Nachdem in den letzten Wochen bereits etliche heiße Trailer, Screenshots und Aktionen rund um das Rennspiel Race Driver GRID bei uns auf Xboxdynasty für Aufsehen sorgten, ist es nun endlich soweit und die Vollversion steht in den Läden. Der britische Publisher und Entwickler Codemasters erfreut uns Motorsportfans mit einem echten Highlight im Racingbereich für die Xbox360. Die Engländer haben bereits mit ihren anderen Teilen der Race Driver Serie auf dem PC und für uns Konsolenspieler, vor allem letztes Jahr mit Colin McRae: DIRT überzeugend demonstriert, dass sie es verstehen Aufregendes rund um die Rennpiste zu produzieren. Die eingesetzte Neon Engine lässt nun abermals seine enormen Muskeln spielen um die harten Positionskämpfe auf den europäischen, amerikanischen und asiatischen Rennpisten bestens zur Geltung zu bringen.
Mit 43 Wagen geht es auf 15 Strecken und mit bis zu 80 Streckenvariante an den Start und wir waren für euch auf allen Pisten der Welt unterwegs, um zu schauen ob das Spiel hält, was es uns bisher versprochen hat. |
Technik die begeistert Bevor wir uns eingehend mit dem Spielspaß und dem Ablauf der Rennen beschäftigen, möchten wir zunächst noch einmal auf die Technik eingehen, die GRID zu dem macht, was es ist: eine Grafikbombe! Wir sind einmal so frei und behaupten das GRID das derzeit bestaussehende Rennspiel auf der Xbox360 ist und selbst wenn man einmal über den Teller in Richtung GT5 schaut, muss man sagen, dass dort zwar die Fahrzeugmodelle fotorealistischer ausschauen, es GRID aber schafft gerade durch Beleuchtung, Dynamik und lebendige Atmosphäre einen einfach intensiveren Eindruck zu erzeugen.
Der Nachfolger der Dirt-Engine, die auf den Namen EGO hört, ermöglicht es bis zu 20 fantastische und allesamt unterschiedlich gestaltete Fahrzeuge gleichzeitig an den Start zu bringen, was dem doppelten von DIRT entspricht. Ebenso kommen realistische Tag und Nachtwechsel beispielsweise beim 24-h-Rennen von Le Mans zum Einsatz, wobei das Car-Rendering, sowie das Light- und Shader System noch einmal wesentlich überarbeitet wurden und auch das rund erneuerte Partikel-System erzeugt dynamische Rauchentwicklung beim Starten oder driften. Das Spiel läuft in sehr sauberen 30fps, sicherlich gibt es Spiele die es auf 60fps bringen, aber anhand der genialen Optik gibt es daran rein gar nichts zu bemängeln. Das Spiel läuft absolut flüssig ohne jeden Ruckler oder Tearing, wobei bis zu 40.000 Zuschauer die Strecken säumen und gerade die Stadtkurse es mit der Optik von PGR4 locker aufnehmen können. Wer einmal die genialen Lichteinfälle und Echtzeitschatten im Cockpit bewundert hat, wird wie wir aus dem Schwärmen nicht heraus kommen und so kann man fröhlich durch die 5 Kameraperspektiven schalten und wirklich jede Einzelne sieht top aus.
Das verwendete Schadenssystem ist ebenso das mit Abstand Beste, was derzeit verfügbar ist. Hier bekommt der Lack nicht nur ein paar Textur Kratzer verpasst, hier fliegen die Teile, zerbeulen die Bleche und zerbersten die Scheiben. Haben sich früher viele Spielehersteller und Automobilfirmen gesträubt ein echtes Schadensmodell zu verwenden, geht es hier einfach nur rund, in der ersten Kurve nicht aufgepasst und ihr seit mitten drin in der ersten Totalkarambolage, und wenn ihr euch zum ersten Mal mit dem Aston Martin DBR9 überschlagt, kommt ihr aus dem Staunen nicht mehr raus. Einzig und alleine wäre zu bemängeln, dass kein dynamisches Wetter zum Einsatz kommt und so herrscht immer heiterer Sonnenschein auf allen Strecken, solange ihr nicht der Nacht unterwegs seid, was dafür umso genialer ist. |
GRID Welt Der Hauptaspekt liegt bei GRID neben dem Multiplayerpart auf einer Art Kampagne, die sich „GRID-Welt“ nennt. Hier startet ihr eure Rennfahrer-Karriere. In dieser Laufbahn baut ihr euch einen eigenen Rennstall auf, während ihr versucht euch an die Spitze des internationalen Motorsports zu führen. Ziel des Ganzen ist nichts weniger, als der beste Rennfahrer der Welt zu werden und das erfolgreichste Rennteam überhaupt zu gründen. Jeder neue Fahrer muss sich zuerst in einer Lizenzqualifikation als Anfänger etablieren, besteht ihr die Rennen erhaltet ihr einen Anfängerstatus und die Starterlaubnis für Rennen in den drei Regionen. Im Verlauf der Karriere spielt ihr so auch neue Rennlizenzen frei, die euch den Start bei höherrangigen Rennen ermöglichen, was euch natürlich auch wieder höhere Preisgelder einbringt. Zunächst wählt ihr einen Fahrernamen, einen Teamnamen und wie ihr im Rennen angesprochen werden wollt. Angesprochen wohl bemerkt, was bedeutet das der gewählte Name mit in die Sprachausgabe perfekt einfließt, ist euer echter Name nicht verfügbar, stehen eine ganze Reihe Pseudonyme zur Auswahl.
Habt ihr einen passenden Teamnamen gewählt, könnt ihr noch ein Branding für eure Wagen festlegen. Hierbei beschränkt sich das Spiel auf eine Reihe vorgefertigter Muster, die ihr euren Wagen verpassen könnt. Ist ein Muster gewählt, legt ihr die Grundfarbe des Wagens fest, sowie zwei weitere Farbtöne für das Design. Zugegeben ist das nicht annähernd so spektakulär wie der Forza 2 Designbaukasten, aber dennoch wesentlich besser als bei PGR4 gelöst und man kann sich ansatzweise sein Wunschauto farblich zusammensetzen. Design und Namen lassen sich aber auch jederzeit im Lauf des Spiels wieder ändern, solltet ihr euch einmal daran satt gesehen haben oder das von eurer Freundin gewählte weiß und rosa Design nicht ganz eurem Renngeschmack entspricht.
Das Ganze hält nicht sonderlich lange auf und so beginnt ihr schnell die ersten Rennen zu fahren, um Geld in die Teamkasse fließen zu lassen. Neben dem Geld ist euer Ansehen ein weiterer entscheidender Faktor. Je besser ihr abschneidet und an so mehr unterschiedlichen Wettkämpfen ihr teilnehmt, umso mehr steigt euer Ansehen. Durch das Ansehen erhaltet ihr neue Startlizenzen in den einzelnen Regionen, wobei das Ansehen auch regional begrenzt ist. Fahrt ihr also nur schwere Muscle Car Rennen in den Staaten, beeindruckt das in Asien niemanden und so solltet ihr dafür sorgen, in allen Regionen gleichermaßen an den Start zu gehen. Neben den Einnahmen beim Sieg eines Rennens, erhaltet ihr nach und nach Sponsoren, die ihr auswählen und auf euren Wagen per Sticker platzieren könnt. Die Sponsoren unterscheiden sich in Haupt- und einer ganzen Reihe Nebensponsoren, hierbei geht es darum zu entscheiden, welcher Sponsor bietet was. Bietet beispielsweise Bilstein eine tolle Prämie beim Sieg eines Rennens, bekommt ihr von denen rein gar nichts wenn ihr als Zweiter durchs Ziel fahrt und so gibt es wiederum Partner die etwas weniger zahlen sich aber mit einer Platzierung unter den Top 3 zufrieden geben. So lockt ihr auch nach euren ersten 6 Siegen in einer Region fettere Sponsoren heran, die nach einem gewonnen Vergleichsrennen mit einem dicken Vertrag winken.
Das Geld spielt zunächst keine unwesentliche Rolle, denn wie in fast allen Racinggames müsst ihr eure eigenen Teamwagen natürlich selber kaufen, oder lustigerweise bei einem fiktiven Ebay ersteigern. Ihr startet mit einem Muscle Car, wollt ihr aber beispielsweise am Tourenwagen-Rennen rund um den Grand Prix Kurs des Nürburgrings teilnehmen muss schon der passende BMW her. Habt ihr erst mal eine B-Lizenz erworben, gehört ihr zum Profikader, was euch ermöglicht einen weiteren Fahrer neben euch einzustellen. So startet euer Rennstall in Zukunft immer mit zwei Wagen und erhöht damit die Chancen auf den Sieg und auf höhere Preisgelder. Der jeweilige Fahrer will natürlich bezahlt sein und so geht sein Verdienst von eurem Gewinn ab, es bleibt aber unterm Strich trotzdem immer mehr über als würdet ihr alleine fahren.
|