, wie der Wissenschaftler durch die Feuerball-Totenköpfe in Zombies verwandelt.
Während ihr durch Euer Headset das Geschrei Eurer kämpfenden und sterbenden Crew-Mitglieder hört hat sich das Tor zur Hölle noch viel weiter geöffnet und weitere blutrünstige eklige Kreaturen und die schlimmsten Ausgeburten der Hölle befreit und von nun an versetzen diese Kreaturen die vielen dunklen und verwinkelten Korridore in ein absolutes Horror Szenario und lässt Euch das Blut in den Adern gefrieren.
Die Steuerung: ist simpel und trotzdem vielfältig. Ähnlich wie bei HALO 2 bewegt ihr Euer Ego mit den beiden Daumen-Knöpfen. Mit dem Steuerkreuz habt ihr direkten Zugriff auf die verschiedensten Waffen, während ihr mit der Y Taste durch Euer komplettes Waffen-Inventar switchen könnt. Mit der weißen Taste zückt ihr Eure Taschenlampe und leuchtet somit die finsteren Korridore aus. Der Nachteil dabei ist, dass ihr mit der Taschenlampe keine Waffe mehr tragen könnt. Sollte sich in einem finsteren Korridor ein Zombie aufhalten, müsst ihr erst wieder zu einer Waffe wechseln. Irgendwie doch etwas umständlich, aber es untermauert einfach den Schockmoment und wer will kann auch mit der Taschenlampe den Zombies den Kopf spalten.
Mit der schwarzen Taste wechselt ihr in die PDA Ansicht und könnt die verschiedenen Befehle und Videobotschaften aufrufen. Mit der X Taste füllt ihr Eure Waffe mit neuer Munition. Alles in allem ist die Steuerung sehr gut gelungen und wurde wunderbar auf den Pad der Xbox umgesetzt. Besonders genial ist die Funktion der Back Taste, die Euch super schnell und jederzeit einen Quicksave Eures Fortschritts anlegt.
Die Grafik: ist einfach nur traumhaft gruselig. Jeder Raum strotzt nur vor grafischen Highlights. An der einen Seite reißt ein Stromkabel und spritzt mit funken durch die Gegend, während an einer anderen Stelle das Licht flackert und kurz blutverschmierte Wände aufblitzen lässt. In einem Kontrollraum bekommt ihr eine Videobotschaft eines Sargent, wobei ein Raum weiter ein Lufttank explodiert. Woanders seht ihr durch eine Panzerglasscheibe, wie ein Ungeheuer einen Menschen verspeist und das Blut an die Glasscheibe klatscht. Etwas weiter trefft ihr auf einen verwundeten Marine Soldaten, erweist ihr ihm die letzte Ehre und verhindert somit die Verwandlung in einen Zombie?
Jeder Raum ist absolut detailverliebt und atemberaubend gestaltet worden und hat somit einen finsteren Touch und seine individuelle Überraschung für Euch. Die Levels wirken bei Weitem nicht so steril und „öde“ wie es teilweise bei HALO 2 der Fall war.

Die Ballermänner: haben es in sich. Auf kurzer Distanz könnt ihr mit euren blanken Fäusten die Zombies vermöbeln. Dies erweist sich als besonders effektiv, da die Schläge sehr schnell kommen, und können dank dem Berserker Power-Up dem Gegner zur tödlichen Falle werden. Mit der Taschenlampe könnt ihr ebenfalls Euren Gegnern aus nächster Nähe eine neue Gesichtsform einprügeln. In DOOM III kommt auch die gute alte Chainsaw (Kettensäge) zum Einsatz. Diese ist zwar sehr laut, hat aber dafür auch einen äußerst hohen Splatter-Faktor.
Das weitere Waffenarsenal erstreckt sich über eine Halbautomatik, einer Schrotflinte, einem Maschinengewehr, Chaingewehr, Plasmagewehr, einem Raketenwerfer, einem Plasmagewehr und der gut bekannten und sofort tötenden BFG-9K. Natürlich dürfen auch Granaten und spezielle Power Ups nicht fehlen.
Der Xbox Live: Modus kann durchaus überzeugen, hat aber kleinere Schwächen. Die maximale Spieleranzahl ist leider auf 4 Spieler beschränkt, was wohl aufgrund der enormen Grafikpower zurückzuführen ist. Zu den Modi zählen die typischen Ego-Shooter Einstellungen, wie z.B. Deathmatch, Teamdeathmatch, aber auch Tournament und Last Man Standing. Dazu zeichnet das Spiel diverse Statistiken mit.
Die absolute Besonderheit ist aber der Kooperations-Modus, indem ihr mit einem Freund über Xbox-Live oder im System-Link den Singelplayer-Modus noch einmal durchspielen könnt. Dabei wurde das Gegneraufkommen ungemein erhöht und auch die Schockmomente wurden anders gelegt. Sollte Euer menschliches Gegenüber, dann aus irgendeinem Grund das Spiel beenden, könnt ihr zusammen einen Kooperations-Savestand anlegen und dann zu einem späteren Zeitpunkt weiterspielen. Der Kooperations-Modus läuft jederzeit super flüssig und stellt eine absolute neue Herausforderung und neue Spielerfahrung in DOOM III dar. Vor allem im System-Link ist der Kooperations-Modus der absolute Oberhammer!
Die Menüführung im Xbox Live Modus ist auch etwas gewöhnungsbedürftig, trotzdem kommt man nach kurzer Zeit gut zurecht. Besonders genial ist es, dass id Software bereits kostenlose neue Maps für das Spiel angekündigt hat. Das würde dem Spiel mit den doch geringen Multiplayer-Maps sehr gut tun.

Der Sound: ist mit einer der besonderen Gründe, warum DOOM III so Angst einflößend ist. Die Atmosphäre wird von den vielen tollen Soundeffekten so dermaßen genial in Euer Ohr gepumpt, dass ihr nie wieder den Joypad abgeben wollt. Das einzige Manko ist, dass das komplette Spiel in englischer Sprache und ohne Bildschirmtexte ausgegeben wird. Aber da das Spiel erst ab 18 ist müssten ja Englisch-Kenntnisse ausreichend vorhanden sein. Doch auch ohne besondere Englisch-Kenntnisse ist die Story leicht verständlich und jederzeit unkompliziert und spannend. DOOM III solltet ihr unbedingt in einem abgedunkelten Raum mit einer guten Soundanlage oder Kopfhörern auf hoher Lautstärke und hohem Bass spielen.
Etwas Kritik: muss sich DOOM III aber auch von mir gefallen lassen. Leider gibt es keine Offline Multiplayer Modi. Man kann nur mit anderen über Xbox Live oder im System Link ballern. Das hat mich doch schon sehr verwundert. Einen 4 Spieler Split-Screen Modus hätte ich mir doch schon gewünscht. Bis auf die bereits erwähnten kleinen Schwächen habe ich aber sonst an dem Spiel nichts auszusetzen.

Mein Fazit: DOOM III ist ein absoluter Meilenstein der Videospielgeschichte und ist jetzt schon ein Klassiker im Ego-Shooter Genre. Die Atmosphäre ist unübertroffen und noch nie in einem anderen Spiel wurde sie auch nur annähernd erreicht. Die Grafik lässt sogar HALO 2 alt aussehen und die Spielbarkeit ist extrem genial. Für alle Xbox Besitzer ist DOOM III ein absoluter Pflichtkauf. Nur Angsthasen lassen das Spiel im Rega stehen!!!
Pro
  • unerreichte furchteinflößende Atmosphäre
  • die beste Grafik die wir je auf Xbox gesehen haben
  • bombastische Sounduntermalung
  • Xbox exklusiver Kooperations-Modus
  • genialer Xbox Live Multiplayer Modus
  • Xbox-Live Kooperation
  • System Link Kooperation
  • Kontra
  • sehr blutig
  • kein offline Multiplayer
  • Sprache komplett Englisch
  • Einzelspieler
    9.6
    Mehrspieler offline
    -
    Xbox LIVE Mehrspieler
    9.1
    Steuerung und Gameplay
    9.2
    Grafik und Präsentation
    9.7
    Sound, Musik und Special FX
    9.5
    Sprachausgabe
    englisch
    Bildschirmtexte
    keine
    Zensur
    Nicht notwendig
    Spielzeit ca. in Stunden
    +20
    Geeignet für
    Anfänger bis Profis
    Altersfreigabe
    Keine Altersbeschränkung

    Gesamtbewertung


    9.5



    Xboxdynasty Award


    Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

    Dark Cyberfreak schrieb am 06.04.2006 16:02
    Dark Cyberfreak (Berlin) - Undergroundkeine bots, wenig waffen...
    nur etwas für ballerfans in dunklen Räumen...melden

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