Over G Fighters Review Ihr habt als kleines Kind schon davon geträumt im Cockpit eines modernen Düsenjägers zu sitzen? Wenn ja, dann habt ihr jetzt, falls ihr im Besitz der Xbox 360 seid, allen Grund zur Freude: Over G Fighters ist vor kurzem für Microsofts zweite Konsole erschienen und bietet euch die Möglichkeit in über 30 der modernsten Militärflugzeuge Platz zu nehmen. Ob sich die Ausbildung zum Piloten noch lohnt oder ob ihr lieber in Over G Fighters die Lüfte unsicher machen solltet, das lest ihr in unserem ausführlichen Testbericht zum Spiel.
Das Spiel
Over G Fighters spielt, anders als die aufflammenden Engel (Blazing Angels), im 21. Jahrhundert. Die Story ist wie bei so vielen Spielen nicht grade sehr einfallsreich:
Auf der Welt herrscht Frieden und der Terror scheint aus der Welt verbannt worden zu sein. Doch als die Welt kurz davor steht komplett vereinigt zu werden, versuchen kleine militärische Gruppen dies noch mal mit allen Mitteln zu verhindern.
Der Globale Förderationsrat sieht sich nun gezwungen einzuschreiten, was er auch tut. Und zwar mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Und nun kommt ihr ins Spiel: Als Mitglied der Special Peace Corps gilt es den Rebellen den gar auszumachen.
Anders als in den meisten Actionspielen schlüpft ihr hierbei nicht in die Rolle eines einzigen Charakters. Vor jedem Einsatz werdet ihr vor die Qual der Wahl gesetzt und müsst euch zwischen verschiedenen Charakteren mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Vorlieben entscheiden. Gilt es zum Beispiel viele Bodenziele zu zerstören, solltet ihr Linda Roberts wählen. Empfiehlt es sich hingegen eine Mission mit einer russischen oder europäischen Maschine zu bestreiten, bietet sich Michael Pogodin als Pilot an. |
Karriere
Einführung
Wer die Karriere des Spiels bestreiten möchte, der muss im Hauptmenü den Modus „Szenario“ auswählen. Das Spiel startet dann mit einer Trainingsmission in Nordamerika.
In dieser ersten Mission findet ihr euch auf einem Flugzeugträger wieder. Habt ihr zu Beginn des Spiels den niedrigeren der beiden Schwierigkeitsstufen gewählt, bekommt ihr erklärt, wie ihr startet und landet, die Räder einfahrt und wie ihr einen Feind abschießt.
Allein mit diesen Infos werdet ihr es jedoch in den Folgemissionen nicht einfach haben. Denn wie ihr beispielsweise ein Flugzeug abschüttelt oder feindlichem Beschuss entgeht, wird nicht erklärt. Hierbei empfiehlt es sich den Start-Button zu klicken und sich durch die schriftliche „Einweisung“ zu lesen.
Auch im weiteren Spielverlauf macht sich das Fehlen einer vernünftigen Einweisung ins Spiel bemerkbar. Erst im späteren Spielverlauf stellt man fest, dass nicht jedes Flugzeug über Leuchtkörper verfügt, mit denen es die feindlichen Raketen abschütteln kann. Zudem bleibt verschwiegen, dass es je nach Flugzeug eine andere Startposition in der Mission gibt. So startet man mit einem Flugzeug auf einem Flugzeugträger und mit dem anderen auf einem herkömmlichen Militärflugplatz – zur Startbahn rollen mit inbegriffen.
Aufbau
Der Aufbau der einzelnen Missionen ist recht simpel gehalten. Pro Kontinent gibt es eine große Mission, welche in viele Nebenmissionen eingeteilt ist. Nachdem ihr alle Nebenmissionen abgeschlossen habt, dürft ihr die schwierigste Mission, die Hauptmission, auf jedem Kontinent in Angriff nehmen. Die einzelnen Nebenmissionen und die Hauptmission sind, wie aus so manchem Team-Shooter bekannt, in Primär und Sekundärziele eingeteilt. Habt ihr alle Primärziele erledigt, so bricht die Mission abrupt ab und es bleibt keine Zeit die Sekundärziele zu erledigen. Will man also unbedingt die Sekundärziele der Mission erledigen, so sollte man dies am Anfang der Mission tun.
Bevor ihr euch in die einzelnen Missionen stürzt, bekommt ihr eine Einweisung eures Chefs. Doch anstatt liebevoll gestalteter Minifilmchen wartet der 2D Chef auf euch. Per Audio und Untertiteln bekommt ihr ein mehr oder weniger langweiliges Briefing. Denn die Missionen laufen im Endeffekt aufs selbe hinaus. So gilt es immer nur ein paar Flugzeuge oder Bodenziele zu zerstören. Häufig werden die Gegner nur als kleines Viereck auf dem Bildschirm dargestellt. Sobald dann Shoot über dem Viereck steht, müsst ihr nur noch die Rakete abfeuern. Der Rest erledigt sich dann von selbst.
Schwierigkeitsgrad
Zu Beginn des Spiels habt ihr die Wahl zwischen zwei Schwierigkeitsstufen. Dabei unterscheiden sich die beiden Stufen nicht in der Stärke der Gegner oder der Schwierigkeit der Missionen in der Kampagne, sondern einzig und allein in der Steuerung und in den Trainingsmissionen. Bekommt ihr auf der leichteren der beiden Stufen noch Anweisungen, was ihr genau zu tun habt um das Flugzeug zu landen oder zu starten, seid ihr auf der schwierigeren Stufe ganz auf euch allein gestellt. Aber auch die Unterschiede in der Steuerung machen was her. Denn richtig simulationslastig wird das Spiel erst, wenn ihr das Spiel auf dem schwierigsten Grad steuert. Hier habt ihr dann auch mehr Freiheiten und könnt scharfe Kurven oder Loopings fliegen, was ihr auf der leichten Stufe nicht könnt.
Langzeitmotivation
Trotz der eher langweiligen Briefings und der sich gleichenden Missionen macht Over G Fighters eine menge Spaß. Doch dieser Spaß hört auch schnell wieder auf. Schon nach den ersten fünf Missionen verlässt einen die Lust und man spielt eigentlich nur noch um neue Flugzeuge freizuschalten oder um Gamerscore zu kassieren. Das Flugzeuge freischalten ist hierbei für Onlinespieler besonders wichtig, da sie nur die im Singleplayer erspielten Flieger online benutzen können.
Die Missionen sind, wie bereits erwähnt, beinahe identisch. Bis auf die Umgebung und die Art wie ihr die Mission startet (in der Luft oder auf der Startbahn) ändert sich fast gar nichts. Die Durchschnittsmission läuft wie folgt ab:
Starten, Feinde suchen, Anvisieren, Feuern, Fertig.
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